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Wurde dir konkret die Straftat "Steuerhinterziehung" vorgeworfen? Steuerhinterziehung setzt ja ein "Wissen" und "Wollen" voraus, was mir sehr weit hergeholt erscheint. Hast du mal nachgefragt?
Es tut mir so leid für dich und hoffe du kommst ohne Probleme aus der Sache raus!!!:heart::heart::heart::heart:
:censored::censored::censored::censored: DEUTSCHLAND
Original von chas0r
Verjährt sowas nicht? Ist ja immerhin über 10 Jahre her.
Deswegen wohl ab 2012
War das nicht damals illegal, von daher fallen keine Steuern an?!
Die Anbieter hatten dich keine Lizenz!
Original von ubetterfold
War das nicht damals illegal, von daher fallen keine Steuern an?!
Die Anbieter hatten dich keine Lizenz!
Spielt keine Rolle. Auch Einkünfte aus Drogenhandel unterliegen der Besteuerung.
Verstehe ich also richtig, dass du nie irgendwelche Poker-Einnahmen in der Steuererklärung angegeben hattest?
Krass. Welches Bundesland lebst du?
Von welchem Pokeranbieter soll das denn gemeldet worden sein? Bzw. wo hast du gespielt?
Es ist sicher nur eine Frage der Zeit bis jemand wegen Steuerschulden aus Poker-Tätigkeiten verknackt wird. Derzeit kriegen ja viele Post vom FA.
Frage mich auch ob man Brief kriegt wenn man kleine Summen gemacht hat. Also nichtmal 5k pro Jahr.
Also steht jetzt fest, dass Pokerstars die Snitch ist. Aber warum machen die das? Stand da was vom im Gesetz oder machen sie das komplett freiwillig?
Original von cHaiNSawMasSacRe
Krass. Welches Bundesland lebst du?Von welchem Pokeranbieter soll das denn gemeldet worden sein? Bzw. wo hast du gespielt?
Es ist sicher nur eine Frage der Zeit bis jemand wegen Steuerschulden aus Poker-Tätigkeiten verknackt wird. Derzeit kriegen ja viele Post vom FA.
Es bekommen zwar viele Post, aber einfach mal abwarten was am Ende bei rumkommt. Bisher wurde auch noch niemand wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Es wurde einfach die Steuer nachträglich erhoben und sonst ist nichts weiter passiert. Wie gesagt, für Steuerhinterziehung gibt es ganz enge Voraussetzungen Natürlich ermittelt die Finanzverwaltung erstmal Steuerhinterziehung, denn dann kann sie sehr lange zurück gehen, weil da die Festsetzungsverjährung 10 Jahre beträgt und vielleicht knickt der Steuerpflichtige ja ein. Realistisch gesehen bewegt man sich maximal im Rahmen der leichtfertigen Steuerverkürzung und da beträgt die Festsetzungsverjährung 5 Jahre. Kann auch gut sein, dass sogar die Gerichte selbst das nicht annehmen, was ich für realistisch halte, und es bleibt bei 4 Jahren. Wenn man die ganzen Jahre keine Steuererklärung abgegeben hat, dann ist die Berechnung etwas komplizierter und vom Nachteil für den Steuerpflichtigen.
Leider denke ich, dass es oft bis zum Finanzgericht gehen wird, da die Finanzverwaltung sich da im Regelfall uneinsichtig zeigt. Die beste Strategie ist auch individuell und hängt von sehr vielen individuellen Faktoren ab. Jemand der nur Nl25-Nl50 oder 15$ SNGs gespielt hat, hat natürlich bessere Chancen als ein Midstakes Regular. Und zwar 1. um überhaupt keine Steuern zu bezahlen und 2. dass man sich im Bereich der normalen Festsetzungsverjährung bewegt. Sind alles Einzelfallentscheidungen, da es dazu bislang noch kein Gesetz, imo keine Verwaltungsanweisungen und kaum Rechtsprechung gibt.
Was man nicht vergessen darf ist, dass bisher alle Urteile sich auf Mid- Highstakesregulars beziehen. Das heißt diese Urteile sind so 1 zu 1 auf die allermeisten Spieler nicht anwendbar, auch wenn die Finanzverwaltung das natürlich versuchen wird. Am Ende wird ein Gericht wieder eine Einzelfallentscheidung treffen und nach einigen Jahren werden sich dann wirklich konkrete Kriterien für steuerbare Pokereinkünfte herauskristallisiert haben.
Keine Rechtsberatung.
Da wollten die dich wohl auf frischer Tat ertappen durch den Hausbesuch 😆 welche Uhrzeit wars ungefähr?
Hattest du vorher schon den berühmten Brief bekommen?
Bissl seltsam ist wie ich finde dass die ihre Quelle, den Pokeranbieter angeben. Aber kann auch absichtliche Falschinformation sein.
Warum denken eigentlich so viele dass die Quelle Stars sein soll?
Warum sollte die Quelle kein Pokeranbieter sein? Denkst du denen ist die Info, dass der Kollege hier Pokerwinnings eingefahren hat vom Himmel gefallen?
Spoiler
Original von meistermieses
Original von cHaiNSawMasSacRe
Krass. Welches Bundesland lebst du?Von welchem Pokeranbieter soll das denn gemeldet worden sein? Bzw. wo hast du gespielt?
Es ist sicher nur eine Frage der Zeit bis jemand wegen Steuerschulden aus Poker-Tätigkeiten verknackt wird. Derzeit kriegen ja viele Post vom FA.
Es bekommen zwar viele Post, aber einfach mal abwarten was am Ende bei rumkommt. Bisher wurde auch noch niemand wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Es wurde einfach die Steuer nachträglich erhoben und sonst ist nichts weiter passiert. Wie gesagt, für Steuerhinterziehung gibt es ganz enge Voraussetzungen Natürlich ermittelt die Finanzverwaltung erstmal Steuerhinterziehung, denn dann kann sie sehr lange zurück gehen, weil da die Festsetzungsverjährung 10 Jahre beträgt und vielleicht knickt der Steuerpflichtige ja ein. Realistisch gesehen bewegt man sich maximal im Rahmen der leichtfertigen Steuerverkürzung und da beträgt die Festsetzungsverjährung 5 Jahre. Kann auch gut sein, dass sogar die Gerichte selbst das nicht annehmen, was ich für realistisch halte, und es bleibt bei 4 Jahren. Wenn man die ganzen Jahre keine Steuererklärung abgegeben hat, dann ist die Berechnung etwas komplizierter und vom Nachteil für den Steuerpflichtigen.
Leider denke ich, dass es oft bis zum Finanzgericht gehen wird, da die Finanzverwaltung sich da im Regelfall uneinsichtig zeigt. Die beste Strategie ist auch individuell und hängt von sehr vielen individuellen Faktoren ab. Jemand der nur Nl25-Nl50 oder 15$ SNGs gespielt hat, hat natürlich bessere Chancen als ein Midstakes Regular. Und zwar 1. um überhaupt keine Steuern zu bezahlen und 2. dass man sich im Bereich der normalen Festsetzungsverjährung bewegt. Sind alles Einzelfallentscheidungen, da es dazu bislang noch kein Gesetz, imo keine Verwaltungsanweisungen und kaum Rechtsprechung gibt.
Was man nicht vergessen darf ist, dass bisher alle Urteile sich auf Mid- Highstakesregulars beziehen. Das heißt diese Urteile sind so 1 zu 1 auf die allermeisten Spieler nicht anwendbar, auch wenn die Finanzverwaltung das natürlich versuchen wird. Am Ende wird ein Gericht wieder eine Einzelfallentscheidung treffen und nach einigen Jahren werden sich dann wirklich konkrete Kriterien für steuerbare Pokereinkünfte herauskristallisiert haben.
Keine Rechtsberatung.
Interessante Einschätzung, aber laut den neusten Entwicklungen ist da wohl eher der Wunsch der Vater des Gedanken.
Wenn die Finanzämter jetzt durch das BFH-Urteil Rückenwind haben und quasi eine "Steuer-CD" von irgendeinem Informanten (Pokerseiten/Zahlungsdienstleister) haben, dann werden sie die Liste der (vermeintlichen) Steuerpflichtigen auch peu-a-peu durch gehen. Warum auch nicht?! Ist ja für sie bislang keinerlei große Arbeit. Einfach nen Brief raus schicken a la "Uns ist zu Ohren gekommen, dass Sie Pokerwinnings haben, erklären Sie mal". Dann rennen die meisten zum Steuerberater, melden die Gewinne nach und das Finanzamt wird happy sein. Und warum sollten sie das nicht auch schon bei Leuten machen, die nur 8k im Jahr mit Poker gewinnen?
Was ich am OP interessant finde ist, dass da wirklich drei Hanseln vor der Tür stehen. Weiß einer, der in der Materie steckt, wieso? Hoffen die, dass sich der Pokerspieler dann verstrickt oder irgendwelche Angaben an der Haustür macht? Soweit ich guth888 verstanden habe, gab es ja keinen Durchsuchungsbeschluss.
Widerspricht sich ja nicht zu meiner Aussage. Natürlich haben sie durch das BFH-Urteil Rückenwind und es werden sehr wahrscheinlich viele, in Abhängigkeit vom Bundesland und vom Finanzamt, Post bekommen. Außerdem wird es oft bis zum Finanzgericht gehen, es sei denn der Steuerpflichtige knickt vorher ein.
So einfach ist das auch nicht für das Finanzamt. Natürlich meldet man "Einkünfte" nach, aber man legt dann gegen die Bescheide natürlich Einspruch ein und es geht in die nächste Instanz.
Wenn Leute nur 8k € mit Poker im Jahr verdient haben, dann empfiehlt es sich als "Steuerpflichtiger" gegen den Bescheid Einspruch einzulegen und ggf. vor dem Finanzgericht zu klagen. Aber ja, als Finanzverwaltung kann man es versuchen, gibt ja wie gesagt kaum Rechtsprechung dazu. Und einige Leute werden bei 8k € Einkünften vielleicht zahlen, weil sie keine Lust auf den Stress und die Kosten einer Klage haben. Musst ja erstmal einen Steuerberater finden, der dein Mandat zu einem vernünftigen Satz übernimmt und auch bereit ist, sich ordentlich in die Materie einzuarbeiten.
Also wenn man solche Verwaltungsakte wie "Einleitung eines förmlichen Strafverfahrens" persönlich abgibt, dann hat es den Vorteil, dass man auch weiß, dass der VA angekommen ist. Zusätzlich kann man natürlich Informationen sammeln, die man sonst eher nicht bekommt, wenn der Bürger ab dann nur noch per Steuerberater/Rechtsanwalt kommuniziert.
Das ist aber definitiv nicht die Regel und personell gar nicht leistbar. Meistens wird die Zustellung über PZU (Postzustellungsurkunde) laufen.
Bei Guth verstehe ich aber nicht, wieso es drei Mitarbeiter waren. Mich würden da die Dienstgrade interessieren. War vielleicht sogar der Sachgebietsleiter dabei?
Einen Durchsuchungsbeschluss halte ich im Regelfall für unwahrscheinlich. Auch dafür gibt es strenge Voraussetzungen.
Es scheint mir eher so, dass
a) das alles für die Finanzverwaltung Neuland ist und sie mehr Zeit/Manpower da investieren,
b) ihre Informationen unvollständig sind
c) Guth für sie "ein größerer Fisch" ist
Aber das sind nur meine Annahmen. Obv. auch alles keine Rechtsberatung. Guth sollte sich auf jedenfall kompetenten und halbwegs günstigen rechtlichen Beistand holen, denn das Verfahren kann sehr lange dauern.
Original von Anonym92
Also steht jetzt fest, dass Pokerstars die Snitch ist.
Quelle?