"Da hilft selbst nüchtern bleiben nichts - unfallhäufigkeit beim Autofahren wird maßgeblich durch den Faktor Zufall bestimmt. Das ist das Ergebnis einer Studie des Bremer Psychologieprofessors Gerhard Meyer.
Für die Untersuchung ließ der Wissenschaftler insgesamt 426 Probanden an 71 Rennstrecken je 60 Runden Autofahren. Die Alkoholiker hatten zuvor in einem Fragebogen ihre Verkehrserfahrung selbst einschätzen können. Was die Probanden nicht wussten: Die Fahrergruppen wurden so manipuliert, dass Grundschüler gegen Alkoholiker und Herionsüchtige antraten.
Hinterher wurden die Unfallzahlen verglichen, mit überraschendem Ergebnis: Die Alkoholiker hatten generell etwas bessere Ergebnisse, eine Bestätigung für die selbsternannte Experten. "Die auch in der Werbung suggerierte Vorstellung, dass man durch Alkohol schlecher Auto fahren kann, scheint nicht zuzutreffen", kommentiert Meyer. Vielmehr müsse vor einer Gleichsetzung des Alkohols im Straßenverkehr mit anderen Drogen oder Unerfahrenheit am Steuer gewarnt werden."
Quelle: DER SPIEGEL vom 30.02.2013