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Pokern vs. berufliche Karriere

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Primrose6789
Beigetreten: 01.07.2016
PokerStrategist
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Original von Primrose6789
Ist keine Frage des Flamens sondern eine Frage der Vernunft.

Ist da so?! ;)

Ich Selbst studiere auch, deswegen werde ich auch Nicht Pro.

Wenn ich aber zwischen 1.5k-2k Job Und Pokerpro auf NL100 wählen muesste, waere die Entscheidung recht schnell gefallen ;).


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RLcAnWait
Beigetreten: 07.05.2015
Poker Player

lol 1.5k-2k job.... das sind alles hochgebildete bwl absolventen auf ps. 150k im jahr, bei max 20 stunden die woche, in einem top 30 konzern, sind absolut standart


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Primrose6789
Beigetreten: 01.07.2016
PokerStrategist

*gelöscht*


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FollowTheSmartMoney
Beigetreten: 27.06.2014
Oldschool Grinder

Original von Primrose6789
Ich kann diejenigen, die für eine Pokerkarriere sprechen, sehr gut verstehen. Die Tretmühle ist einfach nicht schön, das ist klar. Jedoch sind wir nicht bei "Wünsch Dir was" sondern bei "So isses!".
Eine Pokerkarriere ist für mich wie freier Schriftsteller werden. Ein Traumjob, keine Frage. Als Bestsellerautor hat man auch schnell mal ein paar Milliönchen, ist raus aus der Tretmühle. Aber wie viele schaffen es denn? Sage und schreibe 0,2 %! Nicht anders ist es beim Poker: Es sind gerade mal ein paar Prozent, die es zum gutverdienenden Pro bringen.

Aber ich möchte denjenigen, die davon träumen, Pro zu werden, auf keinen Fall ihren Traum zerstören, allerdings sollte man dabei auch realistisch bleiben.... und alle möglichen Szenarien vor Augen halten..

So! Und nun stelle man sich die Situation vor, man hat studiert, promoviert auf einem Gebiet, das einem gefällt, man kann einen guten, sicheren Beruf ergreifen, der einem Spaß macht, man hat jeden Monat ein festes und gutes Einkommen. Man kommt frisch von der Uni und es ist nicht klar, ob man es beim Poker zum Pro bringen kann, ob man gut genug ist, u.U. ist auch der nötige finanzielle Puffer nicht da, weil man sich das Geld fürs Studium mühsam erarbeiten und zusammenkratzen musste, man jahrelang praktisch von Weißbrot und billigen Nudeln in einer elenden Bruchbude gelebt hat...

Und nun: Bietet sich ein guter Job an, in dem man erst einmal Berufserfahrung sammeln kann und mit dem man gut verdient. Beim Poker ist man erst auf NL500 (6 max). Schafft man es höher? Und wenn ja: Wozu zum Teufel hat man denn studiert?! Ist man denn bereit, sich die Nächte um die Ohren zu schlagen? Den Druck auszuhalten, dass der Lebensunterhalt davon abhängt? Es kommen auch Zeiten des Downswings.... hat man hierfür ein ausreichendes Polster?

Nun und angenommen, man setzt alles auf Poker, geht sozusagen All-in - und stellt nach drei Jahren fest, dass man hierfür einfach nicht geeignet ist, aus welchem Grund auch immer, ob man nun "scheitert" oder ob man einfach merkt, dass einem dieser Job keinen Spaß (mehr) macht... nun: Man war drei oder mehr Jahre raus aus dem Berufsleben. Man steht ohne jegliche Berufserfahrung da. Man muss nun einen Lebenslauf schreiben, in der eine jahrelange Lücke klafft! Ich sag nur: Good luck.

Ja, natürlich ist es vernünftig, einen Job zu nehmen, wenn man nicht alles so crusht, dass man locker Pro wird. Hier liegt aber meines Erachtens auch ein Denkfehler vor: Ein sicherer Job ist eine breit akzeptierte Illusion. Was ist denn sicher in diesem Leben?


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Primrose6789
Beigetreten: 01.07.2016
PokerStrategist

*gelöscht*


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Diddy81
Beigetreten: 14.09.2005
Oldschool Grinder

Original von FollowTheSmartMoney
Ja, natürlich ist es vernünftig, einen Job zu nehmen, wenn man nicht alles so crusht, dass man locker Pro wird. Hier liegt aber meines Erachtens auch ein Denkfehler vor: Ein sicherer Job ist eine breit akzeptierte Illusion. Was ist denn sicher in diesem Leben?

Sehe ich ein bischen anders.

Nehmen wir mal an, du arbeitest einige Jahre in einem Bereich und bist da motiviert und gut. Dann wird dich dein Chef nicht so einfach gehen lassen (imo sind gute und motivierte Leute schwer zu finden). Selbst wenn du aus irgendwelchen Gründen gehen musst, weil die Firma z.B. pleite geht, dann hast du einige Jahre Berufserfahrung und einen Skill, der in der Arbeitswelt einfach zu vermarkten ist und wirst in der Regel schnell wieder einen Job finden. Sprich, wenn du gut arbeitest, dir ein Netzwerk in der Branche aufbaust, wirst du eigentlich immer irgendwie einen Job bekommen...

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Generell überschätzen imo die meisten die Tatsache, dass Poker auch als Job angesehen werden kann:

Spielst du jetzt einige Jahre Poker und gehst dann in die Arbeitswelt, dann wird zwar ein Teil der Chefs anerkennen, dass du Poker gespielt hast und das auch als Job betrachten, allerdings kannst du dann nur mit Skills wie analytischem Denkvermögen, Durchhaltevermögen oder konzentrierte Arbeitsweise unter Druck punkten und nicht mit Arbeitserfahrung in der spezifischen Branche. Sprich, auch wenn du wesentlich besser bist von den Skills als die anderen um dich herum bist, wirst du dich halt nur auf Einstiegsstellen bewerben können, weil dir halt die relevante Arbeitserfahrung fehlt. Je älter du wirst, desto schwieriger wird es allerdings einen Einsteigerjob zu bekommen, weil gerade bei diesen Stellen Alter eine Rolle spielt (z.B. wie gehst du mit einem viel jüngerem Chef um, hast du familiäre Verpflichtungen ...) Daher denke ich geht man dann schon eine viel größere Gefahr ein, weil man sich ab einem gewissen Alter höchstwahrscheinlich, den Zugang zu gewissen Stellen für Akademikern verschließt.


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18andabused
Beigetreten: 08.12.2009
Elite Grinder

Original von alwayswinning1111
stecke momentan tief in einer maurerlehre und kann jedem nur sagen: beruf geht vor! zockerei bleibt zockerei!

Ich hab mir always als Beispiel genommen und auch eine Maurerlehre angefangen.


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FISCH00
Beigetreten: 31.12.2011
PokerStrategist

Original von FollowTheSmartMoney
...Ein sicherer Job ist eine breit akzeptierte Illusion. Was ist denn sicher in diesem Leben?

Zu denken mal eben Poker Pro werden zu können ist wohl eine weit aus größere Illusion.
Genau das sollen wir doch denken, die ganzen Anbieter und natürlich auch PS.de wecken wohl nicht aus selbstlosen Gründen diese Hoffnung.
Letztlich geht es einfach um Arbeit, so oder so, und das ist Anstrengend! Und nicht jeder kann alles werden.


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Primrose6789
Beigetreten: 01.07.2016
PokerStrategist
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FollowTheSmartMoney
Beigetreten: 27.06.2014
Oldschool Grinder

Original von FISCH00

Original von FollowTheSmartMoney
...Ein sicherer Job ist eine breit akzeptierte Illusion. Was ist denn sicher in diesem Leben?

Zu denken mal eben Poker Pro werden zu können ist wohl eine weit aus größere Illusion.
Genau das sollen wir doch denken, die ganzen Anbieter und natürlich auch PS.de wecken wohl nicht aus selbstlosen Gründen diese Hoffnung.
Letztlich geht es einfach um Arbeit, so oder so, und das ist Anstrengend! Und nicht jeder kann alles werden.

Das habe ich ja nicht gesagt. Natürlich kann man nicht mal eben Pokerpro werden. Aber ich behaupte, dass Sicherheit im Leben eine Illusion ist, und damit auch vermeintlich sichere Jobs. Wir sind so in Watte gepackt in unserer Wohlstandsgesellschaft, dass einem das meist gar nicht bewusst ist.


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18andabused
Beigetreten: 08.12.2009
Elite Grinder

Original von Primrose6789
Schlussendlich muss es jeder selber wissen, soll dabei aber auch die Risiken und mögliche (negative) Konsequenzen abwägen. Wichtig ist, sich nicht blauäugig in was reinzustürzen, das gilt für jeden Job. Illusionen sind fehl am Platz. Wir sind nicht bei "Wünsch Dir was" sondern bei "So isses!". Das Leben ist nun mal kein rosa Ponyhof, auch das Leben eines Pokerpros nicht.

Das ganze Leben ist eine Illusion, die Frage ist bloß welcher Illusion du glauben willst, die welche dir von allen anderen vorgelebt wird oder deiner eigenen.
Das Leben ist ein Wünsch dir was, du willst etwas haben und dann arbeitest du solange daran bist du es hast. Punkt.

Wenn man von so isses ausgeht, ist es ein sehr starker negativer Glauben, weil sobald du etwas nicht sofort hinbekommst sagst du, so isses nunmal und gibt's auf.

Also nochmal zusammegefasst. Das Leben ist eine Illusion. Das Leben ist Wünsch dir was.
Wenn Leute dir das Gegenteil sagen dann muss man sich immer genau anschauen ob sie als Vorbild genommen werden können oder nicht.

Und das Leben ist verdammt nochmal ein riesen großer rosa Ponyhof. RIESIG!


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samfira
Beigetreten: 09.01.2014
PokerStrategist

Da hier ja alle Studium und Nobelpreise haben...gibt es hier auch welche die eine ganz Normale Lehre nach der Mittleren Reife etc gemacht haben und trotzdem mit Poker ihr Einkommen sichern/gesichert haben??


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oettinger4
Beigetreten: 01.11.2006
Elite Grinder

Original von Diddy81
Sprich, auch wenn du wesentlich besser bist von den Skills als die anderen um dich herum bist, wirst du dich halt nur auf Einstiegsstellen bewerben können, weil dir halt die relevante Arbeitserfahrung fehlt...

Wenn das Wörtchen wenn nicht wär...ohne Berufserfahrung ist man eben in der Regel nicht besser als die "anderen" und somit mit einer "Einstiegsstelle" auch ganz gut versorgt. Mit einem realistischen Selbstverständnis sollte das aber auch kein Problem sein...imo ziehen viele immer noch den "Schein" dem "Sein" vor und wollen eine Stelle, aufgrund von Verdienst und Ansehen, haben, der sie nicht gewachsen sind...

@18andabused
Guter Post:f_drink:


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Primrose6789
Beigetreten: 01.07.2016
PokerStrategist

*gelöscht*


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EnjoyYourWipeouts
Beigetreten: 22.12.2008
PokerStrategist

Unterschicht :megusta:


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Primrose6789
Beigetreten: 01.07.2016
PokerStrategist

*gelöscht*


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kronenbourg
Beigetreten: 30.01.2006
BlackMember

Für Frauen, die in Pokerforen abhängen, dürfte es nicht so einfach sein :coolface:


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RLcAnWait
Beigetreten: 07.05.2015
Poker Player

:thinking: habe ich nicht bedacht


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alwayswinning1111
Beigetreten: 22.07.2008
Oldschool Grinder

Original von Primrose6789
ich arbeite nun in einem Beruf, der mir sehr viel Spaß macht und mir auch ein entsprechendes Gehalt einbringt :f_biggrin: und den ich mir hart erarbeitet und erkämpft habe.

jetzt sag nicht dass du auch die maurerlehre durchgezogen hast so wie ich? das wäre ja ulkig :)


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