Wenn alle Parameter gleich sind dann steigt der mit den kleineren Feldern schneller auf. Wie du sagst ist die Varianz bei Massfeldern viel höher, daher hast du eine deutlich größere Standardabweichung vom langfristigen ROI nach x Turnieren im Vergleich zu kleineren Feldern. Spielt ja keiner 5000 Mann MTTs wenn er den gleichen ROI mit 45 Mann STTs erreichen kann.
Mh jetzt bin ich unsicher. Vllt war meine Aussage oben falsch. Hab den Denkfehler aber noch nicht gefunden.
Original von PokerNap
Wenn alle Parameter gleich sind dann steigt der mit den kleineren Feldern schneller auf.
Wenn alle Parameter gleich sind, steigt man im Schnitt genau gleich schnell auf. Wenn ich einen 10$ ABI mit einem 10% ROI schlage, dann mache ich im Schnitt 1000$ nach 1000 Turnieren, egal welche Feldergröße.
Bei größeren Turniere gibt es halt stärkere Extremfälle, wenn man das als Gaußkurve plotten würde wäre diese breiter. Ich habe Fälle wo ich das erste Turnier binke und Fälle wo ich einen ewig langen Downswing habe.
Du brauchst bei größerer Varianz aber eine größere Anzahl an Spielen um den langfristigen ROI von x% zu erreichen. Da du eine größere Anzahl Spiele benötigst, dauert es auch durchschnittlich länger um aufzusteigen. Extrembeispiel 10% ROI bei HU SNGs vs 10% ROI bei 10k Field MTTs. Gibt ja auch Varianzkalkulatoren, in einen Fall bist du halt auf 100 games zu 90% im Plus im anderen Fall zu 90% im Minus, sind jetzt natürlich keine realistischen Zahlen sondern sollen den Fall verdeutlichen.
Original von ThePuppetmaster
Original von PokerNap
Wenn alle Parameter gleich sind dann steigt der mit den kleineren Feldern schneller auf.Wenn alle Parameter gleich sind, steigt man im Schnitt genau gleich schnell auf. Wenn ich einen 10$ ABI mit einem 10% ROI schlage, dann mache ich im Schnitt 1000$ nach 1000 Turnieren, egal welche Feldergröße.
Bei größeren Turniere gibt es halt stärkere Extremfälle, wenn man das als Gaußkurve plotten würde wäre diese breiter. Ich habe Fälle wo ich das erste Turnier binke und Fälle wo ich einen ewig langen Downswing habe.
Würde ich auch so sagen, man verdient per game gleich viel USD.
Lustigerweise ist die Diskussion schwer zu simulieren und einigermaßen irrelevant ♦
Im Schnitt steigt man in beiden Fällen gleich schnell auf. Der durchschnittliche Gewinn wird alleine durch BI und ROI berechnet, nix anderes spielt da rein, auch keine Varianz.
Ich habe zwei Simulationen laufen lassen. Beide mit 10$ BI, 10% ROI und 1000 Samplesize. Eins mit großer Teilnehmer Anzahl, eins mit kleiner.
Jetzt die Frage: "Mit welcher Wahrscheinlichkeit, habe ich nach 1000 Turnieren mir mindestens 1000$ erspielt?"
Bei den kleinen Turnieren liegt die Wahrscheinlichkeit bei 50%.
Bei den großen Turnieren nur bei 37%.
Also denkt man jetzt, dass man wohl bei kleinen Turnieren schneller 1000$ erspielt hat. Das ist aber falsch, man hat bei beiden Varianten im Schnitt nach 1000 Turnieren 1000$ verdient, die Verteilung ist nur extremer bei großen Turnieren.
Verteilung bei kleiner Teilnehmerzahl:
Spoiler

Verteilung bei großer Teilnehmerzahl:
Spoiler

Ja du spielst aber nicht nach Schnitt (unendliche Anzahl Spiele) sondern vom Zeitpunkt Spiel 1 bis Spiel 1000 ^^
Oder anders formuliert, in den ersten 1000 spielen hast du mit einer höheren Wahrscheinlichkeit in kleinen Feldern mehr erspielt als in großen Feldern.
Die Varianz egalisiert sich nur bei der Betrachtung auf unendliche Anzahl Spiele.
Ist ja aber auch egal, einfach die Dinger shippen und durchmarschieren 😋
So jetzt ist der Puppetmaster auch nochmal in der Diskussion, find ich wie Pflaumenkuchen mit Sahne oben drauf, also klasse!:f_cool:
@Puppetmaster hat recht: Wenn alle Parameter gleich sind, steigst du im Durchschnitt gleich auf, egal ob du ein 180er MTT (9 Mann-Tisch) oder das Sundaystorm mit 30000 Leuten spielst. Das Problem ist aber das Wort Durchschnitt. Die Wahrscheinlichkeit den Final Table des 180ers zu erreichen ist 9:180 also 5 Prozent beim Storm 9:30000 also 0,03 Prozent. Es ist also 167 mal wahrscheinlicher im Schnitt das kleine MTT am FT zu beenden, als im Storm.
Das Problem ist aber das man beim Storm in der Realität viel seltener dick casht und die Gefahr absteigen zu müssen viel größer ist, vorausgesetzt man benutzt das gleiche BRM, in meinem Falle 100. Da wir gesagt haben, das alle Parameter sind gleich gilt das auch für das BRM. In der Praxis heisst das auch, das wir weniger häufig das Storm als das 180er spielen, was vom Zeitfaktor auch wieder nachteilig ist. Ich halte meine Behauptung daher für richtig.
Es deckt sich auch im übrigen mit meiner praktischen Erfahrung von über 14 Jahren.
Original von Wiseguy01
So jetzt ist der Puppetmaster auch nochmal in der Diskussion, find ich wie Pflaumenkuchen mit Sahne oben drauf, also klasse!:f_cool:@Puppetmaster hat recht: Wenn alle Parameter gleich sind, steigst du im Durchschnitt gleich auf, egal ob du ein 180er MTT (9 Mann-Tisch) oder das Sundaystorm mit 30000 Leuten spielst. Das Problem ist aber das Wort Durchschnitt. Die Wahrscheinlichkeit den Final Table des 180ers zu erreichen ist 9:180 also 5 Prozent beim Storm 9:30000 also 0,03 Prozent. Es ist also 167 mal wahrscheinlicher im Schnitt das kleine MTT am FT zu beenden, als im Storm.
Das Problem ist aber das man beim Storm in der Realität viel seltener dick casht und die Gefahr absteigen zu müssen viel größer ist, vorausgesetzt man benutzt das gleiche BRM, in meinem Falle 100. Da wir gesagt haben, das alle Parameter sind gleich gilt das auch für das BRM. In der Praxis heisst das auch, das wir weniger häufig das Storm als das 180er spielen, was vom Zeitfaktor auch wieder nachteilig ist. Ich halte meine Behauptung daher für richtig.
Wenn du sagst, die Parameter im 180er sind gleich wie im storm, dann machst Du Dir das Leben aber auch sehr leicht. Denn der ROI im Storm wird immer immer größer sein. Ich habe schon letzte Seite mit dem größeren ROI in Massenfeldern argumentiert. Es hat schon nen Grund, Massenfelder zu spielen: größerer ROI durch große Hebel. Es hat dahingehend auch einen Grund, kleinere Felder zu spielen: kleinere Varianz. Max DollarEV wird es aber selten sein. Aus dem Grund habe ich in der Praxis auch schon vorher für eine Mischung plädiert.
Diese Mischung ist in Lagas Fall aber irrelevant, da sein Ziel zu pokern kein aufsteigen ist. Er will ballern. Turniere, auf die er Bock hat. Von denen er glaubt, gut zu performen. Aber Profitziele sind sekundär. Er hat einfach Bock auf pokern - und das ist auch gut so.
Und mir gegenüber mit Erfahrung zu argumentieren ist schon sehr dünnes Eis - egal ob bzgl. gespielter Games, investierter Zeit der Scheduleoptimierung, Mentoring von motivierten Anfängern oder Coachingprojekten.
Randnotiz: Mit Deiner 14 jährigen Erfahrung ein 100 BI-BRM zu fahren ist schon... speziell. Die brauchst du ja schon für SNGs.
Moment mal lieber Glissario, natürlich ist es in DEINER Praxis vielleicht so, das es maxEv ist verschiedene Feldgrößen zu mischen, aber für mich ist es halt zeitlich unpraktisch und auch nervig die Swings dermaßen zu vergrößern. Interessieren würde es mich auch ob es eine Simulation gibt, die dieses von uns besprochene Szenario abbildet.
Ich hab auch schon die Intention von Laga verstanden, er sieht sich als Hobbyspieler und will einfach zocken. Das ist auch vollkommen legitim. Das soll auch von mir der letzte Post zu diesem Thema hier sein.
Wo hab ich geschrieben, das ich persönlich ein 100 BI BRM fahre? Ich habe die Zahl 100 als Beispiel zum Rechnen genommen. Ich selber passe mein BRM an das jeweilige Turnier an. Ich hatte dich übrigens auch nicht persönlich angesprochen, sondern allgemein meinen Standpunkt dargelegt und das du wesentlich höhere Stakes spielst als ich ist mir bekannt, heißt aber nicht das du mit deinen Aussagen immer richtig liegst. Sinn und Zweck des Forums ist ja unter anderem Gedankenaustausch zum gelegentlichen Erkenntnisgewinn.
Aber ich wiederhole mal an dieser Stelle den Pokernap:
"Ist ja aber auch egal, einfach die Dinger shippen und durchmarschieren 😋"
In dem Sinne viel Glück allen an den Tischen!:f_drink:
Ich habe nicht maxEV sondern Max DollarEV geschrieben, das ist ein Unterschied.
Wenn Faktoren wie "zeitlich unpraktisch" und "nervige swings" den Schedule beeinflussen (und ich finde gut, dass sie dies tun), dann gibt man Dollar-EV ab, gewinnt EV jedoch woanders (bspw weniger Stress in schlechten Phasen), was es dann vmtl für einen persönlich maxEV werden lässt.
Ich habe auch nicht den Anspruch, immer richtig zu liegen. Deine Modellannahmen sind aber falsch bzw zu Deinem Gunsten und Anliegen vereinfacht (ein Storm und ein 180er haben keinen gleichen ROI). Wenn ich annehme, dass in einem 109$ SNG der gleiche ROI wie im Million zu erreichen ist, dann würde ist auch das SNG vorziehen. Haben sie den gleichen ROI? Nein.
Moin. Ich bin ja nicht so der Mathecrack bezüglich des Themas. Frage: inwieweit beeinflusst die (aus meiner Sicht) Tatsache dass man in großen Feldern öfter itm kommt das ganze? Öfter itm weil für die Masse eine Bubble mit 1k Playern weit schneller und "unübersichtlicher" vorbei ist bzw man sich öfter mit wenig Chips itm bringen kann und danach doch noch durch viele Fische aufdoppeln, aufdoppeln usw kann.
Oder anders gesagt: in einem 180 Mann sng muss man als letzter in Chips auf Platz 28 bei 27 paid mehr wagen um itm zu kommen, einfach weil die anderen mehr darauf achten weil man es gut beobachten kann wer wie viel Chips hat etc.
Und noch ein Punkt: kommt es mir nur so vor das man in Massfeldern mit weniger gewonnenen all ins itm kommt im Vergleich zu kleineren Feldern?
Der roi ist ja auch nur ein angenommener Wert der sich jederzeit ändern kann wenn Gegner besser oder schlechter werden.
