Wie genau sieht das mit der Steuerpolitik beim Pokern in Frankreich, Italien und Spanien aus? Gibt es dort denn nun ganz klare/eindeutige Richtlinien?
Der entscheidende Punkt ist die Frage, ob Poker ein Glücksspiel (im Sinne einer Besteuerungspflicht) ist oder nicht und ob es für Person A ein Glücksspiel sein kann, für Person B hingegen nicht.
Alles andere ist klar: Wenn Steuern gezahlt werden müssen, dann werden die vom Spieler auf den Profit entrichtet, den dieser in einem bestimmten Zeitraum erzielt hat. Maggys fixe Idee von der Besteuerung über Rake macht natürlich schon deshalb keinen Sinn, weil Rake nichts weiter als eine Teilnahmegebühr ist. Die wird bereits besteuert und vom Anbieter abgeführt (also vergleichbar mit der Umsatzsteuer von Unternehmen, die sich nach dem Land richtet, in welchem das Glücksspiel angeboten wird).
Original von datawave
Der entscheidende Punkt ist die Frage, ob Poker ein Glücksspiel (im Sinne einer Besteuerungspflicht) ist oder nicht und ob es für Person A ein Glücksspiel sein kann, für Person B hingegen nicht.Alles andere ist klar: Wenn Steuern gezahlt werden müssen, dann werden die vom Spieler auf den Profit entrichtet, den dieser in einem bestimmten Zeitraum erzielt hat. Maggys fixe Idee von der Besteuerung über Rake macht natürlich schon deshalb keinen Sinn, weil Rake nichts weiter als eine Teilnahmegebühr ist. Die wird bereits besteuert und vom Anbieter abgeführt (also vergleichbar mit der Umsatzsteuer von Unternehmen, die sich nach dem Land richtet, in welchem das Glücksspiel angeboten wird).
Aus logischer Ueberlegung kommt man aus meiner Sicht darauf, dass wenn ein Spiel fuer Spieler A Geschicklichkeitsspiel ist, muss es das auch fuer Spieler B sein. Denn fehlendes Geschick ist auch ein Geschick und das Ergebnis von Spieler B haengt zusaetzlich vom Geschick des Spielers A ab.
Ob das wirklich so ist, da bin ich mir nicht so sicher.
Am Ende ist das aber imo auch gar nicht so entscheidend. Denn selbst wenn man sagt, dass es sich für Person A um ein Glücksspiel und gleichzeitig für Person B um ein Geschicklichkeitsspiel handeln kann, dann ist schlicht nicht möglich, hierfür eindeutige und gerechte Kriterien zu formulieren. Und wenn das nicht möglich ist, handelt es sich meiner Meinung nach um eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung.
Finde logisch, was zerotim sagt....
Die Frage war (ist) ja, ob Poker Glücks- oder Geschicklichkeitsspiel ist und sollte nicht sein, was es für einen bestimmten Spieler ist - auch wenn so im Moment argumentiert wird.
Wäre das richtig, dann müssten steuerpfichtige Profis keine Steuern auf Runden zahlen, bei denen sie nur gegen andere Profis spielen, weil das Spiel für sie plötzlich zum Glücksspiel wird.
Wird also niemals anders gehen als zu sagen Poker ist entweder/oder, imo.
Sollte das BGH entscheiden das Pokereinkünfte steuerpflichtig sind, gibt das BGH dann auch einen Rahmen vor wie und in welcher Höhe das zu geschehen hat oder darf die Politik dann wieder wurschteln um dann irgenwann wieder auf ein BGH-Urteil warten zu müssen?
Wenn man über samplesizes begründet geht das wohl schon.
Also Poker ist für A Glücksspiel, da ss < X
Poker ist für B Geschicklickeitsspiel, da ss > X.
Macht theoretisch sehr viel Sinn für mich, nur ist das wohl praktisch nich begründbar, bzw. extrem schwer begründbar (welcher Wert für ss angenommen werden kann, damit aus dem Glücksspiel ein Geschicklichkeitsspiel wird).
Spielstärke ist obv kein Argument.
@atomfred, stimmt, dann ist aber wie Du sagst nur die Anzahl der Haende und nicht der Gewinn oder Verlust ausschlaggebend.
Genau wie bei anderen Hobbies ist die Unterscheidung weiter über die Liebhaberei möglich.
Bei vielen Künstlern tritt im Prinzip das ähnliche Problem wie bei Poker auf.
Man kann z. B. als Fotograf oder Musiker viel Geld in sein Hobby stecken.
Ob und wann Gewinne erzielt werden, ist etwas anderes.
Wenn nachhaltig Gewinne erzielt werden, sind diese steuerpflichtig.
Wenn nur Verluste produziert werden sollen, werden diese nicht unbegrenzt anerkannt.
Offtopic, aber unser Pokerbeispiel zeigt wie schlecht in unserer Demokratie gearbeitet wird. Seit Jahren ist bekannt, dass es diese Problematik gibt. Aber alles, was passiert ist, dass ein von Lobbyisten diktierter Glücksspielstaatsvertrag in Kraft treten soll.
Eine sinnvolle Regelung, die das Interesse der Menschen Poker zu spielen, die Suchtprävention und die Frage der Besteuerung regeln würde könnte problemlos und zügig ausgearbeitet und verabschiedet werden.
Eins ist sicher, ich als Stratege im Strampelanzug habe DEUTLICH weniger Steuern in Zukunft am Hals als der liebe Eddy
Karma is a bitch.
Original von beni
Offtopic, aber unser Pokerbeispiel zeigt wie schlecht in unserer Demokratie gearbeitet wird. Seit Jahren ist bekannt, dass es diese Problematik gibt. Aber alles, was passiert ist, dass ein von Lobbyisten diktierter Glücksspielstaatsvertrag in Kraft treten soll.
Eine sinnvolle Regelung, die das Interesse der Menschen Poker zu spielen, die Suchtprävention und die Frage der Besteuerung regeln würde könnte problemlos und zügig ausgearbeitet und verabschiedet werden.
leider sind wir als Spieler nicht maechtig genug, um bei der Gesetzgebung mit zu reden. Wir braeuchten aus meiner Sicht ne eigene Lobby/ Interessenvertretung.
Original von beni
Offtopic, aber unser Pokerbeispiel zeigt wie schlecht in unserer Demokratie gearbeitet wird. Seit Jahren ist bekannt, dass es diese Problematik gibt. Aber alles, was passiert ist, dass ein von Lobbyisten diktierter Glücksspielstaatsvertrag in Kraft treten soll.
Eine sinnvolle Regelung, die das Interesse der Menschen Poker zu spielen, die Suchtprävention und die Frage der Besteuerung regeln würde könnte problemlos und zügig ausgearbeitet und verabschiedet werden.
Ich mein, da muss ich als passionierter Pokerspieler und politikhasser doch mal widersprechen. Wir haben eine mächtige Lobby, namentlich die pokeranbieter, und diese vertritt uns auch aktiv in Form von Party/bwin und Starsvertretern. Die Politik ist in dieser Sache nicht vom Lobbyismus gesteuert, sondern von Unwissenheit, Ignoranz und Engstirnigkeit.
Allerdings muss ich auch sagen, dass es nicht so schlimm aussieht, wie es hier dargestellt wird und dass Eddy scharf das idiotisch angegangen ist (ebenfalls stur) - das weiß er denke ich in einem stillen Moment auch selbst
Da bist du nicht gut informiert. Pokerstars engagiert sich stark und tritt immer wieder in Kontakt mit den relevanten Personen (Quelle: 2+2, VIP-Event).
Es gab auch einmal vor längerer zeit eine Übertragung einer Konferenz bezüglich des damals neuen glücksspielvertrags mit Vertretern der Anbieter und der Politik.
Pokerstars will, dass Poker Geschicklichkeitsspiel, damit legal und einkommenssteuerpflichtig, ist und steht damit auf der anderen Seite. Hilfe von den Pokerseiten sollte man also keine erwarten.
Original von Joeluck
Pokerstars will, dass Poker Geschicklichkeitsspiel, damit legal und einkommenssteuerpflichtig, ist und steht damit auf der anderen Seite. Hilfe von den Pokerseiten sollte man also keine erwarten.
so wie ps.com ♠_confused:
du willst also, daß Poker illegal ist und glaubst damit stehst du auf seite der pokerspieler?
lol, kein wunder daß die spieler keine lobby zu haben glauben