Es gibt kein "perfektes" Spiel. Es ist wichtig, dass du die Unterscheidung zwischen perfektem und maximalem Spiel machst.
Perfekt ist dein Spiel, wenn es nicht exploitet werden kann und dann gewinnt, wenn dein Gegner selber nicht perfekt spielt.
Maximal ist dein Spiel, wenn du die Schwächen deines Gegners komplett exploitest und damit das letzte aus der Winrate herausholst, was ein perfektes Spiel nicht zu leisten vermag, da ein maximales Spiel selber exploitable ist.
Die "perfekte" maximale Variante für die Microlimits/Lowlimits/Midstakes ist meiner Meinung macj eine Mischung aus Tag und Lag Spiel, sehr positionsbezogen. (sowohl Preflop als auch Postflop) Du exploitest
1. die Tendenz vieler Tags/Nits/generell weaker Spieler, dass sie zuviel folden
2. die Tendenz vieler Fische, dass ihre durchschnittliche Handqualität immer noch schlechter als deine sind
Dies bedeutet jetzt nicht, dass ich jetzt jedem diesen Spielstil empfehle. Er erfordert schon etwas mehr Können als ein NL10 Anfänger haben kann und sollte daher eher als mittelfristiges/langfristiges Ziel angesehen werden, wenn man vorhat die Stakes irgendwann mit einer richtig dicken Winrate zu schlagen.
Es kommt bei meinen Empfehlungen immer auf meine Einschätzung hin wie gut jemand Postflop ist. Es hilft keinem, wenn ich ihm sage, dass er mit 54s auch mal UTG raisen könnte, wenn er einfach nicht weiss was er Postflop mit der Hand anfangen soll.
Ich habe schon oft erlebt, dass sich z.b. Umsteiger von FR auf SH irgendwelche Tips abgeholt haben und es wurde erstmal gesagt, dass sie aufloosen sollen und Preflop dies und jenes machen sollen. Niemand beachtet dabei, dass bei NL das Geld nicht Preflop gewonnen wird, sondern man in der Regel Flop und Turnplay irgendwie beherrschen sollte. (Riverplay braucht man bis NL1k nicht sonderlich gut beherrschen um Winningplayer zu sein - das kann ich ehrlich gesagt auch nicht sonderlich gut)