wieder mal ich, mit einer kontroversen auslegung altbekannter weisheiten...
es geht um das prinzip der ausgleichenden gerechtigkeit. (ihr wisst was ich meine...)
beispiel: irgendeine marginale situation die knapp +EV ist
dort sagen die ganzen VALUE VALUE VALUE jünger, schieb rein das geld, denn es ist mathematisch profitabel.
ok, nun passiert, was passieren musste.. wir gehen broke
wer sagt denn nun, das sich das für uns irgendwann ausgleicht, weil es ja theoretisch/mathematisch +EV war?
das gesetz der großen zahlen besagt doch nur, das sich diese ev entscheidung ausgleichen wird.
aber doch nicht, das sie es auch ausgerechnet bei mir tut.
und auch nicht, in welchem moment und umfang!
nehmen wir an, wir sind unimproved, haben aber ne menge out (oesd+fd+overcards)
der move ist dadurch +EV
wenn wir verlieren, müsste in zukunft irgendwann mal das "glück" auf unserer seite sein.
aber: wenn man nun in pt unter made hand nachschaut, wird man sehen, das wir viele flushes, straßen, fullhouse, etc gemacht hätten, nachdem wir gefoldet haben. (zumindets in multipots, wenn nach unserem fold noch weitergespielt wird)
sprich, das gesetz der großen zahlen ist bestätigt, wir haben in xy% der fälle unsere outs getroffen, dadurch ist die theoretische/mathematische +ev entscheidung gerechtfertigt.
nur: wir haben in diesen situationen kein geld bekommen.
überspitzt kann das ja bedeuten:
jedesmal, wenn wir drawen und trotz +ev gecallt werden, treffen wir nicht. =verlust
jedesmal, wenn wir folden, wären unsere draws angekommen. =verlust, aber statistisch gesehen haben wir getroffen (die karten sind für uns gefallen)
dh im endergebnis, wir machen +ev moves, bekommen aber wenn wir ausgesuckt werden kein geld.
und wenn sich die zahlen (karten) für uns ausgleichen, bekommen wir evtl trotzdem kein geld, weil wir nicht zuende spielen.
ich hoffe jemand versteht das, ich merke immer wieder, das ich probleme habe, meine aussagen kurz und bündig zusammenzufassen...)