Meine Erfahrung mit Gewerblichkeit:
- machst Du ueber einen laengeren Zeitraum Gewinne, wird das Finanzamt sagen : Das is gewerblich
- ein anderer der genau wie Du x Stunden am Tag zockt, aber auf Dauer verliert wird vom Finanzamt aber als nicht gewerblich klassifiziert.
(er koennte ja dann die Verluste absetzen)
Das kann aber dann auch noch von Finanzamt zu Finanzamt oder sogar von Sachbearbeiter zu Sachbearbeiter verschieden sein.
Auf gut deutsch: Willkuer pur.
Mit aus diesem Grund bin ich als gut verdienender Selbstaendiger vor ein paar Jahren ausgewandert.
Hatte keine Lust mehr mich mit diesen modernen Raubrittern auseinanderzusetzen.
Du bist so ziemlich machtlos wenn diese Buerokraten dich auf dem Kieker haben.
Original von brasie
Ich bin kein Rechtsanwalt oder Steuerberater.
§15 Abs. 2 EStG
1Eine selbständige nachhaltige Betätigung, die mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, unternommen wird und sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt, ist Gewerbebetrieb, wenn die Betätigung weder als Ausübung von Land- und Forstwirtschaft noch als Ausübung eines freien Berufs noch als eine andere selbständige Arbeit anzusehen ist. 2Eine durch die Betätigung verursachte Minderung der Steuern vom Einkommen ist kein Gewinn im Sinne des Satzes 1. 3Ein Gewerbebetrieb liegt, wenn seine Voraussetzungen im Übrigen gegeben sind, auch dann vor, wenn die Gewinnerzielungsabsicht nur ein Nebenzweck ist.
http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__15.html
http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__2.html
http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__32a.html
Kurz meine Interpretation zusammengefasst:
Nimmst du nur selten/gelegentlich an Spielen/Tournieren teil, musst du deine Gewinne nicht versteuern. Spielst du aber nachhaltig, d.h. immer wieder um wieder zu spielen, dann sind deine Pokergewinne Einkünfte aus Gewerbebetrieb und steuerpflichtig.