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Eddy Scharf - Strategen im Strampelanzug

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AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010
BlackMember

Original von zerotim
In Schleswig-Holstein muss der Anbieter 20% Steuern auf seinen Brutto-Ertrag zahlen (nicht auf den Einsatz), was wohl nicht zu einer Rakeerhoehung um diesen Betrag sondern zu einem etwas schlechteren Reward System fuehren wird/wuerde.

Die einzige wichtige Frage an dieser Sache wäre aber, ob die Profi Spieler dann nochmal Steuern bezahlen müsste und dazu gibt es noch keine 100%ige Antwort.

"Nur" z.B. 30% weniger Rakeback (also anstatt 40%, 28%) wäre ok, wenn man dann aber nochmal 40% Steuern bezahlen müsste, dann hätte man unter dem Strich noch die Hälfte von dem Geld was man im Moment hätte und damit würde sich dann für sehr viele der Weg ins Ausland lohnen.


Antwort
Zitat

Original von AyCaramba44

Original von zerotim
In Schleswig-Holstein muss der Anbieter 20% Steuern auf seinen Brutto-Ertrag zahlen (nicht auf den Einsatz), was wohl nicht zu einer Rakeerhoehung um diesen Betrag sondern zu einem etwas schlechteren Reward System fuehren wird/wuerde.

Die einzige wichtige Frage an dieser Sache wäre aber, ob die Profi Spieler dann nochmal Steuern bezahlen müsste und dazu gibt es noch keine 100%ige Antwort.

"Nur" z.B. 30% weniger Rakeback (also anstatt 40%, 28%) wäre ok, wenn man dann aber nochmal 40% Steuern bezahlen müsste, dann hätte man unter dem Strich noch die Hälfte von dem Geld was man im Moment hätte und damit würde sich dann für sehr viele der Weg ins Ausland lohnen.

natürlich muss er zahlen wie sonst jeder auch
oder muss nun ein tennisprofi keine steuern mehr bezahlen weil der gewinn des veranstalters schon verstuert wurde?


Antwort
Zitat

in estland zahlt der anbieter, aber nicht der spieler.


Antwort
Zitat
zerotim
Beigetreten: 23.04.2012
PokerStrategist

Original von brontonase

Original von AyCaramba44

Original von zerotim
In Schleswig-Holstein muss der Anbieter 20% Steuern auf seinen Brutto-Ertrag zahlen (nicht auf den Einsatz), was wohl nicht zu einer Rakeerhoehung um diesen Betrag sondern zu einem etwas schlechteren Reward System fuehren wird/wuerde.

Die einzige wichtige Frage an dieser Sache wäre aber, ob die Profi Spieler dann nochmal Steuern bezahlen müsste und dazu gibt es noch keine 100%ige Antwort.

"Nur" z.B. 30% weniger Rakeback (also anstatt 40%, 28%) wäre ok, wenn man dann aber nochmal 40% Steuern bezahlen müsste, dann hätte man unter dem Strich noch die Hälfte von dem Geld was man im Moment hätte und damit würde sich dann für sehr viele der Weg ins Ausland lohnen.

natürlich muss er zahlen wie sonst jeder auch
oder muss nun ein tennisprofi keine steuern mehr bezahlen weil der gewinn des veranstalters schon verstuert wurde?

naja, mit dem Unterschied dass es keine Tennissteuer gibt.
Neben den genannten 20% muessen die Anbieter noch ganz normal Steuern zahlen.


Antwort
Zitat
dusterl
Beigetreten: 14.07.2006
Oldschool Grinder

Original von brontonase

Original von AyCaramba44

Original von zerotim
In Schleswig-Holstein muss der Anbieter 20% Steuern auf seinen Brutto-Ertrag zahlen (nicht auf den Einsatz), was wohl nicht zu einer Rakeerhoehung um diesen Betrag sondern zu einem etwas schlechteren Reward System fuehren wird/wuerde.

natürlich muss er zahlen wie sonst jeder auch
oder muss nun ein tennisprofi keine steuern mehr bezahlen weil der gewinn des veranstalters schon verstuert wurde?

Tennisprofis spielen auch nicht ihr eigenes Geld unter sich aus.


Antwort
Zitat
zickei
Beigetreten: 05.10.2006
Elite Grinder

Außerdem wird Tennis nicht durch Glücksspielstaatsverträge reguliert.


Antwort
Zitat
berlinran
Beigetreten: 24.09.2010
PokerStrategist

ich hab mir eben über die Steuern beim Poker Gedanken gemacht

sorry, klingt vielleicht etwas konfus, aber ich erkläre es mal kurz, wie ich denke :

also, da sind Herr Meier und Herr Müller
die wollen (online) pokern

Herr Meier hat ein Monatsgehalt von 2000 Euro netto und hat auf sein Brutto schon Steuern, Versicherung etc. bezahlt
Herr Müller hat dasselbe Monatsgehalt und das Brutto auch bereits versteuert...

jetzt nehmen die beiden jeden Monat 200 Euro von ihrem Nettogehalt und spielen damit Poker
(Einsatz der beiden 2400 je Jahr je Nase)

am Ende des Jahres hat Herr Meier 1200 Euro zu seinen 2400 Euro Einsatz dazu gewonnen
und Herr Müller hat Mise gemacht und hat nur noch 1200 von seinen 2400 Euro

wenn jetzt Herr Meier seine 1200 Euro "Gewinn" versteuern soll, was ist mit dem "Verlust" von Herrn Müller??

die beiden hatten ja bereits auf ihr reguläres Arbeitseinkommen Steuern bezahlt

und das Geld, mit dem sie gespielt haben, ging nur hin und her

genau besehen, haben sogar beide Verlust gemacht, wegen dem Rake
(aber den lass ich mal aussen vor)

also was ich sagen will :
wenn Meier seinen Gewinn versteuern muss, dann sollte doch der Verlust von Müller **einkommens-mindernd** sein können??

wenn NUR die Gewinne berücksichtigt werden würden, dann würde das Finanzamt ja langfristig alles "auffressen"??

beim Poker findet ja kein Handel mit Waren statt, es wird keine Dienstleistung geliefert etc.

also was ist mit Eddy Scharfs Ex-Gegnern aus Deutschland, die Geld an ihn verloren haben?
können die jetzt rückwirkend eine Einkommensminderung nachweisen + Steuerrückzahlung???


Antwort
Zitat
Clamaran81
Beigetreten: 22.03.2010
PokerStrategist

Sorry, hast du die letzten 181 Seiten geschlafen?
Hier herscht die Willkür der Finanz!


Antwort
Zitat
sylverm00n
Beigetreten: 26.05.2011
PokerStrategist

Bin zwar kein Steuerexperte, sehe jedoch zwei Probleme (im Bezug auf Pokern und Eddy).

Zum Einen gilt ja, laut der Argumentation des Gerichts, Poker nur in bestimmten Fällen nicht als Glücksspiel. Dabei kommte es auf die Würdigung jedes Einzelfalles an. Insofern müssten sowohl Herr Müller als auch Herr Meier hier nachweislich über besondere Pokertalente verfügen - bei Herrn Müller könnte das Finanzgericht das einmal anzweifeln. Das geht allerdings, so finde ich auch, deutlich in die Richtung "wir (Finanzgerichtsbarkeit) drehen es uns so, wie es für uns am Besten ist.
Zum Anderen müssten die Verluste (oder Kosten) ja auch nachweisbar sein und hier hat Eddy wohl auch ein Problem. Er kann wohl eben nicht entsprechende Belege beibringen, u. a. darum, da er ja seinerzeit nicht davon ausgegangen ist, dass dies steuerlich relevant sein würde.

Für mich stellt sich dabei die Frage, ob das nicht ggf. eine Linie für den Prozess gewesen wäre. Auf Grund der fehlenden Rechtsklarheit (ich denke gerade in den 1990er Jahren dürfte es noch deutlich weniger zu diesem Thema gegeben haben), bestand ja kaum eine Möglichkeit sich über die steuerliche Seite ein klares Bild zu verschaffen. Nun im Nachhinein dafür quasi "bestraft" zu werden, ohne eine Chance sich zu wehren, hat mit Gerechtigkeit kaum etwas zu tun.

Ich finde es auch fraglich, wenn als Grundlage für die Besteuerung dann eine Quelle gewählt wird, die nur die Erfolge benennt. Das würde ja unterstellen, Eddy habe nur erfolgreich gespielt und das widerspricht ja nun jeder (mathematischen) Grundlage (Wahrscheinlichkeit). Mir fehlt ein wenig die Ausgewogenheit im Urteil, so dass wirklich der Eindruck entsteht, es solle einfach nur abkassiert werden.

Den Ansatz des Anwaltes über "Poker = Glückspiel" halte ich für schwach, wenngleich es sicher die einfachste Möglichkeit war, sofern das Gericht dem gefolgt wäre. Aber Eddy hat sich - ob mit Pokervideos o.ä. - in der Vergangenheit deutlich anders positioniert und dieser Schwenk ist, auch angesichts der Stimmungslage zum Thema Pokern, schwer nachvollziehbar.


Antwort
Zitat
berlinran
Beigetreten: 24.09.2010
PokerStrategist

Original von Clamaran81
Sorry, hast du die letzten 181 Seiten geschlafen?
Hier herscht die Willkür der Finanz!

hehe, ich hab nicht geschlafen
aber auch nicht alles gelesen...

mein Grundgedanke ist eben : dass ja eigentlich nur Geld hin-und-her geschoben wird

will sagen :
wenn ich ein Produkt herstelle oder eine Dienstleistung erbringe, schaffe ich Mehrwert
wenn also ein bspl. Hersteller aus X Grundstoffen + Arbeitsleistung + Kreativität + Werbung + Verwaltung ein Produkt herstellt, ist es am Ende mehr wert als die Grundstoffe bzw. die Summe des Aufwands

ich will darauf hinaus, dass "Gewinn", "Profit", "Erlös" usw. eigentlich was anderes ist, als das potentielle Pokereinkommen

stell dir vor, an einem Tisch sitzen 9 Leute und immer wenn jemand gewinnt, kommt das Finanzamt und nimmt davon Steuern weg

irgendwann wird dem Tisch so viel Geld entnommen sein, dass nix mehr da ist

deshalb finde ich es persönlich Quatsch, Poker zu besteuern

es sei denn, man könnte Verluste verrechnen
aber das führt dann sicher zu steuer-schiebereien
Motto: äh, ich hab eben 1.000 Euro verdonkt und bin unter (Einkomms)Steuergrenze XYZ gerutscht...

na, ich werde mir vielen Seiten hier mal durchlesen ;)


Antwort
Zitat
berlinran
Beigetreten: 24.09.2010
PokerStrategist

ich frage mich gerade, ob die bei Raab's Pokernacht Steuern auf die Kohle bezahlen müssen ?(

wenn man da 50k gewinnt, fällt man ja dicke unter Einkommenssteuer...


Antwort
Zitat
PokerPaulMainz
Beigetreten: 03.05.2007
Elite Grinder

Original von berlinran

mein Grundgedanke ist eben : dass ja eigentlich nur Geld hin-und-her geschoben wird

will sagen :
wenn ich ein Produkt herstelle oder eine Dienstleistung erbringe, schaffe ich Mehrwert
wenn also ein bspl. Hersteller aus X Grundstoffen + Arbeitsleistung + Kreativität + Werbung + Verwaltung ein Produkt herstellt, ist es am Ende mehr wert als die Grundstoffe bzw. die Summe des Aufwands

das unterscheidet poker im endeffekt von keiner anderen dienstleistung.


Antwort
Zitat

Original von berlinran
ich frage mich gerade, ob die bei Raab's Pokernacht Steuern auf die Kohle bezahlen müssen ?(

wenn man da 50k gewinnt, fällt man ja dicke unter Einkommenssteuer...

Die Promis ziemlich sicher ja, soweit ich weiß bekommen sie ja keine Gage, von daher sind die Gewinne durchaus als Gage für den Auftritt zu verstehen, und damit auf jeden Fall steuerpflichtig.

Wie es für den Online Qualifikanten aussieht kann ich nicht beurteilen.


Antwort
Zitat
xxpavelx
Beigetreten: 01.03.2007
Elite Grinder

Original von berlinran
ich frage mich gerade, ob die bei Raab's Pokernacht Steuern auf die Kohle bezahlen müssen ?(

wenn man da 50k gewinnt, fällt man ja dicke unter Einkommenssteuer...

wenn einer steuern zahlen müsste dann ist es elton, der hat dort einige male gut gecashed. alle anderen kann man als hobbyspieler einstufen. diese pokernacht unterscheidet sich aber von gewöhnlichen pokerrunden, da die teilnehmer nicht mit ihrem eigenem geld spielen. da es keine gesetze zu poker gibt wird da wieder der einzelfall entscheiden


Antwort
Zitat
xxpavelx
Beigetreten: 01.03.2007
Elite Grinder

jetzt nebenbei ist elton jetzt ein professioneller pokerspieler ?(


Antwort
Zitat
berlinran
Beigetreten: 24.09.2010
PokerStrategist

Original von PokerPaulMainz

Original von berlinran

mein Grundgedanke ist eben : dass ja eigentlich nur Geld hin-und-her geschoben wird

will sagen :
wenn ich ein Produkt herstelle oder eine Dienstleistung erbringe, schaffe ich Mehrwert
wenn also ein bspl. Hersteller aus X Grundstoffen + Arbeitsleistung + Kreativität + Werbung + Verwaltung ein Produkt herstellt, ist es am Ende mehr wert als die Grundstoffe bzw. die Summe des Aufwands

das unterscheidet poker im endeffekt von keiner anderen dienstleistung.

da hast du mich aber falsch verstanden

der pokerroom, das casino ist der dienstleister

der spieler ist der kunde

// ich meinte, poker ist nicht "arbeit" im o.g. sinne...

wenn skat oder dart um geld spielt, wird man ja auch nicht zu einem dienstleister...


Antwort
Zitat

Original von xxpavelx
jetzt nebenbei ist elton jetzt ein professioneller pokerspieler ?(

Nein, er bekommt nur einen Teil seines Geahlts/Gage in Form eines Buyins für ein Pokerturnier ausbezahlt.


Antwort
Zitat
Clamaran81
Beigetreten: 22.03.2010
PokerStrategist

Original von berlinran

Original von PokerPaulMainz

Original von berlinran

mein Grundgedanke ist eben : dass ja eigentlich nur Geld hin-und-her geschoben wird

will sagen :
wenn ich ein Produkt herstelle oder eine Dienstleistung erbringe, schaffe ich Mehrwert
wenn also ein bspl. Hersteller aus X Grundstoffen + Arbeitsleistung + Kreativität + Werbung + Verwaltung ein Produkt herstellt, ist es am Ende mehr wert als die Grundstoffe bzw. die Summe des Aufwands

das unterscheidet poker im endeffekt von keiner anderen dienstleistung.

da hast du mich aber falsch verstanden

der pokerroom, das casino ist der dienstleister

der spieler ist der kunde

// ich meinte, poker ist nicht "arbeit" im o.g. sinne...

wenn skat oder dart um geld spielt, wird man ja auch nicht zu einem dienstleister...

Wenn du vom Dart aber deinen Lebensunterhalt bestreitest und sonst keiner Tätigkeit nachkommst, wirst du zwangsweise auch von deinen Gewinnen der Turniere Steuern zahlen müssen!


Antwort
Zitat

Original von Tandor1973

Original von berlinran
ich frage mich gerade, ob die bei Raab's Pokernacht Steuern auf die Kohle bezahlen müssen ?(

wenn man da 50k gewinnt, fällt man ja dicke unter Einkommenssteuer...

Die Promis ziemlich sicher ja, soweit ich weiß bekommen sie ja keine Gage, von daher sind die Gewinne durchaus als Gage für den Auftritt zu verstehen, und damit auf jeden Fall steuerpflichtig.

Wie es für den Online Qualifikanten aussieht kann ich nicht beurteilen.

Beim Online-Qualifikanten könnte man halt damit argumentieren, dass er nur einmal (und eben nicht dauerhaft) lucky war und in einem Glücksspiel gewonnen hat, woraus dann Steuerfreiheit folgen würde.

MfG, GetTheFunkOut


Antwort
Zitat
AsXBlood
Beigetreten: 23.08.2007
Oldschool Grinder

Träumt weiter. Er hat sich doch, wie Pro7 gerne ausführt, "gegen tausende Spieler online" durchgesetzt. Na wenn das Finanzamt das nicht als pures Können ansieht, weiß ich auch nicht weiter :coolface:


Antwort
Zitat
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