Original von dRAaaB
In den "Loose Cannon" Videos von Fallout86 (NL10 FR) ist mir öfter aufgefallen, dass er in position gegen einen loosen Gegner ebenfalls looser raist/stealt/restealt.
Oft mit der Begründung, dass er villian eine große range gibt und entsprechend oft (zumindest preflop) die bessere hand hält
Meine bisherige Denkweise (irgendwo gelesen) war immer, dass man sich entsprechend den Gegnern anpassen soll:
Ist der Tisch loose - tighter spielen
Ist der Tisch tight - loose spielen
Was stimmt denn nun? Oder kann man das nicht pauschal beantworten?
Es hängt natürlich von der Definition "loose" ab und vom eigenen Skill.
Alles das, was du dir Preflop einhandelst, musst du eben Postflop ausbügeln.
Ich weiß ja nicht was für dich "grobe Standards" sind, aber es ist ja klar dass man gegen jemand der wirklich loose spielt und auch viel mehr auf 3-bets hin callt bspw. looser 4-betten kann.
Wenn ein tighter Spieler mit 12/10 Stats anfängt zu raisen, brauchen wir nicht mit marginalen Händen 3-bet/broke spielen. Da lohnen sich Calls mehr (vielleicht sogar in solch einem extremen Beispiel ausschließlich Calls mit guten Händen und viele Bluff-3-bets, wenn der Typ noch > 70% auf 3-bets foldet.
Spielt du aber beispielsweise im BvB gegen einen 40/35er der sehr viel 3-betten/bluffen kann, dann sind Hände wie JJ/TT bspw. schon "Nuts" und können lockerer 3-bet/broke gespielt werden.
Da trifft deine Annahme schon mal nicht zu.
Und natürlich wirds dann richtig interessant wenn weite Ranges Postflop gegeneinander spielen, da komtm dann die Edge zum Tragen. Und wenn man sich Postflop überlegen sieht und möglichst noch Position hat, kann man natürlich auch einen Gegner mit einer weiten Range gut unter Druck setzen.
Dir muss aber klar sein, dass es nun mal verschiedene Styles gibt die man beherrschen muss. Wenn du Postflop noch recht unsicher bist und/oder deine Gegner kaum kennst und dir in knappen Turn/Riverspots noch die Erfahrung fehlt, werden die Spots eher -Ev für dich enden.
Demnach solltest du dich da natürlich nicht zu häufig reinbegeben.