Wenn du eine Handanalyse machst, dann darfst du dem Gegner nicht nur Hände geben, die dich offensichtlich schlagen, sondern du musst dir überlegen wie seine gesamte Range aussehen könnte.
1. Mit welcher Range wird dich MP im Schnitt Preflop callen deiner Ansicht nach?
2. Mit welcher Range wird er auf diesem Flop callen im Schnitt deiner Ansicht nach?
3. Vor einer Bet ist wichtig, dass du den Einfluss der Turnkarte analysierst. D.h. überleg dir bzw. poste das Equilabergebnis wie die Turnkarte, die Flopcallingrange (die Range aus Punkt 2) verändert. Verbessert sie diese eher oder verändert sich im Prinzip nichts?
4. Überleg dir ob die Veränderung der Rangestärke deines Gegners möglicherweise so stark ist, dass du eine Bet überhaupt nicht mehr rechtfertigen kannst. Konkreter möchte ich hier wissen welche Equity du gegen seine Turncalling bzw. Raisingrange hat - also welche Equity du hast, wenn der Gegner weiteres Geld investiert.
5. Du musst vor dünnen Valuebets immer überlegen, ob du auf einen Raise aussteigen kannst ohne weiteres. Ich würde hier z.b. davon absehen zu betten, wenn mein Gegner in der Lage ist Hände wie QT oder JT oder J9 möglicherweise zu raisen.
Es ist nur sehr sehr schwierig möglich hier einen Call rechtfertigen zu können auf seinen Raise (es schlagen dich einfach sehr viele Made Hands die hier möglicherweise raisen könnten) - daher musst du dir überlegen, ob der Gegner im Schnitt eher semibluffen kann oder eine Hand wie JT stumpf runtercalled.
Gegen letzteren kannst du hier immer B/F spielen, gegen den Typ Semibluffer ist C/C hier deutlich besser in meinen Augen.