@Nopi: Es ist nicht sehr hilfreich, einem Fragesteller mit Silberstatus einfach kommentarlos einen Link zu einem Strategieartikel, zu dem man Gold-Status benötigt, als Antwort zu servieren.
@ForTehLove: Dein Ansatz geht in die richtige Richtung.
Wieviel ein Backdoordraw tatächlich wert ist, kann man durch "Reverse-Engineering" herausfinden. Mit Hilfe des Equilators kann man sich ein Beispiel konstruieren, und dann den Flop so variieren, dass man einmal einen Backdoordraw hat und einmal nicht. Die Prozentwerte kann man dann vergleichen:
ohne Backdoordraw:
Hero Td9c 3,13%
Villain AsAh 96,87%
Flop Kd4h2s
mit Backdoorstraightdraw:
Hero Td9c 6,36%
Villain AsAh 93,64%
Flop 8d4h2s
Die Equity-Differenz beträgt etwas mehr als 3%. (in unserem Beispiel genauer gesagt 3,23%)
Der Zusammenhang zwischen Outs und Equity (oder genauer, der Wahrscheinlichkeit, dass ein Out auf Turn oder River ankommt) ist durch eine relativ komplizierte, nicht praxistaugliche Formel gegeben. Deshalb behilft man sich in der Praxis mit einer Fautregel:
Die 1. Faustregel für die Wahrscheinlichkeit des Eintreffens eines Draws am Turn lautet: P = Outs x 2
Die 2. Faustregel für die Wahrscheinlichkeit des Eintreffens eines Draws am Turn und/oder River lautet: P = Outs x 4
Man kann sich den Zusammenhang auch in einer Tabelle aufschreiben:
Outs/Flop bis Turn/Flop bis River
1 2,1% 4,3%
2 4,3% 8,4%
3 6,4% 12,5%
4 8,5% 16,5%
...
usw.
Damit können wir die Wahrscheinlichkeit des Eintreffens unseres Openended-Backdoorstraightdraws am River jetzt in Outs abschätzen. 3,23% wären nach der Tabelle oder der 2. Faustregel ein knappes Out.
Nach dem gleichen Verfahren kann man den Wert eines Backdoorflushdraws oder jede andere interessante Standard-Handkonstellation in Outs abschätzen.