Nun ja, dann will ich auch mal meinen Senf dazugeben...
Unsere Preflopraisingrange aus dem CO sollte relativ weit sein, die Frage ist, wie schon angemerkt, nach seiner Callingrange. Auf dem Limit 3betten die meisten Spieler eher sehr starke Hände und callen häufig auch unprofitable Geschichten wie suited Connectors oder Axs und Kxs, also mag seine Range auch hier relativ weit sein (ist halt ohne Stats und Reads schwierig näher einzugrenzen).
Der Gedankengang "wenn ich das CR auf dem Flop calle, und gegen die fortgesetzte Aggression auf dem Turn folde, also kann ich auch gleich folden", ist zwar nachvollziehbar, aber was ist dann die Alternative?. Wenn wir hier das obere Ende unserer Range folden sind wir ultra-exploitable und unser Gegner kann immer mit any two profitabel checkraisen, ich meine, was spielen wir hier dann überhaupt weiter?
(Ok, bin mir nicht sicher, inwiefern die Spieler auf NL10 mitdenken, aber wenn ich nur davon ausgehe, daß die meisten Vollpfosten sind, kann das auch teuer werden. ;))
Damit will ich NICHT sagen, daß wir hier immer broke gehen sollten. Unsere Hand ist DEFINTIV stark genug für zwei Straßen an Value, nur sollten wir überlegen, wie wir das am sichersten umsetzen. Mit dem CR am Flop sind diese schon erledigt, und wir müssen tatsächlich meistens am Turn folden.
Auch wenn der Flop extrem drawlastig ist, bette ich hier eher ultra-polarisiert (nur Monster und totalen Müll) und checke hier oft behind (was auch meine mittelstarken Hände ziemlich gut balanced), und calle Turn und River gegen Standardbets (was dann auch die ersten Reads nach dem Showdown über seine Preflop-Callingrange produziert) bzw. bette Turn und River selber (oder checke Turn behind und overbette den River).