Der W$WSF (lass ich mir immer mitanzeigen ab einer gewissen Samplesize) ist zusmamen mit dem Vpip ein sehr starker Indikator für den Skill eines Gegners.
Spieler mit wenig Vpip und wenig W$WSF (deutlich unter 40, wie hier bei dir z.b.) sind Postflop oft einfach schlecht. Sie folden in falschen Spots, die setzen die Gegner nicht ausreichend oft unter Druck und sind schlicht "weak".
Wenn dann noch ein W$SD dazu kommt, der deutlich 50% liegt (wie bei dir), dann weiss ich das ich es da mit einem durchschnittlich guten Spieler ohne große Postflopkenntnisse zu tun habe.
Ich möchte dich damit nicht angreifen, sondern nur aufzeigen woran es bei dir noch mangelt und wie ich diese Werte für die Interpretation nutze.
D.h. gute tighte Spieler haben einen sehr hohen W$WSF (dadurch gehen automatisch auch die Non-SD Winnings aus dem negativen Bereich). Das liegt daran, dass sie ihre tighte Prefloprange auch Postflop ausnutzen können - sie barreln in den richtigen Spots und lassen sich auch in entsprechenden Spots nicht von ihrer starken Range bluffen etc.
Gute loose Spieler haben einen etwas niedriegeren W$WSF (in der Regel irgendwo um die 40+ rum).
Ein hoher W$SD deutet darauf hin, dass du zuoft mit der besten Hand am Showdown anzutreffen bist. Das erzeugt langfristig für dich 2 Probleme:
1. Du kannst nicht so oft bluffen, weil du zu selten mit Made Hands bettest
2. Du valuebettest nicht richtig und verpasst zu viel Value von deinen Gegnern
Wenn ich 18/14 Shorthanded spielen würde (was ich nicht tue, ich spiel 26/20 im Schnitt), dann würde ich weitaus öfter als 62% cbetten. Du openraist Preflop eine sehr starke Range, aber scheinst nicht in der Lage zu sein diese Postflop richtig weiterzuspielen. (ich denke bei so einer tighten Range kann man bis zu 80% cbetten)
Vor allem wirst du auf NL10 ja nicht mit besonders aggressiven Gegnern konfrontiert, so das du mit marginale Händen toughe Spots am Flop und Turn aufbaust.
Auffällig ist auch die Frequenz mit der du generell 3-bettest und die Frequenz mit der du aus den Blinds 3-bettest.
Da dies jetzt NL10 Stats sind mag einiges damit zusammenhängen, dass deine Gegner extrem tief in die Pötte reingehen und du große Pötte nur mit starken Händen erzeugst. Solange deine Showdownwinnings hier signifikant größer als deine Non-SD Verluste sind (die du bei den Stats mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit haben wirst), dann würde ich mir da keine Gedanken machen erstmal. Die oben angesprochenenen Punkte sind denke ich trotzdem sehr relevant.