Zum Forum springen
2 BB/100 oder bin i...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

[Geschlossen] 2 BB/100 oder bin ich ein winning player ?

56 Beiträge
40 Benutzer
0 Reactions
20.3 K Ansichten
_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

@FastFourier: tx für Diskussion
5-10 % hört sich doch gut an. Auf FR liegt im Gegensatz zur winrate meine SD wie ein nasser Sack und bewegt sich kaum. Ich werde aber deine Anregung aufnehmen und nach meinem Wechsel auf SH die SD intensiv beobachten.
@spaZ: tx, aber du liegts ansonsten total daneben.


Das Problem mit Signifikanztests ist aber, dass sie rein vergangenheitsbezogene Tests sind, d.h. man testet nicht ob man per se ein Winning Player ist, sondern ob man in der Vergangenheit ein signifikanter Gewinner war (gemessen an einer monetären Outputgrösse).

Um ein Konstrukt wie "Winning Player" als Persönlichkeitseigenschaft zu messen müsste man in Richtung Kausalanalysen graben und dass ist eher 'nen Thema für 'ne Doktorarbeit, was den Aufwand angeht.

Zukunftsprognosen sind mangels Statik der Problemstellung nicht gerade einfach, denn ein Grossteil der Einflussvariablen, z.B. eigene Spielstärke, Spielstärke der Gegner, Limitwechsel etc. sind doch viel zu dynamisch, als dass man die Daten einfach unreflektiert extrapolieren dürfte.


Naja was man auf keinen Fall machen sollte ist alle Limits, die man von Anfang an gespielt hat auf das momentan höchste Limit beziehen.
Wenn man aber schon einige Zeit gespielt hat und dann nur die Daten des höchsten Limits nimmt, dann kann man denke ich schon mit Recht extrapolieren und damit voraussetzen, dass man auf dem Limit zumindest nicht schlechter wird. Downswings, kurze Tilts und unterschiedliche Gegnerstärken sollten ja durch die Daten berücksichtigt werden...


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

@Felz: Tx, irgendwie verstehe ich den Einwand nicht, denn eine Aussage, dass man ein winning player sein wird (Zukunft), ist tatsächlich nicht gefordert. Es handelt sich um die Hypothese, ob man auf Basis der gewonnenen Daten (die zwangsläufig wie bei allen Signifikanztests der Vergangenheit entstammen), Aussagen über den aktuellen (Präsens) Zustand, das heisst ist man derzeit vermutlich nach statistischen Methoden ein winning player, treffen kann. Darüberhinausgehende Ansprüche an die Methode gehen fehl. Es gibt selbstverständlich andere Methoden dies festzustellen. So trivial wie es ist, aber macht man beim Spiel stets deutlich weniger Fehler als die Gegner, was man beim Beobachten der Aktion am Tisch feststellen kann (sofern man nicht gerade 10 Tische spielt), ist man auf jeden Fall ein winning player.

Die anderen Einflussfaktoren auf das Ergebnis der Berechnung sind zweifelslos vorhanden. Es ist eine Voraussetzung, dass die Umgebungsbedingungen nur eine Zufallsverteilung der Variablen zulassen. Das bedeutet insbesondere gleiches Limit und Anzahl von Spielern, gleiche Kritierien bei der Tableselektion etc. Geringfügige und unvermeidliche Unterschiede werden mit steigender Anzahl der Hände statistisch "ausgeschliffen".
FastFourier hat aber recht. In der Anfangsphase wird man insbesondere nach einem Limitaufstieg noch an Spielstärke gewinnen. Dies führt zu eine systematischen Verzerrung der Daten. Man sollte diese Art von Verzerrungen berücksichtigen und ggf. die Daten aus dem ersten Limitaufstieg aussondern, sofern man aufgrund mangelndem Skill erst wieder absteigen musste und in einem zweiten Versuch erfolgreich war. Andere Beispiele fallen euch sich noch ein.


Original von zacman

Original von mausgambler
Ich wäre für eine Exceltabelle, in der ich nur die Daten eintragen muss, und dann alles ausgerechnet wird.

Bankroll Simulator

Hey, das ist ja ein Supertool. DANKE::::

Sag mal, Mathe ist bei mir zu lange her, wie kann ich die sd/100 aus meinen Daten selbst bestimmen? PokerManager tut das leider nicht für mich - oder ich finde es bloss nicht.
Grüsse


vanao
Beigetreten: 14.08.2006

nh


JayGatsby
Beigetreten: 27.07.2006

Hab alles nachgerechnet, stimmt alles nh!


Schelm
Beigetreten: 13.12.2006

Mir ist das ein wenig zu krass

Auf wieviel k Hände brauche ich eine winrate von ~ 2BB/100 um es mit einer Wskt von 90% geschlagen zu haben?
Kann das jemand mal eben ausrechnen?


abzupfer
Beigetreten: 13.04.2006

Mal ein Gedanke zur Samplesize:

Als "gespielte" Hände nehmen wir ja immer alle.
Wirklich "spielen", also mit Postflopskill usw. tun wir ja effektiv weniger.
Also wenn ich mal SH nehm mit VPIP ca. 25%, dazu noch ein paar Nicht-Standard-Preflopsituationen, da komm ich auf vielleicht 33% der Handanzahl, wo es wirklich auf mein Spiel ankommt.

Wäre es da nicht realistischer, nur 33% der Handanzahl zu nehmen? Da hätte man so eine Art Postflop-Maßstab.

Also klar ist schon, dass ich durch das schlechtere preflopspiel der Gegner ja auch EV habe, wenn ich folde. Aber Preflop ist ja doch irgendwann 90% Autopilot.


Fernseher
Beigetreten: 16.02.2007

Original von quick140

5. OGWR =A2-STANDNORMINV((1-A4)/2)*A3*(1/WURZEL(A1))
6. UGWR=A2-STANDNORMINV((1-A4)/2)*A3*(1/WURZEL(A1))

muss da bei 6. nicht ein plus nach A2 stehen ?


WMer
Beigetreten: 14.02.2006

schöner artikel aber für viele nicht mathematiker nicht so einfach zu verstehen. jedenfalls erinnert mich das sehr an meine statistik I+II vorlesungen-igitigit


JollyRoger183
Beigetreten: 03.02.2007

Original von abzupfer
Also klar ist schon, dass ich durch das schlechtere preflopspiel der Gegner ja auch EV habe, wenn ich folde. Aber Preflop ist ja doch irgendwann 90% Autopilot.

Wie du ja weißst gibt es im FL keine großen oder kleine Fehler. Das Beispiel steht doch im SSH, oder? wenn du jedes mal einen Royal Flush in einem 30BB pott am River foldest, ist das sicher ein riesen Fehler, aber den wirst du nur einmal in 500k hands machen.
Die vielen kleinen Fehler die du machen würdest, weil du hände wie 86s UTG limps usw, die würden sich dermaßen aufsummieren, dass du das PF-spiel einfach nicht vernachlässigen kannst.

Nur weil du es schnell erlernst und "autopilotisierst" heißt es nicht, dass es nicht mathematisch "perfekt" und stark +ev ist.


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

@ Fernseher: geändert
@ Schelm: sorry, aber ich brauche deines Standardabweichung dazu
@WMer: sry, aber einfacher habe ich es nicht hinbekommen


Super Artikel!
Sorry falls ich Tomaten auf den Augen haben sollte, aber wie kann ich in Pokertracker die Standardabweichung ablesen? ?(


Darrem84
Beigetreten: 25.02.2007
JollyRoger183
Beigetreten: 03.02.2007

Original von Publius
Super Artikel!
Sorry falls ich Tomaten auf den Augen haben sollte, aber wie kann ich in Pokertracker die Standardabweichung ablesen? ?(

Kannst du nicht wirklich.

Was man machen könnte wäre: sich Sessions angucken, wo man immer so 100 Hände gespielt hat. Also mal eine h an 4 Tischen schon hast du 4 Sessions a 100 hands.
Wenn du dann so 50-100 Sessions zusammen hast kannst du mit ner ganz guten Genauigkeit die Standardabweichung ermitteln. Und die wird halt sehr groß sein.

Was man nicht machen kann ist von Sessions a 50 hands, oder 200 Hands rückschlüsse zu ziehen.
Außer du addierst 50er sessions oder splittest 200er... oder ziehst hände aus 113er sessions ab - müsstest du dann alles manuell in PT machen.

Ne andere Idee (das hab ich mal begonnen) war mit PokerGrapher meinen zick-zack graphen auszudrucken und dann immer zu gucken von welchen stand zu welchen ich in 100 oder 200 händen gekommen bin, also mit nem lineal nachmessen und ausrechnen...


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

@Publius & Jollyroger: Die Standardabweichung wird sowohl in PO als auch PT für Cashgames angezeigt. Z.B PT: Session notes -> more details button


Ich habe es gefunden. Vielen Dank.
Dann brauche ich ja doch kein Excel-Sheet zusammenzuschustern.


MrQNo
Beigetreten: 30.09.2006

Ich weiss, es ist spät, und es wird nicht viele interessieren, aber rein theoretisch müsste es doch möglich sein, mit diesen Formeln für JEDEN PT-Wert, nicht nur für die Winrate, eine Aussage über die Zuverlässigkeit machen zu können. Eine entsprechende Abfrage der Postgresql-Datenbank kann ja so schwer nicht sein. Den Mittelwert bekomme ich auch hin. Frage ist: Bei Werten wie WTS, AF Flop, W$SD kann ich ja schlecht über die einzelnen Hände mitteln, weil die ja entweder 0 oder unendlich sind (von so Sachen wie c/c mal abgesehen). Die Mittelwerte kann ich ja über die gesamte Stichprobe bestimmen. Wie mache ich das mit der Standardabweichung?


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

@MrQNo: Du hast recht, must nur gucken: www.pokerstrategy.com/de/forum/thread.php?threadid=203501
Die statistischen Grundlagen sind die gleichen


Teilen: