Natürlich muss man den paired Flop differenzieren. Für den Gegner ist es auf einem 443hh Board ungleich schwerer Equity zu floppen als auf einem KQQhh Board.
Dazu musst du dir mal angucken welche Hände im Showdown im Schnitt gewinnen.
1. Toppairs mit solidem Kicker
2. Overpairs
3. Trips/Sets
4. Straights
5. Flushes
6. Fullhouses
7. besseres
Der typische Gegner wird nicht mit einer 50% Handrange Preflop callen und somit auf einem 443hh Board häufig Trips, Straightdraws, Flushdraws oder Fullhouses treffen.
Machen wir mal folgende Annahme: Dein Gegner called deinen Preflopraise mit so einer Range
JJ-22,AQs-A8s,A5s-A2s,KTs+,QTs+,J9s+,T9s,98s,87s,AQo,AcJd,AcJh,AcJs,AdJh,AdJs,AhJs,KQo
Das sind ungefähr 180 Kombinationen. Davon haben auf dem 334r Board 3 Kombos A4s ein Toppair, 42 Kombos ein Overpair, 2 Kombos A3s Trips, 4 Kombos Set, 19 Kombos Straight/Flushdraw, sagen wir mal 4 Kombos Gutshot (die weiterspielen) und das wars dann auch. Das sind ca. 41% der Prefloprange, die hier einen guten Grund haben weiterzuspielen. (zu einem Problem komme ich aber gleich)
Auf dem KQQhh Board haben jetzt aber gegen jemanden der zuviel cbettet extrem viele Hände einen Anreiz zu callen. Dadurch dass das Board gepairt ist haben sogar Hände wie 77 einen guten Grund einmal zu callen und die Foldequity auf solchen Boardstrukturen ist geringer, da sie einen größeren Teil der gegnerischen Range weiterspielen lassen -> mich würde nicht wundern, wenn hier alle Broadways zumindest einmal callen werden und es sind auch viel mehr Toppairkombinationen und Tripskombinationen wahrscheinlich als auf dem 433 Board.
Bei dem 443 Board gibt es jetzt aber eine Sache zu beachten. Es gibt Gegner, die spielen Overcards auf solchen Boards weiter, weil sie die Absicht haben dir den Pot später wegzunehmen. Gegen diese Gegner musst du anfangen modifiziert zu spielen: Entweder beginnst du mit Multibarrelbluffs ODER du gibst solche Boards öfter auf und fängst an deine C/Folds mit C/C zu balancen. (z.b. nimmst du AK und anstatt es zu cbetten spielst du damit C/C und verwandelst die Hand in einen Bluffcatcher - das ist aber nur sinnvoll, wenn dein Gegner wirklich jemand ist der solche Boards angreift dann)
Wenn Villain etwas mibekommt hängt es imo davon ab wie tight er dich openraisen sieht. Sieht er dich sehr tight openraisen hittest du ein KQQ Board in seinen Augen wahrscheinlich besser als ein 344 Board. Dies heisst wiederum dass er auf einem 344 board mit mehr pockets deine Bluff cbet callen wird.
Der Punkt nach seinem Flopcall ist aber, dass der größte Teil seiner Range auf Pocketpairs liegt und das ist der Knackpunkt in NL. Wenn eine gegnerische Range hauptsächlich aus Pairs besteht, dann ist diese Range extrem einfach angreifbar. Denk mal drüber nach wie oft du hier 3 Potsizebets mit 66 schon runtergecalled hast.