Zum Forum springen
Mit Poker Lebensunt...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

[Geschlossen] Mit Poker Lebensunterhalt verdienen ?

81 Beiträge
43 Benutzer
0 Reactions
10.2 K Ansichten
Tiltberger
Beigetreten: 23.06.2005
Oldschool Grinder

Original von phil1312
Alle drei Monate das gleiche^^

OP, meist Silber, oder Einsteigerstatus, fragt an wegen Lebensunterhalt, dann sinnlose Diskussion, welche Limits usw. OP schaut auch gar nicht mehr rein in seinen Thread bzw. antwortet, was den anderen eh egal ist. Dann die Disskussion, "ich brauche ja dann mindestens 5k im Monat bla bla", dann kommt Nani74 daher und flamed die Kellerkinder wie sie es nur wagen können von mehr als 1,5k im Monat leben zu wollen, dann verschwindet der Thread leider in den weiten des Forums und ein neuer Einsteiger/Silbermember, der nicht mit der SuFu vertraut ist, kommt daher und macht einen ähnlichen Thread auf usw. usw. usw.

Und ich les mir den Scheiß denn auch immer wieder durch :rage:

Edit: Sorry, die Anforderungen für den Status müssen rapide gefallen sein, oder es liegt am kaufen, neuerdings scheinen es auch Goldleute zu machen^^.

so hart rautiert...
ich muss aufhören solche threads zu lesen!


konsti110
Beigetreten: 01.05.2007
BlackMember

der jobmarkt wird sich nicht ändern, zumindest nicht in der naturwissenschaftssparte. da ist und war schon immer mangel da. und lebenslauf interessiert keinen bei ner lehrerstelle, wenn keine konkurrenz da ist.
zumal es halt auch nur der notfallplan ist. der eigentliche plan ist es, sich von der pokerkohle irgendwann was eigenes aufzubauen neben der geplanten familie.


Original von konsti110
lol @ 10k mit NL50. das ist vielleicht ma möglich, aber konstant macht das doch niemand.

würd unter 10k$/monat(40h woche) nicht pro werden wollen. und das bitte mit ordentlicher sample und nicht nach 2-3 obv upswing monaten.
dafür hat man idR halt zu viele hinternisse und die zukunft ist zu ungewiss.

...

this!!


Seeberger,schade!

Ich weiß ja, das in diesem Forum überwiegend Hochintelligente und Hochbegabte untzerwegs sind. Die Haben natürlich auf dem Arbeitsmarkt auch alle Chancen.

Aber es verirren sich nunmal auch immer wieder etwas Unterbelichtete wie z.B. meine wenigkeit, die vom derzeitigen Arbeitsmarkt in D nichts gutes mehr zu erwarten haben.

Ich glaube auch, das viele gar nicht mehr Wissen, was am unteren Ende des Arbeitsmarktes abgeht. Was es heißt 43h die Woche arbeiten zu gehen, dafür knapp 1000€ Lohn zu erhalten um noch danke zu sagen. sorry, vergaß "Brutto", hatte grade Tränen der Freude in den Augen.

In meinem Fall war es leider so, das ich meinen "noch" recht ordentlich bezahlten Job vor gut einem Jahr gekündigt habe, weil dieser seit ca 10 Jahren massiv von den Arbeitgebern mit vielerlei Taschenspielertricks zerstört wurde.

Als beispiel den letzten auf meiner Seite.

meine letzte Stelle wurde gestrichen und ich befand mich wiedermal auf dem Sozialplan. Angeboten wurde mir aber gnädigerweise genau mein Vorheriger Arbeitsplatz in Form von 2 Teilzeit Verträgen. Da kamen dann allerdings insg 6 Wochenstunden weniger bei raus! Kalt sagte man mir, wenn ich künftig auf meine Freien Tage verzichten würde, käme ich ja wieder fast auf meinen alten Lohn.
Da habe ich lieber nach über 20 Jahren dort der Arbeitswelt den Rücken gekehrt und lieber Versucht, mit meinem mäßigen Skill im Pokern mir mein zukünftig Brot zu verdienen.
Das ist wahrlich nicht leicht, und das muss man jedem mögl. Kandidaten auch vor Augen führen. Aber es ist doch gerade in einem Pokerforum mehr als Legitim, sich als Neu in der Materie mit anderen hier sich darüber auseinander zu setzen. Wo bitte denn sonst?

Das diese Diskussion wie auch schon die anderen davor wieder schnell zu dieser
hohen diskrepanz führen wird, ist doch normal, da ja auch die Grundvorraussetzungen total verschieden sind hier. Es ist nur Schade, das das hier nie Vernünftig Diskutiert werden kann.
Scheinbar ist dieses Forum nur für Leute da, die fast randallieren, wen sie in einer Bar mal den Ausweis zeigen sollen.
Und wenn zum 20.mal jemand schreibt, oooh er musste bei einer Verkehrskontrolle Pusten, was ist meine Line, sind immer gleich viele Hilfreiche Hände da.

Dabei gibt es genug hier, die genau diesen Schritt gewagt haben und sicher viel darüber zu Berichten wissen.
Und wie immer auch auf ganz unterschiedlichem Niveau.

In meinem Fall ist es übrigens so, das dem Sklavenmarkt eh nicht eine Lücke im Lebenslauf interessiert. Andere seien aber gewarnt. Der Krebs im Arbeitsmarkt frißt sich gaaanz langsam die Leiter nach oben.

Um nochwas zum Thema beizutragen reicht die Zeit nicht mehr, denn die arbeit ruft. Wird aber nachgeholt.


Krupsinator
Beigetreten: 24.05.2010
PokerStrategist

Du solltest aber fairerweise schon erkennen, dass es OP offensichtlich nicht um sich selbst ging (also ob er mit Verdienst irgendwas eventuell "Pokerpro" werden kann, sondern wer das so macht und ab welchen Limits es geht. Das dies die immer gleiche Diskussion "wieviel Geld braucht man zum Leben" nach sich zieht ist klar, das Problem ist dabei imo nicht die Diskussion an sich, sondern dass man in solchen Diskussionen (insbesondere im Internet) NIE auf einen gemeinsamen Nenner kommen wird.

Mal ehrlich, ausrechnen auf welchen Limits man wieviel Geld (so ca.) verdienen kann, kann wohl jeder etwas erfahrenere Pokerstratege und ob man damit leben kann/könnte, muss wohl jeder für sich selbst wissen.

Deine persönliche Geschichte ist aber sicher bitter und tut mir natürlich auch leid für dich und ich hoffe, dass es den wenigsten anderen so geht. Das dich daher manche Äußerungen in solchen Diskussionen treffen, kann ich absolut nachvollziehen, ein Grund warum ich beispielsweise nie in das Forum "Politik und Geschichte" schaue, da man dort mit manchen Meinungen einfach derbe "fertig gemacht" wird bzw. sich "fertig gemacht" fühlt (alles unterschwellig, so dass die Mods da auch nichts machen können) und es mir nach einem Blick in manche Threads richtig gehend schlecht geht (ist nur ein Beispiel, aber ist halt an manchen Stellen so, wenn man auch an eher nüchterne Themen ein stückweit emotional rangeht).

Aber aus den oben genannten Gründen wäre es vermutlich am produktivsten, wenn es im Small Talk oder den erweiterten Themenforen irgendwo eine Diskussion gibt à la "Wieviel Geld braucht man/braucht ihr zum Leben?". Diskussionen wie hier ohne konkrete Ausgangssituationen führen leider zu keinem Ergebnis außer ein paar Leuten die sagen "Also ich brauch Betrag X" und anderen die sagen "Bist du verrückt? Also ich bräuchte nur Betrag Y" und so weiter.

Das es den ein oder anderen ermüdet solche Diskussionen zu lesen, halte ich durchaus für legitim und imo beleidigt es auch keinen OP, da es ihm ja nicht um seine persönliche Situation ging, wenn er hier überhaupt noch reinguckt.

Trotzdem möchte ich natürlich jeden bitten, sich immer zweimal zu überlegen, was man hier postet und wenn einem ein Thema nicht zusagt, dann muss man ja auch nicht zwingend was dazu sagen.

Gruß
Krupsinator


@Krupsinator

Erstmal Danke für deine Antwort. Ich denke in diesem speziellen Fall haben du und auch einige andere recht damit, das es OP scheints nicht wirklich ernst meint.

Du brauchst dir aber um mich noch keine Sorgen machen. Ich habe die Pest nicht mit der Cholera vertauscht,höchstens am Tisch mal mit der Choleric .

Ich habe ja den Schritt wirklich nicht bereut. Allein meine jetzige Freiheit möchte ich nicht mehr missen. Für mich war er bis jetzt die richtige Entscheidung. Ich habe es ja auch gleich mit einer Auswanderung in ein billigeres Land verbunden.

Bei einem solchen Thema geht es allerdings nicht nur einfach darum, wieviel man mit welcher Variante auf welchem Limit verdienen kann oder ab wieviel Verdienst im Monat man davon Leben könnte, da dieser Schritt immer einen ganz neuen Lebensabschnitt einleutet. Da wird es immer rießige Differenzen geben.

Für so einen Schritt muss man viele Dinge berücksichtigen. Langfristigkeit, Akzeptanz im Umfeld, Psychische Bereitschaft und Disziplin-Fähigkeit um mal einige zu nennen.

Allein der Druck durch den ungleichmäßigen Eingang des Geldes bei regelmäßigem Verbrauch des selbigen kann man leicht unterschätzen.
Vor allem, wenn dann mal 2-3 Monate nichts geht, aber der Vermieter trotzdem die Hand aufhält.

Einiges kann man sich eben von außen nur schwer Vorstellen und da können eben die weiterhelfen, die damit tagtäglich zu tun haben.

Es ist natürlich viel einfacher mit einem guten Skill für die oberen Midstakes, weil man da nicht mehr grinden muss, um auf seinen Schnitt zu kommen.

Man kann aber auch noch viele Randbedingungen für sich verbessern, worauf einem vielleicht andere erst stoßen.

Oder eben man sieht durch gute Argumente von den Anderen ein, das dieser Schritt nichts für einem selbst ist, oder halt noch nicht.
Dann hatte die Diskussion ja auch schon einen Sinn.

Wenn eine "Berufsberatung" Poker, warum nicht hier?

Wenn mein Vorriger Beitrag etwas frustrierend klang, dann sorry.

Ich denke halt oft, wenn ich in irgendwelche Threads von neueren Mitglieder reinschaue und dann immer wieder lesen muss, Google doch oder Suchfunktion, und die selben Personen vor 3 Jahren diese Fragen selbst gestellt haben, ob das noch die feine Art ist.

Und leider hast du mit dem teils fießen Umgangston im Wirtschafts-und Politikforum recht.


Santalino2
Beigetreten: 08.06.2007
BlackMember

Erinnert mich halt immer etwas wie wenn wer neu in einen Tennis-, Golf-, Billiard-Club usw. eintritt und dann eine seiner ersten Fragen ist, "kann man damit auch seinen Lebensunterhalt bestreiten?". Eine ehrliche Antwort müßte ungefähr lauten, ja theoretisch können das manche (winziger Bruchteil), aber es ist leider wahrscheinlicher dass du von einem Asteroiden erschlagen wirst, als das du dauerhaft davon leben kannst (oder der neue Tiger Woods wirst).

Siehe es einfach als Hobby/Freizeitvergnügen um bißchen Spass/Entspannung/Abwechslung vom Alltag zu haben aber verbaue dir nicht selbst deine Zukunft mit unrealistischen Träumerein (vor allem nicht wenns auf Kosten deiner echten Berufsausbildung geht).

Edit/Ergänzung: Zusätzlich könnt ihr es als Glückspiel-Alternative zu Lotto sehen. Wer verfolgt wirklich die Live-Ziehung der Lotto-Zahlen und hat dabei Spass? Wenn ihr einfach das Lotto-Geld vom Monat nimmt und euch dann damit an einen Pokertisch setzt, könnt ihr dafür mehr Unterhaltung/Nervenkitzel als beim Lotto haben und habt zusätzlich auch die Chance mit bißchen Glück auch mal ein großes Turnier oder im Cashgame paar dicke Pots zu gewinnen (das wie gesagt nur nicht zwingend voraussetzen...wenns nicht klappt locker nehmen, war dann halt ein spannender Abend mit guter Unterhaltung und Nervenkitzel (besonders wenn ihr höhere Limits spielt (nl400+) da machts dann erst richtig Spass :) und ein größerer System-Lottoschein kostet im Monat auch nicht mehr...wem das zuviel ist der kann sich natürlich auch überlegen kleinere (langweiligere) "Kleingeld-Limits" zu spielen oder einfach das Lotto-Geld sammeln und dann nur einmal im 1/4 Jahr pokern und dann richtig krachen lassen...).


Original von Santalino2

Edit/Ergänzung: Zusätzlich könnt ihr es als Glückspiel-Alternative zu Lotto sehen. Wer verfolgt wirklich die Live-Ziehung der Lotto-Zahlen und hat dabei Spass? Wenn ihr einfach das Lotto-Geld vom Monat nimmt und euch dann damit an einen Pokertisch setzt, könnt ihr dafür mehr Unterhaltung/Nervenkitzel als beim Lotto haben und habt zusätzlich auch die Chance mit bißchen Glück auch mal ein großes Turnier oder im Cashgame paar dicke Pots zu gewinnen (das wie gesagt nur nicht zwingend voraussetzen...wenns nicht klappt locker nehmen, war dann halt ein spannender Abend mit guter Unterhaltung und Nervenkitzel (besonders wenn ihr höhere Limits spielt (nl400+) da machts dann erst richtig Spass :) und ein größerer System-Lottoschein kostet im Monat auch nicht mehr...wem das zuviel ist der kann sich natürlich auch überlegen kleinere (langweiligere) "Kleingeld-Limits" zu spielen oder einfach das Lotto-Geld sammeln und dann nur einmal im 1/4 Jahr pokern und dann richtig krachen lassen...).

thinly veiled fish-anlockversuch


Santalino2
Beigetreten: 08.06.2007
BlackMember

@marc0506
Ich habe natürlich nichts dagegen wenn Fische dazukommen, aber mir gehts viel mehr um die generelle Grundeinstellung. Der Spass-Faktor wird hier zu wenig berücksichtigt. Ständig wird von Arbeiten, CONTENT LERNEN, Skill verbessern usw. geredet. Aber man arbeitet ja schon im normalen Beruf genug und das Leben besteht nun mal nicht nur aus arbeitern, sondern Spass/Gefühle ist eigentlich das was es ausmacht und die Extreme auszukosten. Und ja, wenns um größere Summen geht ist der Kick viel größer als bei unbedeutendem Kleingeld und ermöglicht intensivere Erfahrungen.

Man muß auch gar nicht (und sollte es auch nicht) in der Summe mehr ausgeben (höchstens wenn man es sich wirklich leisten kann und einem der Spassfaktor das Wert ist....wie Eddy Scharf mal sagte, Geld was man mit ins Grab nimmt ist wirkliches "death money"), sondern mir gings ja eher um eine optimalere Umverteilung (langweiliges Lotto durch Pokern ersetzen). Außerdem gefällt mir die Anspar-Idee. Man macht das ja auch ähnlich beim Urlaub, spart was an und fährt nur 1-2 mal im Jahr in Urlaub und warum nicht für mehr Spass (größeren Kick, mehr Adrenalin, um mal das Gefühl zu erleben einen fetten 4-5 stelligen Betrag in einem Pot zu gewinnen und wissen wie es sich danach anfühlt...) sowas beim Pokern ähnlich machen?


Krupsinator
Beigetreten: 24.05.2010
PokerStrategist

Dem kann ich persönlich überhaupt nix abgewinnen wenns um z.B. NL400 CG geht.

Wenns mir nur um Spaß geht, dann spiel ich Playmoney, wenn ich meine, dass Playmoney kein echtes Pokern ist, dann spiel ich NL2. Wenn ich höhere Beträge haben möchte, dann gehts halt mal an einen NL50 Tisch, 100 Dollar in einem Pott zu gewinnen find ich auf jeden Fall geiler als die ständige Angst die Weihnachtsgeschenke für die Kinder eventuell grade zu verzocken (wenn ich Familienvater wäre).

Viel realistischer ist da imo mal die Sunday Million oder so zu spielen. Da hat man wenigstens Chancen richtig Geld zu gewinnen und es ist cool, mal so ein Turnier gespielt zu haben. Im Vergleich dazu dann eventuell auch öfter mal Sunday Storm oder so, wo man mit nur 11$ Einsatz auch fünfstellige Beträge gewinnen kann. Das ist viel eher was für den Freizeitspieler und ich denke wenn irgendwann die Liberalisierung in Deutschland kommt, dann werden die ganzen absoluten Vollfische auch eher MTTs als CG spielen.

Hab aber persönlich auch nie verstanden, wie jemand ohne Skill Mid-Highstakes Cashgame zocken kann, während ichs bei MTTs irgendwie logisch finde (die haben auch mittelfristig noch so ein bisschen den "Lottocharakter" bzw. Eventcharakter).


Normito
Beigetreten: 01.09.2008
PokerStrategist

Original von Santalino2
Ich habe natürlich nichts dagegen wenn Fische dazukommen, aber mir gehts viel mehr um die generelle Grundeinstellung. Der Spass-Faktor wird hier zu wenig berücksichtigt. Ständig wird von Arbeiten, CONTENT LERNEN, Skill verbessern usw. geredet.

"Spaß" definiert sich bei jedem halt anders, je nach Persönlichkeit. Mir macht es Spaß, das Ganze als Arbeit und Lernen zu sehen und die Früchte der Mühe zu ernten, die man vorher reingesteckt hat. Und das macht mir mehr Spaß als wenn ich für irgendeinen Nervenkitzel um größere Summen spielen würde. Da wär ich dann eher scared, was für mich gar nix mit Spaß zu tun hat.


Also wenn man nach Indien umzieht kann man bestimmt wie ein König leben wenn man NL5 winningplayer ist.


Santalino2
Beigetreten: 08.06.2007
BlackMember

@Krupsinator
Um dein Playmoney-Bsp. aufzugreifen. Mir hat das z. B. überhaupt keinen Spass gemacht und ich glaube den meisten andern auch nicht (bin sicher bei einer Umfrage wäre das Ergebnis recht eindeutig...). Es geht einfach um nichts, es spielt keine große Rolle ob man jetzt gewinnt oder verliert und bei pokern um richtige Beträge (die auch wehtun können wenn man sie verliert...) macht ja gerade das den Kick/Nervenkitzel aus.

Zu Cashgame vs Turniere.
Bei Turnieren kann man z. T. halt weniger "richtiges" Poker spielen, weil man nicht deep genug ist. Geht dann halt preflop oder flop öfters rein, oder wird gefoldet, während man bei Cashgame das bis zum River auf jeder Street steigern kann. Wenn ich jetzt z. B. am Flop bereits einen dicken Bluff auspacke, steigt mein Adrenalin bereits da ohne das es sofort durch Gegner fold (oder call, was dann beim Turnier oft allin sein kann) aufgelöst wird. Sprich es geht Turn und River halt noch weiter und die Spannungskurve wird dadurch weiter erhöht.

Außerdem kann man es auch als eine Art gemütliche Stammtischrunde sehen und sich dabei mit den gleichen Leuten unterhalten, während bei Online-Tunieren halt relativ häufig die Tische gewechselt werden (dafür steigert sich der Kick beim Turnier wenn man immer näher Richtung final-table kommt...). Wollte jetzt aber gar nicht primär Turnier gegen Cashgame vergleichen. Hat beides seine Vorteile/Nachteile, kann ja jeder für sich testen und dann einfach das spielen was ihm mehr Spass macht (und als Abwechselung evtl. zwischendrin mal wechseln).

Um Grunde ist das alles langsam auch ein anderes Thema. Halte mich jetzt auch wieder etwas zurück (war heute eigentlich nur mit Staubsaugen dran und wollte mich durch Beiträge schreiben davor drücken^^) und wollte zusätzlich nur einen anderen/alternativen Denkansatz liefern der durch die häufigen "mit pokern Geld verdienen"-Threads zu wenig Liebe gefunden hat.


Krupsinator
Beigetreten: 24.05.2010
PokerStrategist

Ja, wird allerdings ein bisschen offtopic. Viel Spaß beim Staubsaugen.

Ich persönlich krieg schon bei nem 11$ Turnier nen halben Herzinfarkt wenn ich rausfliege von daher wäre der Nervenkitzel wohl eher weniger was für mich


War grade 2 Tage unterwegs und kann dir daher erst jetzt antworten. Und zwar darauf...

Original von Santalino2
Erinnert mich halt immer etwas wie wenn wer neu in einen Tennis-, Golf-, Billiard-Club usw. eintritt und dann eine seiner ersten Fragen ist, "kann man damit auch seinen Lebensunterhalt bestreiten?". Eine ehrliche Antwort müßte ungefähr lauten, ja theoretisch können das manche (winziger Bruchteil), aber es ist leider wahrscheinlicher dass du von einem Asteroiden erschlagen wirst, als das du dauerhaft davon leben kannst (oder der neue Tiger Woods wirst).

Siehe es einfach als Hobby/Freizeitvergnügen um bißchen Spass/Entspannung/Abwechslung vom Alltag zu haben aber verbaue dir nicht selbst deine Zukunft mit unrealistischen Träumerein (vor allem nicht wenns auf Kosten deiner echten Berufsausbildung geht).

Sehr viele Betreiben das Pokern als Hobby. Anstatt Kino oder dgl. wird selbiges Kapital darin Investiert. Das ist auch sehr gut so.
Trotzdem hinken deine Beispiele bes. in 2 Punkten etwas.

-In den wenigsten Hobbys und Freizeitvergnügen kann man so "verhältnismäsig leicht" etwas Geld ,und auch etwas mehr Geld, verdienen. Die meisten, die etwas neues in irgendeinem Hobby beginnen, wissen das sie erstmal kräftig zahlen. Equippment, Vereinsbeiträge usw. Das tun sie in der Regel, weil sie der Sport oder das Hoppy sie als solches Interessiert. Ich z.B bin damals sehr gerne mal auf Schachturniere gefahren. Das bedeutete auf der Ausgabenseite, 1 Woche Urlaub opfern, Hotel/Herberge, Turniergebühr usw. Das ich da niemals in Preisränge kommen würde, die nur annähernd diese Kosten wieder decken würden, wusste ich vorher. Um da überhaupt mit ordentlichen Preisgeldern rechnen zu können, musste man in Deutschland schon zu deren Elite zählen.
Spätestens bei der Schwemme aus der damaligen Sowjetunion.
Auch im Sport musste man in den meisten Sportarten zu den Spitzen gehören, um davon Leben zu können. In Manchen können es sogar die Top 10 nur schwer.

- Hier wird der Interessierte gleich mal mit 50$ angefixxt. In den ersten Minuten kommt er, wenn auch indirekt , mit Geld in Berührung. Und zwar welches, das auch zu ihm fließt! Er wird hier wenige Artikel lesen, indem nicht etliche $-Zeichen enthalten sind. Das ganze Spiel würde nicht funktionieren, ginge es nicht um Geld.
Viele lässt das vielleicht kalt. Sie suchen den Spaß in dem Kartenspiel und das war es dann auch.
Aber es gibt auch andere. Die einen entdecken eine Möglichkeit zum Taschengeld aufbessern, andere können den Großteil ihres Studiums damit finanzieren.
Und einige überlegen sich, wieso nicht gleich komplett davon leben.

Ist es da nicht schon fast unsere Pflicht, diese mit den entsprechenden Realitäten vertraut zu machen, damit sie sich es zweimal überlegen.
Wenn sie es dann trotzdem tun sind sie vielleicht besser darauf vorbereitet.


Pokerjoker91
Beigetreten: 19.12.2009
PokerStrategist

Lebensunterhalt verdienen ist relativ.
Ich bin Schüler wohne mit meiner Freundin zusammen und habe durch Kindergeld+Unterhalt 300€ übrig (Miete schon gezahlt obv)
und plane auch 2012 3k sngs im Monat zu spielen (15$/30$ shorthanded)
und denke doch das ich mein leben dadurch neben der Schule ganz gut finanzieren kann.
Wenn man jedoch Familie zu ernähren hat,ein Haus besitzt Auto etc.
ist es wahrscheinlich wirklich erst ab ende midstakes,anfang highstakes möglich...just my 2 cents


ZeroKiNG
Beigetreten: 08.02.2007
Oldschool Grinder

wie wärs wenn man gl im einsteigerforum nen sticky rein ballert.

topic: machs jetzt sein nem jahr und läuft aber
"sei vorsichtig was du dir wünschst, es könnte wahr werden"


Santalino2
Beigetreten: 08.06.2007
BlackMember

@Helga
Schön das du mich zitierst, aber ich sehe jetzt keinen grundlegenden Widerspruch zu meinen Aussagen und kann sogar deinem letzten Post z. T. zustimmen (nebenbei gesagt habe früher sogar auch schon bei Schachturnieren mitgespielt^^) und mir gings ja auch darum die Wahrscheinlichkeiten aufzuzeigen.

Vielleicht ist ein Unterschied das es mir stärker um das DAUERHAFT (davon leben) ging und ich die Anforderungen dafür sehr viel höher setze. Kurz/Mittelfristig ists einfacher und das Risiko ist begrenzter (wenns bei einem Studenten halt doch nicht klappt dann geht er halt wieder irgendwo jobben...außerdem sind seine Ansprüche/Lebenshaltungskosten geringer) als wenn ein langfristiger auf Poker basierender Lebensunterhalt (wo Ansprüche/Lebenshaltungskosten zukünftig durch Familie/Kinder usw. eher steigen) geplant wurde (was m. A. n. dann wesentlich höhere Skills, mentale Stärke, Disziplin, Motivation, Belastbarkeit usw. erfordert).


@Santalino2

Nein. So weit liegen wir nicht voneinander entfernt. Mir war halt wichtig zu erwähnen, das hier in einem Pokerforum mehr Leute auf die Idee kommen, daraus Zeitweilig einen Beruf zu machen.
Um irgendwelche genaue Anforderungen, die letztendlich immer nur derjenige selber wissen kann, ging es mir erstmal weniger, sondern um die legitimation einer solchen Diskussion.

Das Herausarbeiten der Vorteile, aber eben auch besonders der Nachteile.

Da hast du ja zum Schluss auch einige der wichtigen Punkte genannt.


kslate
Beigetreten: 25.12.2006
Oldschool Grinder

Gibt es hier im Forum Leute, die seit Jahren ihr Studium/Ausbildung abgeschlossen haben und trotzdem als Hauptberuf Poker (5k+/month) ausüben?

Ich frage mich, ob diese Leute nicht genauso erfolgreich in der freien Wirtschaft sein könnten (viele sind ja mathematisch und naturwissenschaftlich begabt).
Zum Beispiel kenne ich einige erfolgreiche Unternehmer, Unternehmensberater, Juristen etc. Davon pokern einige und haben ernsthaft versucht hoch zukommen.
Jedoch schaffte es keiner davon Gewinne einzufahren, bei denen es sich lohnt es hauptberuflich zumachen.

Als Student, natürlich easy money. Da schafft man auf NL50/15$SNG's schon eine höhere hourly als bei jedem Nebenjob, der einen so angeboten wird.


Teilen: