Hi Dunera,
bevor ich auf deine Fragen eingehe, hier einmal die Voraussetzungen für ein Squeeze-Play (hab ich aus dem Glossar entnommen und die wichtigen Stellen fett markiert):
Voraussetzungen für ein Squeezeplay
Das eigene Image, die Spielweise der Gegner, die relative Position zu ihnen und die Höhe der Stacks sind die wesentlichen Faktoren für den Erfolg dieses Spielzuges.
Ein trivialer Grundsatz lautet, dass ein Squeeze erst dann überhaupt Sinn macht, wenn die Gegner folden können. Auf der anderen Seite muss die Range der Gegner, insbesondere des Openraisers, hoch genug sein, dass sie auch häufig genug eine Hand halten, die sie ohne Bedenken abwerfen können.
Es macht keinen Sinn, zu squeezen, wenn die Gegner sehr loose sind oder der Spieler, der erhöht hat, das nur mit sehr wenigen Händen macht, sodass er seine Hand auch selten ablegen wird. Zudem ist es von Bedeutung, dass die Gegner dem Reraise auch Respekt zollen.
Du hast selbst geschrieben, dass die Gegner eher callfreudig und losse sind und damit sehen wir bereits, dass eine Voraussetzung verletzt wird.
Zudem halte ich es auch nicht für sinnvoll gegen so viele Leute zu squeezen, da unsere Foldequity mit steigender Anzahl, der in der Hand involvierten Spieler, sinkt.
Darüber hinaus musst du auch noch OOP spielen, was die Situation noch schlechter macht.
Daher halte ich ein Squeezeplay vor dem Hintergrund des "Bluffs" bzw. dem Plan, dass alle preflop folden in dieser Situation für nicht sinnvoll, da es einfach viel zu selten klappen wird.
Die Squeezesize könnte auch etwas größer sein und da sind wir dann auch schon beim nächsten Punkt. Willst du tatsächlich mit TT gegen 4 Gegner preflop 20% deines Stacks investieren?
Vor dem Hintergrund eines Value-Raises kann deine 3bet preflop schon ok (dann aber auch größer), wenn die Gegner wirklich viel viel zu callen, aber das glaube ich auch weniger.
Daher schließe ich mich LangenRE an und würde auch definitv den Call auf Setvalue preflop bevorzugen.
Bei der Cbet musst du dich fragen, wie du die Kombination aus Foldequity und Potequity siehst.
Da du UTG und MP ja eher als callfreudig beschreibst dürfte deine Foldequity wohl recht gering sein.
Wie es allerdings mit deiner Potequity aussiehst, das musst du dir anhand der Range überlegen, die du den Gegnern geben würdest.
Darüber hinaus musst du dir auch bewusst sein, dass du nach deiner Cbet eingentlich nicht bzw. kaum noch folden kannst, da du schon so viel investiert hast.
Wenn bspw. UTG foldet und MP den Flop pushed, dann bekommst du Pot Odds von 1:4,3
D.h. du brauchst etwa 19% Equity um callen zu können.
Und sollte Villain nicht nur den K oder höhere Pockets oder Sets pushen, sondern auch mal den Flushdraw oder A7 oder A8 oder T9, dann dürftest du wohl die Equity haben...
Also mir persönlich gefällt die Cbet nicht so gut, ausser du weisst, dass sie einfach viel schlechtere Hände callen und du daher for Value betten kannst.
Zum Turn. Da bleibt dir keine andere Wahl mehr bei den Stack to Pot Ratio.
Aber wie gesagt liegt das Problem hier eindeutig beim Preflopplay.
Gruß
k73