Original von Thomas6409
Original von R4ph4
Original von Thomas6409
Für Pokerspieler greifen nämlich keine DBAs, da das Besteuerungsrecht wieder D zufällt, sollte man in einem Land seinen Erstwohnsitz haben, in dem Pokergewinne steuerfrei sind (anders siehts natürlich aus, wenn man in ein Land mit niedrigerem Steuersatz auswandert und dort seine Pokerwinnings versteuert)
Also wenn jemand als deutscher Staatsbuerger in einem Land lebt in dem Pokergewinne steuerfrei sind, muss er seine Steuer in Deutschland abfuehren?!
nein sorry, habs bißchen schlecht ausgedrückt, natürlich nur, wenn man noch nen Wohnsitz in D hat.
Der Grundsatz im deutschen Steuerrecht lautet: Wohnsitz in D = unbeschränkt steuerpflichtig mit gesamtem Welteinkommen, unabhängig davon, ob der Wohnsitz in D der Erstwohnsitz oder der 5.Wohnsitz ist und das gilt selbst dann, wenn man sich 0 Tage im Jahr an diesem Wohnsitz aufhält. Auch die Nationalität spielt keine Rolle, jeder Ausländer, der sich nen Feriendomizil in D kauft, fällt da erstmal drunter.
DBAs bilden dann ne Ausnahme zu diesem Grundsatz, das sind Verträge zwischen Staaten, damit Leute mit Wohnsitzen in unterschiedlichen Ländern ihr Einkommen nicht doppelt versteuern müssen. DBAs sind halt recht kompliziert, da das bilaterale Verträge sind, sprich im DBA von Deutschland mit Frankreich kann was anderes stehen als im DBA von Deutschland mit Belgien.
Wichtig ist halt, dass das im Grunde nur ne Ausnahmeregelung ist und man im Grunde immer unbeschränkt steuerpflichtig ist in D, wenn man in D nen Wohnsitz hat, "als Wohnsitz gilt auch schon ne Matratze bei Mutti" (wenn ich mal nen Zitat aus 2+2 übernehmen darf). Wenn man also auf Nummer sicher gehen will, muss man auswandern, wie ichs schon in meinem ersten Post gesagt habe.
So, könnt mich auch gerne korrigieren, das ganze was ich geschrieben habe entstammt nur aus einem Semester Steuerrecht im Rahmen meines BWL Studiums, kann also sein, dass das nicht alles so 100% stimmt ♦
klingt alles recht logisch, aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass ein engländer steuern aufs pokern in deutschland zahlen muss, wenn er sich in deutschland ein haus als zweit-wohnsitz kauft und in england wohnt (in england ist pokern ja glaub ich steuerfrei)
oder von mir aus halt ein gebürtiger malteser der auf malta lebt nd hier ein haus kauft für nen urlaub im jahr.
und wenn es stimmt, dann ist das für mich mal wieder nen witz. welche vorteile soll dieser punkt bringen? bei deutschen die auswandern und weiterhin einen wohnsitz in deutschland behalten wollen kan ichs ja evtl. noch verstehen, aber bei ausländern die sich hier nur nen haus zum urlaub machen kaufen wollen?
das einzige was dadurch erreicht wird ist, dass die ausländer kein haus kaufen und dadurch auch weniger steuern durch den verkauf dieser immobilien eingenommen werden.
vielleicht übersehe ich ja was, aber ich seh da keine logik.