95% der Beiträge der hier handeln nur von Geld. Echt erbärmlich was aus der Gesellschaft geworden ist. Den restlichen 5% gratuliere ich den Sinn des Lebens erkannt zu haben und wünsche Ihnen das auch weiterhin umzusetzen. Ein normaler Job ist hier größtenteils negativ behaftet. Kaum zu glauben aber es gibt Leute die haben an Ihrem Job Spaß und verantwortlich dafür ob ich einen Job habe der mich auch auf der nicht materiellen Ebene glücklich macht bin nur alleine ich und niemand anders. Davon abgesehen bin ich der Meinung, das es unumgänglich für die persönliche Entwicklung ist sich in seinem Arbeitsumfeld zu beweisen, aufzusteigen, den Arbeitgeber zu wechseln und auch mal Rückschläge hinzunehmen. Das formt den Menschen und den Charakter.
Ich behaupte einfach wer sich in seinem Job entwickelt und vorankommt, aus Niederlagen lernt und Siege realitisch einschätzen kann, der hätte auch theoretisch das Werkzeug zum guten Pokerspieler und genauso ist es andersrum. Grundvoraussetzung ist eine gesunde Einstellung zu der Sache die ich mache und vor Allem was ich bereit bin zu investieren. Einen 100k Job bekommt man trotz überdurchschittlichen Studienabschluss auch nicht hinterhergeworfen ohne sich längerfristig zu beweisen. Das ganze ist ein Prozess der Entwicklung, meinetwegen vom Consultant zum Senior Vice President (um den BWL'ern was Gutes zu tun) Im Poker ist es ähnlich mit den Aufstiegen in den Limits.
Den sozialen Aspekt lasse ich mich außen vor, ich denke das lässt sich sowohl als Arbeitnehmer als auch für einen Pokerspieler entsprechend frei gestalten. Wobei natürlich auch hier viel davon abhängt wieviel ich bereit bin zu investieren.
Ausweichen macht Sinn, wenn man keine Lust auf Erklärungen hat. Wenn das Gegenüber nach 1-2 Fragen aufhört, ists aber kein Problem.
Dass es großteils um Geld geht, ist definitiv unschön. Es wär zwar heroisch aber blauäugig, wenn man das Geld ausblenden würde. In der heutigen Zeit ist es idR. schwer mit dem verdienten Geld über die Runden zu kommen, erst recht wenn man versucht auszubrechen. Wer das nicht sieht oder anders kommuniziert ignoriert die Realität oder verharmlost die Schwierigkeit der alternativen Wege. Bereitschaft Arbeit reinzustecken ist dabei schön und gut aber längst kein Garant für Erfolg.
ich sage eigt jeder person entweder dass ich poker spiele oder dass ich studiere (wenn ich keine lust habe der person poker zu erklären / die person nicht wissen soll dass ich poker spiele, weil man meistens dann lügen muss nach ner zeit wenn man die größenordung nicht rausposaunen will). seit ich normal steuern zahle, habe ich eigt keine probleme damit, einfach zu sagen dass ich poker spiele. wem das nicht passt, dem passt es halt nicht. kann mich an keine einzige klar negative reaktion erinnern
Wie sieht das bei dir mit den Steuern aus?? Legst du offen was im Monat reingekommen ist oder wie läuft das?
Dieser thread ist in Abhängigkeit von der extrem weiten Range, der für mich sehr Interessanten Meinungen und Erfahrungen, stark underrated.
Möchte mich als bis jetzt stiller Leser, bei euch allen für den Input Bedanken.
Den Inhalt eurer Gedanken/Texte, empfand ich insgesamt nicht als Zeitverlust sondern als Bereicherung.
So sinnlos ist ein derartiger Austausch, auf gar keinen Fall m.M.n. Ganz gleich ob bzw. welcher Mehrwert, jeder für sich ziehen möchte oder nicht.
Unabhängig vom monäteren Aspekten, die definitiv keine Komparsen Rolle in meinem Pokerlife Film bisher gespielt haben, hat Poker so wie ich es bisher erleben konnte, definitiv zumindest dazu beigetragen, dass ich über die Jahre, sowohl im Umgang mit Menschen als auch mit Situationen im allgemeinen, viel entspannter bzw. gelassener bin.
Die Entwicklung verschiedener Fertigkeitsformen, die wir zum Glücklichsein im Endeffekt brauchen, verläuft sehr persönlich und durchaus nicht linear.
Poker, so wie ich es erlebt und angenommen habe, hat genau dazu beigetragen eben diese Fertigkeitsformen, stark zu feilen.
Im Overview/Review meines Lebens, wird es mit aller grösster Wahrscheinlich für mich deshalb heissen, dass es zumindest in dem geschilderten Zusammenhang zur Erkenntnis bzw. Verständnis des Glücks und Glücklichseins, stark beigetragen hat.
Wer bzw. Was soll mir jemals wieder diesen deepen life profit entwenden!?!.
Vielen Dank.
Ich glaube es macht erst Sinn wenn es wirklich Life-Changing Moneyz sind vorher würde ich es jedem empfehlen auf den Job zu fokussieren.
Poker ist halt immer noch eine Frage des Glücks, sprich du hast zufällige Resultate, Spielerpool und der Markt entwickelt sich auch.
Du hast als Pokerspieler keine Sicherheit wie in einem richtigen Beruf, wenn es halt dumm läuft stehst du vor dem nichts und hast auch nichts vorzuweisen was dich beruflich weiter bringen würde.
Studiert verdient man schon im Schnitt grob geschätzt 2500 € im Monat, und Das halt auch wirklich konsistent.
Beim Pokern muss man dort schon auf ziemlich hohen Limits spielen und es kann auch heute so sein und schon morgen ganz Anders verlaufen.
Ich hatte auch während meinem Studium gepokert und habe NL25, NL50 oder NL100 mit 8BB/100 gespielt.
Da habe ich dann auch zu viel gespielt weil es einfach so gut lief.
Ende vom Lied ist dass nach 2-3 Jahren nichts mehr ging, ich mein Studium dadurchvernachlässigt und auf gut Deutsch gesagt versaut habe.
Meine Noten gingen in den Keller und die Studienzeit wurde länger.
Ich kann es wirklich niemanden empfehlen, selbst die Profis spielen in der Regel keine 20-30 Stunden-Woche,
es macht halt keinen wirklichen Sinn so hart zu grinden.
Solange man nicht finanziell so abgesichert ist dass man nie wieder in seinem Leben arbeiten muss, würde ich jedem davon komplett abraten.
Selbst wenn man es eigentlich geschafft hat würde ich nicht mal so viel spielen, sondern meine Zeit vernünftigeren Dingen widmen, das Leben geniessen und einfach nur zusätzlich dazu pokern.
Ausserdem glaube ich auch das man dadurch total verblödet, wenn man den ganzen Tag nur so etwas monotones tut wie vor dem Rechner zusitzen und zu spielen.
Original von Mar0
Ausserdem glaube ich auch das man dadurch total verblödet, wenn man den ganzen Tag nur so etwas monotones tut wie vor dem Rechner zusitzen und zu spielen.
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Original von lagavulin16y
Original von Mar0
Ausserdem glaube ich auch das man dadurch total verblödet, wenn man den ganzen Tag nur so etwas monotones tut wie vor dem Rechner zusitzen und zu spielen.#
Blödsinn. Angestellte im Büro sitzen auch stundenlang vor dem Rechner, ohne zu verblöden. Jeder sollte sein Leben so leben wie er möchte, sonst wird er niemals glücklich, auch wenn es nicht immer der Allgemeinschaft entspricht und man ist nur einmal jung. Ich habe auch vor 25Jahren, 10 Jahre vom Live-Poker (mehrere private Runden) und anderen Glücksspielen gelebt, überwiegend im Ausland, was ich eigentlich nur 2 Jahre machen wollte. Danach habe ich mich in Deutschland selbstständig gemacht. Als Selbstständiger habe (hatte) ich Zeit Online-Poker wie unter Profibedingungen zu spielen, aber davon hätte ich nicht leben können. Turniere und Sngs im plus aber im Cashgame zu mies. Vor ca. 18 Monaten fühlte ich mich aber wie ausgebrannt und überspielt und Online-Poker machte mir keinen Spaß mehr. Im Moment spiele ich nur wenig Online, aber sehr gerne wieder Live-Poker.
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imo online nur random buttons clicken = verblöden
aber poker kann so viel mehr sein, im online spiel selbst (theorie & spiel) und dem drumherum (pokerbuddies, treffen, live natürlich, staking, coaching und was weiß ich)
Das stimmt! Aber ich glaube nicht das jeder pro solch einen Lebensstil pflegt. Ich denke eher, das nicht wenige online pro´s vom Typ her schon eher schüchterne introvertierte Menschen sind und ihr Pro-Dasein dann auch sehr asiozial ist.
Ka wie ihr zu euren Einschätzungen kommt. Ihr kennt wohl keine Pros und habt auch kein richtiges Bild vom Onlinealltag...
Die Gefahr einer Verblödung besteht definitiv nicht. Man muss immer fokusiert sein und eben klug spielen. Ist nicht easy cheesy, wenn man sich auf NL400 eine Edge rausspielen will.
Das mit "introvertiert" leuchtet mir sowieso nicht ein. Warum soll man als Onlinepro häufiger introvertiert sein als als Billaverkäufer etc? Es erfordert doch viel Selbstvertrauen, wenn man seinen regulären Job an den Nagel hängt, um Profi zu werden. Zuckerschlecken ist das keins, das kann ich euch sagen. Man muss mental sehr stark sein. Darum glaub ich, dass im Poker weniger Menschen introvertiert oder nerdy sind als anderswo.
Das Spiel selbst ist aber schon monoton. Das ist Wurstverkaufen oder Rechnungen abheften aber auch. Um Erfüllung gehts halt meistens nicht, sondern ums Geldverdienen.
Original von Renne01
Das Spiel selbst ist aber schon monoton. Das ist Wurstverkaufen oder Rechnungen abheften aber auch. Um Erfüllung gehts halt meistens nicht, sondern ums Geldverdienen.
hier geht es glaube ich eher um eine reguläre karriere für hochschulabsolventen. also leute für die sich die frage stellt, ob sie eine "ordentliche" karriere gegen das leben eines pokerprofis eintauschen würden.
Original von Renne01
Die Gefahr einer Verblödung besteht definitiv nicht. Man muss immer fokusiert sein...
beim pokern, gerade online, wird man natürlich geistig gefordert. allerdings leistet man seinen geistigen einsatz da in einem sehr schmalen bereich und dafür in extremer tiefe. dabei besteht das risiko, dass man anderes links und rechts eher liegen lässt weil man es einfach nicht braucht.
Original von Renne01
Das mit "introvertiert" leuchtet mir sowieso nicht ein...
ist wohl das stubenhocker-klischee. tagelanges zocken vor dem rechner ist wohl nichts für extrovertierte menschen. daher bleiben eher intovertierte übrig.
Ja, weil Akademiker meistens Arbeiten ausführen, die nicht stupide am Rechner zu machen sind, im Endeffekt nicht monoton sind und einen ständig fordern.
Ich Stelle die sehr gewagte These auf, dass die Arbeit eines Masterabsolventen abwechslungsreicher ist, als die an der Supermarktkasse.
und ich stelle die gewagte these auf, dass ein kassierer auch nicht die nötige ambition mitbringt 2016 noch pokerpro werden zu wollen
stecke momentan tief in einer maurerlehre und kann jedem nur sagen: beruf geht vor! zockerei bleibt zockerei!