Was als Trost wohl bleibt: Das Finanzamt muss dir erstmal nachweisen, dass du gewerbsmäßiger Spieler bist und nachhaltig Gewinne erwirtschaftest. Da sich das als äusserst schwierig erweisen dürfte, hat man bisher auch noch nicht ernsthaft von Leuten gehört, die ihre "Gelegenheitsgewinne" versteuern.
Denn woher weiß man schon, ob man nicht das nächste Jahr einen krassen Downswing hat, was ist denn dann mit Steuern? Oder was, wenn ich dieses Jahr 100k in den Sand setze und nächstes Jahr eine Million cashe? Wer garantiert mir, dass das so bleibt?
IMHO geht man in der Rechtssprechung ja wenn dann vom Durchschnittsspieler aus. Der kann auf Dauer schon wegen dem Rake nicht nachhaltig Gewinne erzielen, denn selbst wenn alle Spieler gleich gut wären und exakt die gleiche Strategie verfolgen, würden sie verlieren. Das ist auch der Grund, warum ich Poker dann doch als Glücksspiel einstufen würde. Ohne Rake wäre es ein Nullsummenspiel, aber so.. Lasse mir aber gerne von den Mathegenies hier lang, breit und kompliziert das Gegenteil beweisen. ♦
Ich spiele drei Monate break-even, habe dann einen krassen Winning Monat, was'n dann mit Steuern? Es gibt so viele ungeklärte Fragen, dass ich es für äusserst unwahrscheinlich halte, dass man in naher Zukunft ernsthaft in Schwierigkeiten gerät, wenn man sich einmal im Monat 1000 Euro auf's Konto shipped.
"Im Zweifel für den Angeklagten" gilt ja hoffentlich auch im Steuerrecht, ungemein optimistisch bin ich diesbezüglich freilich nicht.
Das scheint hier aber langsam alles zu sehr am eigentlichen Thema vorbei zu gehen.. SORRY.