Zum Forum springen
Finanzverwaltung ha...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

[Geschlossen] Finanzverwaltung hat Stellung bezogen

254 Beiträge
96 Benutzer
0 Reactions
30.6 K Ansichten
Midas
Beigetreten: 05.06.2005
Elite Grinder

Original von hasenbraten
meinem verständnis nach hat ein profi auch umsatzsteuer ab zu führen, zumindest fällt mir kein guter grund ein weswegen er es nicht müsste (ausser lowroller mit kleinunternehmerregelung)

Umsatzsteuerpflicht besteht für "Lieferungen und Leistungen". Welche Lieferung oder Leistung hat der Pokerprofi erbracht?


ktec
Beigetreten: 17.01.2005
Elite Grinder

Original von hasenbraten
meinem verständnis nach hat ein profi auch umsatzsteuer ab zu führen, zumindest fällt mir kein guter grund ein weswegen er es nicht müsste (ausser lowroller mit kleinunternehmerregelung)

weißt du überhaupt was die umsatzsteuer ist? ich denke eher nicht


Original von Midas

Original von hasenbraten
meinem verständnis nach hat ein profi auch umsatzsteuer ab zu führen, zumindest fällt mir kein guter grund ein weswegen er es nicht müsste (ausser lowroller mit kleinunternehmerregelung)

Umsatzsteuerpflicht besteht für "Lieferungen und Leistungen". Welche Lieferung oder Leistung hat der Pokerprofi erbracht?

Genau das hat das FA ja mit dem aktuellen durch die Hintertür gesagt: "Die Leistung des Berufsspielers besteht in der Teilnahme am Spiel und der Zusage, bei verlorenem Spiel den jeweiligen Einsatz zu erbringen".

Ist obv totaler Quatsch, wenn man die Hand verliert hat man den Einsatz schon lange erbracht (das Geld war im Pot und damit nicht mehr im Besitz oder Eigentum des Spielers) aber die finden leicht was anderes, z.B. "die Bereitschaft Einsätze zu erbringen".


Wie sieht es dann mit der Berechtigung für Verluste Vorsteuern zu ziehen aus? Ich meine, wenn ich in eine Hand involviert bin würde nach der Auffassung ja bei Gewinn USt. entstehen und bei Verlust der gleichen Hand doch eigentlich Vorsteuer oder kommen die dann mit "keine ordnungsgemäße Rechnung nach §14 UStG"??? Wo entsteht denn eigentlich die Leitstung? Für die Umsatzsteuerpflicht müsste sie doch in Deutschland entstehen, allerdings spiele ich z.B. gerade gegen einen Chinesen, der gerade von New York aus spielt auf einem Server in Panama oder so...


Original von DieBernde
Wie sieht es dann mit der Berechtigung für Verluste Vorsteuern zu ziehen aus? Ich meine, wenn ich in eine Hand involviert bin würde nach der Auffassung ja bei Gewinn USt. entstehen und bei Verlust der gleichen Hand doch eigentlich Vorsteuer oder kommen die dann mit "keine ordnungsgemäße Rechnung nach §14 UStG"??? Wo entsteht denn eigentlich die Leitstung? Für die Umsatzsteuerpflicht müsste sie doch in Deutschland entstehen, allerdings spiele ich z.B. gerade gegen einen Chinesen, der gerade von New York aus spielt auf einem Server in Panama oder so...

Große Fragen gelassen ausgesprochen... :)

Und: diese Themen sind nicht nur theoretisch relevant, soviel kann ich sagen.


defstef
Beigetreten: 05.01.2008
PokerStrategist

wieviel umsatzsteuer wäre den in etwa zu zahlen für beispielsweise 50k € gewinn im cashgame im jahr?

was macht man, wenn die pokerseite auf der man spielt keinen audit report anbietet? hm-stats und kontoauszüge reichen dem fa ja bestimmt nicht aus oder?


Na 19% USt vom UMSATZ, also nicht vom Gewinn. Wenn keine Vorsteuer abgezogen werden kann und ich wüsste nicht wie man eine VSt. ohne ordnungsgemäße Rechnung ziehen sollte, dann wäre es ja im Grunde allein durch die Umsatzsteuer nicht mehr zu beaten. Wenn es eine Regelung gäbe mit USt. auf die Differenz (sprich Gewinne oder Verluste) ginge das ja noch, trotzdem wärst Du dann 19% USt. von Deinen Winnings los + ESt., sind dann auch nochmal locker 30% - also am besten ein Limit aufsteigen


defstef
Beigetreten: 05.01.2008
PokerStrategist

krass also min 50% meiner winnings wären weg?

wie soll man denn den umsatz beim pokern nachvollziehen?


Original von 50outs

Original von DieBernde
Wie sieht es dann mit der Berechtigung für Verluste Vorsteuern zu ziehen aus? Ich meine, wenn ich in eine Hand involviert bin würde nach der Auffassung ja bei Gewinn USt. entstehen und bei Verlust der gleichen Hand doch eigentlich Vorsteuer oder kommen die dann mit "keine ordnungsgemäße Rechnung nach §14 UStG"??? Wo entsteht denn eigentlich die Leitstung? Für die Umsatzsteuerpflicht müsste sie doch in Deutschland entstehen, allerdings spiele ich z.B. gerade gegen einen Chinesen, der gerade von New York aus spielt auf einem Server in Panama oder so...

Große Fragen gelassen ausgesprochen... :)

Und: diese Themen sind nicht nur theoretisch relevant, soviel kann ich sagen.

Du hast PN


Original von defstef
krass also min 50% meiner winnings wären weg?

wie soll man denn den umsatz beim pokern nachvollziehen?

Wenn es gut läuft, dann 50% :))) - wie es nachvollzogen werden kann weiß ich nicht. Entweder man ist ehrlich und erklärt sich dem FA oder man pokert und riskiert erwischt zu werden, hat im nachhinein alles zu rückwirkend versteuern und nen Strafverfahren an der Backe, nach meiner Rechtsauffassung (alles ohne Gewähr) - der Staat wittert Kohle, was erwartest Du?


defstef
Beigetreten: 05.01.2008
PokerStrategist

Original von DieBernde

Original von defstef
krass also min 50% meiner winnings wären weg?

wie soll man denn den umsatz beim pokern nachvollziehen?

Wenn es gut läuft, dann 50% :))) - wie es nachvollzogen werden kann weiß ich nicht. Entweder man ist ehrlich und erklärt sich dem FA oder man pokert und riskiert erwischt zu werden, hat im nachhinein alles zu rückwirkend versteuern und nen Strafverfahren an der Backe, nach meiner Rechtsauffassung (alles ohne Gewähr) - der Staat wittert Kohle, was erwartest Du?

dann schreib ich mal lieber weiter fleißig bewerbungen:), da muss man ja schon über 10k im monat erpokern, um gut leben zu können.


Gute Idee ;).
Wäre halt schön, wenn der Staat einfach mal eine Regelung bringt, die die Sache auf den Punkt bringt. Der Staat soll doch mitverdienen und jeder ist sicher auch bereit Steuern zu zahlen, wie jeder andere arbeitende Mensch auch, aber es ergibt doch keinen Sinn alles in der Schwebe und Unsicherheit zu lassen. Überzogene Steuern, die das Spiel nicht mehr spielenswert machen sind genauso sinnlos, weil dann niemand was davon hat, der Staat verdient ja auch nur, wenn es Winningplayer gibt und wenn alle Winnings für Steuern draufgehen spielt niemand mehr.

Original von defstef

Original von DieBernde

Original von defstef
krass also min 50% meiner winnings wären weg?

wie soll man denn den umsatz beim pokern nachvollziehen?

Wenn es gut läuft, dann 50% :))) - wie es nachvollzogen werden kann weiß ich nicht. Entweder man ist ehrlich und erklärt sich dem FA oder man pokert und riskiert erwischt zu werden, hat im nachhinein alles zu rückwirkend versteuern und nen Strafverfahren an der Backe, nach meiner Rechtsauffassung (alles ohne Gewähr) - der Staat wittert Kohle, was erwartest Du?

dann schreib ich mal lieber weiter fleißig bewerbungen:), da muss man ja schon über 10k im monat erpokern, um gut leben zu können.


Ab wieviel winnings pro jahr muss man denn überhaupt steuern zahlen?
Gilt hier das gleiche, wie bei minijobs, dass wenn man unter xxxxx€ bleibt, seine gezahlten steuern zurück fordern kann?


Original von jokers87
Ab wieviel winnings pro jahr muss man denn überhaupt steuern zahlen?
Gilt hier das gleiche, wie bei minijobs, dass wenn man unter xxxxx€ bleibt, seine gezahlten steuern zurück fordern kann?

Naja, es geht um Dein zu versteuerndes Einkommen, also alles zusammen gezählt und dann schaust Du mal in die Steuertabelle (google nach Grundtarif Einkommensteuer und da siehst Du, wo es losgeht mit Steuern zahlen :)).


ah cool danke. habe mich mit dem thema noch nie beschäftigt ;)


Original von ktec

Original von hasenbraten
meinem verständnis nach hat ein profi auch umsatzsteuer ab zu führen, zumindest fällt mir kein guter grund ein weswegen er es nicht müsste (ausser lowroller mit kleinunternehmerregelung)

weißt du überhaupt was die umsatzsteuer ist? ich denke eher nicht

nein auf keinen fall weiß ich das, ich mache ja auch keine steuererklärung als gewerbetreibender oder so :-)

aber ich halt mich ab jetzt raus, für meinen teil habe ich die sache geklärt, wie das der rest handhabt bleibt wie immer jedem selbst überlassen


draghkar
Beigetreten: 16.08.2006
Oldschool Grinder

wie sähe das ganze denn aus wenn ich durch rakeback 100k$ "gewinn" habe, aber losing player bin mit -30k$ im jahr?


Midas
Beigetreten: 05.06.2005
Elite Grinder

Original von draghkar
wie sähe das ganze denn aus wenn ich durch rakeback 100k$ "gewinn" habe, aber losing player bin mit -30k$ im jahr?

Gewerbebetrieb = Selbständige nachhaltige Tätigkeit in der Absicht gewinn zu erzielen. Ob Du den Gewinn an den Tischen oder durch Rakeback erzielst, ist insoweit gleichgültig.


draghkar
Beigetreten: 16.08.2006
Oldschool Grinder

kann ich 30k verlust dann geltend machen?


Katersche
Beigetreten: 05.07.2007
Elite Grinder

Alles andere wäre Schwachsinn.


Teilen: