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Mindset: Tiltcontroll

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wolf1983
Beigetreten: 14.09.2016
PokerStrategist

Hallo leute!

Ich brauch mal ein wenig hilfe.

Ich hänge irgendwie in einer dauerschleife von gewinn und verlust. Das so etwas am nervenkostüm zerrt kann sich bestimmt jeder vorstellen.

Ich will jetzt auch gar nicht großartig auf meine skills und mein wissen eingehen. Da hab ich auch noch einige leaks.

Es geht mir eher um das mindset.

Vielleicht hat jemand tips, wie ich damit umgehen kann und das problem beseitigen bzw. in den griff bekommen kann.

Es gibt tag diese tage, da spielt man und bekommt eine super starthand nach der anderen und räumt damit noch ab, oder auch solche tage wo man mit einer überzahl an marginalen händen trotzdem noch geduldig spielt und positiv aussteigt, wenn nocht sogar sehr zufriedenstellend.

Und dann gibt es diese tage, wo einem die varianz einen strich dirch die rechnung macht. Man bekommt keine brauchbaren starthände, und die wenigen die man bekommt verbessern soch nicht. Manchmal aber auch ganz viele brauchbare, die sich nicht verbessern, man stöndog ausgedrawt wird, oder von irgendwelchen spielern einen bad beat nach dem anderen kassiert bekommt.
Kennt sicher jeder von euch.

Ich nehm mir diese tage dann immer sehr zu herzen. Ist jetzt etwas zu schön ausgedrückt.

Es wirft mich förmlich aus der bahn. Es belastet mich. Ich verliere an diesen tagen mehr als ich an den anderen tagen gewinne.

Gut dass hier noch leaks im spiel spiel sind und die theorie auch noch nicht zu 100 % sitzt lassen wir mal außen vor.

Worum es mir geht. Wenn es läuft ist alles super. 2 tage, 3 tage, 5 tage usw.
Und dann kommt der eine tag oder die 2-3 tage am stück wo alles fürn arsch ist.

Wie habt ihr damit gelernt umzugehen? Bzw. kennt das jeder, es ist jeder mit diesen sitautiinen konfrontiert, und jeder hatte wahrscheinlich das gleiche problem. Wie habt ihr es in den griff bekommen oder weg bekommen?

Habt ihr irgendwelche tipps dazu? Ich denke dass ist etwas das man auch lernen kann und muss.

Nächster punkt wäre dann, wie man das theorie lernen eher als freude anstatt als übel empfindet.

Würde mich sehr freuen wenn ihr mir hier ein bisschen hilfestellung, erfahrungswerte, tips und der gleichen geben könntet mein mindeset zu verbessern und zu stabilisieren.

Ich sage schon mal danke.


Antwort
Zitat
16 Antworten

"Gut dass hier noch leaks im spiel spiel sind und die theorie auch noch nicht zu 100 % sitzt lassen wir mal außen vor."

"Nächster punkt wäre dann, wie man das theorie lernen eher als freude anstatt als übel empfindet."

Hallo ich habe erstmal die 2 Sätze makiert weil sie für mich die wichtigsten in deinem Post sind. Man kann das jetzt so interpretieren, du hast eigentlich keine Lust die Theoretisch mit dem Spiel zu befassen findest das auch nicht so wichtig und erwartest dann etwas was nicht so in dem Umfang eintritt wie du es erwartest hast und macht dich dann sauer?
Mhm, von dem Standpunkt aus wird es schwer da rauszukommen wenn du es weiterhin so siehst.

Die Frage ist warum spielst du Poker? Ich bin da etwas durch deinen Post im Zwiespalt, wenn es nur um das Spielen an sich geht und du keine Lust auf Theorie machen hast, würde ich dir empfehlen Poker zu quitten und ka vielleicht Computer zu spielen, weil wenn du Theoriearbeit als nervig oder Last auffasst, wird das nichts, warum will man sich in seinem Leben mit etwas befassen was einem keinen Spass bringt?
Wenn es dann nur um die Möglichkeit geht Geld zu gewinnen, kann ich dir sagen 1. Dafür kommst du wahrscheinlich ca 10 Jahre zu spät und spielst wahrscheinlich mit Fixlimit auch die Falsche Variante.

Nicht falsch verstehen, aber ich weiss das die Edges in FL schon sehr lange sehr klein sind. Ergo sind Fehler kostbarer und Breakeven und Downphasen länger, was nerven kann, ja.
Bleibt wieder die Frage warum Poker, wenn man keine Lust drauf hat Theorie zu machen? Warum eine Variante die quasi ausgestorben ist wenn es darum geht Geld zu "scheffeln".


Antwort
Zitat
wolf1983 Themenstarter
wolf1983
Beigetreten: 14.09.2016
PokerStrategist

Original von habeichja
"Gut dass hier noch leaks im spiel spiel sind und die theorie auch noch nicht zu 100 % sitzt lassen wir mal außen vor."

"Nächster punkt wäre dann, wie man das theorie lernen eher als freude anstatt als übel empfindet."

Hallo ich habe erstmal die 2 Sätze makiert weil sie für mich die wichtigsten in deinem Post sind. Man kann das jetzt so interpretieren, du hast eigentlich keine Lust die Theoretisch mit dem Spiel zu befassen findest das auch nicht so wichtig und erwartest dann etwas was nicht so in dem Umfang eintritt wie du es erwartest hast und macht dich dann sauer?
Mhm, von dem Standpunkt aus wird es schwer da rauszukommen wenn du es weiterhin so siehst.

Die Frage ist warum spielst du Poker? Ich bin da etwas durch deinen Post im Zwiespalt, wenn es nur um das Spielen an sich geht und du keine Lust auf Theorie machen hast, würde ich dir empfehlen Poker zu quitten und ka vielleicht Computer zu spielen, weil wenn du Theoriearbeit als nervig oder Last auffasst, wird das nichts, warum will man sich in seinem Leben mit etwas befassen was einem keinen Spass bringt?
Wenn es dann nur um die Möglichkeit geht Geld zu gewinnen, kann ich dir sagen 1. Dafür kommst du wahrscheinlich ca 10 Jahre zu spät und spielst wahrscheinlich mit Fixlimit auch die Falsche Variante.

Nicht falsch verstehen, aber ich weiss das die Edges in FL schon sehr lange sehr klein sind. Ergo sind Fehler kostbarer und Breakeven und Downphasen länger, was nerven kann, ja.
Bleibt wieder die Frage warum Poker, wenn man keine Lust drauf hat Theorie zu machen? Warum eine Variante die quasi ausgestorben ist wenn es darum geht Geld zu "scheffeln".

Schon mal danke für die ehrliche antwort.

Vielleicht hab ich mich da etwas blöd ausgedrückt.
Was die theorie betrifft, wollte ich damit sagen, dass es hier auch noch einiges zu lernen gibt und ich mich nicht als perfekt hinstellen möchte.
Und ja es wäre schön wenn lernen spaß macht und nicht nur als mittel zum zweck empfunden wird. So hätte ich das gemeint.

Viel mehr gehts mir darum, wie man das mindsetproblem in den griff bekommt.
Mir ist durchaus bewusst, dass man an manchen tagen gewinnt unn an manchen tagen verliert man, egal wie gut man spielt. Da kann man machen was man will und es wird nicht klappen.

was kann man tun, dass man eben diese tatsache so verinnerlicht bekommt, dass sie einem nicht mehr so berührt. Das man es hin nimmt ohne emotional zu werden. ihne sich davon aus der bahn werfen zu lassen.

Gibts da irgendwie übungen für das eigene mindset oder was hat anderen spielern dabei geholfen.

Ich will damit kein gleichgültigkeitsgefühl erreichen. Sondern einfach damit umgehen lernen.
Dass ich mein verlustspiel sowieso ansehen und hinterfragen sollte ist mir schon klar. Wie sollte ich sonst fehler finden.

Es geht mir jetzt wirklich rein nur um diesen psychologischen aspekt, wie man damit umgeht wenn es mal nicht so läuft ohne gleich den weltuntergang zu sehen. Und was man tun kann um seinen geist dahin zu bekommen.


Antwort
Zitat

Dann musst du es komplett anders bewerten, es ist egal ob du down gehst oder up. Einzige Frage sollte sein habe ich die Hand gut gespielt oder nicht, wenn nicht darfst du auf dich sauer sein und überlegen wo du es hättest besser machen können.

Kurzfristig seine Stimmung nach Gewinn oder Verlust nach zu ändern, endet nur in einem Gefühlschaos.

Also Bewertungsschema und Bewertungsobjekt ändern.


Antwort
Zitat
wolf1983 Themenstarter
wolf1983
Beigetreten: 14.09.2016
PokerStrategist

Original von habeichja
Dann musst du es komplett anders bewerten, es ist egal ob du down gehst oder up. Einzige Frage sollte sein habe ich die Hand gut gespielt oder nicht, wenn nicht darfst du auf dich sauer sein und überlegen wo du es hättest besser machen können.

Kurzfristig seine Stimmung nach Gewinn oder Verlust nach zu ändern, endet nur in einem Gefühlschaos.

Also Bewertungsschema und Bewertungsobjekt ändern.

Guter ansatz.
Natürlich denke ich grad üner deine erste antwort nach und komme auch zum schluss dass furch besseres spiel die verluste abflachen.

Bewertungsschema und vewertungsobjekt ändern ist gut, allerdings bedarf es wohl etwas übung sich immer darauf zu konzentrieren.
Und man wird sicherlich oft abweichen.

Oder meinst du das geht einher mit der analyse wie man gespielt hat und kommt mit der zeit, wenn man es emotionslos im nachhinein betrachtet.


Antwort
Zitat
Dilas
Beigetreten: 20.04.2008
Elite Grinder

Falls nicht bekannt:
Poker Mindset von Ian Taylor

kann ich als Lektüre zum Thema empfehlen.
Dort steht mit vielen Worten das, was habeichja mit wenigen Worten erläutert hat.

P.S. jeder kennt die Phasen, in denen nichts läuft und die Gegner jede Hand lucken. Wäre das nicht so, gäbe es an den Tischen keine Fische mehr. Fütterst Du sie nicht, dann verhungern sie.


Antwort
Zitat
wolf1983 Themenstarter
wolf1983
Beigetreten: 14.09.2016
PokerStrategist

Original von Dilas
Falls nicht bekannt:
Poker Mindset von Ian Taylor

kann ich als Lektüre zum Thema empfehlen.
Dort steht mit vielen Worten das, was habeichja mit wenigen Worten erläutert hat.

P.S. jeder kennt die Phasen, in denen nichts läuft und die Gegner jede Hand lucken. Wäre das nicht so, gäbe es an den Tischen keine Fische mehr. Fütterst Du sie nicht, dann verhungern sie.

Danke für den buchtip.

In der tat ist an deinen worten etwas wahres dran. Von dem aspekt her hab ich es noch gar nicht betrachtet.


Antwort
Zitat
Extramask
Beigetreten: 05.12.2007
PokerStrategist

Original von Dilas
Falls nicht bekannt:
Poker Mindset von Ian Taylor

kann ich als Lektüre zum Thema empfehlen.
Dort steht mit vielen Worten das, was habeichja mit wenigen Worten erläutert hat.

P.S. jeder kennt die Phasen, in denen nichts läuft und die Gegner jede Hand lucken. Wäre das nicht so, gäbe es an den Tischen keine Fische mehr. Fütterst Du sie nicht, dann verhungern sie.

Ja und wenn sie dich nicht füttern, verhungerst du. :|

Spoiler

:coolface:


Antwort
Zitat
Popoface
Beigetreten: 15.05.2011
PokerStrategist

Original von wolf1983
Und dann gibt es diese tage, wo einem die varianz einen strich dirch die rechnung macht. ...Ich nehm mir diese tage dann immer sehr zu herzen. Ist jetzt etwas zu schön ausgedrückt.

Es wirft mich förmlich aus der bahn. Es belastet mich. Ich verliere an diesen tagen mehr als ich an den anderen tagen gewinne.

Kommt mir irgendwie ziemlich bekannt vor.
Mir geht es oft genauso.

Problem (zumindest bei mir): Wenn der Frust zu groß wird, dann sinkt nicht nur die Lernbereitschaft, sondern auch die Fähigkeit zur Informationsaufnahme.
Daher (und das gilt zumindest für mich) bringt es nix, gleich nach ein paar heftigen beats voll in die Strategielektüre einzusteigen. Man ist einfach nicht aufnahmefähig dafür.

Ich mache es so: Sind die beats zu heftig und zu konzentriert und über ein paar Tage, dann laß ich einfach mal für 1 - 2 Wochen die Finger vom Poker (auch von der Theorie).

Dann lasse ich es ganz langsam angehen: Erstmal ein paar Spielgeld-Sessions, um meine Psyche zu testen.
Läuft das gut (d.h., komme ich mit beats klar), dann kümmere ich mich wieder um die Strategie, lese ein paar Artikel und beschäftige mich (z.T. zum x-ten Mal) mit den Dingen, die mir Schwierigkeiten bereiten, bzw. Handreading, Rangeabschätzung, etc.
Und analysiere natürlich die "versauten" Hände.
Dann gehts wieder an die Cash-Tische.

Ob bei Dir ein paar Wochen reichen oder auch ein paar Tage, hängt von Deiner Psyche und Deiner Zeit, die Du fürs Pokern hast, ab.

Kurzfristig, also wenn ich lediglich eine Session lang abgewatscht wurde, dann spiele ich ein Spiel (gegen den Computer), bei dem ich garantiert gewinne. Mich baut das dann wieder auf. Erst danach gehts an die Theorie.

Lief es so lala oder gut, dann kann ich mich (wenn Zeit) auch gleich mit der Handanalyse, Theorie etc. beschäftigen.

Bei mir halt das Problem: Ich muß 3 Jobs unter einen Hut bringen und lebe dennoch am Existenzminimum. Und die Familie fordert auch noch ihre Rechte. Daher hab ich halt kaum Zeit fürs Pokern.
Wenn ich dann mal eine Stunde (oder 2) Zeit habe,stellt sich mir halt immer die Frage: Theorie oder Spiel? Da ich verständlicherweise auch ab und zu mal spielen will, gehts mit der Theorie auch entsprechend langsam voran. Und das wiederum ist mit ein Grund für die Downswings.

Aber auch wenn habeichja das nicht schnallt: Nicht jeder hat nunmal die Zeit, ein Pokerstudium zu absolvieren, bevor es an die Tische geht.


Antwort
Zitat

Was du scheinbar nicht schnallst PopoGesicht, wenn du 3 Jobs hast und am Existenzminimum lebst machst du was falsch. + Wenn du dann noch Familie hast ist klar das keine Zeit für Poker da ist, dann sollte man aber auch seine Erwartungen runterschrauben und es als Hobbys ansehen wo es dann auch mal down gehen kann. Auch über längere Phasen. Die Zeiten wo man ka 5-10bb und mehr macht ohne was zu tun sind einfach vorbei.


Antwort
Zitat
Popoface
Beigetreten: 15.05.2011
PokerStrategist

Original von habeichja wenn du 3 Jobs hast und am Existenzminimum lebst machst du was falsch.

Klar, ich kann halt vom Tittenbonus keinen Gebrauch machen.

Und wenn Du glaubst, ich mache das freiwillig mit den 3 Jobs, dann haste was am Besen.
Natürlich könnte ich auch die Beine hochlegen, und von H4 leben, aber das verträgt mein Mindset nicht - obwohl: Gesünder wäre es allemal.
Die Jahre als Aufstocker waren schon schlimm genug (an Aufstockern werden all die Maßnahmen durchgeführt, die bei den Beinehochlegern nicht funzen, weil die Aufstocker nämlich i.d.R. nicht die Zeit haben, sich genaustens über ihre Rechte zu informieren):

Was Du (und leider viel zu viele mit Dir) halt nicht schallst (schnallen):

Die alte Formel von Erfolg und Arbeit stimmt heute nicht mehr. Insbesondere nicht für die Generation 50+. Für die Teens und Tweens dagegen wieder.

Man kann heutzutage als 50+ froh sein, wenn man von seiner Arbeit leben kann.
Oder man hat Glück und gehört zu den oberen 10%.


Antwort
Zitat
wolf1983 Themenstarter
wolf1983
Beigetreten: 14.09.2016
PokerStrategist

@popface:
Ich will ja jetzt nix sagen, aber mit 3 jobs am existenzminimum, und dann noch familie.
Ist das dann nicht irgendwie verantwortungslos da hart erarbeitete geld noch in poker zu investieren?
Nichts gegen dich, kenne ja auch deine winrate nicht oder ob es dir hilft wenn du mal 20-30 auszahlst. Das musst du ja selbst wissen.

Aber erklär mir bitte mal, wie das vernachlässigen der theorie zu einem downswing führt?
Es kommt schon mal vor, dass man stunden, tage, wochen, monate nicht wirklich gewinnt, oder man keine guten starthände bekommt, oder gute starthände sich ziemlich lange am flop oder turn nicht paaren oder verbessern, oder dass deine KK jedes mal am flop schon mit einem Ass konfrontiert sind. Oder sich das board so mies entwickelt, dass du dein set schmeißen kannst.
Das ist meiner meinung nach, nach einer gewissen zeit in downswing.

Wenn man sich das gesetz der großen zahlen etwas anschaut, bekommt man ein bisschen ein gefühl warum manches passiert oder wie manches passiert.

Link Text...

Ich musste es auch lernen 4:1 fällen seinen flushdraw in einen flush verwandelt, dies aber nicht aussagekräftig auf 20 von 100, 2000 von 10000 fällen usw. Zutreffen mag. Oder an welcher stelle dieses ereignis auftritt.
Genau so kann man sagen ist es ein downswing, wenn ereignisse wie diese über längerem zeitraum ausbleiben (wohlgemerkt nicht nur flushes, sondern alles was man nicht trifft oder man von jeder noch so miesen holecard kmbi überholt wird)
Dazu kommt dann noch, dass sich dadurch auch das eigene spiel unbewusst verändert.

Das ist meine definition vn downswing und nicht weil man zu wenig gelernt hat.

nun zu mir

Ich bin mir bewusst, dass eine realistische winrate im fixed limit eher ein trauer spiel ist.
Allerdings bin ich ein erfolgsgetriebenet mnsch. Ich will gut sin, und da hab ich auch eniges verabsäumt im moment. (Theorie)

Ich habe auch einen beruf, den ich gerne ausübe.
Ich bin aufgrund meiner entlohnung nicht angewiesen mir durch pokern etwas dazu zu verdienen. Abgeseheh davon was sollt ich den monatlich auscashen? In ein bis zwei jahrn viellicht mal wenn ich auf einem bestimmtn limit angekommen bin, sofern ich mich gut entwickle, kann man mal darüber nachdenken.

Mein ziel ist hier irgendwie langfristig und nicht irgendwie monatlich.

Aber wie gesagt, habe ich ein mindsetproblem, das sicher jeder anfänger schon mal hatte.

Und da wäre ich nachwievor noch sehr dankbar wenn hier hilfreiche tips kommen.

Was ich mir jetzt schon mal vorgenommen habe, ist eine art stundenplan, an den ich mich so gut wie möglich halten möchte, und sei es, dass hierfür eine 12 stunden cooling off blockade bei den pokerclients aktiviert wird. Dann bleibt mir wenn ich was mit poker machen will, in dieser zeit nur mal die option zu lernen oder analysen zu machen.


Antwort
Zitat
Pokerfox68
Beigetreten: 26.08.2006
Oldschool Grinder

Da ich selber zur aussterbenden Gattung der FL-Spieler gehöre, verfolge ich deinen Blog und nun auch diesen Thread hin und wieder.

Was mir bei dir auffällt ist, das du unorthodox zwischen vielen Limits immer und her switsched und wohl nicht einmal deine Winrate für die jeweiligen Limits kennst. Das wäre aber wichtig, um zu wissen, ob du ein Limit langfristig schlägst. Scheinst ja jetzt endlich mal auf 5/10 Cent zu konzentrieren. Würde da dann erstmal nur Abstecher auf 10/20 Cent machen, wenn du dich gut fühlst.

Und zu deinem Tiltprproblem, was wohl das schwierigste Thema beim Poker ist. Würde da schon einmal das oben empfohlene Buch lesen. Davon allein geht zwar das Tiltproblem auch nicht weg, aber es ist doch sehr interessant. So sind dort auch die verschiedenen Formen des Tilt beschrieben. Ansonsten musst du aber selbst an dir arbeiten. Und da weiß ich aus Erfahrung, das ist elende schwierig und nur in kleinen Schritten zu machen. Auch nach 11 Jahren Poker, erlebe ich immer wieder Rückschläge. Wichtig ist da zu wissen ,das man langfristig eine Winrate hat. Und das muss man sich in schlechten Phasen immer wieder vor Augen führen.

Und FL Poker ist verdammt schwierig geworden. Habe selbst letzten Sommer wieder angefangen, nach einigen Jahren in anderen Pokervarianten bzw. beim Staking, und meine Winrate auf 0,10/0,20 liegt gerade mal noch bei gut 1 BB, nach 4 BB vor 4,5 Jahren noch. Und um so niedriger die Winrate, um so mehr Downswingphasen wird man erleben. Also musst du erstmal wissen, was du überhaupt für eine Winrate hast. Dafür brauchst du dann schon mal mind. 50 K Hände auf einem Limit.

Ansonsten lass dich nicht unterkriegen und betrachte Poker als Hobby, was hoffentlich kein Geld kostet!


Antwort
Zitat
wolf1983 Themenstarter
wolf1983
Beigetreten: 14.09.2016
PokerStrategist

@pokerfox:

Danke für deine worte.

Also das buch steht schon auf meiner einkaufsliste.

Was mir klar ist, ist dass das beste wissen nichts nützt, wenn man es nicht umsetzt oder damit arbeitet.

Seit dem ich diesen thread aufgemacht habe denke ich oft darüber nach, was ich machen kann. Anscheinend muss ich mir echt zahlen und daten immer wieder zu gemüte führen, bis der verstand endlich nachgibt und sich eingesteht, dass die winrate da ist, oder dass das spiel korrekt ist. Klar wird es auch fehler im spieö geben die man dan findet und eleminiert.

Weiters denke ich auch darüber nach wie ich tiltcontrol machen kann. Ob mir ein paar übungen oder mantras was auch immer dabei behilflich sein könnten. Irgendwas was mich runter bringt.

Was meine ausflüge auf höhere limits angeht. Naja
An und für sich hab ich ja eine zeit lang 10/20 cent gespielt. Da traue ich mich auch heute noch drüber.

Ich hab mich jetzt mit absicht auf 5/10 cent runter gesetzt, da ich das limit auch schlagen möchte. Gewinne und vermuste sind monetär überschaubarer. Und man sagt ja, dass man für poker geduld mitbringen muss und sollte.

Ich schau mir mal einige K-hände auf dem limit an, und wie ich mich dann geschlagen habe, und wie meine entwicklung dann aussieht.

Wahrscheinlich habe ich unterm strich bei gleich viel händen wie wenn ich 10/20 cent spiele gleich viel gewonnen bei einer besseren winrate.
Allerdings muss ich jetzt wohl sehr geduldig sein 😃


Antwort
Zitat

Was ich mache um nicht mehr zu tilten ist einfach Hände die mich etwas runterreißen direkt zu markieren, zB. Uhrzeit und Starthand in die Diktiergerätfunktion vom Handy zu sprechen und sie später im Replayer von HM2 etc. nachzuvollziehen. So kann man dann schauen, ob die Hand schlecht gespielt war oder einfach nur Pech. So kann man wenigstens die Situationen reduzieren in denen dich gleiche Fehler wiederholt austicken lassen und Muster erkennen. Kommt sowas wiederholt in einer Session vor ist sie auch zu Ende, bevor mankeine Kontrolle mehr hat.


Antwort
Zitat

Hallo,

mein theoretisches Wissen von Poker ist zwar begrenz aber was Tilt angeht habe ich absolut gar kein Problem und ich hoffe ich kann dir ein wenig helfen wenn ich dir die Punkte aufzähle warum ich glaube das ich da sehr solide bin.

1.
Grundsätzlich: Beim Poker ist Glück von Bedeutung. Du kannst der beste Spieler sein und trotzdem entscheidet Glück oder Pech kurzfristig dein Ergebnis. Langfristige Gewinne kann man sich mit Wissen und viel Einsatz erarbeiten. Es reicht meiner Meinung nach nicht aus das nur zur Kenntnis zu nehmen sondern man muss es verinnerlichen. Wenn du damit leben kannst ist die Hälfte schon geschafft und du solltest kein Problem mehr damit haben. Solltest du damit nicht leben können musst du dir etwas anderes suchen, etwas wo du dich auch kurzfristig zu 100% auf dein Wissen verlassen kannst und nur verlierst wenn du schlechter in etwas bist.

2.
Verwechsle niemals Pech mit fehlendem Können oder Wissen. Sei ehrlich zu dir selbst und mach dir bewusst wie gut du wirklich bist. Ich glaube viele schieben ihr fehlendes Können bzw. Wissen auf Pech. Es ist keine Schande schlechter als der Durchschnitt zu sein, es wäre nur schlimm wenn du dich für besser hältst und dazu nicht bereit bist von den besseren zu lernen. Deshalb ist es mir immer wichtig die Hände die ich verloren habe zu analysieren und festzustellen ob ich sie mit einer besseren Hand verloren habe oder ob ich sie einfach oft schlecht gespielt habe. Und oft entdecke ich dabei auch, dass ich zwar vorne war, die Hand aber trotzdem besser spielen hätte müssen und Fehler gemacht habe.

3.
Jede Hand ist eigenständig. Es muss egal sein ob die letzten 5 Hände sehr mies oder sehr gut gelaufen sind. Jede Hand ist eine neue und jede Hand hast du die selbe Chance zu Gewinnen. Sei dir aber auch klar das du durch ein unkontrolliertes Spielen weil du auf Tilt bist dein Risiko sehr schnell sehr stark steigt. Vielleicht hilft es dir in schlechten Phasen dich selbst vor einer Entscheidung zu fragen ob du diese Entscheidung auch treffen würdest wärst du diese Session Break even oder besser. Wenn du diese Frage nicht ehrlich mit Ja beantworten kannst dann Spiel sie nicht. Pech mit Glück ausgleichen wollen ist einfach keine gute Idee.

4.
Anlaysiere auch gewonnene Hände. Es ist einem zwar deutlich weniger bewusst aber oft haben auch wir das Glück auf unserer Seite. Ich schaue mir auch sehr gerne gewonnene Hände an. Das hat gleich zwei positive Wirkungen: Mir wird klar wie oft ich durch reines Glück gerettet wurde und damit sinkt das Risiko das ich mich über das Gegeneil "aufregen" muss. Und auch hier entdecke ich viele Fehler die im besten Fall abstellen kann. Ich schaue immer an welchem Punkt ich wie weit vorne war (in Prozent). Klar da spielen noch mehr Aspekte eine Rolle aber mir hilft das sehr weiter ein immer besseres Gefühl zu bekommen.

5.
Kein Hass gegen Unbekannte. Das ist meiner Meinung nach das dümmste überhaupt und doch erlebe ich es immer wieder. Spieler A wird von Spieler B am River noch seines gesamten Stacks beraubt obwohl er eigentlich schon Preflop so gut wie geschlagen war und nur "dumm" durchgecallt hat. Und plötzlich wird eine Schlammschlacht eröffnet. Im Chat wird geschimpft was das Zeug hält und Spieler A scheint nur noch an den Chips von Spieler B intressiert zu sein, als ob diese mehr wert wären als alle anderen. Wenn du das Gefühl hast ein schlechterer Spieler gewinnt nur mit Glück gegen dich freu dich doch, in Summe wirst du diese Spieler ausnehmen. Es macht auch keinen Sinn ihm die Freude nicht zu gönnen, es wir wohl eine kurze Freude werden. Spiel dein Spiel weiter, lass dich davon nicht beeinflussen und freu dich wenn es umgekehrt passiert, hier mache ich mit Geduld meine größten Gewinne.

Ich hoffe das dir meine Zusammenfassung hilft bzw. dass du ein paar Punkte aufnehmen kannst.


Antwort
Zitat
wolf1983 Themenstarter
wolf1983
Beigetreten: 14.09.2016
PokerStrategist

Danke für die tips.

Habe mich jetzt ein paar tage abgekühlt.

Anfangs hatte hab ich ein paar spin & go turniere gespielt, nach der push or fold strategie. Es war angenehm mich nur nach plan zwischen zwei möglichkeiten zu entscheiden. Und sogar leicht profitabel.

Ich hatte dann auch tage wo ich keine lust hatte zu pokern.

hab viel nachgedacht, und mir die deutsche fassung von "the mental game of poker" bestellt.
Die englische leseprobe im ibooks store hat mich überzeugt.
Das buch ist gestern gekommen, und ich bin nach den ersten seiten sehr begeistert.

Nach recherchen, wo ich denn die deutsche fassung her bkomme, bin ich zufällig auf einen googletreffer gekommen, der mich zu einem thread auf pokerstrategy.com geführt hat.

Und siehe da, jemand der in diesem thread auch seine worte da gelassen hat, kommentierte dort, dass er wohl jemand mit dem größten tiltproblem hier auf pokerstrategy.com ist.

Diese worte aus der vergangenen tagen, dieses mitglieds zu lesen hat auch richtig gut getan. Und für mich bekommen seine worte hier in meinem thread gleich viel mehr wert.

Ich hab mich dann auch wieder an den cashgametisch getraut. Ich war entspannter und verspührte keinen leistungsdruck.
Es hat sich positiv ausgewirkt, auch wenn ich nicht mit sonderlich guten starthänden und monsterblättern belohnt wurde.

Was sich aber in meinem kopf die letzten tage gefestigt hat:

es ist alles eine große session

Ich fühle mich jetzt bereit an mir zu arbeiten und freue mich schon drauf.


Antwort
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