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[Geschlossen] SSS & Psychologie

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WMer
Beigetreten: 14.02.2006
Elite Grinder

Nee passt schon. Ich frag nur, weil ich finde, dass der Ton hier im Forum doch öfters mal, na sagen wir, gereizt ist.
Sich vorzunehmen Theorie zu paucken is bei mir so ne Sache. =) Solange wie es lief hab ich recht wenig gemacht ala "es läuft ja was soll ich ändern?". Naja jetzt hab ich den Salat :(


BelyiM Themenstarter
BelyiM
Beigetreten: 18.10.2007
BlackMember

Ich versuche mich mal an einer kurzen Übersicht zu verschiedenen Arten von Swings.

Upswing:

1. Die EV-Kurve steigt und fast genauso stark steigt die Winnings-Kurve. Man hat also im Prinzip doppeltes Glück: Man hat oft die besseren Karten und gewinnt damit auch noch.
2. Die EV-Kurve steigt kaum/sinkt, die Winnings-Kurve steigt: Man hat zwar öfter die schlechtere Hand, gewinnt aber trotzdem am Showdown, Glück im Unglück.

Downswing:

1. Die EV-Kurve steigt/steigt leicht, die Winnings-Kurve aber fällt. Wir haben öfter die bessere Hand, verlieren aber am Showdown.
2. Die EV-Kurve fällt, fast so stark wie die Winnings-Kurve. Wir haben also das Pech, oft in bessere Hände zu laufen und verlieren oft am Showdown.

Unterstützend:

Die Non-SD-Winnings. Verhält sich die entsprechende Kurve positiver, als uns zusteht (bei mir: sie steigt), hat man das Glück, dass die Gegner schlecht treffen oder in Stealsituationen oft keine gute Hand haben. Negativ können sie auf den generellen Swing einwirken, wenn die Gegner übermäßig oft eine gute Hand treffen oder oft profitabel restealen können.

Habe ich noch Faktoren vergessen, die mit reinspielen?
Evtl. ist so ne Übersicht ja ganz praktisch und hilft einem ein wenig beim Reflektieren der eigenen Situation. Ich befinde mich zur Zeit z.B. im Downswing vom Typ 2, wobei meine Gegner (gefühlt) überdurchschnittlich gut treffen. Mit anderen Worten, ich hasse Pokern zur Zeit :)


MFR
MFR
Beigetreten: 29.08.2007
Elite Grinder

Das kann man wohl sehr gut nachfühlen. Es ist z.T. psychisch sehr stressig, wenn es absolut nicht läuft, ich weiss auch nicht, wie man das signifikant senken kann, obwohl ich Psychologieartikel in Bezug auf Tilt glaube ich fast alle gelesen habe. Dennoch fällt es mir enorm schwer, wenn es nicht läuft, an positive Dinge zu denken und alles ist wieder rosarot. Manchmal ist wohl eine Pause und reduziertes Spiel die einzige Lösung, denn wenn man ein paar Minuten nach einem "Hassanfall" wieder runtergekommen ist, denkt man sich ob man eigentlich noch sauber tickt. Dass man, wenn es super läuft, einfach nachlässiger wird was Weiterbildung und Auseinandersetzung mit dem Spiel betrifft, ist denk ich auch nur zu menschlich. Und ehrlich gesagt ist es vielleicht auch gar nicht so schlimm den Upswing einfach nur laufen zu lassen, die nächste schlechtere Phase kommt bestimmt und dann fängt man schon von ganz alleine an wieder mehr an seinem Spiel zu arbeiten.


Original von LarstheB

Im Upswing ist mir das alles egal...WARUM??

Das ist ganz Einfach
dein Suchtzentrum wird befriedigt und du schüttest jede menge Endorphine aus und bist "glücklich"
das ist halt bei allen Süchten so

p.s. ich hab nur den ersten post gelesen


Breiti
Beigetreten: 05.03.2006
Oldschool Grinder

angenehm find ichs immer zu sagen diesen Monat hab ich zB nen 500$ Bonus. Mein Ziel isses den zu clearen und die 500$ nehm ich als Taschengeld für privat. Wenn ich aufsteigen will mus sich dann zwangsweise noch ne positive WR haben, was ja auch sinn macht. So hat man aber Monatlich nen festen betrag "safe" den man auch gut planen kann und den rest läßt man einfach drauf und schaut halt wie es wird.


BelyiM Themenstarter
BelyiM
Beigetreten: 18.10.2007
BlackMember

Original von kasay

Original von LarstheB

Im Upswing ist mir das alles egal...WARUM??

Das ist ganz Einfach
dein Suchtzentrum wird befriedigt und du schüttest jede menge Endorphine aus und bist "glücklich"
das ist halt bei allen Süchten so

p.s. ich hab nur den ersten post gelesen

Hm, Sucht? Glaube kaum, dass ich "süchtig" nach Pokern bin und deswegen mein Suchtzentrum im Upswing befriedigt wird. Oder meinst du eine andere Definition von Sucht, als das Zutreffen von mindestens 3 der folgenden Kriterien:

Original von Wikipedia

1. Zwanghaftes Verlangen nach Konsum
2. Übermaß, Nicht-mehr-aufhören-können
3. Körperliche Entzugssymptome
4. Benötigen immer größerer Mengen, damit Wirkung eintritt
5. Großer Zeitaufwand für Beschaffung, Konsumieren und dem Sich-davon-erholen
6. Fortdauernder Gebrauch der Substanz(en) wider besseres Wissen und trotz eintretender schädlicher Folgen.


re283
Beigetreten: 31.01.2007
Oldschool Grinder

Original von LarstheB

Original von kasay

Original von LarstheB

Im Upswing ist mir das alles egal...WARUM??

Das ist ganz Einfach
dein Suchtzentrum wird befriedigt und du schüttest jede menge Endorphine aus und bist "glücklich"
das ist halt bei allen Süchten so

p.s. ich hab nur den ersten post gelesen

Hm, Sucht? Glaube kaum, dass ich "süchtig" nach Pokern bin und deswegen mein Suchtzentrum im Upswing befriedigt wird. Oder meinst du eine andere Definition von Sucht, als das Zutreffen von mindestens 3 der folgenden Kriterien:

Original von Wikipedia

1. Zwanghaftes Verlangen nach Konsum
2. Übermaß, Nicht-mehr-aufhören-können
3. Körperliche Entzugssymptome
4. Benötigen immer größerer Mengen, damit Wirkung eintritt
5. Großer Zeitaufwand für Beschaffung, Konsumieren und dem Sich-davon-erholen
6. Fortdauernder Gebrauch der Substanz(en) wider besseres Wissen und trotz eintretender schädlicher Folgen.

Ey Lars bei dir ist hopfen und Malz verloren du bist total süchtig Wenn du schon Wiki zitieren musst um es anderen zu beweisen das du nicht süchtig bist ?( Aber ich denke das die Sucht nichts mit der bewältigung eines Downs zu tun hat.

Denke am meistem hilft einem da die Diziplin weiter. Das man weiterspielt das man aufhört wen mann dumme Sachen macht. Nicht versuchen Betrag X wieder reinzuholen. usw.

gruss


Zinsch
Beigetreten: 01.02.2008
Elite Grinder

@Lars

Bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaub, du hast den Beitrag, den du zitiert hast, nicht ganz richtig verstanden. Vielleicht kann ja der Verfasser selber das nochmal erklären.


BelyiM Themenstarter
BelyiM
Beigetreten: 18.10.2007
BlackMember

@re Danke für deine wie immer aufbauenden Worte :) Ich glaube aufzuhören, wenn ich dumme Fehler mache und eher mein C-Game spiele, muss ich auch noch konsequenter umsetzen. Ich hab halt meist so ein Limit an gespielten Händen am Tag, also nicht das Problem Betrag X wieder aufzuholen, sondern so ein denken wie "ich spiel zwar scheiße, aber ich muss doch heute noch Y Hände spielen". Naja zum Glück spiel ich nie scheiße...außer die letzten 2 Wochen...hmpf

@Zinsch Ja das denke ich auch, aber er hats halt etwas ungenau formuliert. Würde mir da auch genauere Infos wünschen.


re283
Beigetreten: 31.01.2007
Oldschool Grinder

Dann hör doch bei einer session die scheisse läuft einfach auf und erspiele deine Y Hände in der anderen... wenn willst kannst ja in der Zeit dann deine schlecht gespielen Hände nochmal anschauen...

oder mach mal wieder nen Video

Ich dlaub einfach das es kein Patentrezept für gute Laune gibt... nimms dir nicht so argh zu herzen iss nur nen Spiel =)


Jetzt im Sommer gibt's immer noch die Wiese.
Hände rausschreiben, Equities+Stats notieren, Taschenrechner, Block + Papier, Radler, ein paar Chilli-Cheese-Burger (BK), Decke.
Und keinen Laptop (= kein Bildschirm)!

Alternativ natürlich ganz off-topic mit Freunden grillen gehn.

Tischanzahl runterschrauben und an den stats HUDs/popups rumschrauben helfen mir gerade, über meinen aktuellen (ersten, hehe, ich noob) downswing hinwegzukommen.
Vor allem hab ich den Fehler "zu looses BRM" gemacht und dadurch war es voll der Horror - ich freue mich richtig, jetzt ganz wenige Tische overrolled zu spielen und in den Wartezeiten die aktuellen Hände genau zu analysieren.
Dann kann ich mir sicher sein, wieviel Anteil Varianz ist und wieviel echte Leaks.

Am Monatsanfang Ziele bzgl. Spielweise festzulegen ist übrigens ein super Tipp, hab's in meine Checklist aufgenommen.


2bad4nick
Beigetreten: 22.02.2008
Oldschool Grinder

Original von Wikipedia

1. Zwanghaftes Verlangen nach Konsum
2. Übermaß, Nicht-mehr-aufhören-können
3. Körperliche Entzugssymptome
4. Benötigen immer größerer Mengen, damit Wirkung eintritt
5. Großer Zeitaufwand für Beschaffung, Konsumieren und dem Sich-davon-erholen
6. Fortdauernder Gebrauch der Substanz(en) wider besseres Wissen und trotz eintretender schädlicher Folgen.

Scheiße, bin SSS-süchtig :-)


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