Ich würde in der Situation niemals gegen ein Ass bluffen wollen. Das foldet nicht, speziell nicht, wenn man gegen Freizeitspieler spielt. Was foldet, sind irgendwelche high Cards (insbesondere bei MP+2) oder Pockets (bei BB). Jedoch ist die kombinierte Wahrscheinlichkeit, dass wenigstens einer von beiden ein Ass hat (mit Kicker < T, deswegen keine Bet auf dem Turn) nicht so klein. Einen grossen Bluff kann man sich nicht leisten, weil er oft Erfolg haben muss und die Foldequity nicht gross genug ist. Es besteht ausserdem die Gefahr, dass ein Pair mit einer T callt (speziell bei MP+2).
Unter Umständen geht ein kleinerer Bluff von ca. 1/2 Pot, denn der benötigt nur eine Foldequity von 33%, damit er profitabel ist. Das würde schon viel eher dem Risiko entsprechen, dass jemand ein Ass haben könnte. Es bleibt trotzdem fraglich, ob das dann auch ausreicht, Pockets zum folden zu bringen. Von der Grösse her wäre der Bluff eher akzeptabel.
Mein Standard am Flop wäre einfach check/fold. Man hat's gründlich verfehlt, liegt auch gegen Kx nicht vorne und man hat auch wenig backdoor Equity. Mit noch einem backdoor Flush Draw wäre ein Move schon deutlich akzeptabler. Aber gegen zwei Leute ausser Position zu bluffen ist super marginal. Viel EV bringt das nie, wenn man nicht die Vermutung hat, dass die Gegner nicht viel haben.
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Edit:
Im unraised pot ist ein Bluff gegen zwei auf gepairtem Board wahrscheinlich doch gar nicht so schlecht. Halbe potsize würde ja schon völlig ausreichen. Die Foldequity ist wegen der scare Card Ass gar nicht so klein. Besser wäre es natürlich, wenn man keinen K hätte, denn das lässt den Gegnern mehr Raum für unimproved high Cards. K high hat ja tatsächlich Showdownvalue und performed gegen check/check/check nicht schlecht. Der Effekt ist aber wahrscheinlich klein gegen den Effekt von Foldequity. Equitydenial ist auch durchaus ein Argument.
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Würde am Flop durchgecheckt und brächte der Turn irgend eine Form von Equity (Karte 5, 4) dann wäre ein Bluff auf dem Turn akzeptabel und würde sonst auch auf dem Turn durchgecheckt, dann kann man fast immer auf dem River bluffen (Q oder J am River nicht).
Ansonsten würde ich es einfach lassen. Sonst bekommst du Redline goes up, Blackline goes down.
Von den Blockern her glaube ich, dass der Blocker zur Straight weniger wichtig ist als der Blocker für einen Kicker mit T-Pair. Das könnte auf dem River nämlich auch noch callen wollen. KT liegt viel eher in der Range der Gegner als 52. Immerhin, da ist man versorgt. Von den Blockern her ist der Bluff ok, aber von der Erfolgswahrscheinlichkeit her nicht.
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Low Stakes GTO hat Anwendungen. Die hat man vor allem in Situationen, wo man keine Reads über den Gegner hat und auch irgendwelche Pooltendenzen keine Hinweise geben (man also nicht weiss, ob etwas under- oder overblufft ist oder ob die Gegner in den richtigen Frequenzen folden). Grundsätzlich gilt, dass Exploits immer einen höheren EV haben als GTO. Sobald man Grund hat, einen Exploit spielen zu können, zieht man den Exploit GTO vor. Wenn man keine klare Exploit Situation erkennt, kommt GTO ins Spiel.
Für die low Stakes gilt also: GTO ist ein guter Plan B. Plan A ist maximum Exploit. GTO hilft einem, Spots für Exploits zu erkennen, weil man durch die Kenntnis von GTO herausfindet, wann die Gegner davon abweichen und wie.