Du "nutzt" die Gesellschaft, also scheint es doch nur fair zu sein, wenn du ihr auch etwas gibst. Man muss hier bei natürlich unterscheiden ob man den Pokerspieler als Steuerzahler betrachtet oder nicht.
Wenn er keine Steuern zahlt ist es wohl offensichtlich das er der Gesellschaft nur schadet. Er gibt keinerlei Wert an die Gesellschaft, hat aber viel erhalten (i.d.R. Ausbildung, Rechtssystem, etc. ).
Wenn er Steuern zahlt wird es etwas schwieriger. Letztendlich gibt er der Gesellschaft etwas zurück und wenn wir annehmen das er genauso viel verdient wie in einem "richtigen" Job, dann macht es für den Staat erst einmal keinen Unterschied was er macht.
Die Frage ist dann. Erstellt er einen Mehrwert? Bei Fußballspielern kann man argumentieren das sie für Unterhaltung sorgen. Bei Pokerspielern wird dies schon schwerer, da es wohl einige Spieler am Pokertisch gibt die mehr für die Unterhaltung bezahlen als Sie eigentlich bereit wären zu zahlen. D.h. ein Pokerspieler nutzt die Irrationalität seiner Mitmenschen aus.
Und wenn man Pokerspieler anerkennt ergibt sich noch ein zweites Problem. Man muss auch die ganzen Spieler in die Rechnung mit einziehen die aufgrund von Poker alles verloren haben und nun von Hartz 4 leben oder regelmäßig zum Psychater müssen.