Original von ilCanicho
Original von Haegglmoo
Lebe seit 4 Jahren vom Poker, allerdings bin ich Live - Spieler und fange online erst an. 2000,- / Monat, nein danke. Kann mir hier keiner erzählen (bis auf die, die zuhause wohnen, die haben nicht die Ausgaben), dass er vom Poker lebt oder leben würde bei diesem "Verdienst".
Ich habe schon viele kommen und gehen sehen, die meinten, sie könnten ihren Job schmeißen, weil sie irgendwo 50k gecasht haben. 50k ist nicht einmal ansatzweise eine Bankroll, mit der man solide Pokern könnte. Wie schon hier irgendwo im Thread erwähnt wurde, sollte man die sechsstellige Summe als Rücklage übrig haben. Vor allem Turnierspieler. Eine EPT Saison kostet dich an Ausgaben im Schnitt 100k, wenn du mal 2 Jahre nicht groß cashst wird es sehr knapp mit dem Geld. Das nur als Beispiel, denn kein Turnierspieler begnügt sich nur mit der EPT. Cashgame, gut. Da kann man darüber diskutieren, aber selbst da sollte man massiv Rücklagen haben.
Erst kürzlich hat sich ein Freund bei mir ausgeheult, weil es bei ihm ebenso der Fall war. Solider Spieler, hatte sich ca. 100k Roll aufgebaut, dann einfach seinen Job gekündigt. Jetzt steht er ohne Geld und fertiger Lehre da.
Wer ernsthaft vom Pokern leben möchte, sollte sich da gründlichst darüber gedanken machen und sich nicht von div. Forumbeiträgen á la "Ich schlage NL200 wie ein Gott, darum brauche ich nie wieder einen Job" beirren lassen. Selbst die Pro´s haben fast alle einen Job. Und ich rede nicht von Ivey & Co., welche man an den Fingern einer Hand abzählen könnte.
Ich wünsche dir bei deinem Vorhaben ein gutes Gelingen, doch überlege es dir sehr gut, ehe du dich unglücklich machst und in die Schuldenfalle tappst. Spreche da aus eigener Erfahrung, bei mir war es vor einiger Zeit auch hart an der Kippe.
Finde die krass unterschiedlichen Meinungen echt wahnsinn und auch interessant
also meine ausgaben kurz definiert pro monat :
miete 500
nebenkosten 170 ( 100 Gas, 50 strom, rest wasser ^^ )
lebensmittel 120 ( geh noch oft zu den eltern essen
)
versicherungen etc. 200
sprit 80
schule 325
weggehen/freizeit 400
einnahmen ausser poker :
meister bafög zuschuss 206
oma zuschuss zur schule 200
= 1398 euro lebensstandard / monat , ca. 1,8k $
40k hände nl100sh machen schon 1k $ rakeback. also wenn der monat BE läuft und ich auch "nur" 40k hände spiele dann hab fällt die roll um 800 $ ^^ na und ? wen juckts.ich mache es nur weil ich noch genug auf der seite habe, mein gott selbst wenn poker nix geht dann leb ich halt 2 monate vom anderen geld...alles scheiss egal
Bankroll privat : 37,5k euro ( kommt noch aus meinem vorherigen leben als arbeiter --> ätzendes leben ^^, ca. 50% durch die arbeit gespart, die anderen 50% sind poker cashouts oder live event cashes, der letzte war beim 300 euro buy in CAPT Event, preis 4k euro ) --> dieses Geld ist für die Zukunft, evtl. beim erstellen einer selbsständigkeit
Bankroll poker : 9k $, letzter cashout dezember 3,5 k euro
habe immer viel zu viel ausgecasht damals als ich noch nen job hatte... und das geld was schon fest angelegt ist möchte ich ungern in die pokerroll zurückfliessen lassen
sonst wäre die roll schon wesentlich größer. sie war nie größer als 16k und hab auch nie höher als nl100 gespielt, naja 30k hände nl200...aber warum muss man hohe limits spielen, ich spiel 12+ tabling nl100sh + nl50sh, das alleine macht > 20$ / h nur rakeback, ca. 15-16 euro !
leider macht mich das auch nciht wirklich glücklich weil ich auch mehr live spielen will, also größere turniere, wsop, ept etc.
naja, hoffe ich konnte jemanden helfen, oder zumindest nen einblick verschaffen wie man es machen könnte...ist mit sicherheit nicht jedermanns sache
muss jeder für sich wissen.
Also, jetzt wo ich das aufliste, wird mir selber erst so richtig bewusst, wieviel ich eigentlich ausgebe ^^ wow.
CAPT? Spielst du öfter bei der CAPT? Wenn ja, haben wir uns bestimmt schon des öfteren gesehen.
Hey, EPT, WSOP usw. hat ja noch alles Zeit. Muss ja nicht alles auf einmal sein. Erst solide Roll aufbauen, dann kannst die Turniere auch ohne Magenkrämpfe bestreiten, auch dann, wenn´s mal länger nicht so toll läuft