Eins der Basisthemen der Piraten ist der Kampf für die Privatsphäre des Bürgers und der Schutz seiner Bürgerrechte. Dabei treten sie zB gegen die Vorratsdatenspeicherung ein, welche grundsätzlich erst einmal alle Daten von allen Bürgern für ein halbes Jahr speichert und das ohne irgendwelche Verdachtsmomente auf eventuelle Straftaten. Wenn man so will werden hier alle Bürger erst einmal unter Generalverdacht gestellt.
Im Fall Tauss geht es im Grunde genau um diese Problematik. Es gilt die Unschuldsvermutung, solange bis ein Gericht das Gegenteil feststellt und dabei ist die Schwere der Straftat erst einmal unerheblich. Wahlstrategisch ist es zwar ein Fiasko jemanden wie Tauss, der in der öffentlich Meinung schon häufig als schuldig betrachtet wird, in die Partei aufzunehmen, aber den Idealen der Piraten folgend ist es nur konsequent und verdient höchste Anerkennung. Die Piraten sind sich durchaus bewusst, dass der Fall Tauss ihnen Wählerstimmen kosten wird, aber dennoch stehen sie zu ihrer Überzeugung und das ist in meinen Augen ein Zeichen von höchster Integrität.
Übrigens gibt es unter diesem Link noch eine ganz interessante Internet Recherche zur Causa Tauss, die vielleicht noch etwas Licht ins Dunkel bringen könnte.