Das neue Gesetz regelt Online-Poker und wird voraussichtlich 2011 in Kraft treten. Man geht von ca. 100 potentiellen Anbietern aus, die sich für Konzessionen bewerben. Allerdings sieht ein Gesetzeszusatz vor, dass jede Firma, die eine Lizenz beantragen will, ihre derzeitigen französischen Spielerkonten sechs Monate vorher schließen muss. CardPlayer führt noch an, dass die Anbieter keine Niederlassungen oder Sitze in Steueroasen – wie Gibraltar – haben dürfen. Man geht jedoch dennoch davon aus, dass ca. 50 Anbieter eine Konzession bekommen werden (France Approves Bill to Make Online Poker Legal). Zusätzlich müssen in Frankreich Repräsentanten des Anbieters vorort sein, auch wenn deren Firmen-Hauptsitz nicht in Frankreich liegt. Darüber hinaus werden sie veranlasst, physische Server in Frankreich aufzustellen. Ursprünglich wurde vorgesehen, dass es für Anbieter ausreichend wäre, wenn sie über eine Lizenz im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) verfügen und das Stamm-Land über ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Frankreich verfüge. Dies scheint jedoch nicht mehr der Fall zu sein oder ist durch die physische Präsenz von Repräsentanten und Servern praktisch ad absurdum geführt worden (Kritik von der Remote Gambling Association).
Im Gegensatz zu Österreich sah der französische Gesetzesentwurf nicht vor, dass der Anbieter einen Sitz in Frankreich haben muss, um eine Konzession erhalten zu können. Ein Sitz in einem EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinsaft) Mitgliedsstaat, der über ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Frankreich verfügt, ist ausreichend. Allerdings muss ein Repräsentant in Frankreich verfügbar sein. Die Europäische Kommission kritisierte dies ebenso wie die Forderung, dass von den Spieldaten ein Echtzeitbackup in französischem Staatsgebiet innerhalb Europas zur Verfügung steht. Dieser Spieldatenzugriff ist auch in Malta, Italien und Alderney verpflichtend. Allerdings reicht es bspw. in Italien, die Daten durch ein entsprechendes italienisches Netzwerk zu führen, während in Frankreich der Anbieter eigene Server zum Spiegeln der Daten hosten müsste. Der Entwurf sieht bei der Besteuerung vor, 8,5 % für Sportwetten, 15,5 % Pferdewetten und 2 % für Pokern zu verlangen (European Gaming Lawyer, p. 16-18). PokerNews.de schreibt allerdings von “einer Steuer in Höhe von 2% auf Poker und 7,5 % auf Sportwetten” (PokerNews.de).
und das hier
http://www.pokerzentrale.me/pokernews/index.php/pokerstars-kundigt-france-poker-series-fps-an/
Das mit der Staatsbürgerschaft halte ich für unsinnig, wird wohl auf den Wohnsitz ankommen