@Mart1 - du versteuerst ja nicht den Bruttogewinn, sondern gleich den Nettogewinn (also Rake schon abgezogen) - d.h. ist nicht
@Romeryo - ja, kann man so machen - nennt sich Steuerbetrug. Ausserdem wirst du deine Glücksspielgewinne belegen müssen.
@Mart1 - du versteuerst ja nicht den Bruttogewinn, sondern gleich den Nettogewinn (also Rake schon abgezogen) - d.h. ist nicht
@Romeryo - ja, kann man so machen - nennt sich Steuerbetrug. Ausserdem wirst du deine Glücksspielgewinne belegen müssen.
Da gäbs aber einige Steuerbetrüger. Ich bezweifle stark, dass jeder größere Tourney-Win bei der Steuer gemeldet wird wenn man ihn auscasht...
Original von mamanani2
Naja, prinzipiell ist es kein Hobby mehr fürs FA, wenn du damit ddein leben finanzierst bzw. es deine hauperwerbsquelle ist. bei 200€ im Monat sollte Hobby schon noch laufen, auch als Student, aber wenns den BAFöG Höchstsatz überschreitet ist es für die auf jeden Fall kein Hobby mehr.MfG
ist das ne annahme oder hast du ne begründung dafür (kein flame). ich denke diese gewinne (irgendwas zwischen 500 und 1,2k per month) trifft wahrscheinlich auf einen großteil der winning player hier im forum zu.
ne zweite frage ab welchem jährlichen gewinn müsste ich anfangen zu versteuern?
Original von renkenfish
Original von mamanani2
Naja, prinzipiell ist es kein Hobby mehr fürs FA, wenn du damit ddein leben finanzierst bzw. es deine hauperwerbsquelle ist. bei 200€ im Monat sollte Hobby schon noch laufen, auch als Student, aber wenns den BAFöG Höchstsatz überschreitet ist es für die auf jeden Fall kein Hobby mehr.MfG
ist das ne annahme oder hast du ne begründung dafür (kein flame). ich denke diese gewinne (irgendwas zwischen 500 und 1,2k per month) trifft wahrscheinlich auf einen großteil der winning player hier im forum zu.
ne zweite frage ab welchem jährlichen gewinn müsste ich anfangen zu versteuern?
Steuerfreibetrag 2010 in Dtl. sind 8004,00€.
Original von renkenfish
ne zweite frage ab welchem jährlichen gewinn müsste ich anfangen zu versteuern?
Normaler Steuersatz, so wie normales Einkommen halt.
Freunde? Familie?
Meine letzte Info war auch, dass sobald die Pokerwinnings (kA ob ausgecasht oder tatsächliche) die "normalen" Einnahmen übersteigen und man mit der Absicht spielt dauerhaft seinen Lebensunterhalt damit zu verdienen, man Steuern zahlen muss.
Wie sollen die meinen Namen in Verbindung mit meinen Onlinespielgeldkonten rausfinden? Einzige Schwachstelle ist das ps.de imo (wenn man nicht gerade ein Star in der Szene ist und live nette Winnings einfährt) oder wenn sie meinen email account /meinen pc hacken oä....
gerade wenn ab und an mal paar euro aufs Bankkonto kommen kann man doch immer sagen dass das Sportwetten oä waren?
@Maggy
Super Post, vielen Dank.
Mich würd interessieren, was als Grundlage für Gewinne/Verluste genommen wird wenns um die Steuern geht. Ich geh mal davon aus, dass größere Gewinne = mehr Steuern heißt. Wie gibst Du Deine Gewinne an? Und wie kontrollieren die ob alles mit rechten Dingen zugeht? Könntest ja rein theoretisch sagen, dass Du immer im Minus warst, in Wahrheit aber sicke Gewinne einfährst. Übertrieben und dumm gefragt: Zeigst denen Deinen HEM-Monatsgraphen?
@Mods
Löscht bitte den Spam, damits übersichtlich bleibt.
Ein sehr lehrreiches Fallbeispiel, fand es sehr interessant :
http://www.pokerfirma.de/news/poker-steuer/34875
mfg
Mich würde interessieren, was die Grundlage für eine eventuell zu zahlende Steuer ist. Unter welche Einkommensart fällt Poker, wenn ich es hauptberuflich mache?
Das Wort Gewerbe ist in diesem Zusammenhang schon oft gefallen, aber warum sollte ich dann nur darauf Steuern zahlen, was ich auch tatsächlich auscashe?
Wird dann nicht die BR am Ende des Jahres mit der am Jahresanfang verglichen, bereinigt eventuell um diverse Cashouts und ggf. eingecashtes und das dann als Grundlage genommen?
Original von Pokerlarsi
Mich würde interessieren, was die Grundlage für eine eventuell zu zahlende Steuer ist. Unter welche Einkommensart fällt Poker, wenn ich es hauptberuflich mache?
Das Wort Gewerbe ist in diesem Zusammenhang schon oft gefallen, aber warum sollte ich dann nur darauf Steuern zahlen, was ich auch tatsächlich auscashe?
Wird dann nicht die BR am Ende des Jahres mit der am Jahresanfang verglichen, bereinigt eventuell um diverse Cashouts und ggf. eingecashtes und das dann als Grundlage genommen?
Find ich auch wichtig^^
Ist es der Gesamtgewinn/verlust, den ich im Monat erwirtschafte oder ist es der Wert, den ich dann tatsächlich auf ein Konto auszahle? Wie verhält es sich mit Rakeback? Soweit ich informiert bin, sind z.B. Zinsen einkommensteuerpflichtig (Muss man diesen Punkt auf Rakeback anwenden?)
wieso ziehen die berufspokerspieler nicht nach gibraltar? da zahlt ihr im jah einmalig 10k steuern und das wars.
Original von mahoti
wieso ziehen die berufspokerspieler nicht nach gibraltar? da zahlt ihr im jah einmalig 10k steuern und das wars.
ich dachte man zahlt nichts?
Original von mahoti
wieso ziehen die berufspokerspieler nicht nach gibraltar? da zahlt ihr im jah einmalig 10k steuern und das wars.
Familiäre und sonstige Bindungen; Sprachbarriere(?); Probleme bei Rückkehr nach Deutschland (Reintegration ins Sozialsystem, u.a. Krankenversicherung usw.).
Nur mal das, was mir spontan einfällt.
Nachfolgend unbelegter "Schuss ins Blaue":
Theoretisch sollten die Gewinne als Pokerpro unter "Einnahmen aus selbständiger Tätigkeit" laufen (freie Wahl der Vertragspartner, selbständige Zeiteinteilung, nicht weisungsgebunden usw.).
Damit sind die jährlichen Überschüsse (Nettogewinne[nach rake] - Kosten[Buy-ins für MTTs, Reisekosten, Verpflegung, Internet, PC] - sonstige absetzbare Posten[Krankenversicherung, gewisse Altersvorsorge usw.]) zu versteuern - und zwar unabhängig davon, WO das Geld liegt (Pokerskin, Girokonto usw.).
Mit der "Hobby"-These wär ich auch vorsichtig. Es gibt iirc mehrere Karten, die das FA ziehen kann: Gewinnerzielungsabsicht, Regelmässigkeit, Haupteinkommen usw.
Wobei iirc grundsätzlich ALLE Einnahmen eines Jahres zu versteuern sind - unabhängig, ob aus Hobby, Angestelltenverhältnis, Renten, selbst. Tätigkeit usw. erzielt. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Freigrenzen.
Aber so lange sich hier niemand meldet, der das bereits durchzieht, werden wir eh alle nur raten... ![]()
Gruss alpie, oder mag hier mal ein FA-Beamter reinschreiben? ♦
.
Auf Bafög sollte man in dem Fall besser verzichten. Ansonsten ist die Lage hier wesentlich positiver für Studenten und Azubis einzustufen. Aufgrund des immensen Zeitaufwands den man als Azubi in eine 40 Std. Arbeitswoche investieren muss, kann man hier trotz hoher Beträge ein Hobby geltend machen. In diesem Fall mein unverbindlicher(!) Rat: alle paar Monate 1x groß auscashen und im Zweifelsfall angeben, man hätte eben mal in einem Turnier großes Glück gehabt. Da wird es für das FA deutlich komplizierter regelmäßiges Einkommen geltend zu machen.
Auch hier ist die Lage unklar, aber weniger problematisch, weil dieser Hobbyaspekt schwer zu widerlegen ist.
Original von GeeBee
Mich würd interessieren, was als Grundlage für Gewinne/Verluste genommen wird wenns um die Steuern geht. Ich geh mal davon aus, dass größere Gewinne = mehr Steuern heißt. Wie gibst Du Deine Gewinne an? Und wie kontrollieren die ob alles mit rechten Dingen zugeht? Könntest ja rein theoretisch sagen, dass Du immer im Minus warst, in Wahrheit aber sicke Gewinne einfährst. Übertrieben und dumm gefragt: Zeigst denen Deinen HEM-Monatsgraphen?
Hier geht es um eine ordentliche Buchführung. Das Pokerkonto spielt dabei keine Rolle, sondern nur meine Bankkonten. Folglich wird nur versteuert was auch ausgecasht wird. Ich habe mehrere Bankkonten, von denen eins zum Sparen ist, eins für monatl. Kosten (Miete, Freizeit, etc.) und ein Pokerkonto. Auf das Pokerkonto fließen die Gelder, die versteuert werden müssen. 42% leg ich für die Steuer weg, der Rest wird auf die anderen Konten verteilt oder für Pokeraufwendungen ausgegeben. Diese Aufwendungen werden mit Belegen sorgfältig dokumentiert und mit zum Steuerberater genommen. Da fließen sie dann in die Gewinn/Verlust/Aufwandsrechnung mit ein.
Als Belege für das Auscashen gelten meine Kontoauszüge.
Zu den drei Bankkonten habe ich eine eigene Buchführung. 1x für Online Ein-/ und Auszahlungen, 1x für Live-Turnier Buy Ins (im Falle von OOM-Finish absetzbar) und 1x Cash-Game Live (Eindeutig die komplizierteste Angelegenheit. Letztlich hat der Spieler hier sehr viel Spielraum, weil niemand nachvollziehen kann wie viel er gewinnt oder verliert. Die Frage ist auch bis heute noch nicht mit zw. meinem Steuerberater und dem FA geklärt.)
Original von chikenchons
Wie verhält es sich mit Rakeback? Soweit ich informiert bin, sind z.B. Zinsen einkommensteuerpflichtig (Muss man diesen Punkt auf Rakeback anwenden?)
Rakeback zählt letztlich auch zu den Gewinnen, sobald er als Zahlung auf dem Bankkonto eingeht und sozusagen aus dem Betriebsvermögen (Pokeraccount) abgezogen wird. Der Rake als solcher interessiert das FA herzlich wenig. Wenn dadurch für den Spieler Gewinne entstehen, werden diese besteuert. Sonst würde der Winningplayer ja bestraft und der BE-Grinder nicht. Das ist nicht so.
Natürlich gibt es wie bei allen Selbstständigen immer die Möglichkeit was vorbeizuschleusen. Überweisung via Account an Freunde und dann geben die einem das Geld cash usw. Das wäre dann aber praktisch Steuerhinterziehung. Möglichkeiten gibt es immer viele, ob man die nutzen will ist jedem selbst überlassen. Wer das aber sowieso vor hat, der sollte lieber gleich anonym bleiben und sich nur im Fall der Fälle dann mit dem FA beschäftigen. Kann ja auch gut gehen. Aber mir ist das Risiko zu groß, wenn es eines Tages heißt alles umsonst - Lücken im Lebenslauf und Konten leer. Würde ich nach dem zig tausende von Dollar durch meine Hände geflossen sind nur schwer verkraften.
Original von Ghostbiker
Arbeitest du fürs Finanzamt und willst uns zum zahlen animieren
Du zahlst lieber 40%+ deiner Winnings als ins Ausland zu gehen ♠_confused: Für 40k im Jahr such ich dir eine nette Bude raus
Mir ist klar wie teuer die Wohnungen sind, ich war schon auf Gib und in London, hab mir alles mal angeschaut. Aber beim Thema auswandern sind es nicht nur die Lebensunterhaltungskosten. Ich hab hier ne riesen Lebensqualität. Mein Freundeskreis ist super, meine Familie wohnt nicht weit, ich hab ne super Wohnung, Sportverein, fühle mich sehr wohl. Wenn mir von 1 Mille im Jahr 400k genommen würden, dann würde ich keine Sekunde überlegen, aber nach persönlichem Aufwiegen von pros und cons sind 100k meine persönliche Grenze. Die sollte natürlich wie das meiste in diesem Thread jeder für sich selbst festlegen.
An dieser Stelle sage ich auch noch mal ganz deutlich, dass dies nur meine Erfahrungen und meine Handhabe ist. Ihr müsst das alles auf euch persönlich zugeschnitten mit FA und Steuerberater klarmachen. Dieses Thema ist sehr individuell, gerade in Bezug auf Poker, aber auch so gibt es in Sachen Steuern keine universal Lösung für alle.
in monaco zahlt man überhaupt keine steuern und es gibt super wohnungen mir meerblcik schon ab 1200€.
schaut mal auf immobielienscout nach. wenn ich hier teilweise die winnings von einigen leuten sehe, dann denke ich mir die müssen doch beklopt sein, um die sicken 100k$+ graphen hier zu posten.
ich meine ich bin ein schleifer azubi mit nem netto gehalt von 180€!!! und lebe in nem plattenbau, wo nicht der hausmeister das treppenhaus saubermacht sondern die polizei, wenn ihr versteht was ich meine.
wäre ich ein berufspokerspieler, dann wäre ich sofort aus diesem land ausgewandert und hätte irgenwo am strand meinen hintern braun gebrannt..
Original von mahoti
in monaco zahlt man überhaupt keine steuern und es gibt super wohnungen mir meerblcik schon ab 1200€.
schaut mal auf immobielienscout nach. wenn ich hier teilweise die winnings von einigen leuten sehe, dann denke ich mir die müssen doch beklopt sein, um die sicken 100k$+ graphen hier zu posten.
ich meine ich bin ein schleifer azubi mit nem netto gehalt von 180€!!! und lebe in nem plattenbau, wo nicht der hausmeister das treppenhaus saubermacht sondern die polizei, wenn ihr versteht was ich meine.
wäre ich ein berufspokerspieler, dann wäre ich sofort aus diesem land ausgewandert und hätte irgenwo am strand meinen hintern braun gebrannt..
=), stimmt wieso wandern wir nicht alle nach monaco aus....
achja, da war ja was...
"Wer in Monaco arbeiten will, der hat unter Umständen gute Chancen. Doch er wird seinen festen Wohnsitz in Frankreich suchen müssen. Der Traum von einem dauerhaften Leben in Monaco wird sich für den europäischen Durchschnittseuropäer wohl nicht erfüllen und das hat einen guten Grund: Wer ein dauerhaftes Wohnrecht in Monaco erhalten will, der muss eine Summe von 400 000 Euro bei einer monegassischen Bank hinterlegen und ferner eine Immobilie erwerben, die einen Mindestwert von 700 000 Euro hat."
und die wohnung für 1200 will ich sehn ![]()
ausserdem kostet alles 3-5x so viel wie hier. selbst wenn du 50% steuern zahlst, haste unterm strich mehr übrig.
@Maggy
Vielen Dank für die Erklärung.
Kleines Bsp. (nur damit ich weiß, ob ich es richtig verstanden habe):
Angenommen Du casht im Monat 10000€ (zur einfachen Rechnung) aus. Dieses Geld teilst Du auf Deine 3 Konten auf und das ist auch jenes Geld, das Du zu versteuern hast. 4200€ davon legst Dir dabei auf das Pokerkonto (der zu versteuernde Teil von den 10k), und der Rest der 5800€ wird eben für mtl. Fixkosten bzw. Spareinlagen aufgeteilt.
Original von GeeBee
@Maggy
Vielen Dank für die Erklärung.Kleines Bsp. (nur damit ich weiß, ob ich es richtig verstanden habe):
Angenommen Du casht im Monat 10000€ (zur einfachen Rechnung) aus. Dieses Geld teilst Du auf Deine 3 Konten auf und das ist auch jenes Geld, das Du zu versteuern hast. 4200€ davon legst Dir dabei auf das Pokerkonto (der zu versteuernde Teil von den 10k), und der Rest der 5800€ wird eben für mtl. Fixkosten bzw. Spareinlagen aufgeteilt.
So ist es. Allerdings werden die 4.200€ nicht aufgebraucht, da ich am Ende bei der Steuererklärung ja einiges gegenrechnen kann. Also bleibt von dem weggelegten Geld für die Steuer etwas über. Effektiv wird wohl nicht mehr als 35% gezahlt, viell. auch 30%, je nach dem. Aber ansonsten passt es so wie du es beschrieben hast. Kann natürlich jeder machen wie er will. Hauptsache wenn es ans Bezahlen geht ist das Geld fürs FA auch da. Soll ja viele Selbstständige geben, die genau an dieser Stelle versagen. Viele greifen in ihrem Restaurant zB ständig in die Kasse, vergessen aber das ein großer Teil des Geldes nicht ihnen gehört. Daher lieber 42% weglegen und mit dem Überbleibsel im kommenden Jahr ein schönen Urlaub machen oder eben sparen.