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Der offizielle Regulierungsthread

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Original von skyvol

Original von mariana200
Die Anbieter operieren nicht ohne Grund mit den Gibraltar Lizenzen in Deutschland

das verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz, wie du das meinst? Vielleicht hast du da aber mehr technisches Wissen als ich.
Wird in den AGBs auf die Gibraltarlizenz verwiesen? Oder liegen die Server in Gibraltar? Oder wie kommt du auf die Aussage?

edit:
habs selber mal überprüft, weil es mich interessiert:
- ElectraWorks Limited (PartyPoker) ist von der Regierung von Gibraltar lizenziert. ... Sofern Sie die Einrichtungen außerhalb von England, Wales, Schottland oder Nordirland nutzen, unterliegen wir den Vorschriften der Gibraltar Gambling Commission
- Rational Gaming (Stars,Tilt) is a company registered in Malta (C54266), to which it operates the real money games (offered to you on the Internet site found at www.pokerstars.eu

Als Beispiel nehme ich mal Party Poker. Diese Firma besitzt gleich mehrere Lizenzen = Gibraltar , Spanien , Frankreich.
In Deutschland läuft der Spielbetrieb unter gibraltarischen Lizenz , hier gelten wohl andere Vorschriften die dem Deutschem Spieler das Spielen nicht explizit verbieten sondern in AGBs nur darauf hinweisen das er sich erkundigen soll ob es legal ist. Der Anbieter ist also fein raus.

Folgt man der Logik von Hambach und der Gambling Lobby so müssten ja auch die spanischen/französischen Lizenzen für Deutschland gelten, hier wird aber erst gar nicht versucht die Produkte unter diesen Lizenzen anzubieten. Vermutlich sind die Auflagen von diesen Lizenz sehr streng und ein Angebot außerhalb würde den Lizenz Entzug bedeuten. Daran sieht man wie sich die Anbieter der nationalen Gesetzen beugen , sofern es sich lohnt. EU Recht, Dienstleistungfreiheit und Niederlassungfreiheit nehmen sie dann nicht mehr so genau.

Die spa/fra Lizenzen machen also den Anbieter für die deutschen Behörden nicht seriöser, die Produkte unter diesen Lizenzen werden in Deutschland gar nicht angeboten. Mehr noch , sie bleiben von jeglichen potenziellen Streitigkeiten in der Zukunft ganz unberührt.

Das Deutschland die gibraltarischen Lizenzen anerkennt ist sehr unwahrscheinlich. Nehmen wir mal den Verifizierungsprozess in Spanien als Beispiel.
Ein Auszug von Pokerstars Spanien : "The verification process is completed once we receive confirmation from the Gaming Commission after the successful entry of your personal details & National ID on the Real Money form. "

DAS würden die deutschen Richter vielleicht anerkennen (müssen) . Bei den gibraltarischen Anbieter, die übrigens mit den deutschen Behörden nicht kooperieren, sieht es eher mau aus


Antwort
Zitat
DasWodka
Beigetreten: 25.11.2009
PokerStrategist

Danke. So ganz verstehen tu ich das leider noch nicht.
Heisst das, dass er X€ gewonnen hat und er darauf Ust zahlen sollte? Die steuerpflichtigen Gewinne dann Gewinne +/- §8/9GewStG auf die er dann zusätzlich GewSt zahlen sollte? (also die Ust hat hier den Gewinn nicht gemindert? müsste ja dann noch weniger sein)

andere Frage: Soll die Umsatzsteuer nicht eigentlich nicht von Gewerbetreibenden bezahlt werden, sondern auf den Endkonsumenten (die es ja in dem Fall nicht gibt) abgesetzt werden? Wenn einfach nur quatsch, kann hier auch gerne nur nein geschrieben werden


Antwort
Zitat

Original von mariana200

Die spa/fra Lizenzen machen also den Anbieter für die deutschen Behörden nicht seriöser, die Produkte unter diesen Lizenzen werden in Deutschland gar nicht angeboten.

Was genau meinst du jetzt damit? Denn auf stars.fr oder fulltilt.fr kann man ja aus jedem eu-land spielen, somit ist das angebot für uns ja da, wird nur keine extrawerbung dafür gemacht weils ja nicht notwendig ist. oder versteh ich dich falsch?


Antwort
Zitat
skyvol Themenstarter
skyvol
Beigetreten: 07.04.2008
Elite Grinder

Original von DasWodka
Danke. So ganz verstehen tu ich das leider noch nicht.
Heisst das, dass er X€ gewonnen hat und er darauf Ust zahlen sollte? Die steuerpflichtigen Gewinne dann Gewinne +/- §8/9GewStG auf die er dann zusätzlich GewSt zahlen sollte? (also die Ust hat hier den Gewinn nicht gemindert? müsste ja dann noch weniger sein)

andere Frage: Soll die Umsatzsteuer nicht eigentlich nicht von Gewerbetreibenden bezahlt werden, sondern auf den Endkonsumenten (die es ja in dem Fall nicht gibt) abgesetzt werden? Wenn einfach nur quatsch, kann hier auch gerne nur nein geschrieben werden

Vielleicht kennt sich jemand mit Steuerrecht aus und kann darauf mal eingehen? Ich halte mich da glaub besser zurück

Zu deiner zweiten Frage haben wir mal Dr. Kazemi befragt:
http://de.pokerstrategy.com/news/world-of-poker/Dr.-Robert-Kazemi:-Spieler-sollten-sich-mit-dem-Finanzamt-auseinandersetzen-_86295/

PokerStrategy.com: Im neuesten Fall urteilte das Finanzgericht Münster, dass Jens Vörtmann Umsatzsteuer nachzahlen muss. Was halten Sie von dem Urteil?
Dr. Robert Kazemi: Im Grunde genommen geht das Finanzgericht Münster davon aus, dass Umsatzsteuer anfällt, weil Herr Vörtmann eine unternehmerische Tätigkeit im Rahmen des Pokerspiels vollzogen hat. Das setzen sie als Gegeben voraus. Wenn er eine unternehmerische Tätigkeit entfaltet hat, dann ist der Leistungsaustausch grundsätzlich auch umsatzsteuerbar. Für eine unternehmerische Tätigkeit kommt es nur darauf an, ob man die Absicht hatte aus einer nachhaltigen Tätigkeit Einnahmen zu erzielen. Unabhängig von einer möglichen Gewinnerzielungsabsicht ist dann Umsatzsteuerbarkeit anzunehmen.

Edit: Noch genauer von Hambach:
http://www.timelaw.de/cms/front_content.php?idart=1044&lang=1
Der Profi-Kartenspieler erbringe eine sonstige Leistung i. S. d. § 3a Abs. 1 UStG, die in der Bereitschaft bestehen soll, nach den Spielregeln unter Übernahme eines Wagnisses mit anderen gegen Geld zu spielen. Diese Leistung ist im Inland zu versteuern, wenn der Spieler seinen Wohnsitz im Inland hat.

Das FG scheint keine Probleme mit der Annahme eines Leistungsaustausches zu haben, der wohl aus der Einräumung einer Gewinnchance gegen die Hinnahme eines Verlustrisikos bestehen soll.


Antwort
Zitat

Original von FoLdTh3NuZz

Original von mariana200

Die spa/fra Lizenzen machen also den Anbieter für die deutschen Behörden nicht seriöser, die Produkte unter diesen Lizenzen werden in Deutschland gar nicht angeboten.

Was genau meinst du jetzt damit? Denn auf stars.fr oder fulltilt.fr kann man ja aus jedem eu-land spielen, somit ist das angebot für uns ja da, wird nur keine extrawerbung dafür gemacht weils ja nicht notwendig ist. oder versteh ich dich falsch?

ja es stimmt , wobei der Aufwand bei der Verifizierung bei stars.fr höher ist als bei stars.com. Über Umwege lassen sich die anderen Clients natürlich auch benutzen.
Was die deutschen Richter aber so wirklich an den ausländischen Casinos auszusetzen haben wissen wir ja noch nicht, da sie die Casinos nicht mal überprüft haben ist es wohl davon auszugehen das es nicht helfen würde wenn die Casinos aus Gibraltar sauberer arbeiten würden.


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Zitat
draghkar
Beigetreten: 16.08.2006
Oldschool Grinder

Original von Carty

Original von RoXmoon
kleine Überlegung am Rande:
Wenn Deutschland jetzt Steuern von Online-Poker/Casinoanbietern nimmt, legalisieren sie damit nicht möglicherweise das Angebot (versehentlich) automatisch?

darum geht es ja...auch bei der besteuerung der pokerspieler, nehmen sie von allen steuern, kann jeder cashgame tisch aufmachen...obv will man das ja nicht :f_ugly:

Besteuerung hat nichts mit Legalität zu tun.


Antwort
Zitat
DasWodka
Beigetreten: 25.11.2009
PokerStrategist

Push. imo scheint er "nur" Umsatzsteuer gezahlt zu haben:

Spoiler

Der Kl. beantragt,
11

die USt-Bescheide für 2006 und 2007 vom 08.12.2009
12

und die EE vom 04.02.2011 aufzuheben,
13

hilfsweise, die Revision zuzulassen.


Antwort
Zitat

Nein, es wurden Einkommens-, Gewerbe- und Umsatzsteuer veranschlagt.
Das Klageverfahren zur USt wurde lediglich separiert, weil hier nicht auf den Musterprozess von Eddy Scharf gewartet werden konnte (er wurde nicht zur Zahlung von USt veranschlagt). Das Klageverfahren für EKSt und GewSt ruht derzeit noch und es wird Eddys Revision abgewartet.


Antwort
Zitat
DasWodka
Beigetreten: 25.11.2009
PokerStrategist

danke :f_drink:


Antwort
Zitat
zickei
Beigetreten: 05.10.2006
Elite Grinder

Mal wieder eine schlechte Nachricht

EU reguliert Online Gambling, Betreiber flüchten aus Deutschland

http://de.pokernews.com/neuigkeiten/2015/02/eu-reguliert-online-gambling-betreiber-fluechten-aus-deutsct-19089.htm

--

Ladbrokes zieht sich aus einigen Ländern zurück (Deutschland ist nicht dabei)

https://www.casino.de/news/news153109.html


Antwort
Zitat
RoXmoon
Beigetreten: 29.08.2013
Legacy Member

PN-Artikel vorhin auch gelesen.
Das kann aber auch einfach nur mit der Besteuerung zu tun haben. Und manche Seiten können sich das im Gegensatz zu Stars z.B. einfach nicht leisten.

Zumindest hoffe ich, dass es lediglich daran liegt.


Antwort
Zitat

Original von mariana200

Original von FoLdTh3NuZz

Original von mariana200

Die spa/fra Lizenzen machen also den Anbieter für die deutschen Behörden nicht seriöser, die Produkte unter diesen Lizenzen werden in Deutschland gar nicht angeboten.

Was genau meinst du jetzt damit? Denn auf stars.fr oder fulltilt.fr kann man ja aus jedem eu-land spielen, somit ist das angebot für uns ja da, wird nur keine extrawerbung dafür gemacht weils ja nicht notwendig ist. oder versteh ich dich falsch?

ja es stimmt , wobei der Aufwand bei der Verifizierung bei stars.fr höher ist als bei stars.com. Über Umwege lassen sich die anderen Clients natürlich auch benutzen.

Wieso umwege? Nur weil Frankreich zum Bsp. dem anbieter vorgeschrieben hat was spieler die auf der seite spielen müssen zu erfüllen haben ist der aufwand ja nicht größer als bei stars.eu zum bsp.


Antwort
Zitat

Kommt drauf an , wenn z.B stars.fr ein EU Bankkonto fordert ist es schon etwas aufwändiger dort ein Account zu eröffnen, anderseits ist es sicherheitstechnisch für alle Spieler von Vorteil. Bei den EU Seiten kann z.B ja jeder ein Konto eröffnen und viel Geld einzahlen , da wird oft nichts gefordert außer jemand zahlt aus.
Ich rede von Umwegen weil man in der Regel mit deutschen IP auf die EU Seiten umgeleitet wird , auf stars.es kann man erst überall aus Europa spielen wenn man sich vorher ordentlich in Spanien angemeldet und verifiziert hat.

Die schlechten Nachrichten kommen halt immer in dem Zusammenhang mit den Gibraltar / Malta oder Übersee Lizenzen, das ist ein großes Problem denn im Endeffekt sind wir Spieler gegen die Betreiber wehrlos und dann kommt noch der deutsche Staat


Antwort
Zitat

Die Einschläge kommen immer näher.
Wer am Ende Geld verliert, weil er nicht rechtzeitig ausgezahlt hat, hat selber schuld.......

http://www.isa-guide.de/isa-gaming/articles/122951.html


Antwort
Zitat

War imo zu erwarten, aber im Endeffekt wird der Staat den "Wildwuchs" wohl kaum eingrenzen können. Um das möglich zu machen müssten doch unendlich viele andere Gesetze gebrochen werden um den Geldfluss irgendwie zu kontrollieren, was die EU aber sicher nicht zulassen wird.
Ergo bleibt vermutlich alles in einer Grauzone wie bisher. Sehe ich das soweit richtig?


Antwort
Zitat

Original von pantokrator7
War imo zu erwarten, aber im Endeffekt wird der Staat den "Wildwuchs" wohl kaum eingrenzen können. Um das möglich zu machen müssten doch unendlich viele andere Gesetze gebrochen werden um den Geldfluss irgendwie zu kontrollieren, was die EU aber sicher nicht zulassen wird.
Ergo bleibt vermutlich alles in einer Grauzone wie bisher. Sehe ich das soweit richtig?

Wenn Du deine Augen vor der Wirklichkeit verschließen möchtest, dann ja. Aber bitte nicht beschweren, wenn dein Geld eines Tages weg ist. Oder bestenfalls bei Stars "einfroren".......


Antwort
Zitat
zickei
Beigetreten: 05.10.2006
Elite Grinder

Also kann man davon ausgehen, dass auch der BGH den Glücksspielstaatsvertag übermorgen abnicken wird, oder seh ich das falsch?


Antwort
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limpinbarney
Beigetreten: 12.02.2009
BlackMember

Kann jmd. erklären, was das für Auswirkungen hat?
Das Geld eingefroren wird oder "weg" ist, daran glaube ich nicht. Etliche IPoker-Skins bieten ihre Dienste ja nicht mehr in D an. Vorher konnte man aber immer noch auscashen.


Antwort
Zitat

Ja 13.2. ist dann obv black friday nr. 2. :profit:


Antwort
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zickei
Beigetreten: 05.10.2006
Elite Grinder

Des Hauptproblem bei der ganzen Geschichte ....

System Lotto: Selbstbedienungsladen für Politiker?

http://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/videosystemlottoselbstbedienungsladenfuerpolitiker100.html

"Lotto-Geschäftsführerin Marion Caspers-Merk" die im Pressetext auf der vorigen Seite zu Wort kommt ist auch Teil des Beitrags.


Antwort
Zitat
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