Original von domman40
Ivey sagt selber, dass er nur nach Gefühl spielt, das sagt doch wohl alles. Wo sind denn die Mathe-Genies, die müssten ja alle zur Weltspitze gehören, wenn es so viel mit Mathe zu tun hätte, wie die Pokerindustrie glauben machen will und ihr glaubt den ganzen Schmarrn. Nach dem Motto, Poker sei ein reines Skill-Spiel, was ein Blödsinn!
Selbst Schach (absolut nicht vergleichbar mit Poker) ist kein rein mathematisches Spiel, auch hier gibt es Situationen, die mehr mit Erfahrung und Gefühl zu tun haben, als reine Berechnung, zumal der Mensch eh nicht alles berechnen kann.
Hab das Wichtige mal markiert.
Imo ist es genau das, was Eddy hier auch versucht hat zu erklären. Der Glücksfaktor ist beim Poker bedeutend größer, als von den meisten angenommen. Und reine Mathematik reicht ganz sicher nicht, um ein Winningplayer zu werden.
Wenn ich als 80/20 Favorit meine Chips in die Mitte stelle, dann gewinne ich mathematisch gesehen in 80% der Fälle. Praktisch schaut das allerdings meistens ganz anders aus.
Wenn ich in 10 Fällen 8 mal gewinne, dann ist das logisch durch Mathematik zu erklären und wird daher als normal empfunden. Aber ist es nicht eigentlich Zufall?
Wenn ich in 10 Fällen 6 mal verliere, dann ist das die negative Seite der Varianz. Aber wo steht jetzt geschrieben, dass sich diese Ungleichheit/Ungerechtigkeit ausgleicht und vor allem wann? Nach 100 Fällen, nach 1000 ...?
Als Pokerspieler fühlt man sich in solchen Fällen auftretender negativer Varianz imo oftmals benachteiligt und ERWARTET förmlich den Ausgleich. Nirgends steht geschrieben, dass man als Pokerspieler ein RECHT auf diesen Ausgleich hat und das es sich mit 100%iger Sicherheit wieder ausgleichen wird. Genau das MUSS nämlich auch gar nicht passieren.
jm2c