In der Wissenschaft nutzt man zur Verwerfung der Nullhypothese (Bierdeckel ist fair) oftmals den alpha-wert von 0.05. So dass man sagt wenn man ein Ereignis erhält was so extrem ist dass es nur zu 5% unter der Nullhypothese eintreffen kann - dann verwirft man diese.
Das erhälst du beim Münzwurf nach 6 Würfen - 6x Kopf nacheinander hat nur 3.125% Wahrscheinlichkeit.
Jezt weißt du natürlch auch dass wenn 30 Leute ne Münze 6x Werfen sehr sicher einer 6x kopf oder Zahl haben wird.
(hab mal ausgerechnet wenn jeder Mensch auf der Welt ne Münze 30x wirft dann wird es 1-2 geben die 30x kopf oder zahl nacheinander haben).
Die würden dann auch denken die Münze oder Bierdeckel sei rigged.
Wenn dein Bierdeckel also wirklcih immer oberseite landet und du 4mal wirfst dann weißt du nur dass ein normaler, fairer bierdeckel sich eben in ~6% der Fälle eben so verhält.
Wenn du dich mit Bayes-Wahrscheinlichkeit auskennst würdest du deine Anfangsvermutung (prior-probabilty) durch den Erhalt von Daten (Bierdeckelwurf) anpassen können zu einer posterior-probabilty.
Deine anfangs-vermutung ist - 100% landet oben (weil rigged) oder anders rum) - dein Kumpel denkt es ist 50-50% - dann werft ihr 4mal.
Deine wahrscheinlichkeit ändert sich nicht - weil ja das rauskam was du dachtest. Seine würde sich dann leicht verändern zu 30-70 (habs jetzt nicht genau ausgerechnet).
Allerdings würden dann immer noch 99% der menschen deinem kumpel glauben weil so eine münze oder bierdeckel ja eben zu 99.999% der fälle nicht rigged sind. - Dein anfangsprior ist also etwas gewagt formuliert.