Zum Sport: Wenn man so schon Kreislaufprobleme hat, dann sollte man mit dem Sport sicherlich etwas vorsichtig sein, wenn man fastet, weil der Koerper in dieser Zeit sicherlich etwas geschwaecht und deshalb anfaelliger ist. Ich habe damit keine Probleme und betreibe auch keinen Extremsport oder V02 Training waehrend des Fastens.
Es wird behauptet, dass das Fasten die Muskelmasse verringert, weil sich der Koerper auch von den Muskeln ernaehrt. Das spricht eigentlich eher dafuer, etwas Sport zu betreiben, um diesen Effekt moeglichst klein zu halten. Ausserdem werden durch das Fasten die Wachstumshormone stimuliert, was wiederum fuer den Sport und Muskelaufbau spricht.
Spoiler
https://kaleandme.de/blogs/news/muskelabbau-fasten
"Der Glaube, dass Fasten zwangsläufig zum Muskelabbau führt, ist weit verbreitet. Aktuelle Studien widerlegen dies und zeigen, dass der Körper während des Fastens Mechanismen aktiviert, um die Muskelmasse zu erhalten. In den ersten 24–48 Stunden werden die Glykogenspeicher (Kohlenhydratspeicher) in Leber und Muskeln zur Energiegewinnung genutzt. Nach einer kurzen Phase des Proteinabbaus zu Beginn des Fastens stellt der Körper seinen Stoffwechsel um und nutzt vermehrt Fettdepots zur Energiegewinnung. Dabei werden Fettreserven abgebaut und Fettsäuren in Ketonkörper umgewandelt, die als alternative Energiequelle dienen. Durch die Nutzung von Ketonkörpern wird der Abbau von Muskelprotein minimiert, wodurch die Muskelmasse weitgehend erhalten bleibt.
Diese metabolische Anpassung ermöglicht es dem Körper, auch längere Fastenperioden ohne signifikanten Muskelverlust zu überstehen."
Fastet jemand zum ersten Mal, dann wird empfohlen die Nahrung in den 2-3 Tagen vorm Start bereits zu reduzieren, um den Koerper langsam an weniger Nahrung zu gewoehnen. Ich habe das nie so gemacht und da die aktuelle Idee zum Fasten spontan kam, war es auch diesesmal nicht so.
Die beiden wichtigsten Dinge sind imo die Wasserzufuhr und die mentale Vorbereitung. Ist man mental auf das vorbereitet, was einen erwartet, dann ist es halb so schlimm.
a. Gerade in den ersten beiden Tagen sollte man darauf achten, dass man deutlich mehr Wasser zu sich nimmt und auch dann trinken, wenn man vielleicht gerade gar keinen Durst hat. Macht man zudem noch Sport, dann ist es ratsam den Elektrolythaushalt regelmaessig aufzufuellen. Wasser mit 1/2 Teeloeffel handelsueblichem Salz, 1/4 Teeloeffel Kaliumchlorid und 1/4 Teeloeffel Magnesiumcitrat sind wohl ideal. Kalium und Magnesium habe ich nicht im Haus und wollte ich nicht extra kaufen, also nehme ich zum Salz noch etwas Apfelessig und Metylenblau.
Ein positiver Effekt des Fastens in bezug auf die Fluessigkeitsaufnahme ist, dass man im Anschluss an das Fasten weiterhin mehr trinkt, weil man sich daran gewoehnt hat. Dieser Effekt haelt je nach Person mehr oder weniger lang.
b. Zur mentalen Vorbereitung gehoert sicherlich zu wissen, was auf einen zu kommt und evtl. noch warum. Wir glauben, dass der Koerper beim Fasten entgiftet, aber erst einmal ist das Gegenteil der Fall. Giftstoffe werden in unseren Fettzellen/dem Fettgewebe abgelagert und genau davon ernaehrt sich der Koerper, wenn er keine Nahrung bekommt. Aus diesem Grund kommt es anfangs sozusagen zu einer Vergiftung der Leber und der Niere, was sich u. a. in Kopfschmerzen ausdruecken kann. In diesem Fall hilft viel trinken.
Und dann bekommt man natuerlich deutlich den Unterschied zwischen Appetit und Hunger zu spueren. Ich ignoriere beides. Klingt fuer den einen oder anderen vielleicht etwas einfacher, als es ist, aber das Bewusstsein hilft hier weiter. Hat man einen Mueckenstich oder ein unangenehmes Gefuehl, dann fuer 30 Sekunden volle Konzentration darauf, um es anschliessend als gar nicht so schlimm zu akzeptieren und in den Hintergrund zu verschieben.
Frueher habe ich waehrend des Fastens gerne etwas Bruehe getrunken. Jetzt habe ich gelesen, dass selbst Bruehe das Fasten bricht und somit gibt es nur Wasser und evtl. ne Tasse Kaffee im Verlauf des Tages.
Vitamine (A, D, E und K) zu supplementieren kann man angeblich weglassen, weil auch diese im Fett abgelagert werden. B und C lasse ich auch weg, weil ich glaube, dass 4-5 Tage Unterversorgung nicht dramatisch sind. Gleiches gilt fuer Zink und sonstiges.
Kein Protein, aber Creatin.
Zu guter Letzt darf der Hinweis nicht fehlen, dass man sich vor dem Fasten mit seinem Arzt in Verbindung setzen sollte, um die Vorgehensweise mit ihm abzustimmen.
Allgemein sollte klar sein, dass Fasten nicht zur Gewichtsabnahme geeignet ist, weil man das durch den Jojo-Effekt nach Beendigung schnell wieder drauf hat, wenn man nicht aufpasst. Dementsprechend sollte man wieder langsam mit der Nahrungaaufnahme beginnen.
In mir steigt langsam die Freude auf das Warsteiner Fresh und das Omelett am Montag.