multitabling bringt mir halt einige Vorteile:
1. Ich achte nicht darauf wie die Villains Hände spielen und komme nicht in Gefahr von Tilt aufgrund so viel Dummheit die ich mitansehen muss.
Und damit auch nicht auf dumme Ideen wie die Leute direkt für ihr schlechtes play zu bestrafen = auszuspielen...
2. Wenn ich ne Hand verliere, was fast immer suckouts, bad beats oder setups sind, dann bekomme ich das entweder gar nicht oder nur so nebenbei mit - also kein Tilt, kein Konzentrationsverlust.
3. Ich spiele weitgehend optimal gegen unknown, zumindest preflop und sofern ich keine groben Fehler mache eigentlich auch postflop. Damit spiele ich +EV, einfach weil die Leute so extrem davon abweichen.
Sicher kann man mit individuellem Exploiting mehr rausholen als ich, aber die Fische lesen ist ne schwere Sache, weil sie halt extrem irrational denken und ich habe mich zur Genüge selbst gelevelt, das fällt jetzt weg = keine oder kaum verlorene große Pötte durch fehlerhafte moves aufgrund falscher (= rationaler) Annahmen.
4. Ich schlage die Varianz, denn wenn ich meinen Plan täglich einige Stunden zu masstablenn umsetze (woran ich derzeit noch arbeite), dann werde ich weit mehr als 100k Hände im Monat spielen, swings ausgleichen und selbst bei kleiner winrate auf ansehnliche winnings kommen.
5. Ich bekomme Routine und werde, weil ich auch weiterhin meine Session analysiere und große Hände hinterher genau durchdenke weiterhin besser und sollte so meine winrate steigern, bzw. alsbald in den Limits aufsteigen.
6. Wenn das alles erstmal läuft wird sich zeigen ab welchem Limit ich mit dieser Strategie nicht mehr wirklich vorwärts komme, nach allem was ich weiß und wie ich derzeit mein Spiel einschätze glaube ich dass ich innerhalb einiger Monate auf NL100 ankommen kann/werde und es sich ab dann zeigen wird wie es weitergeht.
Vielleicht reicht mir dann das massgrinding, ich versuche NL200 als thinking player an 4 Tischen zu spielen, weil die Leute anfangen rational zu spielen, vielleicht versuche ich mich auf nanonokos Spuren, vielleicht gehe ich als NL100 massgrinder SNE an oder aber ich bin sowieso bis dahin gescheitert
7. Aber bisher fühle ich mich wohl, ich mache Gewinne, ganz gute sogar - obv. fehlt die aussagekräftige Samplesize noch, aber es lässt sich gut an, ich glaube zu wissen was ich mache und wieso ich es mache und will Pokern eben als Beruf ansehen und massgrinding ist eben genau das.
Nur nochmal zur Verdeutlichung: ich spiele zwar mit 100bb Stacks und auch ne big stack Strategie, aber was ich mir überlegt habe, bzw. umsetze hat Ähnlichkeiten mit den Ideen hinter der SSS.
Ich spiele nahe am mathematischen Optimum (gegen unknown) und das halt als default gegen jeden und alleine dadurch dass die Leute das nicht tun und teilweise extrem weit davon abweichen mache ich longterm eben Profit - simple as that.