Heute werde ich mal philosophisch:
Was bleibt einem vom Hobby Poker?
Man hat Ziele und verfolgt sie. Der Mensch braucht Ziele und es spornt an, aber sind die Ziele die man verfolgt sinnvoll? Das ist natürlich sehr indivudueel. Ich persönlich verfolge meistens die falschen Ziele. Der einzige Grund warum ich derzeit wieder spiele ist der Reload Bonus von Pokerstars und die Tatsache, dass ich etwas vor der Diplomarbeit und dem endgültigen Eintritt ins Arbeitsleben flüchte.
Dennoch: Poker ist mein geistiges Hobby Nr.1! Schach hab ich seelisch mit 12 aufgegeben und werde nie wieder zurückkehren. Mein Vater spielt noch wie ein wahnsinniger und das macht objektiv genauso wenig Sinn. Komischerweise kann man es beim Schach viel eher akzeptieren, wenn man dort des Spielens willens spielt! Beim Poker muss man eine Winrate haben. Wenn man down ist, dann macht einen es unter Umständen wirklich fertig.
Muss das sein?
Wenn man regelmäßig reflektiert und mit allem im reinen ist, dann nicht, aber warum ist man das nicht??????
Das ist natürlich wieder individuell ♦ Bei mir sind es einfach Charakterschwächen wie Überheblichkeit und mangelndes Durchhaltevermögen. Schade!
Fazit:
Mein erster Schritt zum Winningplayer ist ein absoluter reflektierter Spieler zu werden.
Also werde ich hier wohl wieder Spammen, aber jeder Eintrag soll in die richtige Richtung führen. 2 Schritte nach vorne und maximal ein Minischrittchen nach hinten. 2 Schritte nach vorne usw!
Zweiter Schritt: Skill Verbesserung
Dritter Schritt: Software besser nutzen
Vierter Schritt: Winning Player auf $0.5/$1 sein und neue Ziele suchen ♦
Das ist der grobe Fahrplan. Präzisere Ziele sollten auf dem Weg dazukommen.
Dann mal meine erste Reflektion:
Uff das ist schwer. Da es mein Stil ist fange ich zunächst mit meinen Schwächen an:
Ich brauche Erfolgserlebnisse beim Pokern. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich mit meiner Gesamtentwicklung als Pokerspieler unzufrieden bin. Das ist sehr gefährlich. Meine Konzentration ist oft nur beim Holdemmanager und ich schaue , ob ich up oder down bin. Ich versuche mit zu zwingen es zu lassen, aber meistens ohne Erfolg.
Wenn ich unter Druck gerate und ein Gegner aggressiv spielt, dann fange ich oft an nichtmehr richtig nachzudenken, sondern gebe ihm praktisch any two in seine Range.
Unter Stress setzt mein Denkvermögen auch aus, daher bin ich kaum geeignet 4+ Tables zu spielen, aber dennoch traue ich mir zu oft 4 Tische zu. Klares Zeichen von Überschätzung. Ein Grund dafür ist mit Sicherheit ungeduld. Unterbewusst will ich sicher wieder dahin wo ich einmal war.
Ok genug erstmal ♦ Ich heb mir noch was auf.
Stärken:
Extrem logisches denken. Viele Schritte vorrausdenken möglich
Viel mehr fällt mir leider noch nicht ein. Das muss sich ändern.
Jetzt wird gezockt ♦