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[Geschlossen] +ev und das gesetz der großen zahlen...

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kalaschwili
Beigetreten: 13.06.2006
PokerStrategist

Original von aaaRt
kalaschwilli, darf ich fragen, wie du auf deinen Nickname kommst?

sry 4 offtopic

Lieber nicht...
Erklärt euren Nickname

=)


HAVVK
Beigetreten: 29.12.2005
Oldschool Grinder

also ist es schon so, das ich meine bad beats am sd bekommen kann, und andererseits meine outs treffe/getroffen hätte in händen, die entweder ich oder der gegner folde.
dann hat sich die wahrscheinlichkeit auf lange sicht zwar eingependelt, was aber nicht bedeutet, das ich in den richtigen momenten auch mein geld reinkriege.

Satz 1: natürlich ist es so
Satz 2: in den richtigen Momenten Geld reinkriegen können nur unsere Fische, wenn sie mal wieder das Gefühl haben, dass am River ihr Gutshot ankommt, Sharks pokern idR ohne Kristallkugel

mal noch 'ne grundsätzliche Frage Jens: postest du aus Langeweile / purem Theorieinteresse diese Threads oder versuchst du daraus Konsequenzen für dein Spiel abzuleiten? wenn letzteres, befürchte ich nämlich du stellst die falschen Fragen bzw. hast die falsche Herangehensweise an das Thema Verbesserung des eigenen Spiels


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Original von HAVVK

mal noch 'ne grundsätzliche Frage Jens: postest du aus Langeweile / purem Theorieinteresse diese Threads oder versuchst du daraus Konsequenzen für dein Spiel abzuleiten? wenn letzteres, befürchte ich nämlich du stellst die falschen Fragen bzw. hast die falsche Herangehensweise an das Thema Verbesserung des eigenen Spiels

ich betrachte die dinge immer gerne mal von einer anderen seite wie der mainstream.
das bedeutet nicht, das ich das in mein spiel einbaue. es interessiert mich nur.
ausserdem nehme ich ungern etwas als richtig hin, nur weil andere es so sagen.

ausserdem denke ich, wenn man alles so macht wie die masse, wird auch das ergebnis dementsprechend sein. da die masse aber keine winingplayer sind, mach ich mir halt meine eigenen gedanken.
das die nicht immer richtig sind, bzw von eben dieser masse als falsch angesehen werden, ist nur die logische konsequenz

langeweile auf der arbeit kommt noch erschwerend dazu
;)
das gute daran ist, das ich als freelancer trotzdem bezahlt werde, weil man meine fachliche kompetenz vor ort haben möchte. :tongue:
dh ich mache meine theorie in der arbeitszeit, was meine $/h anhebt, unabhängig von meinem spielergebniß :P


maechtigerHarry
Beigetreten: 02.07.2007
Elite Grinder

Original von Jensaushamburg
zb ich spiele 1mio hände. dann stehen mir theoretisch xy sets zu.
die stehen mir ja aber in allen gespielten händen zu, und nicht nur in denen, mit denen ich bis zum showdown gegangen bin. ansonsten hätte ich ja xy% sets am sd + xy% sets an gemuckten händen. das wären dann ja mehr, als mir zuständen.

Wenn du ein PP bekommst, foldest und nen Set getroffen hättest ändert das nichts an der Wahrscheinlichkeit mit dem nächsten PP wieder ein Set zu treffen. Egal ob du es spielst oder foldest.

Auch wenn du 100 mal in Folge dein PP gefoldet hast und nen Set getroffen hättest verändert sich die Wahrscheinlichkeit für das 101 Set nicht im geringsten.

Du musst zwischen P(101 Sets in Folge) - WSK für 101 Sets in Folge - und P(101 Sets in Folge|100 Sets bereits getroffen) - WSK für ein Set nachden 100 schon ankamen oder 101 Sets unter der Bedingung das du schon 100 in Folge hattest - unterscheiden.

Wenn p die WSK ist mit nem Pocket ein Set zu floppen dann ist

P(101 Sets in Folge) = p^101

während

P(101 Sets in Folge|100 Sets bereits getroffen) = p

ist. Wenn du diesen Unterschied verstanden hast dann hast dein Problem gelöst.
Noch nen anderes Beispiel. Du spielst 1Mio. Hände, also hast du x Sets zu erwarten, soweit klar. Wenn du nun aber mit den ersten 10 Händen dieser Million nen Set bekommst steigt die Summe der zu erwartenden Sets an für die gesamte Million Hände an.

Und zwar um 10 - E(Sets in 10 Händen) .

E(Sets in 10 Händen) ist dabei die Anzahl der Sets die in 10 Händen zu erwarten ist weil 10 Hände ja schon wegfallen von der Million.

Also ist die Gesamtzahl der zu erwartenden Sets dann

x + 10 - E(Sets in 10 Händen).

Ich hoffe ich konnte die weiterhelfen. Wenn nicht versuch ich gern nochmal ins Detail zu gehen.


Wenn du aus deiner Theorie Elemente für dein Spiel ableitest müsstest du entweder 100% folden oder 100% callen.
Damit wirst du dann wohl zum losing Player, gz.


Original von Jensaushamburg

Original von HAVVK

mal noch 'ne grundsätzliche Frage Jens: postest du aus Langeweile / purem Theorieinteresse diese Threads oder versuchst du daraus Konsequenzen für dein Spiel abzuleiten? wenn letzteres, befürchte ich nämlich du stellst die falschen Fragen bzw. hast die falsche Herangehensweise an das Thema Verbesserung des eigenen Spiels

ich betrachte die dinge immer gerne mal von einer anderen seite wie der mainstream.
das bedeutet nicht, das ich das in mein spiel einbaue. es interessiert mich nur.
ausserdem nehme ich ungern etwas als richtig hin, nur weil andere es so sagen.

ausserdem denke ich, wenn man alles so macht wie die masse, wird auch das ergebnis dementsprechend sein. da die masse aber keine winingplayer sind, mach ich mir halt meine eigenen gedanken.
das die nicht immer richtig sind, bzw von eben dieser masse als falsch angesehen werden, ist nur die logische konsequenz

langeweile auf der arbeit kommt noch erschwerend dazu
;)
das gute daran ist, das ich als freelancer trotzdem bezahlt werde, weil man meine fachliche kompetenz vor ort haben möchte. :tongue:
dh ich mache meine theorie in der arbeitszeit, was meine $/h anhebt, unabhängig von meinem spielergebniß :P

Es ist nie falsch, Dinge zu hinterfragen. Meiner Ansicht nach verliert die Masse aber nicht, weil die Theorie falsch ist, sondern weil die Masse die Theorie mehr oder weniger falsch anwendet.

Mich wunderts ja auch wie man noch gewinnen kann, wo doch selbst NL mitlerweile schon ziemlich zerpflückt ist (natürlich kommen immer wieder neue Ansätze und kleine Veränderungen hinzu, aber nicht mehr so "revolutionäre" Erkenntnisse wie vor 2-3 Jahren), aber die Masse ist
-zu oberflächlich
-zu wenig auf das Wesentliche fixiert
-zu unkreativ (ABC-Spiel)
-zu wenig intelligent (gg. die Maße ist der Intelligente logischerweise im Vorteil)
usw.
dazu die ganzen psychologischen Skills, die der Masse einfach fehlen.


Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006
Elite Grinder

Es ist ganz einfach: das Prinzip der ausgleichenden Gerechtigkeit existiert nicht. Punkt.

Das Gesetz der grossen Zahlen besagt lediglich, dass sich ein Zufallsexperiment mit zunehmender Wiederholung an die erwartete Wahrscheinlichkeit annähert. Anders gesagt heisst das, dass das Ergebnis des Zufallsexperiments mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit innerhalb bestimmter Grenzen bleibt.

Das heisst, es wird immer eine Abweichung geben. Diese wird prozentual gesehen sich immer mehr dem Erwartungswert angleichen. Absolut gesehen kann sie aber grösser werden, obwohl sie sich prozentual dem Erwartungswert annähert.

Beispiel:

Es sei deine langfristige Gewinnrate im Durchschnitt 1 BB / 100 Hände. Angenommen, du hast nach einer Session mit 1000 Händen einen Verlust von 20 BB. Dann betrug die Abweichung von deiner Gewinnrate -3 BB/ 100 Hände.

Jetzt spielst du weitere 9000 Hände und erleidest nochmal 100 BB Verlust. Der absolute Verlust ist offensichtlich grösser geworden. Gemessen an der Gewinnrate hast du dich aber deinem Erwartungswert angenähert. Deine tatsächliche Gewinnrate auf den ersten 10000 Händen betrug -1,2 BB/100, das ist nur noch eine Abweichung von -2,2 BB/100.

Es kann sein, dass es sich nicht lohnt, eine marginale +EV-Entscheidung zu tätigen und zwar dann, wenn du zusätzliches Geld investieren musst, um den EV-Gewinn wahrzunehmen. Wenn der EV-Gewinn sehr klein ist im Verhältnis zu dem Quotienten zu bringender Einsatz/Bankroll, dann ist das Risiko zu gross, dass du bankrott gehst, bevor sich das Gesetz der grossen Zahlen zu deinen Gunsten auswirkt.

Das ist im Grunde genau das gleiche wie der Unterschied zwischen Chip-EV und $-EV in Turnieren. Dieser Unterschied existiert auch im Cashgame, weil du keine unendlich grosse Bankroll hast.


ForTheLove
Beigetreten: 19.08.2007
PokerStrategist

Das Geld das wir verloren haben ist weg und hinsichtlich dessen wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Deswegen kann man auch traurig sein, wenn man mit Aces von Kings ausgesuckt wird. Es ist eben passiert und passiert ab und zu und auch rein Mathematisch werden wir den Verlust nicht irgendwann wieder reinkriegen, nur weil man denkt es stünde einem zu.

Die Entscheidung war trotzdem die richtige.


maechtigerHarry
Beigetreten: 02.07.2007
Elite Grinder

Bitte lass die Benutzung von Kommata einfach komplett sein wenn du´s nicht kannst.
Ist netmal böse gemeint, ich setz die dinger auch oft falsch aber dein Post wird durch falsche Kommas echt schwer zu lesen.


ForTheLove
Beigetreten: 19.08.2007
PokerStrategist

Ohh man, was hab ich da denn gemacht.
Muss grad bissel selber über mich lachen, bin ganz schön fertig heute.

Aber danke fürs anmerken :) Hoffe jetzt gehts einigermaßen, sind auch nur nach Gefühl gesetzt, aber normal passt das ganz gut : S


larseda
Beigetreten: 06.08.2006
Elite Grinder

dein problem ist einfach, dass du die stochstik nicht verstanden hast ...
Nicht mal das Gesetz der grossen Zahl.

ALso entweder lebst du damit oder versucht es dir mal erklären zu lassen, aber am besten ohne pokerzusammenhang.

und natürlich kann man sagen, dass die stochstik mist ist und das gesetz der grossenzahlen nicht stimmt ... man hat auch 2000 jahre erfolgreich behauptet, dass die sonne sich um die erde dreht ;)

die grund idee dahinter, warum wir der meinung sind beim pokern langfristig zu gewinnen ist einfach, dass wir es schaffen unsere gewinnchancen höher zu halten als unseren anteil am pot

da liegen 10€ im pot ... 2 haben wir davon hineingelegt.
bei diesen spiel, genannt poker, erwarten wir aber, dass wir den pot zu 50% gewinnen.
dann erwarten wir, dass wenn wir diese situation unendlich oft spielen (wegen gesetz der grosen zahlen) das wir dann pro hand 3€ gewinnen.

also entweder beschäftige dich mal bisschen mit mathe oder akzeptiere dein unwissen ;) es kann nicht jeder alles wissen oder verstehen.
es heisst ja auch "ich weiss, dass ich nix weiss"


PaulDusel
Beigetreten: 28.11.2007
Elite Grinder

Eigentlich haben hier ja schon viele das Richtige gesagt, aber ich geb auch nochmal meinen Senf dazu.
Erstmal muss ich dir knallhart sagen, dass du offensichtlich ein grundlegendes Verständnissproblem mit Statistik und Wahrscheinlichkeiten hast.
Wenn ich so Sachen lese wie "das Gesetz der großen Zahlen sagt ja, dass sich das Glück und Pech ausgleicht" oder wenn "mein draw jetzt soundso oft nicht angekommen ist, dann muss er ja jetzt kommen", da wird mir ganz anders.
Karten haben nunmal kein Gedächtniss. Es gibt auch so Leute, die z.B. beim Roulette sitzen, warten bis 6 mal Rot kommt und danach auf Schwarz setzen. Nach 6 Mal Rot "muss" ja Schwarz kommen. Ja nee halt. Der Kugel ist es doch total Latte wo sie hinhüpft. Die denkt sich ja nicht "ohhhoo jetzt bin ich 6 mal auf Rot gehoppst, bevor das Gesetz der großen Zahlen böse mit mir wird, springe ich mal auf Schwarz."
Auch sowas wie "Ich weiche mit meiner Meinung gerne vom Mainstream ab". Ist ja ok, mache ich auch wenn es um Politik, Frauen oder sonstwas geht wo subjektive Meinungen einfließen.
Aber die ganze Mathematik ist halt nunmal bewiesen. Das ist so! Punkt!
Es wird auch niemals jemand daherkommen und sagen "hier ätsch 1+1 ist gar nicht 2, eigentlich kommt da 5,3 raus".
Ich wollte dich mit meinem Post hier übrigens keinesfalls beleidigen oder so.


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