dieses mittelalterliche gebaren sich am boten der unbequemen wahrheit auszulassen zeigt wieder mal dass das einzig fortschrittliche der menschheit leider nur die technologie ist.
echt schade man
Original von Renne01
Original von MyLady17
Verdienst du nicht dein Geld mit Poker? Willst du in Zukunft mit 100 Kartoffeln all-in gehen? Du wirst dir ja bei der Aussage was überlegt haben...Haha. Ja, mit Kartoffeln wärs blöd. Da müsste man nach ner guten Session nen LKW ausleihen, um das Zeug zu transportieren. Nein, so war das nicht gemeint. Geld als Tauschmittel bzw. Versprechen eine Gegenleistung zu erbringen, also so, wies mal gedacht war, finde ich eine gute Erfindung. Unser heutiges Geld hat damit aber kaum noch was zu tun. Dh. ich empfinde das moderen Geld als die schlechteste Erfindung, vll. nach der Atombombe.
Alternativen wurden bereits erdacht. In fortgeschrittenen Gesellschaften kann man alle Güter und Dienstleistungen komplett ohne irgendwelche Vergütung verteilen. Große EDV Netzwerke und Datenbanken regeln die gerechte Verteilung, was auch immer man sich unter gerecht auch vorstellen mag. Das ist aber sicher noch weit weg.
Eine Alternative, die früher kommen kann, ist Zeit als Währung. Dh. jeder erhält ein Zeitkonto. Für jede erbrachte Leistung wird Zeit in Stunden und Minuten am Konto gutgeschrieben. Umgekehrt wird Zeit bei Inanspruchmahme abgezogen. Der Sinn dahinter ist, dass sich die Menschheit vom Gedanken, dass alles mit Geld bezahlt werden muss, löst, um in der Entwicklung voranzukommen. Der Vorteil ist außerdem, dass Zeit nicht leistungslos wächst und dass sie bei erbrachter Gegenleistung verschwindet, was ja ein Problem (des Geldmengenwachstums) im Kapitalismus ist. Dieses Zeitkontomodell ist sozusagen als Übergangsmodell zu verstehen, bis die Menschheit reif für das quasi perfekte, weil ua. geldlose System ist. Denn pefekt kann die Idee des Geldes ja schwer sein, wenn man bedenkt, wie alt es schon ist, eigentlich veraltet müsste man sagen. Aber Geld funktionert als Enteignungsmittel extrem gut. Von daher müssen wir erst die Egomanien und das Konkurrenzdenken überwinden, bevor neue Modelle eine Chance erhalten werden. Das mit dem Zeitkonto ist nur eine Idee. Es gibt viele Ideen. Es herrscht aber weitestgehend Unwissenheit, weshalb der Kapitalismus als alternativlos angesehen wird.
Bist du jetzt für ein BGE oder für eine Abschaffung aller Währungen? Beides Gleichzeitig geht ja nicht.
Original von Renne01
Um den Bogen zurück zu spannen, was sollten wir imo tun? Wir sollten dafür eintreten, ein neues System zu etablieren.
und welches? es ist leicht, unser system (mMn auch berechtigterweise) zu kritisieren. fundierte vorschläge für eine alternative zu liefern, ist hingegen schwer. diese dann auch umzusetzen, ist noch schwerer
Original von grimbadul
Nein, grinden oder normal schaffen war das Thema.
Ich finde,wer Bock hat zu grinden und das so gut kann das er davon Leben kann soll das tun.
Wer Bock hat Arbeiten zu gehen soll das auch tun und wenn jemand Lust hat beides zu machen ist auch OK.
Ich gehe gerne Arbeiten,hab zwei ordentliche Berufe gelernt,Maschinenbau und Fachkraft für Lebensmitteltechnik mit zahlreichen Zusatzqualifikationen,ich finde meine Arbeit erfüllend und Pokern betreibe ich nebenher.
Ich habe auch noch eine Tochter und eine Freundin,ich finde alles Super zur Zeit, Leben und Leben lassen...
Ich weiß zu diesen Themen mehr als andere, weil ich mich intensiv damit beschäftige. So einfach ist das. Immer wieder interessant zu beobachten, wie manche Menschen aggressiv werden, wenn sie sich dumm vorkommen. Zeugt von mangelndem Selbstbewusstsein. Dabei ist nichts dabei. Jeder hat Stärken und Schwächen.
Dass ich von Sportwetten lebe, obwohl ich gegen den Kapitalismus bin, kann man mir gerne vorwerfen. Das ist auch berechtigt. Allerdings muss man bedenken, dass die Schaffung von Autarkie nicht zu 100% möglich ist (außer man gedenkt im Busch zu leben), dass sie zum Teil auch teuer ist, weil man heutzutage schwer größere Netzwerke bilden kann (zB. Stromproduktionsanalgen, nachhaltige Samen für Gemüse, Effizienzschaffung, udg.) und dass die Chancen auf ein baldiges Ende des Systems gering sind, wobei der letzte Punkt keine so starke Rechtfertigung ist. Aber einige hier tun so, als müsste ich wie Jesus, Mandela, Ghandi und co. sein, damit sie meine Standpunkte für legitim halten können. Das ist schon ein bisschen lächerlich.
Ich hab meine Standpunkte bereits grob erklärt. Für Details hab ich Suchbegriffe angegeben, damit sich jeder selbst sein Bild machen kann, um mir nicht blind glauben oder blind widersprechen zu müssen. Ist vll. ein bisschen untergegangen. Nochmal in Kurzform:
Kapitalismus scheitert am Geldsystem und den daraus resultierenden Folgefehlern und -erscheinungen (zB. Verschmutzung, Recourssenkriege, Raubbau an der Natur, Abbau von Empathie, Sozialem, Nullzinspolitik, Geldpolitik allgemein, Inflation,...). Kernproblem ist das exponentielle Zinswachstum. Die Giralgeldschöpfung ist neben der Zentralbankgeldschöpfung Antriebsmotor dafür. Einfach gesagt kann nichts ewig wachsen und selten exponentiell, nur unser Geld kann das.
Ich bin gegen das BGE, solange wir im Kapitalismus leben. In welchen alternativen Modellen könnten wir leben? Siehe Google und co. Schlagworte sind Nullgrenzkostentheorie, Jeremy Rifkin, Postwachstumsökonomie, Niko Paech, Plan B, Andreas Popp, Das Ende des Geldes, Franz Hörmann,...
Alle Modelle sind sozialistisch geprägt und kommen ohne klassischen Zins aus. Die Grundbedürfnisse werden vom Staat, der Gemeinschaft oder einer sonstigen Verwaltungseinheit auf verschiedene Arten für alle gedeckt.
Original von CJohnson
...
Ich habe auch noch eine Tochter und eine Freundin,ich finde alles Super zur Zeit, Leben und Leben lassen...
Schön, dass du zufrieden bist. Hoffen wir, dass es so bleibt. "Leben und leben lassen" wär ein Satz, den ich als 11. Gebot in die Steintafeln hauen würde. Leider schauts auf der Welt mehr nach "Sterben und leben nehmen" aus. Von daher hab ich meine Zweifel, dass wir hierzulande noch lange Friede, Freude, Eierkuchen haben werden. Ist imo arg unrealistisch. Der ganze Wohlstand hier ist nur möglich, weil wir andere Länder ausbeuten. Das wird nicht dauerhaft so weitergehen. Ich würds mir daher nicht zu bequem machen.
Ich kann eine ganz gute Wurst (Bratwurst,Fleischwurst etc.)machen oder auch Milcherzeugnisse herstellen.
Gleichzeitig kann ich aber auch mit Dreh und Fräsmaschinen arbeiten, Baugruppen schweissen( habe 7 Schweissprüfungen abgelegt insbesondere Elektrode und MAG auch auf Chrom Nickel) von daher kann ich mit meinen Fertigkeiten ganz entspannt in eine Welt ohne Währung gehen und es mir gemütlich machen,weil:
1.Gegessen wird immer,
2. Metallerzeugnisse werden auch in einer Welt ohne Währung gebraucht
.
Wieso muss das belegt werden? Schau dir die Welt doch einfach mal an: Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Die Vermögen konzentrieren sich auf wenige Superreiche, die immer weniger werden und immer mehr Geld anhäufen (weil sie auch mehr Möglichkeiten haben, ihr Geld zu mehren), während große Teile der Gesellschaft überhaupt kein Vermögen besitzen und auch keines aufbauen können.
Für mich sind das Anzeichen dafür, dass das System in seiner jetztigen Form gescheitert ist. Warum ist das für viele so ein großes Problem? Der Kapitalismus ist keine Religion, sondern nur zufällig das Wirtschaftssystem, für das sich unsere Gesellschaft entschieden hat. Gesellschaften können und werden sich ändern. Die Andreas-Mentalität, dass alles so bleibt wie es ist, ist Wunschdenken, weil das, was ist, selten perfekt ist.
Spoiler
Original von CJohnson
Original von Renne01
Original von MyLady17
Verdienst du nicht dein Geld mit Poker? Willst du in Zukunft mit 100 Kartoffeln all-in gehen? Du wirst dir ja bei der Aussage was überlegt haben...Haha. Ja, mit Kartoffeln wärs blöd. Da müsste man nach ner guten Session nen LKW ausleihen, um das Zeug zu transportieren. Nein, so war das nicht gemeint. Geld als Tauschmittel bzw. Versprechen eine Gegenleistung zu erbringen, also so, wies mal gedacht war, finde ich eine gute Erfindung. Unser heutiges Geld hat damit aber kaum noch was zu tun. Dh. ich empfinde das moderen Geld als die schlechteste Erfindung, vll. nach der Atombombe.
Alternativen wurden bereits erdacht. In fortgeschrittenen Gesellschaften kann man alle Güter und Dienstleistungen komplett ohne irgendwelche Vergütung verteilen. Große EDV Netzwerke und Datenbanken regeln die gerechte Verteilung, was auch immer man sich unter gerecht auch vorstellen mag. Das ist aber sicher noch weit weg.
Eine Alternative, die früher kommen kann, ist Zeit als Währung. Dh. jeder erhält ein Zeitkonto. Für jede erbrachte Leistung wird Zeit in Stunden und Minuten am Konto gutgeschrieben. Umgekehrt wird Zeit bei Inanspruchmahme abgezogen. Der Sinn dahinter ist, dass sich die Menschheit vom Gedanken, dass alles mit Geld bezahlt werden muss, löst, um in der Entwicklung voranzukommen. Der Vorteil ist außerdem, dass Zeit nicht leistungslos wächst und dass sie bei erbrachter Gegenleistung verschwindet, was ja ein Problem (des Geldmengenwachstums) im Kapitalismus ist. Dieses Zeitkontomodell ist sozusagen als Übergangsmodell zu verstehen, bis die Menschheit reif für das quasi perfekte, weil ua. geldlose System ist. Denn pefekt kann die Idee des Geldes ja schwer sein, wenn man bedenkt, wie alt es schon ist, eigentlich veraltet müsste man sagen. Aber Geld funktionert als Enteignungsmittel extrem gut. Von daher müssen wir erst die Egomanien und das Konkurrenzdenken überwinden, bevor neue Modelle eine Chance erhalten werden. Das mit dem Zeitkonto ist nur eine Idee. Es gibt viele Ideen. Es herrscht aber weitestgehend Unwissenheit, weshalb der Kapitalismus als alternativlos angesehen wird.Bist du jetzt für ein BGE oder für eine Abschaffung aller Währungen? Beides Gleichzeitig geht ja nicht.
Natürlich geht das beides gleichzeitig. In der Definition von BGE ist kein relevanter Bezug zu Geld gegeben. Ein BGE sollte man, gerade als Laie, als ein Bündel von Gütern und Dienstleistungen vorstellen die die Grundbedürfnisse (v.a. die physiologischen aber auch die psychologischen) befriedigen können. Da brauchste kein Geld für.
Ok,das ist eine Interessante Form des BGE wo man es in Form von Naturalien und Dienstleistungen erhält,aber es wird mindestens genauso komplex wie unser jetziges System sein,die Frage die dabei offen bleibt ist wie Forschung und Entwicklung realisiert werden,also Fortschritt in Wissenschaft und Technik um damit die Lebensqualität zu erhöhen
Original von Renne01
Ich weiß zu diesen Themen mehr als andere, weil ich mich intensiv damit beschäftige. So einfach ist das. Immer wieder interessant zu beobachten, wie manche Menschen aggressiv werden, wenn sie sich dumm vorkommen. Zeugt von mangelndem Selbstbewusstsein. Dabei ist nichts dabei. Jeder hat Stärken und Schwächen.
Da du das ja nicht zum ersten Mal machst: Niemand wird aggressiv, weil er sich dumm vorkommt. Ich behaupte auch mehr Ahnung zu haben als du, könnte aber aggressiv werden, weil du einfach ein arroganter Kotzbrocken bist.
Wenn du schon von allem mehr Ahnung hast als jeder andere, dann belege deine Thesen wenigstens. Hint: "Ich bin klüger als ihr, informiere mich besser (woher willst du das wissen?), also ist das so" ist kein Beleg. Depp.
Wenn man sich alle Länder der Welt anschaut und deren Lebensqualität, dann kann man doch nur zum Schluss kommen, dass das kapitalistische System bisher das Beste war und den meisten Fortschritt (technologisch gesehen) gebracht hat. Entsprechend würde ich auch nicht mehr von scheitern sprechen, wenn man das System nun ändert/anpasst/verbessert.
Vielleicht hätten wir heute auch gar nicht die Technologien für alternative Energien ohne den Kapitalismus. Verschmutzung, Ressourcenenkriege, Raubbau an der Natur ist im Grunde in allen Systemen ein Problem und gehört unabhängig vom System verbessert. Was mir Hoffnung macht, dass wir Menschen uns wunderbar anpassen können.
Was wäre eigentlich wenn wir einfach alle Schulden auf 0 setzen? Alles was die Menschheit aufgebaut und entwickelt hat, wäre ja noch da. Nur eben das niemand mehr Schulden hat. Geld ist ja quasi nichts.
Original von CJohnson
Ok,das ist eine Interessante Form des BGE wo man es in Form von Naturalien und Dienstleistungen erhält,aber es wird mindestens genauso komplex wie unser jetziges System sein,die Frage die dabei offen bleibt ist wie Forschung und Entwicklung realisiert werden,also Fortschritt in Wissenschaft und Technik um damit die Lebensqualität zu erhöhen
????
Deine These "BGE und Geld abschaffen gleichzeitig geht nicht" sollte lediglich widerlegt werden. Dass es für eine praktische Einführung des BGE sinnvoller wäre das mit Geld zu machen steht auf einem ganz anderen Blatt.
Deine neue Frage ist wie Forschung und Entwicklung in einem BGE-System vorangetrieben werden würden? Denke es ist sehr wahrscheinlich, dass durch breitere Bildung und Freiheit die das BGE ermöglicht die Kreativität deutlich zunehmen würde und Forschung und Entwicklung schneller und zielführender funktionieren würde als heute. BGE und technologischer Fortschritt gehen Hand in Hand und schließen sich nicht gegenseitig aus. Wieso glaubst du gegenteiliges? Kannst du das begründen?
Hier geht es um Poker vs berufliche Karriere.
Könnt ihr mal bitte wieder zum Thema zurückkehren?
Für das BGE und ob das Kapitalistische System schlecht oder gut ist kann man einen eigenen Thread aufmachen.
Original von Renne01
Der Kapitalismus entstand im 16. Jahrhundert, wenn ich mich nicht vertue. Er ist also verhältnismäßig jung. Daher kann man imo schon von Unwissenheit sprechen. Viele verstehen das System heute noch nicht, darunter auch Wirtschaftsstudenten. Defacto beweist die Mathematik, dass das System nicht funktioniert. Und das sehen wir auch empirisch, wenn wir genauer hinschauen. Für viele ist der Kapitalismus aber wie eine Religion. Daher bringen Fakten nichts. Ich hab letztens mit einem streng gläubigen Christen über einige Widersprüche im alten und neuen Testament gesprochen. Seine Antwort war, dass alle vermeintlichen Fehler vom Teufel gemacht wurden, um uns zu verderben. Auf der Grundlage diskutiert es sich schwer. Ist mit dem Kapitalismus dasselbe. Andererseits kann man auch oft nur glaubenstechnisch, nicht fachlich diskutkieren, weil die meisten nicht vom Fach sind und nicht glauben wollen, dass ein System, das global läuft falsch sein kann und dass den Umstand niemand in den Medien anspricht. Darauf erwidere ich, schaut euch die Geschichte an. Wie oft wurden wir schon belogen und wie oft zu Marionetten gemacht? "Wollt ihr den totalen Krieg?!" ist ein schönes Beispiel dafür. Aber zurück zum Thema. Das System ist von Grund auf falsch, daher bringt keine Reform, noch neue Komponenten die Lösung.Die Ideen von Engels, Marx, Gesell, usw. wurden nicht umgesetzt. Funktioniert hätten deren Modelle auch nicht, aber sie wären sicherlich besser gescheitert. Neue Ideen gibt es genügend. Sie müssten halt mal umgesetzt werden, und zwar komplett, nicht nur einzelne Komponenten. Wenn ich auf mein Auto ein Paar Flügel montiere, fliegt es noch lange nicht. Das Argument, dass diese alternativen Modelle noch nicht getestet wurden, stimmt. Nur es gibt doch für alles einen Anfang. Besser etwas Neues, das vll. funktioniert, probieren, als beim Alten, das nicht funktioniert, zu bleiben.
Das Problem mit dem Nichtfunktionieren ist mancherorts, dass man es im täglichen Leben nicht merkt. Doch auch in DE funktioniert das System nicht. Der deutsche Haushalt und die zugehörige Politik sind katastrophal. "Exportweltmeister" wär ein guter Kandidat für das Unwort des Jahres. Es gibt fast nichts schlimmeres als Weltmeister des Exports zu sein. Aber keiner versteht es. Trotzdem ist es so. Und trotzdem sagen viele Leute Sachen wie "DE geht es gut", "die Anderen müssten mehr wie DE sein", " die deutsche Wirtschaft hat Vorbildfunktion", etc. Alle kapitalistischen Wirtschaften sind Müll. Lustigerweise gehts der russischen Wirtschaft noch am besten. Die Medien und viele andere sagen das Gegenteil. Die Zahlen sagen aber was anderes.
Um den Bogen zurück zu spannen, was sollten wir imo tun? Wir sollten dafür eintreten, ein neues System zu etablieren. Dafür muss Bewusstsein in der breiten Masse geschaffen werden, was noch lange dauern wird. Einstweilen halte ich es für wichtig sich möglichst autark zu machen. Damit das leichter geht, sollte man schauen, dass Geld ins Haus kommt. Wer das mit Poker besser hinbekommt als mit Versicherungen vefkaufen oder mit Fliesenverlegen, der soll es machen. Ein Backup sollte aber auch jeder haben, für den Fall, dass Fliesen mal out sind oder dass keiner mehr pokern will.
Nun,ich könnte mir vorstellen,das durch ein BGE bei vielen die Motivation abhanden kommen könnte sich in die Gemeinschaft einzubringen.
Mein Beweis den ich dazu anführen kann ist folgender:
Wir hatten in der Bundesrepublik Deutschland vor ALG2 sowas ähnliches wie ein BGE ,genannt Arbeitslosenhilfe welches,soweit ich mich errinern kann 55 bis 60% des Bruttoarbeitslohn entsprach.
Wenn man Arbeitslos wurde,erhielt man erstmal Arbeitslosengeld ,welches man länger als heute beziehen konnte und danach unbegrenzt lang Arbeitslosenhilfe,welches noch deutlich über der damaligen Sozialhilfe lag.
Die Folge davon war,dass sich mehr und mehr Menschen es sich gemütlich machten in der sozialen Hängematte und es zu einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit in den 90er und anfang der 2000 er kam.
Viele Leute sagten sich warum soll ich den für ein bis zwei Mark weniger Arbeiten gehen wenn ich doch für das gleiche Geld vom Staat subventioniert werden kann.
Deswegen bin ich gegen ein BGE weil es wie überall Mitnahmeffekte auslösen tut und einige wenige für viele Aufkommen müssen.
Unsere Soziale Sicherung ist schon jetzt fast am Limit, durch den demografischen Wandel trotz einiger vermeintlicher Rücklagen denke ich das die Sozialabgaben insbesondere die Renten und Krankenversicherung weiter steigen wird.
Original von Renne01
Der Kapitalismus entstand im 16. Jahrhundert, wenn ich mich nicht vertue. Er ist also verhältnismäßig jung. Daher kann man imo schon von Unwissenheit sprechen. Viele verstehen das System heute noch nicht, darunter auch Wirtschaftsstudenten. Defacto beweist die Mathematik, dass das System nicht funktioniert. Und das sehen wir auch empirisch, wenn wir genauer hinschauen. Für viele ist der Kapitalismus aber wie eine Religion. Daher bringen Fakten nichts. Ich hab letztens mit einem streng gläubigen Christen über einige Widersprüche im alten und neuen Testament gesprochen. Seine Antwort war, dass alle vermeintlichen Fehler vom Teufel gemacht wurden, um uns zu verderben. Auf der Grundlage diskutiert es sich schwer. Ist mit dem Kapitalismus dasselbe. Andererseits kann man auch oft nur glaubenstechnisch, nicht fachlich diskutkieren, weil die meisten nicht vom Fach sind und nicht glauben wollen, dass ein System, das global läuft falsch sein kann und dass den Umstand niemand in den Medien anspricht. Darauf erwidere ich, schaut euch die Geschichte an. Wie oft wurden wir schon belogen und wie oft zu Marionetten gemacht? "Wollt ihr den totalen Krieg?!" ist ein schönes Beispiel dafür. Aber zurück zum Thema. Das System ist von Grund auf falsch, daher bringt keine Reform, noch neue Komponenten die Lösung.Die Ideen von Engels, Marx, Gesell, usw. wurden nicht umgesetzt. Funktioniert hätten deren Modelle auch nicht, aber sie wären sicherlich besser gescheitert. Neue Ideen gibt es genügend. Sie müssten halt mal umgesetzt werden, und zwar komplett, nicht nur einzelne Komponenten. Wenn ich auf mein Auto ein Paar Flügel montiere, fliegt es noch lange nicht. Das Argument, dass diese alternativen Modelle noch nicht getestet wurden, stimmt. Nur es gibt doch für alles einen Anfang. Besser etwas Neues, das vll. funktioniert, probieren, als beim Alten, das nicht funktioniert, zu bleiben.
Das Problem mit dem Nichtfunktionieren ist mancherorts, dass man es im täglichen Leben nicht merkt. Doch auch in DE funktioniert das System nicht. Der deutsche Haushalt und die zugehörige Politik sind katastrophal. "Exportweltmeister" wär ein guter Kandidat für das Unwort des Jahres. Es gibt fast nichts schlimmeres als Weltmeister des Exports zu sein. Aber keiner versteht es. Trotzdem ist es so. Und trotzdem sagen viele Leute Sachen wie "DE geht es gut", "die Anderen müssten mehr wie DE sein", " die deutsche Wirtschaft hat Vorbildfunktion", etc. Alle kapitalistischen Wirtschaften sind Müll. Lustigerweise gehts der russischen Wirtschaft noch am besten. Die Medien und viele andere sagen das Gegenteil. Die Zahlen sagen aber was anderes.
Um den Bogen zurück zu spannen, was sollten wir imo tun? Wir sollten dafür eintreten, ein neues System zu etablieren. Dafür muss Bewusstsein in der breiten Masse geschaffen werden, was noch lange dauern wird. Einstweilen halte ich es für wichtig sich möglichst autark zu machen. Damit das leichter geht, sollte man schauen, dass Geld ins Haus kommt. Wer das mit Poker besser hinbekommt als mit Versicherungen vefkaufen oder mit Fliesenverlegen, der soll es machen. Ein Backup sollte aber auch jeder haben, für den Fall, dass Fliesen mal out sind oder dass keiner mehr pokern will.
Ich glaube kaum, dass jemand mathematisch beweisen kann, dass Kapitalismus nicht funktioniert. Und empirisch funktioniert er nun schon 500 Jahre. Kurze Zeit? Das umfasst immerhin die gesamte Zeit der Moderne. Der Kommunismus ist eine Utopie, der Sozialismus gescheitert. Es gibt kein anderes System. Du kannst es ja offenbar auch nicht konkret benennen.
Ich glaube, dass Du orientierst Dich zu sehr an Theorien, die von sozialistischen Romantikern stammen. Was ich nicht despektierlich meine. Glaube auch nicht, dass Du ein solcher Romaniker bist. So geht es der russischen Wirtschaft sicherlich nicht gut oder gar am Besten oder der Deutschen schlecht. Du wirst aber sicherlich Gründe haben so zu denken. Nur sind dies nur Theorien und die Kapitalismus-Anhänger dürften mit dem Glauben ähnliches über die Kritiker sagen.
Nur wird es in der Realität eben niemanden interessieren, dem es im Kapitalismus gut oder besser als vorher geht. Und der Masse der Menschen geht es durch den Kapitalismus besser. Wer sollte also das System wechseln wollen? Die Menschen, die "Unternehmen", die Politik? Doch wohl nicht.
Und auch der Umstand, dass man nicht einfach ein System wechseln kann - wie soll das gehen? Der Kapitalismus wird entweder funktionieren bis zum Ende der Menschenheit oder eben scheitern, dann - aber eben erst dann - wird es was anderes geben. Nur habe ich keine Idee, wie das aussehen sollte? Du?
Zum Bogen: Was bringt denn Geld, wenn der Kapitalismus scheitert? Wie gesagt. Mir fällt er schwer ein System abseits des Kapitalismus vorzustellen. Aber da ich von einer Art Anarchie ausgehe, würde ich zuerst an Waffen denken. Auf einen wirtschaftlichen und dann sicher auch politischen Zusammenbruch kann man sich eh nur schlecht vorbereiten. Eigener Grund, gefüllte Speisekammer. Die Möglichkeit sich zu verteidigen und sich dann mit anderen Menschen zusammenschließen. Autark kann man dann eh nicht leben. Materielle Werte wie Werkzeuge und Werkstoffe sind sicher wichtiger als Geld.
Aber mal ohne Systemdiskussion: Du hast da sicher Recht. Jeder sollte seine Brötchen verdienen, wie er es am Besten hinbekommt. Wobei Poker ein zweites Standbein benötigt. Und für die meisten Menschen sollte dies eine Berufsausbildung oder ein Studium sein. Mit Poker dies ersetzen zu wollen, dürften bei fast alle Probanten zum Scheitern verurteilt sein.