Hi,
ja wo?
Täglich spielen wir in einem riesigen Pool von Regs und ein paar Fischchen. Wo soll die Kohle eigentlich herkommen bzw. was macht Euch zum WinningPlayer? Würde mich mal interessieren.
Meine Grundgedanken:
1. Technisch gibt es wohl für den Durchschnittsspieler keine Großen Edges: Jede Sau weiß was eine cbet ist etc. DoubleBarrel mit EQ etc. Damit meine ich also ABC-Poker und das ist wohl tot. Man kann damit auf Pokerebene breakeven spielen und dann via rakeback (lol) noch ein kleines plus erwirtschaften aber mehr nicht.
2. Und selbst WENN dort Edges sind: Aus Sicht der Reziprozität geht es ja darum, möglichst viele Situationen besser zu spielen als die Mehrzahl der Spieler (bessere Folds, bessere Betsizes etc).
3. Aus eigener Erfahrung denke ich, dass das Mindset der wichtigste Punkt heutzutage ist. Ich verblase nämlich schön stacks. Meistens aufgrund Ego-Tilt + Ungeduld. Aber damit meine ich nicht nur Tiltresistenz sondern vielmehr die Einstellung zum Spiel: Bsp. 3bets: Kreiert der WinningPlayer diese speziellen Situationen, in denen er sein Geld macht? D.h. er 3bettet zb wie wild und ist dann aber auch fähig bei Gegenwehr sein Ego zurückzufahren und mathematisch/spieltheoretisch gut zu spielen? Gleichzeitig aber MörderValue mit Q6s auf 266 zu ziehen?
Ich will es wirklich wissen: Ich selbst schätze mich als einen guten ABC-Spieler ein. Soll heißen: Ich verstehe sehr gut die mathematischen Konzepte, allerdings macht das alleine wohl keinen Winningplayer. Auch verhalte ich mich gegnerspezifisch. Aber aber aber: Das machen halt 95% der Spieler, also habe ich dort keine Edge verdammt.
Ich würde mich sehr über die Meinung eines Winningplayers auf NL25SH und NL50SH freuen. Frage: Wie generierst Du deinen Profit?
Dabei wäre es schön, wenn Du einen typische Session beschreibst: Wieviel Stacks verlierst Du und in welchen Spots, wann gewinnst Du Stacks in welchen Spots. Wie sind diese Spots entstanden? Durch Table-Dynamik? Cooler Spot ? Monster gegen Monster?
Definition Winningplayer ist nat. schwierig, da ein solcher gegebenenfalls aufsteigt, aber ihr wisst was ich meine. Ihr setzt Euch an die Tische und es läuft einfach bei Euch. Eure ABC-Strategie läuft und ihr habt es halt drauf die Kohle zu ziehen.
Gleichzeitig denke ich, wenn ein sehr aggressiver Spielstil gefahren wird (a la redline) dann sind die Swings enorm und bei gleichzeitiger geringerer ABC edge (die ja trotzallem da sein muss, da sie relativ gut ist) der Risk of Ruin um so höher.
Also, würde mich freuen Eure Sicht der Dinge zu lesen. Mir geht es darum eine Entscheidung zu treffen. Es geht einerseits um meine Bankroll und um meine Pokerzukunft. Angefangen habe ich mit Poker, weil ich dachte, endlich etwas gefunden zu haben, wo man mit mathematik Geld drucken kann (lol, damaliges ABC Poker). Im MOment fahre ich den Ansatz, mich finanziell auf NL25SH zu halten und von dort aufzusteigen. Soll heißen: Ich steige nach klassischen Gesichtpunkten ab und auf bis zum Limit NL25! falle ich jetzt unter 25 Stacks refinanziere ich mich. Dies habe ich jetzt 2 mal gemacht (100 -200 EUR jeweils). Ist auch keine Dauerlösung. Ich setze mir eine gewisse Anzahl von "Reloads" und werde auch quitten, wenn dies zur Regel wird. Hintergedanke sind dabei, dass ich aufgrund meines Alters nicht unbedingt mehr NL10 grinden will und zweitens der überproportional höhere Rake auf diesen Stakes.
Ziel für mich ist es, Limits wie NL100-200 zu erreichen und ein wenig Bonus-Money zum NettoGehalt abzugreifen. Alles andere wären da wohl Träume. NL100 habe ich wie des öfteren schon erwähnt für ein paar 10k Hände gespielt, aber meist kam dann der Absturz durch NL50 auf NL25. Und ich hasse NL25 so, dass glaubt ihr nicht. (Oh, da kommt schon wieder mien EgoTilt hoch).
Für Tipps wäre ich sehr dankbar!
cu