Zum Forum springen
Wohnsitzrecht & Ste...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

[Geschlossen] Wohnsitzrecht & Steuern

17 Beiträge
9 Benutzer
0 Reactions
2,263 Ansichten
wallace07
Beigetreten: 09.03.2007
Elite Grinder

Wusste sonst kein Forum fuer meine Fragen bzgl. Wohnsitz und Steuer als Pokerspieler, ansonsten bitte verschieben.

Um möglichen Steuerkomplikationen als Pokerspieler zu umgehen liegt es ja nahe einfach seinen Wohnsitz aus Deutschland zu verlegen.

Soweit ich weiss kann man in Deutschland nicht fuer zur Steuer herangezogen werden wenn man seinen 1. Wohnsitz dort abgemeldet hat und man nicht länger wie ein halbes Jahr dort lebt.

Folgende Fragen stellen sich mir hierzu:

- Ist es zusätzlich zwingend erforderlich in einem anderen Land offiziell gemeldet zu sein oder genuegt es einfach sich nicht länger wie ein halbes Jahr in D aufzuhalten und den Rest des Jahres in der Welt herumzureisen?

- Falls oberer Fall rechtlich schwammig ist, wuerde es dann genuegen eine einfach Postadresse in z.B. Malta zu haben und sich dort anzu elden?

- Inwiefern wird die Aufenthaltsdauer durch die Behörden kontrolliert wenn man nicht gerade Boris Becker heisst?

- Welche Fragen seitens des Finanzamtes/Behörden kommen auf einen zu, bzw. welche Antworten/Gruende sollte man parat haben?

Wäre schön wenn jemand mit Ahnung dazu antworten könnten, bzw. eine sachlich gefuehrte Diskussion darueber gefuehrt werden kann.
(es ist eigentlich traurig das ich das hier noch ausdruecklich erwähnen muss)


16 Antworten

die halbe jahresregelung trifft nicht auf pokerspieler zu.

du kannst die eventuelle steuer auf pokergewinne nur umgehen wenn du deinen dauerhaften aufenthalt aus d herausverlegst. alles andere ist steuerbetrug und wenn das ans licht kommt (was wahrscheinlich schneller geht wenn du nur ne post adresse in malta hast, da fragt sich ja ein finanzbeamter schon warum du die hast, wenn dein 2. wohnsitz hier ist), bekommst du nicht nur nen bescheid für die steuernachzahlung sondern auch noch ne anzeige.

wichtig ist nicht die anmeldung in einem anderen land, z.b. in uk ist das keine pflicht, sondern die abmeldung hier mit dem wohnsitz.

eigentlich gibt es dazu nur zu sagen: wer legal keine steuern zahlen will auf pokergewinne der muss auswandern. alle anderen bleiben hier und sollen auch steuern zahlen, denen scheint es in d ja auch so zu gefallen, das se nicht weg wollen.


BOUZZ
Beigetreten: 29.01.2009
Oldschool Grinder

Original von Muffin
die halbe jahresregelung trifft nicht auf pokerspieler zu.

du kannst die eventuelle steuer auf pokergewinne nur umgehen wenn du deinen dauerhaften aufenthalt aus d herausverlegst. alles andere ist steuerbetrug und wenn das ans licht kommt (was wahrscheinlich schneller geht wenn du nur ne post adresse in malta hast, da fragt sich ja ein finanzbeamter schon warum du die hast, wenn dein 2. wohnsitz hier ist), bekommst du nicht nur nen bescheid für die steuernachzahlung sondern auch noch ne anzeige.

wichtig ist nicht die anmeldung in einem anderen land, z.b. in uk ist das keine pflicht, sondern die abmeldung hier mit dem wohnsitz.

eigentlich gibt es dazu nur zu sagen: wer legal keine steuern zahlen will auf pokergewinne der muss auswandern. alle anderen bleiben hier und sollen auch steuern zahlen, denen scheint es in d ja auch so zu gefallen, das se nicht weg wollen.

Wie wird das denn versteuert? Ist ja im Grunde alles Risikokapital. musste dann nur Steuern auf die Beträge zahlen die auf deinem Bankkonto landen? Dann könnte man ja für größere Anschaffungen Net Card oder sowas benutzen und nur das wenige Geld versteuern was man so zum Leben auf seinem Bankkonto hat. Oder wie funzt das genau?


wallace07 Themenstarter
wallace07
Beigetreten: 09.03.2007
Elite Grinder

Original von Muffin

wichtig ist nicht die anmeldung in einem anderen land, z.b. in uk ist das keine pflicht, sondern die abmeldung hier mit dem wohnsitz.

Klingt fast zu einfach. Also einfach Wohnsitz abmelden und schauen das man sich nicht länger wie ein halbes Jahr in Deutschland aufhält = Nicht mehr steuerpflichtig.

Das wuerde heissen wenn jemand herumreist, also keinen festen Wohnsitz hat und dabei im Internet Geld verdient kann er nirgends zur Steuer herangezogen werden?


Thomas6409
Beigetreten: 12.07.2006
BlackMember

Original von wallace07

Original von Muffin

wichtig ist nicht die anmeldung in einem anderen land, z.b. in uk ist das keine pflicht, sondern die abmeldung hier mit dem wohnsitz.

Klingt fast zu einfach. Also einfach Wohnsitz abmelden und schauen das man sich nicht länger wie ein halbes Jahr in Deutschland aufhält = Nicht mehr steuerpflichtig.

Das wuerde heissen wenn jemand herumreist, also keinen festen Wohnsitz hat und dabei im Internet Geld verdient kann er nirgends zur Steuer herangezogen werden?

es gibt keine 6 Monatsregelung in diesem Zusammenhang.

Wenn du in D einen Wohnsitz hast, egal ob 1., 2. oder 5., bist du in D unbeschränkt steuerpflichtig. Auch wenn du dich offiziell abmeldest, aber deinen Wohnsitz beibehälst, bleibst du in D unbeschränkt steuerpflichtig, selbst wenn du dich 0 Tage im Jahr in D aufhälst.

Du musst also deinen Wohnsitz in D komplett auflösen und dich abmelden, um der Steuerpflicht zu entgehen


TurboMaN
Beigetreten: 13.02.2005
Oldschool Grinder

Du musst in einem anderen Land gemeldet sein, sonst kannste dir doch gar keinen Ausweis usw besorgen.


RuthlessRabbit
Beigetreten: 13.03.2007
PokerStrategist

Also ein Freund von mir hat auf Malta und Zypern jeweils eine Offshore Firma gegründet und muss jetzt nur noch 2% Einkommensteuer zahlen.
Dazu kommen halt noch $4000 pro Jahr für den Verwalter auf Malta und das alles zu gründen hat ihn $20,000 gekostet.
Lohnt sich aber definitiv wenn man ein bestimmtes Einkommen hat.


Original von RuthlessRabbit
Also ein Freund von mir hat auf Malta und Zypern jeweils eine Offshore Firma gegründet und muss jetzt nur noch 2% Einkommensteuer zahlen.
Dazu kommen halt noch $4000 pro Jahr für den Verwalter auf Malta und das alles zu gründen hat ihn $20,000 gekostet.
Lohnt sich aber definitiv wenn man ein bestimmtes Einkommen hat.

gibts da irgendwo detailiertere Infos? Gesellschaftsform etc?


Original von RuthlessRabbit
Also ein Freund von mir hat auf Malta und Zypern jeweils eine Offshore Firma gegründet und muss jetzt nur noch 2% Einkommensteuer zahlen.
Dazu kommen halt noch $4000 pro Jahr für den Verwalter auf Malta und das alles zu gründen hat ihn $20,000 gekostet.
Lohnt sich aber definitiv wenn man ein bestimmtes Einkommen hat.

bin mal gespannt ob das einer überprüfung standhält.

Der Deutsche Steuerpflichtige untersteht mit seinem Gesamteinkommen der deutschen Einkommensteuer
( Welteinkommensprinzip). Die Gründung einer Offshore-Gesellschaft ist daher überhaupt nur sinnvoll, wenn die Auslandseinkünfte entweder im Ausland verbleiben oder aber aufgrund eines Doppelbesteuerungsabkommen in Deutschland angerechnet werden können.
Dies ist nur in wenigen Ländern möglich, da Deutschland zu reinen Steueroasen keine Doppelbesteuerungsabkommen unterhält. Die Eröffnung von Offshoregesellschaften in Ländern ohne Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland macht nur Sinn, wenn Sie den Wohn-und Geschäftssitz in Deutschland aufgeben.


RuthlessRabbit
Beigetreten: 13.03.2007
PokerStrategist

Original von R4ph4

Original von RuthlessRabbit
Also ein Freund von mir hat auf Malta und Zypern jeweils eine Offshore Firma gegründet und muss jetzt nur noch 2% Einkommensteuer zahlen.
Dazu kommen halt noch $4000 pro Jahr für den Verwalter auf Malta und das alles zu gründen hat ihn $20,000 gekostet.
Lohnt sich aber definitiv wenn man ein bestimmtes Einkommen hat.

gibts da irgendwo detailiertere Infos? Gesellschaftsform etc?

ähm kein Plan. Er hat mir das halt mal vor ein paar Jahren erzählt. Er ist Schwede und hat dort so einen Steuerberater oder ähnliches beauftragt das alles für ihn zu erledigen und dem hat er dann diese $20,000 gezahlt. Dafür ist jetzt alles rechtlich niet- und nagelfest.
Er ist dann von Schweden nach Bangkok gezogen und alle sechs Monate ist er dann nach Vietnam oder ein anderes Nachbarland von Thailand für eine Woche Urlaub geflogen und erneut nach Thailand eingereist.


CMB
CMB
Beigetreten: 17.02.2007
Oldschool Grinder

Original von Thomas6409

Original von wallace07

Original von Muffin

wichtig ist nicht die anmeldung in einem anderen land, z.b. in uk ist das keine pflicht, sondern die abmeldung hier mit dem wohnsitz.

Klingt fast zu einfach. Also einfach Wohnsitz abmelden und schauen das man sich nicht länger wie ein halbes Jahr in Deutschland aufhält = Nicht mehr steuerpflichtig.

Das wuerde heissen wenn jemand herumreist, also keinen festen Wohnsitz hat und dabei im Internet Geld verdient kann er nirgends zur Steuer herangezogen werden?

es gibt keine 6 Monatsregelung in diesem Zusammenhang.

Wenn du in D einen Wohnsitz hast, egal ob 1., 2. oder 5., bist du in D unbeschränkt steuerpflichtig. Auch wenn du dich offiziell abmeldest, aber deinen Wohnsitz beibehälst, bleibst du in D unbeschränkt steuerpflichtig, selbst wenn du dich 0 Tage im Jahr in D aufhälst.

Du musst also deinen Wohnsitz in D komplett auflösen und dich abmelden, um der Steuerpflicht zu entgehen

Das stimmt so nicht uneingeschraenkt. Zwar ist die 183 Tage Regel hier in der Tag wayne, die Besteuerung bei einem 2. Wohnsitz in D haengt aber vom jeweiligen DBA oder entsprechender Sonderregelung ab. Wer z.B. als dt. Ingenieur 1 Jahr in Dubai arbeitet kann seinen 1. Wohnsitz hier behalten und zahlt 100% seiner Steuer in Dubai, bei vielen anderen DBA meist 15% in D.

Gruss,
CMB


CMB
CMB
Beigetreten: 17.02.2007
Oldschool Grinder

Original von RuthlessRabbit
Also ein Freund von mir hat auf Malta und Zypern jeweils eine Offshore Firma gegründet und muss jetzt nur noch 2% Einkommensteuer zahlen.
Dazu kommen halt noch $4000 pro Jahr für den Verwalter auf Malta und das alles zu gründen hat ihn $20,000 gekostet.
Lohnt sich aber definitiv wenn man ein bestimmtes Einkommen hat.

Fuer einen Deutschen ist das kompletter Murks. Wenn der Sitz der Geschaeftsfuerhung in D ist (bei Selbststaendigen ist das immer so) ist man 100% steuerpflichtig in D.

Falls man aber eh in Thailand oder sonstwie dauerhaft im Ausland ist waere es dramatisch guenstiger z.B. den Wohnsitz nach Dubai zu verlegen (hier reicht jetzt Briefkasten), wobei ein neues DBA grad in Arbeit ist und ggfs. hier in Zukunft wieder eine begrenzte Steuerlast anliegt.

Gruss,
CMB


Thomas6409
Beigetreten: 12.07.2006
BlackMember

Original von CMB

Original von Thomas6409

Original von wallace07

Original von Muffin

wichtig ist nicht die anmeldung in einem anderen land, z.b. in uk ist das keine pflicht, sondern die abmeldung hier mit dem wohnsitz.

Klingt fast zu einfach. Also einfach Wohnsitz abmelden und schauen das man sich nicht länger wie ein halbes Jahr in Deutschland aufhält = Nicht mehr steuerpflichtig.

Das wuerde heissen wenn jemand herumreist, also keinen festen Wohnsitz hat und dabei im Internet Geld verdient kann er nirgends zur Steuer herangezogen werden?

es gibt keine 6 Monatsregelung in diesem Zusammenhang.

Wenn du in D einen Wohnsitz hast, egal ob 1., 2. oder 5., bist du in D unbeschränkt steuerpflichtig. Auch wenn du dich offiziell abmeldest, aber deinen Wohnsitz beibehälst, bleibst du in D unbeschränkt steuerpflichtig, selbst wenn du dich 0 Tage im Jahr in D aufhälst.

Du musst also deinen Wohnsitz in D komplett auflösen und dich abmelden, um der Steuerpflicht zu entgehen

Das stimmt so nicht uneingeschraenkt. Zwar ist die 183 Tage Regel hier in der Tag wayne, die Besteuerung bei einem 2. Wohnsitz in D haengt aber vom jeweiligen DBA oder entsprechender Sonderregelung ab. Wer z.B. als dt. Ingenieur 1 Jahr in Dubai arbeitet kann seinen 1. Wohnsitz hier behalten und zahlt 100% seiner Steuer in Dubai, bei vielen anderen DBA meist 15% in D.

Gruss,
CMB

das ist richtig, aber da Pokerspieler keine Ingenieure sind, habe ich ja "in diesem Zusammenhang" geschrieben. Für Pokerspieler greifen nämlich keine DBAs, da das Besteuerungsrecht wieder D zufällt, sollte man in einem Land seinen Erstwohnsitz haben, in dem Pokergewinne steuerfrei sind (anders siehts natürlich aus, wenn man in ein Land mit niedrigerem Steuersatz auswandert und dort seine Pokerwinnings versteuert)


Original von Thomas6409
Für Pokerspieler greifen nämlich keine DBAs, da das Besteuerungsrecht wieder D zufällt, sollte man in einem Land seinen Erstwohnsitz haben, in dem Pokergewinne steuerfrei sind (anders siehts natürlich aus, wenn man in ein Land mit niedrigerem Steuersatz auswandert und dort seine Pokerwinnings versteuert)

Also wenn jemand als deutscher Staatsbuerger in einem Land lebt in dem Pokergewinne steuerfrei sind, muss er seine Steuer in Deutschland abfuehren?!


RuthlessRabbit
Beigetreten: 13.03.2007
PokerStrategist

Die Frage ist doch aber ob das Finanzamt das jemals merkt, wenn man im Ausland lebt und die Pokergewinne auf ein ausländisches Konto auszahlen lässt.

Man kann ja auch ein Konto in Panama haben und auf Malta wohnen, wie soll dann das deutsche Finanzamt von dem Geld wissen?

Wie ist es eigentlich wenn man eine Ausländerin heiratet.
Beispiel, ich heirate eine Amerikanerin und wandere mit ihr nach Thailand aus oder nach Amerika ein.


Thomas6409
Beigetreten: 12.07.2006
BlackMember

Original von R4ph4

Original von Thomas6409
Für Pokerspieler greifen nämlich keine DBAs, da das Besteuerungsrecht wieder D zufällt, sollte man in einem Land seinen Erstwohnsitz haben, in dem Pokergewinne steuerfrei sind (anders siehts natürlich aus, wenn man in ein Land mit niedrigerem Steuersatz auswandert und dort seine Pokerwinnings versteuert)

Also wenn jemand als deutscher Staatsbuerger in einem Land lebt in dem Pokergewinne steuerfrei sind, muss er seine Steuer in Deutschland abfuehren?!

nein sorry, habs bißchen schlecht ausgedrückt, natürlich nur, wenn man noch nen Wohnsitz in D hat.

Der Grundsatz im deutschen Steuerrecht lautet: Wohnsitz in D = unbeschränkt steuerpflichtig mit gesamtem Welteinkommen, unabhängig davon, ob der Wohnsitz in D der Erstwohnsitz oder der 5.Wohnsitz ist und das gilt selbst dann, wenn man sich 0 Tage im Jahr an diesem Wohnsitz aufhält. Auch die Nationalität spielt keine Rolle, jeder Ausländer, der sich nen Feriendomizil in D kauft, fällt da erstmal drunter.

DBAs bilden dann ne Ausnahme zu diesem Grundsatz, das sind Verträge zwischen Staaten, damit Leute mit Wohnsitzen in unterschiedlichen Ländern ihr Einkommen nicht doppelt versteuern müssen. DBAs sind halt recht kompliziert, da das bilaterale Verträge sind, sprich im DBA von Deutschland mit Frankreich kann was anderes stehen als im DBA von Deutschland mit Belgien.

Wichtig ist halt, dass das im Grunde nur ne Ausnahmeregelung ist und man im Grunde immer unbeschränkt steuerpflichtig ist in D, wenn man in D nen Wohnsitz hat, "als Wohnsitz gilt auch schon ne Matratze bei Mutti" (wenn ich mal nen Zitat aus 2+2 übernehmen darf). Wenn man also auf Nummer sicher gehen will, muss man auswandern, wie ichs schon in meinem ersten Post gesagt habe.

So, könnt mich auch gerne korrigieren, das ganze was ich geschrieben habe entstammt nur aus einem Semester Steuerrecht im Rahmen meines BWL Studiums, kann also sein, dass das nicht alles so 100% stimmt


zurke
Beigetreten: 10.02.2008
PokerStrategist

Original von Thomas6409

Original von R4ph4

Original von Thomas6409
Für Pokerspieler greifen nämlich keine DBAs, da das Besteuerungsrecht wieder D zufällt, sollte man in einem Land seinen Erstwohnsitz haben, in dem Pokergewinne steuerfrei sind (anders siehts natürlich aus, wenn man in ein Land mit niedrigerem Steuersatz auswandert und dort seine Pokerwinnings versteuert)

Also wenn jemand als deutscher Staatsbuerger in einem Land lebt in dem Pokergewinne steuerfrei sind, muss er seine Steuer in Deutschland abfuehren?!

nein sorry, habs bißchen schlecht ausgedrückt, natürlich nur, wenn man noch nen Wohnsitz in D hat.

Der Grundsatz im deutschen Steuerrecht lautet: Wohnsitz in D = unbeschränkt steuerpflichtig mit gesamtem Welteinkommen, unabhängig davon, ob der Wohnsitz in D der Erstwohnsitz oder der 5.Wohnsitz ist und das gilt selbst dann, wenn man sich 0 Tage im Jahr an diesem Wohnsitz aufhält. Auch die Nationalität spielt keine Rolle, jeder Ausländer, der sich nen Feriendomizil in D kauft, fällt da erstmal drunter.

DBAs bilden dann ne Ausnahme zu diesem Grundsatz, das sind Verträge zwischen Staaten, damit Leute mit Wohnsitzen in unterschiedlichen Ländern ihr Einkommen nicht doppelt versteuern müssen. DBAs sind halt recht kompliziert, da das bilaterale Verträge sind, sprich im DBA von Deutschland mit Frankreich kann was anderes stehen als im DBA von Deutschland mit Belgien.

Wichtig ist halt, dass das im Grunde nur ne Ausnahmeregelung ist und man im Grunde immer unbeschränkt steuerpflichtig ist in D, wenn man in D nen Wohnsitz hat, "als Wohnsitz gilt auch schon ne Matratze bei Mutti" (wenn ich mal nen Zitat aus 2+2 übernehmen darf). Wenn man also auf Nummer sicher gehen will, muss man auswandern, wie ichs schon in meinem ersten Post gesagt habe.

So, könnt mich auch gerne korrigieren, das ganze was ich geschrieben habe entstammt nur aus einem Semester Steuerrecht im Rahmen meines BWL Studiums, kann also sein, dass das nicht alles so 100% stimmt

klingt alles recht logisch, aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass ein engländer steuern aufs pokern in deutschland zahlen muss, wenn er sich in deutschland ein haus als zweit-wohnsitz kauft und in england wohnt (in england ist pokern ja glaub ich steuerfrei)

oder von mir aus halt ein gebürtiger malteser der auf malta lebt nd hier ein haus kauft für nen urlaub im jahr.

und wenn es stimmt, dann ist das für mich mal wieder nen witz. welche vorteile soll dieser punkt bringen? bei deutschen die auswandern und weiterhin einen wohnsitz in deutschland behalten wollen kan ichs ja evtl. noch verstehen, aber bei ausländern die sich hier nur nen haus zum urlaub machen kaufen wollen?

das einzige was dadurch erreicht wird ist, dass die ausländer kein haus kaufen und dadurch auch weniger steuern durch den verkauf dieser immobilien eingenommen werden.

vielleicht übersehe ich ja was, aber ich seh da keine logik.


Teilen: