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[Geschlossen] Ist Poker "unmoralisch"?

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HeilLoki
Beigetreten: 02.10.2009
Oldschool Grinder

Original von Tahigwa
Ausserdem:
Es wird beim Pokern kein Reichtum geschaffen. Der Gewinn des einen
ist der Verlust des anderen. Das Geld wird also nur umverteilt.
Wenn hingegen ein Schreiner aus einem Stück Holz einen Tisch baut
hat er damit einen Mehrwert erschaffen und das nützt sowohl ihm, als auch
dem Käufer der dadurch einen schönen Tisch bekommt.

Muß denn alles einen "Mehrwert für die Gesellschaft" haben? Ist denn Freizeitbeschäftigung und Spaß nicht auch eine Mehrwert? Außerdem schafft Poker unzählige Arbeitsplätze. Wer bin ich, zu urteilen, ob diese Arbeitsplätze nun niedriger anzusehen sind?


DrummersDk
Beigetreten: 22.05.2009
PokerStrategist

bin ich als abwehrspieler beim fußball unmoralisch weil ich meinen gegner in die abseitsfalle laufen lasse?


Original von NoBoGeR

Original von Mastam
1.ist es unmoralisch, als top manager xxxxxx$ zu verdienen, während es 1Euro jobber gibt? nein
blabla

4.wäre die welt eine bessere wenn niemand pokern würde? ja

5.haben wir darauf als einzelne person einen einfluss? ja

zu 1. wieso sollte es unmoralisch sein, wir leben schließlich ins einer leistungsgesellschaft?

zu 5. mit dieser argumentation wird sich NIEMALS etwas ändern auf der welt. jeder einzelne trägt zu veränderungen bei, jeder einzelne kann etwas verändern. natürlich nicht viel, aber wenn jeder so denken würde, wären wir noch in der steinzeit. wie ich diese argumentation hasse, sich selber zu belügen, blabla ich bin nen kleines würstchen ich kann eh nichts verändern.

und wie gesagt pokern ist unmoralisch wenn man konzequent ist und sich nicht selber belügen will. allerdings gebe ich nicht viel auf "moral".

zu1. gut gebe ich dir recht, wer kann schon was dafür wieviel er verdient.
ein beispiel mit einem bankier, wäre wohl sinnvoller gewesen

zu5. schon klar dein gedankensatz, finde ich auch nicht verkehrt. aber ich mach es kurz und knap: Realität

moral hin oder her, das geld wird mehr


HeilLoki
Beigetreten: 02.10.2009
Oldschool Grinder

Original von sepplhut
es wir doch immer und überall derjenige gewinnen der am härtesten an sich arbeitet. dummheit wird bestraft und harte arbeit wird belohnt.
was bitte is daran moralisch verwerflich?

:heart: :heart: :heart:


Mich wundert es doch sehr, was hier alles als Moral interpretiert wird. Fakt ist, wir spielen ein Spiel. Mehr ist es nicht. Zweiter Fakt ist, wir setzen dabei Geld ein. BIn ich unmoralisch, wenn ich Uno um Geld spiele?
Wie man ein Spiel gewinnt, ist für die Moral unerheblich. Es ist schließlich ein Spiel!
Und wenn man mit erwachsenen Menschen spielt, kann man davon ausgehen, dass sie wissen, was sie tun. Wenn sie (aus welchem Grund auch immer) ihre Miete vergambeln, dann ist das wohl eher ihr Problem als meins!


HeilLoki
Beigetreten: 02.10.2009
Oldschool Grinder

Guy Laliberte ist auch der Oberfisch und setzt sich an die Tische der Profis. Er lässt denen x Mio im Jahr rüberwachsen. Und warum macht er das? Weil ihm Poker Spaß macht, weil er mit Profis spielen will und weil ihm das Geld nicht wehtut, das er verliert. Ganz im Gegenteil "sponsert" er die Profis ja bewusst. Das Gefühl, das er kriegt, wenn er Phil Ivey ne halbe Mio abgenommen hat oder Gus Hansen aus der Hand geblufft hat, kann ihm keiner nehmen und die paar Millionen, die ein Multimilliardär so liegen lässt, sind ihm das wert.

Ist es also "unmoralisch" einem Menschen das Geld abzunehmen, der sich wie ein kleines Kind darüber freut, überhaupt mitspielen zu dürfen?

Wenn der Assi-Prolet mit Adidas-Sportanzug ins Kartencasino geht, sich ne Line Koks reinzieht, dann alle All ins mit KTo callt und monatlich sein halbes Geld, das er zum Leben bräuchte, im Casino liegen lässt, verschiebt sich hier etwas. Sojemanden kann man nur bemitleiden und vorschlagen, die Spielsuchtberatung (und Drogenberatung wohl auch) aufzusuchen. Insgesamt ist aber er für sein Leben verantwortlich und er muß selbst entscheiden, ob er diesen Lebensstil pflegen will. Wenn er mir sein Geld in den Rachen werfen will, dann sage ich: Wer bin ich, daß ich mich vor lauter Moralhudelei weigere sein Geld anzunehmen? Bin ich dann ein "besserer" Mensch als er, weil ichs nicht nehme? Bin ich ein "besserer" Mensch als derjenige, der das Geld dann nimmt, weil ichs nicht wollte?

P.S.: Warum sich hier viele fragen, ob Poker "unmoralisch" ist, liegt auch an unserer kulturellen bzw. christlichen Prägung begründet. Uns wurde nämlich seit Jahrhunderten eingebläut (bewusst oder unbewusst), daß da irgendwo ein Haken (der Teufel?) sein muß, wenn man für etwas, das man gerne tut, Geld kriegt. Dann kommt schnell die Frage, ob nicht irgendwas moralisch verwerfliches dabei ist! Das ist ein Phänomen, das vorallem im amerikanisch-europäischen Raum verhaftet ist, aber auch auf anderen Kontinenten (wenn auch meist abgeschwächter) auftritt.

Spaß + Geld dafür kriegen = BÖSE MÄCHTE IM HINTERGRUND

Schuften + Geld dafür kriegen = ALLES OK, SO SOLL'S SEIN

So arbeitet unser Unterbewusstsein! Ist jetzt vereinfacht dargestellt, aber im Kern tatsächlich wahr!


Ich halte Moral für sehr wichtig im Leben, da es das Miteinander beschreiben soll. Dabei spielen dann Dinge wie Ethik und Werte eine Rolle.

Aber wer stellt die Regeln auf, bzw. entscheidet was ist moralisch und was nicht. Natürlich die Gesetzgebung und die Kirche.

An das eine muss ich mich halten (ansonsten drohen Sanktionen), an das andere kann ich mich halten.

Ansonsten würden wir in einer Gesellschaft leben, in dem ich mir einfach nehme was ich möchte. Anarchie und Chaos wären die Folge.

Alle anderen Dinge werden subjektiv als moralisch oder unmoralisch von der Gesellschaft eingeordnet.

So z.B. die Banker, die zwar keine Gesetze gebrochen haben, aber durch ihre Gier und Vernichtung von Steuergeldern die Gesellschaft gegen sich aufgebracht haben. Hier wäre dann wieder die Gesetzgebung gefordert neue "Spielregeln" auf zu stellen, denn die dadurch ausgelöste Wirtschaftskrise hat jeden getroffen.

Ob Poker unmoralisch ist muss Jeder für sich selbst entscheiden. Letztendlich kann nur die Gesetzgebung eine (vorläufige) Entscheidung treffen.

Wenn Onlinepoker eine grosse Anzahl von Spielsüchtigen akkumuliert und diese therapiert werden müssten, dann würde ein Schaden für die Gesellschaft entstehen. In diesem Falle müsste die Gesetzgebung handeln und Pokern (um höhere Einsätze) wäre unmoralisch.

Ich glaube aber nicht, das der kleine Fisch, der auf NL25 sein Unwesen treibt, um ein paar Dollar zu gewinnen und etwas Spass haben möchte, eine unmoralische Tätigkeit nachgeht. Dies ist aber nur meine subjektive Meinung.

Eine Diskussion über Moral finde ich auf jeden Fall nicht zwecklos.


vandaalen
Beigetreten: 07.03.2008
PokerStrategist

Wie ich mich Euch geraqde total gut vorstellen kann:

Es tut uns leid, aber im Interesse des Unternehmens müssen wir leider 20k Menschen in Europa, 15k Menschen in den USA und 8k Menschen in Asien entlassen.

Tut uns echt leid, aber die Welt ist schlecht und wir müssen den Aktienkurs des Unternehmens hoch halten.

Wir wünschen allen unseren ehemaligen Mitarbeitern das beste für die Zukunft!

:heart:


markus0312
Beigetreten: 18.07.2006
Oldschool Grinder

Du gehst davon aus, dass keiner zum Poker spielen gezwungen wird.
Das ist aber ganz obv. falsch.
Spielsucht ist eine ernsthafte psychische Erkrankung, durch die Menschen gezwungen werden in ihr Verderben zu rennen.
Vlt. einfach mal Wikipedia zum pathologischen Spielen befragen...

Zu deinem letzten Punkt fällt mir nicht mehr viel ein ausser vlt eine kleine Gegenfrage:

Stell dir vor du lebst (als rechter Deutscher) im Nazideutschland 1942:
"Ob das Ganze moralische zu vertreten ist... anscheinend ja, sonst würden nicht so viele Menschen Juden hassen, oder sind alle Deutschen unmoralische Menschen???"

Dein moralisches Verhalten am Verhalten der Gesselschaft zu messen ist also auch ganz offensichtlich keine sinnvolle Strategie.

Selten so einen Müll gelesen....

Dich zwingt NIEMAND zum Pokern! Und dein Beispiel mit den Suchtkranken hinkt doch auch vorne und hinten. Die zwingt auch keiner zum Spielen! Diese Personen zwingen sich selber durch ihre Krankheit zum spielen.

Toll, wie Du mich dann noch versuchst, in die rechte Ecke zu stellen...

Was ich damit sagen wollte, jeder der Poker spielt, muss alle Begleitumstände des Spiels akzeptieren. In meinen Augen ist Poker ein Spiel.
Daher nicht moralisch verwerflich.


PLSDontCallMe
Beigetreten: 18.10.2007
PokerStrategist

Original von HeilLoki
Außerdem schafft Poker unzählige Arbeitsplätze. Wer bin ich, zu urteilen, ob diese Arbeitsplätze nun niedriger anzusehen sind?

es ist aber einfach so.
die geschaffenen arbeitsplätze haben keinen direkten nurzen für die gesellschaft als ganzes.
es werden keine neuen waren erzeugt oder nützliche dienstleistungen (handwerkliche arbeiten, die planung und die bebauung von grundstücken, sozialspezifische dienstleistungen (altenhilfe usw)./rettungsdienst,agrarwirtschaft usw.) angeboten oder waren erzeugt.
sondern nur auf kosten von verschiedenen trägern finanziert.
würde man die zur verfügung stehenden ressourcen hingegen ökonomisch nutzen, würde es dem sozialen gefüge an sich viel besser bekommen.
also ist die argumentation, dass arbeitsplätze geschaffen wird ...
aus diesen standpunkt heraus betrachtet völlig sinnfrei.
da nur zusätzliche energie verschwendet wird und das steht einfach nicht in relation zu dem sich daraus ergebenden unterhaltungswert(begründung vorheriges post)..


Original von PLSDontCallMe

Original von HeilLoki
Außerdem schafft Poker unzählige Arbeitsplätze. Wer bin ich, zu urteilen, ob diese Arbeitsplätze nun niedriger anzusehen sind?

es ist aber einfach so.
die geschaffenen arbeitsplätze haben keinen direkten nurzen für die gesellschaft als ganzes.
es werden keine neuen waren erzeugt oder nützliche dienstleistungen (handwerkliche arbeiten, die planung und die bebauung von grundstücken, sozialspezifische dienstleistungen (altenhilfe usw)./rettungsdienst,agrarwirtschaft usw.) angeboten oder waren erzeugt.
sondern nur auf kosten von verschiedenen trägern finanziert.
würde man die zur verfügung stehenden ressourcen hingegen ökonomisch nutzen, würde es dem sozialen gefüge an sich viel besser bekommen.
also ist die argumentation, dass arbeitsplätze geschaffen wird ...
aus diesen standpunkt heraus betrachtet völlig sinnfrei.
da nur zusätzliche energie verschwendet wird und das steht einfach nicht in relation zu dem sich daraus ergebenden unterhaltungswert(begründung vorheriges post)..

Sorry,
aber wer entscheidet, ob ein Arbeitsplatz einen Nutzen für die Gesellschaft hat ?
Es würden eine Menge Jobs wegfallen, die dem Gemeinwohl nicht unbedingt nützen. Brauche ich zum Leben Dekorationsartikel, Klingeltöne, Eisschirmchen oder Echthaarverlängerungen ?

Was ist mit der Filmbranche ?
Die meisten Filme sind "pädagogisch wertlos" und haben nur einen unterhaltenden Nutzen.

Dazu kommen noch Künstler, Sportler, Musiker, usw., letztendlich die ganze Unterhaltungsindustrie.

Bringen diese Berufe die Menschheit weiter oder nur Wissenschaftler und Lehrer ?

Wir leben in einer freien Marktwirtschaft. Wird ein Produkt verkauft, egal wie sinnlos es ist, so hat es doch ein Daseinsberechtigung und generiert Arbeitsplätze.

Ausserdem gibt es noch zahlreiche Verpflechtungen. Z.B. die gute alte Bundesliga. Wer verdient noch mit dem Fussball ?
Na klar Wettbüros :-)
Aber auch die Gastronomie, der Fernverkehr (Bus und Bahn), Mineralölkonzerne (wenn die Fans mit dem Auto zum Spiel fahren), usw.

Wenn es jetzt Hip wäre mit einer gold-gelbenen Kuhperücke rumzulaufen, was total schwachsinnig wäre, würde dies aber neue Arbeitsplätze generieren.

Wo liegt dann aber der Unterschied, zwischen einem Arbeiter der Autos herstellt und bei einem, der diese sagenhaften Kuhersatzhaare fabriziert ?

Beide produzieren Güter, die von der Gesellschaft konsumiert werden.

Warum verdienen Sportler und Sänger mehr Geld als ein Politiker, Wissenschaftler oder Arzt ?

Müsste nicht ein Altenpfleger mehr Geld verdienen, als ein Top-Manager der sein Unternehmen vor die Wand fährt ?

Wo bleibt hier die Gerechtigkeit ?

Für die Menschen ist Unterhaltung (egal in welcher Form) immens wichtig. Man kann für eine gewisse Zeit seinen Ängsten und Problemen entfliehen.
Ob dies nun ein Oper/Theater/Kino/Konzert/Fussballbesuch oder ein Computer/Gesellschaftsspiel ist, ist doch eigentlich vollkommen egal.
Dabei ist das Pokern doch nur ein kleines Stückchen des grossen Unterhaltungskuchen.

Natürlich kann ich auch süchtig nach einer Unterhaltungsform werden. Ob ich dabei mein ganzes Geld am Pokertisch verzocke oder an der Kinokasse lasse ist dabei egal. Sucht ist eine ernsthafte Krankheit und muss therapiert werden. Darauf sollte auch oft genug hingewiesen werden !

Ob ich jetzt 10 Euro fürs Kino oder für ein Pokerturnier investiere, im Endeffekt kann ich von beiden (abhängig von der Erwartungshaltung):
enttäuscht werden (ich fliege sofort raus / der Film ist mega schlecht),
unterhalten werden (ich fliege raus, habe aber gut gespielt / der Film ist gut)
sehr gut unterhalten werden (ich gewinne Geld / der Film ist mega top)

Man solte deswegen nicht alles pauschalisieren. Ansonsten wären alle Pokerspieler spielsüchtige Junkies, die ihre Einsätze durch kriminelle Handlungen "erwirtschaften".


Original von dartersdartb

Original von PLSDontCallMe

Original von HeilLoki
Außerdem schafft Poker unzählige Arbeitsplätze. Wer bin ich, zu urteilen, ob diese Arbeitsplätze nun niedriger anzusehen sind?

es ist aber einfach so.
die geschaffenen arbeitsplätze haben keinen direkten nurzen für die gesellschaft als ganzes.
es werden keine neuen waren erzeugt oder nützliche dienstleistungen (handwerkliche arbeiten, die planung und die bebauung von grundstücken, sozialspezifische dienstleistungen (altenhilfe usw)./rettungsdienst,agrarwirtschaft usw.) angeboten oder waren erzeugt.
sondern nur auf kosten von verschiedenen trägern finanziert.
würde man die zur verfügung stehenden ressourcen hingegen ökonomisch nutzen, würde es dem sozialen gefüge an sich viel besser bekommen.
also ist die argumentation, dass arbeitsplätze geschaffen wird ...
aus diesen standpunkt heraus betrachtet völlig sinnfrei.
da nur zusätzliche energie verschwendet wird und das steht einfach nicht in relation zu dem sich daraus ergebenden unterhaltungswert(begründung vorheriges post)..

Sorry,
aber wer entscheidet, ob ein Arbeitsplatz einen Nutzen für die Gesellschaft hat ?
Es würden eine Menge Jobs wegfallen, die dem Gemeinwohl nicht unbedingt nützen. Brauche ich zum Leben Dekorationsartikel, Klingeltöne, Eisschirmchen oder Echthaarverlängerungen ?

Was ist mit der Filmbranche ?
Die meisten Filme sind "pädagogisch wertlos" und haben nur einen unterhaltenden Nutzen.

Dazu kommen noch Künstler, Sportler, Musiker, usw., letztendlich die ganze Unterhaltungsindustrie.

Bringen diese Berufe die Menschheit weiter oder nur Wissenschaftler und Lehrer ?

Wir leben in einer freien Marktwirtschaft. Wird ein Produkt verkauft, egal wie sinnlos es ist, so hat es doch ein Daseinsberechtigung und generiert Arbeitsplätze.

Ausserdem gibt es noch zahlreiche Verpflechtungen. Z.B. die gute alte Bundesliga. Wer verdient noch mit dem Fussball ?
Na klar Wettbüros ;)
Aber auch die Gastronomie, der Fernverkehr (Bus und Bahn), Mineralölkonzerne (wenn die Fans mit dem Auto zum Spiel fahren), usw.

Wenn es jetzt Hip wäre mit einer gold-gelbenen Kuhperücke rumzulaufen, was total schwachsinnig wäre, würde dies aber neue Arbeitsplätze generieren.

Wo liegt dann aber der Unterschied, zwischen einem Arbeiter der Autos herstellt und bei einem, der diese sagenhaften Kuhersatzhaare fabriziert ?

Beide produzieren Güter, die von der Gesellschaft konsumiert werden.

Warum verdienen Sportler und Sänger mehr Geld als ein Politiker, Wissenschaftler oder Arzt ?

Müsste nicht ein Altenpfleger mehr Geld verdienen, als ein Top-Manager der sein Unternehmen vor die Wand fährt ?

Wo bleibt hier die Gerechtigkeit ?

Für die Menschen ist Unterhaltung (egal in welcher Form) immens wichtig. Man kann für eine gewisse Zeit seinen Ängsten und Sorgen entfliehen oder einfach nur Spass haben.
Ob dies nun ein Oper/Theater/Kino/Konzert/Fussballbesuch oder ein Computer/Gesellschaftsspiel ist, ist doch eigentlich vollkommen egal.
Dabei ist das Pokern doch nur ein kleines Stückchen des grossen Unterhaltungskuchen.

Natürlich kann ich auch süchtig nach einer Unterhaltungsform werden. Ob ich dabei mein ganzes Geld am Pokertisch verzocke oder an der Kinokasse lasse ist dabei egal. Sucht ist eine ernsthafte Krankheit und muss therapiert werden. Darauf sollte auch oft genug hingewiesen werden !

Ob ich jetzt 10 Euro fürs Kino oder für ein Pokerturnier investiere, im Endeffekt kann ich von beiden (abhängig von der Erwartungshaltung):
enttäuscht werden (ich fliege sofort raus / der Film ist mega schlecht) X(
unterhalten werden (ich fliege raus, habe aber gut gespielt / der Film ist gut)
sehr gut unterhalten werden (ich gewinne Geld / der Film ist mega top) :)

Man solte deswegen nicht alles pauschalisieren. Ansonsten wären alle Pokerspieler spielsüchtige Junkies, die ihre Einsätze durch kriminelle Handlungen "erwirtschaften".


HeilLoki
Beigetreten: 02.10.2009
Oldschool Grinder

Original von vandaalen
Wie ich mich Euch geraqde total gut vorstellen kann:

Es tut uns leid, aber im Interesse des Unternehmens müssen wir leider 20k Menschen in Europa, 15k Menschen in den USA und 8k Menschen in Asien entlassen.

Tut uns echt leid, aber die Welt ist schlecht und wir müssen den Aktienkurs des Unternehmens hoch halten.

Wir wünschen allen unseren ehemaligen Mitarbeitern das beste für die Zukunft!

:heart:

Tja, und wenn die Leute weiter in der Firma beschäftigt bleiben, geht die ganze Firma unter und 150k Mitarbeiter sind arbeitslos... Tolles Denken!!! :rolleyes:

Im Gegensatz zu dir kenne ich Unternehmer nicht nur aus dem Fernsehen und denen fällt es allen nicht einfach jemanden zu entlassen. Die wissen ganz genau, welche katastrophalen Auswirkungen das für den (ehem.) Mitarbeiter ev. haben kann.


HeilLoki
Beigetreten: 02.10.2009
Oldschool Grinder

Du gehst davon aus, dass keiner zum Poker spielen gezwungen wird.
Das ist aber ganz obv. falsch.
Spielsucht ist eine ernsthafte psychische Erkrankung, durch die Menschen gezwungen werden in ihr Verderben zu rennen.
Vlt. einfach mal Wikipedia zum pathologischen Spielen befragen...

Zu deinem letzten Punkt fällt mir nicht mehr viel ein ausser vlt eine kleine Gegenfrage:

Stell dir vor du lebst (als rechter Deutscher) im Nazideutschland 1942:
"Ob das Ganze moralische zu vertreten ist... anscheinend ja, sonst würden nicht so viele Menschen Juden hassen, oder sind alle Deutschen unmoralische Menschen???"

Dein moralisches Verhalten am Verhalten der Gesselschaft zu messen ist also auch ganz offensichtlich keine sinnvolle Strategie.

WHAT THE FREAKING FUCKING FUCK??? WTFFF??? Jetzt wird sogar bei Poker schon die Nazi-Keule ausgepackt! ?( ?( ?(

Immer das selbe und das in jedem Gebiet: Gehen jemandem die Argumente aus, wird die Nazi-Keule geschwungen! :rolleyes:


HeilLoki
Beigetreten: 02.10.2009
Oldschool Grinder

Original von PLSDontCallMe

Original von HeilLoki
Außerdem schafft Poker unzählige Arbeitsplätze. Wer bin ich, zu urteilen, ob diese Arbeitsplätze nun niedriger anzusehen sind?

es ist aber einfach so.
die geschaffenen arbeitsplätze haben keinen direkten nurzen für die gesellschaft als ganzes.
es werden keine neuen waren erzeugt oder nützliche dienstleistungen (handwerkliche arbeiten, die planung und die bebauung von grundstücken, sozialspezifische dienstleistungen (altenhilfe usw)./rettungsdienst,agrarwirtschaft usw.) angeboten oder waren erzeugt.
sondern nur auf kosten von verschiedenen trägern finanziert.
würde man die zur verfügung stehenden ressourcen hingegen ökonomisch nutzen, würde es dem sozialen gefüge an sich viel besser bekommen.
also ist die argumentation, dass arbeitsplätze geschaffen wird ...
aus diesen standpunkt heraus betrachtet völlig sinnfrei.
da nur zusätzliche energie verschwendet wird und das steht einfach nicht in relation zu dem sich daraus ergebenden unterhaltungswert(begründung vorheriges post)..

Was hast du denn bitte für ne verdrehte Weltsicht? Arbeitsplätze sind nur wertvoll, wenn sie etwas produzieren? Gut, dann streichen wir an der Uni gleich mal 90-100 % aller Geisteswissenschaften. Nebenbei gibt's dann weder Filme, Musik, Fußball, Fortgehlokale noch Kunst.

Außerdem haben Arbeitsplätze IMMER einen Mehrwert für die Gesellschaft. Schließlich muß nicht die Gesellschaft für sie aufkommen, sondern sie haben Arbeit und bezahlen Steuern. Außerdem schaffen sie auch einen Mehrwert: UNTERHALTUNG!!! Und für manche bringt diese Unterhaltung auch noch Geld! GEIL! Die Freizeitindustrie ist ein großer Sektor unserer Wirtschaft! Außerdem ist Europa schon lange kein Kontinent voller Industrienationen, sondern wir sind bereits mitten in der Dienstleistungsgesellschaft! Nicht mal der Ruhrpott hat mehr Arbeiter als Angestellte vorzuweisen und dort steht wahrlich genung Industrie rum. Komm mal bitte im 21. Jh. an!!! Industrienationen sind die Vergangenheit, die deutliche Mehrheit an Arbeitsplätzen ist in der Dienstleistungsbranche anzusiedeln! Und viel "wichtiger" als dein heißgeliebter Schreiner aus deinem vorigen Beispiel sind dennoch die Bauern... :rolleyes:

Soviel Arroganz wie du muß man erst mal besitzen, um Arbeitsplätze in "wertvoll" und "wertlos" (und somit die dahinterstehenden Menschen auch als solches zu bezeichnen) einzuteilen! Unfassbar, was du da von dir gibst!!!


Original von HeilLoki

Original von PLSDontCallMe

Original von HeilLoki
Außerdem schafft Poker unzählige Arbeitsplätze. Wer bin ich, zu urteilen, ob diese Arbeitsplätze nun niedriger anzusehen sind?

es ist aber einfach so.
die geschaffenen arbeitsplätze haben keinen direkten nurzen für die gesellschaft als ganzes.
es werden keine neuen waren erzeugt oder nützliche dienstleistungen (handwerkliche arbeiten, die planung und die bebauung von grundstücken, sozialspezifische dienstleistungen (altenhilfe usw)./rettungsdienst,agrarwirtschaft usw.) angeboten oder waren erzeugt.
sondern nur auf kosten von verschiedenen trägern finanziert.
würde man die zur verfügung stehenden ressourcen hingegen ökonomisch nutzen, würde es dem sozialen gefüge an sich viel besser bekommen.
also ist die argumentation, dass arbeitsplätze geschaffen wird ...
aus diesen standpunkt heraus betrachtet völlig sinnfrei.
da nur zusätzliche energie verschwendet wird und das steht einfach nicht in relation zu dem sich daraus ergebenden unterhaltungswert(begründung vorheriges post)..

Was hast du denn bitte für ne verdrehte Weltsicht? Arbeitsplätze sind nur wertvoll, wenn sie etwas produzieren? Gut, dann streichen wir an der Uni gleich mal 90-100 % aller Geisteswissenschaften. Nebenbei gibt's dann weder Filme, Musik, Fußball, Fortgehlokale noch Kunst.

Außerdem haben Arbeitsplätze IMMER einen Mehrwert für die Gesellschaft. Schließlich muß nicht die Gesellschaft für sie aufkommen, sondern sie haben Arbeit und bezahlen Steuern. Außerdem schaffen sie auch einen Mehrwert: UNTERHALTUNG!!! Und für manche bringt diese Unterhaltung auch noch Geld! GEIL! Die Freizeitindustrie ist ein großer Sektor unserer Wirtschaft! Außerdem ist Europa schon lange kein Kontinent voller Industrienationen, sondern wir sind bereits mitten in der Dienstleistungsgesellschaft! Nicht mal der Ruhrpott hat mehr Arbeiter als Angestellte vorzuweisen und dort steht wahrlich genung Industrie rum. Komm mal bitte im 21. Jh. an!!! Industrienationen sind die Vergangenheit, die deutliche Mehrheit an Arbeitsplätzen ist in der Dienstleistungsbranche anzusiedeln! Und viel "wichtiger" als dein heißgeliebter Schreiner aus deinem vorigen Beispiel sind dennoch die Bauern... :rolleyes:

Soviel Arroganz wie du muß man erst mal besitzen, um Arbeitsplätze in "wertvoll" und "wertlos" (und somit die dahinterstehenden Menschen auch als solches zu bezeichnen) einzuteilen! Unfassbar, was du da von dir gibst!!!

Du vertrittst genau meine Ansicht, die ich heute gepostet habe.
Jeder Job ist ein kleines Stückchen vom ganzen Bruttosozialprodukt.


F0erster
Beigetreten: 02.06.2008
PokerStrategist

ich halte mich mal aus den mir vorangegangen diskussionen raus und poste einfach meine auffassung, wie sie schon mehrmals hier gepostet wurde:
Prinzipiell finde ich, dass es ist nicht unmoralisch ist mit/gegen Jemanden zu pokern, da er als erstes ja auf frewilliger Basis das Spiel und den Wettbewerb sucht und es selbst als Ziel hat, dein Geld zu bekommen. Das Geld als solches ist dabei sozusagen die Messlatte an dem man sein "können" nachher feststellen kann. Ich sehe es nicht als "Ausnehmen" meines Gegenüber an. Für die ganzen Glücksspielsüchtigen habe ich ehrlich gesagt auch kein Mitleid an dieser Stelle, auch wenn es wohl eine Krankheit/Sucht ist. Ich kann mir nicht vorstellen wie es ist, wenn man sich selbst in Glücksspiele zwingen muss um das Gefühl des Gewinnens zu bekommen. Genauso kann ich mir aber auch nicht vorstellen, wie es solche Menschen nicht schaffen können, sich selbst in Behandlung zu geben oder sich irgendwie Sperren zu lassen. Ich fühle mich nicht schlecht oder empfinde auch kein Mitleid wenn ich solche Personen im Casino sehe. Ich habe ja auch kein Mitleid mit Axel Schulz wenn er sich mit 40 im Boxring wieder das Gesicht zu Mus schlagen lässt. Wie schon vor mir erwähnt liegt diese Art von Wettbewerb in der Natur des Menschen, Spieltrieb, Verstecken und Täuschen. Dass es bei dieser Art des Spiels um Geld geht, was für die meisten der große Reiz daran ist, macht das Spiel aber meiner Meinung nach noch lange nicht unmoralisch.


Wie löscht man eigentlich Doppelposts ? :f_confused:


hasufly
Beigetreten: 01.12.2006
BlackMember

es ist aber einfach so.
die geschaffenen arbeitsplätze haben keinen direkten nurzen für die gesellschaft als ganzes.
es werden keine neuen waren erzeugt oder nützliche dienstleistungen (handwerkliche arbeiten, die planung und die bebauung von grundstücken, sozialspezifische dienstleistungen (altenhilfe usw)./rettungsdienst,agrarwirtschaft usw.) angeboten oder waren erzeugt.
sondern nur auf kosten von verschiedenen trägern finanziert.
würde man die zur verfügung stehenden ressourcen hingegen ökonomisch nutzen, würde es dem sozialen gefüge an sich viel besser bekommen.
also ist die argumentation, dass arbeitsplätze geschaffen wird ...
aus diesen standpunkt heraus betrachtet völlig sinnfrei.
da nur zusätzliche energie verschwendet wird und das steht einfach nicht in relation zu dem sich daraus ergebenden unterhaltungswert(begründung vorheriges post)..

du lebst wohl in der vergangenheit?
willkommen in der dienstleistungs- und informationsgesellschaft.


Original von markus0312

Du gehst davon aus, dass keiner zum Poker spielen gezwungen wird.
Das ist aber ganz obv. falsch.
Spielsucht ist eine ernsthafte psychische Erkrankung, durch die Menschen gezwungen werden in ihr Verderben zu rennen.
Vlt. einfach mal Wikipedia zum pathologischen Spielen befragen...

Zu deinem letzten Punkt fällt mir nicht mehr viel ein ausser vlt eine kleine Gegenfrage:

Stell dir vor du lebst (als rechter Deutscher) im Nazideutschland 1942:
"Ob das Ganze moralische zu vertreten ist... anscheinend ja, sonst würden nicht so viele Menschen Juden hassen, oder sind alle Deutschen unmoralische Menschen???"

Dein moralisches Verhalten am Verhalten der Gesselschaft zu messen ist also auch ganz offensichtlich keine sinnvolle Strategie.

Selten so einen Müll gelesen....

Dich zwingt NIEMAND zum Pokern! Und dein Beispiel mit den Suchtkranken hinkt doch auch vorne und hinten. Die zwingt auch keiner zum Spielen! Diese Personen zwingen sich selber durch ihre Krankheit zum spielen.

Toll, wie Du mich dann noch versuchst, in die rechte Ecke zu stellen...

Was ich damit sagen wollte, jeder der Poker spielt, muss alle Begleitumstände des Spiels akzeptieren. In meinen Augen ist Poker ein Spiel.
Daher nicht moralisch verwerflich.

Also, ich habe nicht versucht dich in die rechte Ecke zu stellen. Ich hab lediglich einen Vergleich gebracht, um zu zeigen, dass deine Argumentation ("es machen ja soviele dann muss es doch moralisch vertretbar sein bla bla") Müll ist.
"diese Personen zwingen sich selber durch ihre Krankheit zum spielen"
-> diese personen zwingen sich eben nicht selber, sondern werden durch eine Krankheit gezwungen. Irgendwie erkennst du das ja selbst, aber ziehst den falschen Schluss. Inwiefern ist ein Glücksspielsüchtiger Schuld an seiner Situation?


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