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[Geschlossen] Ps.de und Pokersucht

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JohnnySpliffm
Beigetreten: 12.08.2007
Poker Player

ich glaub grad bei wow und co ist die Suchtgefahr höher als beim online-pokern... wobei ich jetzt nich unbedingt aus erfahrung spreche und auch nich wirklich ein Suchtmensch bin,.. aber von meinem bisherigen empfinden her denke ich das pokern an sich nicht so einen großen Suchtfaktor wie andere Glückspiele bzw. Computerspiele hat.


Albatrini
Beigetreten: 23.01.2006
Elite Grinder

in wow kann man ohne sehr extremen Zeitaufwand nie wirklich da mitspielen, wo es wirklich spaß macht (große instanzen etc.).

bei pokern kannst du mit 3er sngs auch spaß haben, ohne jeden Tag "Items" farmen zu müssen. Zwar kommt auch hier die Erfahrung mit der Anzahl der Hände jedoch sehe ich hier einen Unterschied.


jamal47
Beigetreten: 20.01.2007
BlackMember

Original von JohnnySpliffm
ich glaub grad bei wow und co ist die Suchtgefahr höher als beim online-pokern... wobei ich jetzt nich unbedingt aus erfahrung spreche und auch nich wirklich ein Suchtmensch bin,.. aber von meinem bisherigen empfinden her denke ich das pokern an sich nicht so einen großen Suchtfaktor wie andere Glückspiele bzw. Computerspiele hat.

Alle Dinge die einen Endorphin-Ausschuss zur Folge haben, haben Suchtpotential. Ob einen nun ein 200$-Pot oder ein absolviertes Level in einem Computerspiel glücklicher macht, ist natürlich sehr subjektiv. Deshalb kann man das glaube ich nicht so pauschal sagen.


Original von Albatrini
in wow kann man ohne sehr extremen Zeitaufwand nie wirklich da mitspielen, wo es wirklich spaß macht (große instanzen etc.).

bei pokern kannst du mit 3er sngs auch spaß haben, ohne jeden Tag "Items" farmen zu müssen. Zwar kommt auch hier die Erfahrung mit der Anzahl der Hände jedoch sehe ich hier einen Unterschied.

Guter Vergleich, seh ich genauso. Ich habe selber lange auf hohem WoW-Niveau gespielt, unter 6-8 Stunden pro tag geht eben nix, allein das Raiden dauert von 18 bis 23/24 uhr und noch länger wenn man kurz vorm Bosskill ist, davor muss jeder noch seine Pots farmen. Wenn man jetzt noch PvP Items will muss man dafür auch noch extra Zeit investieren.

Wenn man beim Poker was lernen will und Geld verdienen will kommt auch nicht drum rum Theorie zu büffeln und "lange" zu spielen,


Abnoe
Beigetreten: 06.04.2005
BlackMember

Original von jamal47

Original von JohnnySpliffm
ich glaub grad bei wow und co ist die Suchtgefahr höher als beim online-pokern... wobei ich jetzt nich unbedingt aus erfahrung spreche und auch nich wirklich ein Suchtmensch bin,.. aber von meinem bisherigen empfinden her denke ich das pokern an sich nicht so einen großen Suchtfaktor wie andere Glückspiele bzw. Computerspiele hat.

Alle Dinge die einen Endorphin-Ausschuss zur Folge haben, haben Suchtpotential. Ob einen nun ein 200$-Pot oder ein absolviertes Level in einem Computerspiel glücklicher macht, ist natürlich sehr subjektiv. Deshalb kann man das glaube ich nicht so pauschal sagen.

verbietet alles was spaß macht!


naja ich denke mal leute die freune + job + party usw. noch im kopf haben sind da weniger gefährdet als die die den ganzen tag zu hause sitzen und vor lauter nix tun pokern. mit dem post will ich niemanden zu nahe tretten ist nur meine ansicht zu der sache :).

MfG Storm


JohnnySpliffm
Beigetreten: 12.08.2007
Poker Player

Original von Storm2k
naja ich denke mal leute die freune + job + party usw. noch im kopf haben sind da weniger gefährdet als die die den ganzen tag zu hause sitzen und vor lauter nix tun pokern. mit dem post will ich niemanden zu nahe tretten ist nur meine ansicht zu der sache :).

MfG Storm

das kann man glaub ich nicht so verallgemeinern.. manche Leute lassen sich halt für andere dinge mehr begeistern und finden so Sachen wie online games usw. langweilig, kommt halt immer auf den Menschen an. Allerdings wenns ums Geld geht sind immer gleich alle dabei.. auch wenn nur für kurze Zeit.. da vielen die Geduld fehlt ;)


hmm kommt auf jeden selber an ;) sicher kann poker bei manchen süchtig machen. jedoch ists sicher nicht speziell durch boni & content von ps.de der fall, es geht vielmehr um das spiel an sich welches suchtpotenzial ähnlich wie andere PC-Games hat.

Nicht alle die 12-15 Stunden zocken müssen süchtig sein. Ich persänlihc ahbe mal ne Zeit lang 5-8 Stunde am Tag gezockt und bin jetz bei 1-2 oder garnich. Je nach Lust und so^^


jamal47
Beigetreten: 20.01.2007
BlackMember

Original von Abnoe

Original von jamal47

Original von JohnnySpliffm
ich glaub grad bei wow und co ist die Suchtgefahr höher als beim online-pokern... wobei ich jetzt nich unbedingt aus erfahrung spreche und auch nich wirklich ein Suchtmensch bin,.. aber von meinem bisherigen empfinden her denke ich das pokern an sich nicht so einen großen Suchtfaktor wie andere Glückspiele bzw. Computerspiele hat.

Alle Dinge die einen Endorphin-Ausschuss zur Folge haben, haben Suchtpotential. Ob einen nun ein 200$-Pot oder ein absolviertes Level in einem Computerspiel glücklicher macht, ist natürlich sehr subjektiv. Deshalb kann man das glaube ich nicht so pauschal sagen.

verbietet alles was spaß macht!

Wer redet denn von verbieten? So ein Quatsch.
Aber dass Poker ein Suchtpotential hat, kann doch niemand ernsthaft abstreiten.


Abnoe
Beigetreten: 06.04.2005
BlackMember

Original von jamal47

Original von Abnoe

Original von jamal47

Original von JohnnySpliffm
ich glaub grad bei wow und co ist die Suchtgefahr höher als beim online-pokern... wobei ich jetzt nich unbedingt aus erfahrung spreche und auch nich wirklich ein Suchtmensch bin,.. aber von meinem bisherigen empfinden her denke ich das pokern an sich nicht so einen großen Suchtfaktor wie andere Glückspiele bzw. Computerspiele hat.

Alle Dinge die einen Endorphin-Ausschuss zur Folge haben, haben Suchtpotential. Ob einen nun ein 200$-Pot oder ein absolviertes Level in einem Computerspiel glücklicher macht, ist natürlich sehr subjektiv. Deshalb kann man das glaube ich nicht so pauschal sagen.

verbietet alles was spaß macht!

Wer redet denn von verbieten? So ein Quatsch.
Aber dass Poker ein Suchtpotential hat, kann doch niemand ernsthaft abstreiten.

Sollen also auch Hersteller von, was weiß ich, Skateboards auf ihren Geräten waren: "Vorsicht, Betrieb schüttet Endorphine aus. Erhöhte Suchtgefahr!"


Schamane
Beigetreten: 21.12.2006
BlackMember

Natürlich hat poker ein suchtpotential nur kommt es wieder darauf an was ihr unter sucht versteht. Eigentlich is sucht ja wenn man etwas nich mehr unter kontrolle hat...Also wenn man von mir aus 10 stunden am tag spielt un badbeats wegstecken kann, nich anfängt zu tilten un sein spiel durchzieht hat das für mich nichts mit sucht zu tun.


das mit dem Hinweisen ist so eine Sache, klar man kann nicht leugnen, dass pokerspieler einer gewissen suchtgefahr ausgesetzt sind, aber jeder vernünftige Mensch wird es wohl für sich selber einschätzen können, in wiefern er davon betroffen ist.
Ich kenne auch noch keinen der aufgehört hat zu rauchen, nur weil auf der Kippenschachtel "Rauchen tötet" steht


tschoa
Beigetreten: 22.12.2006
Oldschool Grinder

Original von Rabson
das mit dem Hinweisen ist so eine Sache, klar man kann nicht leugnen, dass pokerspieler einer gewissen suchtgefahr ausgesetzt sind, aber jeder vernünftige Mensch wird es wohl für sich selber einschätzen können, in wiefern er davon betroffen ist.
Ich kenne auch noch keinen der aufgehört hat zu rauchen, nur weil auf der Kippenschachtel "Rauchen tötet" steht

Das ist imho falsch. Du ueberschaetzt dich und andere Spieler mit dieser Aussage.
Und zu den Zigaretten: Dann koenntest du genauso behaupten:
Nur weil Coca Cola ein Sponsor von der WM ist habe ich mir jetz keine Flasche gekauft, auf Werbung fall ich doch nicht rein, dazu bin ich viel zu geritzt !
Stichwort Unterbewusstsein.


kashper
Beigetreten: 16.09.2006
PokerStrategist

poker hat imho n großes suchtpotential und ich bin mir sowas von sicher dass hier einige mehr süchtig sind als sie sich eingestehn


Y0d4
Beigetreten: 03.05.2006
PokerStrategist

ihr könnt OP so hart flamen wie ihr wollt, recht hat er trotzdem.
und der vergleich mit dem metzger der vegetariertum empfiehlt hinkt sehr, da ps.de auf leute, die die seite zum ersten mal sehen, immer ein wenig unseriös wirken wird(geld geschenkt? da fall ich nicht drauf rein.).
es wäre sicher nicht schlecht, durch ein paar artikel über die gefahren des pokers ein bisschen was fürs image zu tun.

und jetzt geht weinen ihr 24/7 unsüchtig spieler!


philwen
Beigetreten: 13.05.2007
Oldschool Grinder

mit strategypoints die aufenthalte in der suchtklinik bezahlen wär doch was

mal ernsthaft:

ich finde poker hat ein gewisses suchtpotential - der unterschied zu wow is halt dass man sich mit der sucht ruinieren kann...

ich würde es auch für angebracht halten wenn ps.de wenigstens 1-2 artikel darüber rausbringt..

das halt nich jeder winningplayer sein kann auch wenn man content-nutzt (^^) etc..

mfg


Merlinius
Beigetreten: 30.06.2006
Elite Grinder

also, ich könnte von poker niemals süchtig werden. für mich ist es geistig eine viel zu große anstrengung, als dass ich damit nicht mehr aufhören könnte. ganz im gegenteil: ich muss mich eher dazu zwingen, mehr zu spielen. z.b. wenn gerade in der uni klausurenzeit ist, spiele ich meistens für ein paar wochen kein poker und es ist wirklich angenehm. poker spiele ich eigentlich nur für das geld und damit ist es für mich wie jede andere arbeit auch - nur viel leichter verdientes geld.

wobei poker natürlich ein hohes suchtpotential hat, wenn man mit geringerer intensität spielt, also sich nicht so umfangreich mit der theorie auseinandersetzt.


Abnoe
Beigetreten: 06.04.2005
BlackMember

jemand möge definieren ab wann man "süchtig" ist. danke.


Schaeksbier
Beigetreten: 21.12.2006
Oldschool Grinder

wenn sich im bronzebereich der stategieartikel schon 14 artikel tummeln, würde es wohl nicht schaden noch einen zu schreiben, der sich um die sucht dreht.. das gehört imo einfach zur psychologischen komponente des pokerns dazu.


DocMuellfreak
Beigetreten: 02.11.2006
Oldschool Grinder

Eine Sucht liegt vor, wenn eins oder mehrere folgender Kriterien erfüllt wird/werden:

Abhängigkeit oder Abhängigkeit von Substanzen ist in der Internationalen Klassifikation von Krankheiten im Kapitel 5 (ICD 10, V) definiert (Im amerikanischen Raum ist das DSM IV verbreitet, die Definition ist allerdings ähnlich). ICD 10 Kapitel V Nummer F1x.2 definiert das Abhängigkeitssyndrom wie folgt:

* Es liegt ein starkes Verlangen oder eine Art Zwang vor, die Substanz zu konsumieren.
* Kontrollverlust: Es liegt eine verminderte Kontrolle über den Substanzgebrauch vor, also Kontrollverlust über Beginn, Beendigung oder Menge oder Konsum über einen längeren Zeitraum als geplant, oder erfolglose Versuche, den Konsum zu verringern oder zu kontrollieren.
* körperliches Entzugssyndrom: Körperliche Symptome treten auf, wenn die Substanz reduziert oder abgesetzt wird (beispielsweise Zittern, Halluzinationen, Kreislaufkollaps bei Alkohol, oder grippeähnliche Symptome, Erbrechen, Krampfanfälle bei Opiaten). Körperliche Abhängigkeit gibt es praktisch nur bei Alkohol, Opiaten und Benzodiazepinen.
* Toleranzentwicklung: Für Intoxikationen (Vergiftungen) oder um den gewünschten Effekt zu erreichen, müssen deutlich größere Mengen konsumiert werden, oder bei dem Konsum derselben Menge treten deutlich geringere Effekte auf: Wer mit 1,6‰ noch PKW fahren kann, hat mit Sicherheit eine Toleranzentwicklung. Diese Toleranzentwicklung bezieht sich auf die meisten Rauschmittel (einschließlich Alkohol), nicht nur auf Substanzen, die körperlich abhängig machen.
* Einengung auf den Substanzgebrauch: Es werden andere wichtige Interessen, Vergnügen, Arbeit, Beziehungen vernachlässigt, oder es wird viel Zeit darauf verwandt, sich die Substanz zu beschaffen, zu konsumieren oder sich von den Auswirkungen des Konsums zu erholen.
* Anhaltender Konsum trotz eindeutig schädlicher Folgen (körperlich, psychisch, sozial): Fortgesetzter Konsum, obwohl sich der/die Betreffende über die Art und das Ausmaß der Schädigung bewusst war oder hätte bewusst sein können (selbstschädigendes Verhalten).

Die oben genannten Kriterien müssen mindestens einen Monat lang bestehen oder in zwölf Monaten wiederholt bestanden haben. Wenn drei der oben genannten Kriterien erfüllt sind, kann die Diagnose Abhängigkeit gestellt werden.

Der ICD 10 kennt auch die Diagnose schädlicher Gebrauch, diese ist wie folgt definiert:

* Deutlicher Nachweis, dass der Substanzkonsum für psychische oder physische Probleme verantwortlich ist. Dazu gehört auch eingeschränkte Urteilsfähigkeit, gestörtes Verhalten, dass evtl. zu negativen Konsequenzen und Behinderung von zwischenmenschlichen Beziehungen führt.
* Die Art der Schädigung kann klar beschrieben werden. (Beispiele: Gewalt unter Alkoholeinfluss, Interessenverlust an Partnerschaft, PKW-Fahren unter Drogeneinfluss).
* Der Konsum muss mindestens einen Monat lang oder wiederholt innerhalb von zwölf Monaten aufgetreten sein.
* Es dürfen zur gleichen Zeit keine anderen psychischen oder Verhaltensstörungen vorliegen (außer akuter Intoxikation mit Substanzen).

(Quelle: Wikipedia)

Soviel zur Definition. Nun zu meiner Meinung. Da Poker, als Sucht, nicht Stoffgebunden ist, ist es logischerweise, wie bei Glücksspielen auch, schwerer von den Betroffenen zu erkennen, dass man eben betroffen ist. Das liegt daran, dass man nicht wirklich messen kann, wie viel man braucht, um sein Verlangen zu befriedigen.

Meiner Meinung nach ist Poker ein Spiel mit doch stark erhöhtem Suchtpotential. Überall hört man, wie einfach doch Pokern sei, und wie leicht man damit, bei verhältnismäßig geringem Zeitaufwand, einen kleinen Nebenverdienst hat. Kaum einer, den man sagen hört: Das ist so kompliziert und es ist schwer, damit Geld zu verdienen.
Die meisten hier von den "alt eingesessenen", da bin ich mir sogar recht sicher, machen das inzwischen als Nebenerwerb. Da spricht ja auch nichts gegen, aber sind das die Mehrheit aller Spieler? Ich denke das macht nur einen kleinen Teil aus. Aber das sind die einzigen, die die "Neulinge" sehen und lesen. Die, die schon lange dabei sind, die Erfolg haben.
Da kann keiner was zu, und es liegt in der Natur des Menschen, dass schöne und erfolgreiche Dinge preisgegeben werden, und Dinge, die schlecht sind, werden schneller mal verschwiegen. Beispiel Sport: Wer schon mal Meister geworden ist, egal in welcher Klasse oder Liga, hats bestimmt allen erzählt, die es interessiert oder nicht interessiert hat. Aber wer erzählt freiwillig, dass er abgestiegen ist? (Vielleicht ist der Vergleich etwas weit hergeholt, aber ich denke dennoch, dass man ihn anbringen kann)
Zurück zum Thema.
Ich denke, es ist die Mischung aus Strategie und Glück, die das Suchtpotential beim Pokern pushen. Glück und Pech gleichen sich im Leben immer aus auf Dauer. Können hat man, oder man hat es nicht. Aber wie erkennt man, ob man Gewinnt, weil man Glück hat, oder weil man das strategische Verständnis für das Spiel hat? Das kann man erstmal so gar nicht feststellen. Man muss sich mit seinem Spiel auseinandersetzen. Man muss gespielte Hände und Pötte analysieren, man muss vergleichen. Das ist wieder sehr zeitaufwendig.
Nun stellt sich die Frage: Hat man so viel Zeit? Was hat man an sonstigen Verpflichtungen, denen man nachkommen muss und möchte? Wenn man das hochrechnet, wird man feststellen, dass man gar nicht so viel Zeit hat. Ich nehme mich da mal als Beispiel:
Schlafen: 6 Stunden
Arbeiten: 8 Stunden
Sport/Zeit für Freunde: 2 Stunden
Fahrzeiten: 1,5 Stunden
Zeit für Familie: 3 Stunden
Macht zusammen 20,5 Stunden fest verplante Zeit. Dazu kommt evtl. noch, dass man irgendwas nicht geplantes unternimmt.
Im Maximalfall würden mir also 3,5 Stunden pro Tag bleiben für Dinge, die ich machen möchte. Sicher ist das meistens das, was Spaß macht. Wenn ich mal annehme, ich spiele pro Tag 3,5 Stunden Poker, dann wäre das in Hinsicht auf mein Real-Life eigentlich legitim. Merke ich aber, dass ich regelmäßig an anderen Stellen meine Zeit einschränke um ein bischen länger zu pokern, fange ich an, mir Gedanken zu machen. Schlafe ich weniger, weil ich das Gefühl bekomme, ich sollte noch ein paar Hände spielen, sollte ich auf der Arbeit unkonzentriert sein, weil ich drüber nachdenke, ob ich die ein oder andere Hand vielleicht anders hätte spielen können, fahre ich nach der Arbeit schneller, damit ich eher spielen kann oder verbringe ich weniger Zeit mit Familie oder Freunden, um ein bischen mehr zu spielen, dann ist das in meinen Augen kritisch.
Was den Zeitfaktor angeht, bin ich der Meinung, dass alle, die mehr als 6 Stunden am Tag spielen, sich mal Gedanken machen sollten, ob das wirklich die Erfüllung ist. (Ich möchte hier keinen angreifen. Vielleicht hat der ein oder andere seine Prioritäten anders gesteckt)

Nun zu der Sache mit PS.de und der Frage, ob sie mehr auf Gefahren aufmerksam machen sollten. Ich denke, es schadet nicht, wenn man hier oder da mal auf Gefahren beim Pokern aufmerksam macht. In manchen Artikeln ist das bereits impliziert. Sätze wie "selbst die besten Spieler können tausende von Händen mit Verlust spielen, obwohl sie alles richtig gemacht haben" findet man immer wieder. Ein Artikel in dem auf Suchtgefahr, erste Anzeichen für eine beginnende Sucht, Hilfe und Möglichkeiten Hilfe zu suchen für Betroffene wäre aber nicht die falscheste aller Alternativen.
In wie fern MBS und Boni eine Sucht fördern, vermag ich nicht zu sagen. Sie können aber dazu verleiten mehr zu spielen. Das merke ich an mir selber. Das MBS ist es gar nicht mal so. Als SSS-Spieler bis hin zu NL200 lässt es sich gut als Gold-Member leben, und in meinen Augen hat man als Platin-Member nicht mehr so ganz extrem viele Vorteile mehr (wobei ich nicht weiss, wie das Forum für Platiner aussieht). Die Boni hingegen verleiten dann doch zum mehr spielen. Mich zumindest. Der aktuelle Bonus von PartyPoker bringt mich dazu in einer Woche 600 PartyPoints zu erspielen. Meine "normale" Punktrate liegt irgendwo bei 50-60 pro Tag. Damit käme ich für den Bonus nicht aus. Hierfür müsste ich im Schnitt 85 Punkte am Tag erspielen. Das ist ein zeitlicher Mehraufwand von ca. 50%. Da ich es aber als lohnend ansehe, da ich 100$ nebenbei schnell verdiene, kann ich das in Kauf nehmen, und meine "Reserve-Zeit" am Tag etwas kleiner halten. Dafür weiss ich aber auch, dass ich nach dem Bonus wieder weniger spielen werde, denn dann muss ich die verlorene Zeit nachholen, mit Freunden, Familie oder Sport.

Ich hoffe, ihr konntet soweit folgen und habt einigermaßen meinen Standpunkt verstanden.
Über aussagen wie "ich spiele 13-15 Stunden pro Tag, bin aber nicht süchtig", muss ich schon ein wenig schmunzeln. Fühlt euch nicht angegriffen, aber überlegt mal, wie viel Zeit euch bleibt, um euch um Freunde und Familie zu kümmern. Abzüglich 6 Stunden Schlaf, bleiben euch im Extremfall 3 Stunden Zeit für Freunde, Familie, Arbeit oder Schule. Da sollte man sich im Klaren darüber sein, was das wichtigste im Leben ist. Und das sind meiner Meinung nach ganz klar Famlie und Freunde. Ohne die ist das Leben nur halb so schön, wenn überhaupt.

In diesem Sinne...
Gute Nacht


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