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[Geschlossen] [NL] Games softer machen!

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eroticjesus Themenstarter
eroticjesus
Beigetreten: 25.05.2009

Jo, sind frech und absolute Ausnahmen, aber die Regs haben es zugelassen, deshalb +EV, wenn krasser Fisch in den blinds.

Dadurch das der Fisch quasi gläsern war in der K9o hand, spricht imo nichts gegen den call.

Edit: jo kenne deinen Stil, der Maniac ist zu dem Zeitpunkt ziemlich ausgerastet, weil er schon 4 Stacks deep war und nun völligst spewte (callt shove 67s usw.), da wollte ich die Varianz mindern (anderer Reg hat KTo gegen den mit lachendem Gesicht reingestllt) und halt wenigstens hitten, so deep.


DerberAlter
Beigetreten: 17.02.2012

zu der K9 Hand hab ich ne Frage.

also erstmal zun generellen spiel gegen aggressive fischen, die viel raisen und bluffen:
- wenn man gegen einen maniac seine eigene range erweitert, dann verliert man auch mehr pötte, da deine range nicht mehr stark dominant ist und du im postflop play öfters callen musst und oft nicht weißt, wie du deine eigene hand einschätzen kannst, da seine range eben auch sehr weit ist
- wenn man zu tight spielt, überlebt der fisch wahrscheinlich nicht lange und wird von einem anderen spieler am tisch ausgezogen

ich hab mich mal bisschen mit spieltheorie befasst und die besagt, dass die erhöhung der varianz eher dem schlechteren spieler hilft als dem besseren. das heißt: je mehr varianz vorhanden ist, desto geringer ist der unterschied zwischen einem sehr guten und einem sehr schlechten spieler (auf eine geringe bis mittlere samplesize)

meine frage wäre, ob du gegen diesen gegner bewusst deine range erweitert hast, da er für dich "gläsern" war (nuts = slow, air = aggressiv) oder ob du es generell als +ev siehst, gegen maniacs ebenfalls sehr aggressiv zu spielen und dafür postflop ganz anders spielt

ich persönlich habe noch nicht den richtigen weg gefunden, um gegen maniacs zu spielen. ich probiere zur zeit alles von "noch aggressiver" bis "only nuts" und habe dazu noch keine abschließende meinung

edit:
noch ein paar Sätze aus meiner Überlegung:

Als Passiver Spieler hat man nur 1 Möglichkeit einen Pot zu gewinnen:
- Bessere Karten

Als Aggressiver Spieler hat man 2 Möglichkeiten um einen Pot zu gewinnen
- Bessere Karten
- Foldequity

Ich würde behaupten, dass man gegen einen Maniac keine sehr große Foldequity aufbauen kann, da er recht oft bereicht ist, mit marginalen Holdings viel zu bezahlen.
Wenn man es aber nicht schafft genügend Foldequity aufzubauen, dann bricht ein gewaltiger Bereich der eigenen Edge weg, weil dann zählt am Ende nur noch wer die besseren Karten hat. Und in dem Moment ist die Erweiterung der eigenen Range doch bestimmt nicht vorteilhaft


eroticjesus Themenstarter
eroticjesus
Beigetreten: 25.05.2009

Original von DerberAlter
zu der K9 Hand hab ich ne Frage.

also erstmal zun generellen spiel gegen aggressive fischen, die viel raisen und bluffen:
- wenn man gegen einen maniac seine eigene range erweitert, dann verliert man auch mehr pötte, da deine range nicht mehr stark dominant ist und du im postflop play öfters callen musst und oft nicht weißt, wie du deine eigene hand einschätzen kannst, da seine range eben auch sehr weit ist

Richtig, hier ist Handreading das A und O dazu später mehr

- wenn man zu tight spielt, überlebt der fisch wahrscheinlich nicht lange und wird von einem anderen spieler am tisch ausgezogen

Fast richtig, bei guten Regs am Tisch stimmt das, an diesen speziellen Tisch waren die Regs imo nicht gut, bspw. drei mal folgendes Szenario: Reg 3bettet den Fisch, Fisch min4bettet, Reg erkennt wohl, dass Fisch blufft und 5bettet klein, Fisch geht drüber, Reg foldet, ich würde preflop keine Hand folden, mit der ich vs diesen Fisch antreten will.

ich hab mich mal bisschen mit spieltheorie befasst und die besagt, dass die erhöhung der varianz eher dem schlechteren spieler hilft als dem besseren. das heißt: je mehr varianz vorhanden ist, desto geringer ist der unterschied zwischen einem sehr guten und einem sehr schlechten spieler (auf eine geringe bis mittlere samplesize)

Falsch, meiner Meinung nach. Es geht darum +EV-Spots gegen den Fisch zu generieren, umso mehr umso besser. Wenn man guter Handreader ist, dann sollte man, basierend auf seinen Reads eine extrem weite Range spielen gegen den Fisch, das erhöht zwar die Varianz bzw. eher die Swings (zu Varianzsachen können dir andere wohl besser helfen, kenn mich damit nur soweit aus, wie ichs brauche, gibt Leute die sich intensiver mit dem Thema beschäftigen und dir besser helfen können), aber erhöht gleichzeitig den EV. Wenn man mehr +EV-Spots vs den Spieler herausholt, erhöht sich im Endeffekt auch die Winrate gegen ihn, was eher schlecht ist für den Fisch und nicht besser. Allerdings ist sein Funfaktor dann auch höher, was nur gut sein kann, wenn er nicht ständig auf Beton beißt. Wenn er dann sogar noch denkt, er sei gut mit seinen overly aggressive moves, dann kann er ggf. noch hart tilten, wenn du am River A high zeigst und 100bb einsammelst.

meine frage wäre, ob du gegen diesen gegner bewusst deine range erweitert hast, da er für dich "gläsern" war (nuts = slow, air = aggressiv) oder ob du es generell als +ev siehst, gegen maniacs ebenfalls sehr aggressiv zu spielen und dafür postflop ganz anders spielt

Ja, ich erweiter hier bewusst meine Range, meine Range ist sowieso immer Spot/Dynamic-basierend und somit selbst dynamisch (K9o ist ein klarer openfold aus UTG, in diesem Spot an diesem Tisch ist es aber ein glasklarer Openraise, ich bin mir noch nicht sicher, aber ich wage zu behaupten, dass er selbst +EV ist, wenn Phil Galfond am Button sitzt)

ich persönlich habe noch nicht den richtigen weg gefunden, um gegen maniacs zu spielen. ich probiere zur zeit alles von "noch aggressiver" bis "only nuts" und habe dazu noch keine abschließende meinung

Das kommt mit der Erfahrung, probieren ist immer gut, ich schreibe noch was dazu.

edit:
noch ein paar Sätze aus meiner Überlegung:

Als Passiver Spieler hat man nur 1 Möglichkeit einen Pot zu gewinnen:
- Bessere Karten

Als Aggressator hat man 2 Möglichkeiten um einen Pot zu gewinnen
- Bessere Karten
- Foldequity

Ich würde behaupten, dass man gegen einen Maniac keine sehr große Foldequity aufbauen kann, da er recht oft bereicht ist, mit marginalen Holdings viel zu bezahlen.
Wenn man es aber nicht schafft genügend Foldequity aufzubauen, dann bricht ein gewaltiger Bereich der eigenen Edge weg, weil dann zählt am Ende nur noch wer die besseren Karten hat. Und in dem Moment ist die Erweiterung der eigenen Range doch bestimmt nicht vorteilhaft

Guter Gedanke, nur zu kurz gedacht, aber dazu komm ich jetzt unter dem Quote

Also erstmal ist es wichtig zu erkennen, um was für einen Maniac es sich handelt, ist er pure bluffer, oder eher overplayer, manche sind auch auf beiderseits aggressiv, was mit dem ein oder anderen Stack Verlust enden kann, aber longterm nicht schlimm ist, weil man immer gegen eine weite Range läuft, das ist dir bewusst, dem Fisch aber nicht, weshalb man auch eine weite Range IN POSITION spielen kann.

Gegen Maniacs gibt es also zwei Wege, die zum Gewinn führen.

1. Der tighte Weg. Wie du gut erkannt hast, ist es gut mit einer starken dominierenden Range gegen den Maniac anzutreten und ihn durch sein gespewe zu exploiten. Das ist +EV, aber nicht maxEV. Gegen den overplayer ist das aber auch der bessere Weg. Gegen den pure-bluffer wäre nächster Weg besser.

2. Gamblen. Vor allem in Position kann man vs Maniacs, die eher zum pure bluffen neigen und oftmals noch betsizingtells haben im grunde jede spielbare Hand spielen. Es erhöht zwar die Varianz, nur hat man damit die Möglichkeit sehr viele Spots zu spielen und schneller als die anderen zu sein, denn Maniacs sind die Fische, die am schnellsten mit 5 Stacks abhauen, oder broke den Tisch verlassen. Beim Gambeln hat man wie gesagt die Möglichkeit haufenweise +EV-Spots einzugehen.

Was ist nun richtig?

Ich würde an deiner Stelle immer erst den tighten Weg wählen und reads aufbauen, mit der Intention im Hinterkopf, basierend auf deinen Reads, mehr Hände zu spielen. Wenn du dir nicht sicher bist, dann markiere dir einfach die preflop gefoldete Hand nehme drei grundverschiedene Boards und mithilfe eines Analyseprogramms schaust du, wie du gegen eine extrem weite Maniacrange abschneidest, du wirst sehen, es macht mit mal immer mehr Sinn die eigene Range vs. Maniac zu erweitern.

Der Maniac an meinem Tisch hat bspw. 80/70 gespielt und jede Hand gemin3bettet und auf eine 3bet gemin4bettet, aber starke Hände=openlimp. Das ist mit Abstand einer der exploitbarsten Strategien, die es gibt, weshalb man hier Unmengen an Hände spielen kann. Vs 90% Range hast du ja schon mit einer 30% Range dagegen immer eine +EV-Situation im Vakuum.

@Foldequity: Hier kommt es darauf an. Wenn der Maniac viel pure blufft und am River dein Draw nicht ankommt, dann hat man ja gut FE und kann profitabel shoven, als Bluff. Aber solche Spielchen würde ich nicht treiben (ausser bei sauberen Reads), es reicht im Grunde ziemlich straightforeward gegen den Maniac zu spielen, nur halt eher callen mit guten Händen, als Exploit. Ich würde gute Hände auch auf drawlastigen Boards nur callen vs. Maniac, weil er gern Karten zum Bluffen nutzt, die draws vervollständigen.

Weiteres:

- Maniacs haben fast immer betsizing-tells und hier ist es wichtig der erste am Tisch zu sein, der herausfindet was Sache ist und da muss man auch bereit für sein, mal Geld zu investieren.

- Die Tabledynamic ist wichtig, gibt es andere Regs die gamblen wollen? Wenn ja, dann muss man den Maniac ziemlich isolieren und mit einer weiten Valuelastigen TP-lastigen Range 3betten und auch gleich ziemlich große Pötte spielen, da er halt ein Maniac ist, ist das auch mit ziemlicher Varianz verbunden.

- versuchen so deep wie der Maniac zu spielen. Wenn man Posi hat und der Maniac mit 3 Stacks da sitzt, versuche ich immer so schnell wie möglich so deep zu werden wie er (da lasse ich mich auch vs Regs auf eventuelle Coinflips ein und gehe pre mit kleinen Pockets broke, das ist advanced, schwer fürs Mindset und nur zu empfehlen, wenn das Mindset auch passt, man eine entsprechende Bankroll hat und der Fisch max 2 Plätze in Posi weg sitzt)

Man sollte natürlich eher versuchen die Verdoppelung des STacks vom Maniac zu bekommen, hier der gleiche Maniac (siehst du wie viel Geld er mit seiner Spielweise gemacht hat? zwei Stacks kamen von mir, das ist halt Teil der Varianz, alle anderen hat er ohne showdown vs. die anderen Regs gewonnen, was nicht grad für sie spricht):

Auch diese Hand ist völligst out of Line, aber ich will halt schnellstmöglich eine Verdoppelung meines Stacks erzwingen um ihn auch deep zu spielen, weil auch schon ein anderer Reg die Möglichkeit dazu hat.

$1/$2 No Limit Holdem
6 Players
Hand Conversion Powered by weaktight.com

Stacks:
UTG ($892.05) 446bb
Tablecaptain (UTG+1) ($200) 100bb
CO ($383) 192bb
BTN ($200) 100bb
SB ($211.10) 106bb
BB ($200) 100bb

Pre-Flop: ($3, 6 players) Tablecaptain is UTG+1 6♣ A♠
UTG raises to $4, Tablecaptain raises to $12, 4 folds, UTG raises to $20, Tablecaptain calls $8

Flop: A♥ 2♠ 10:club: ($43, 2 players)
UTG bets $56, Tablecaptain calls $56

Turn: 4♣ ($155, 2 players)
UTG bets $94, Tablecaptain goes all-in $124, UTG calls $30

River: K♣ ($403, 2 players, 1 all-in)

Final Pot: $403
UTG shows
9♥ 4♥
Tablecaptain shows
6♣ A♠

Tablecaptain wins $399 (net +$199)

UTG lost $200

Die Hand zeigt auch gut sein Betverhalten Postflop. Er overbettet mit Air (andere Hand raist er sehr hoch) und bettet den Turn relativ kleiner, als er hittet und callt sogar noch, weil er eh commitet ist, er könnte ja noch sucken^^

- Es ist weiterhin keine Schande den Tisch zu leaven, wenn man mit solch aggressiven Gegner nicht klar kommt. Gerade im Bankrollbuilding, wenn man meinetwegen ein 30 STacks BRM fährt und möglichst schnell und sicher aufsteigen will, dann kann man den Tisch auch leaven, wenn man scared ist, auch wenn der Gegner natürlich im Endeffekt sehr profitabel ist.

Finds btw gut, dass du so detailiert fragst. Ich hoffe ich konnte erstmal einen groben Überblick geben. Gehe aber gern auf weitere Fragen ein.


nacl
Beigetreten: 17.03.2009

Ist die Hand auf 888 gespielt? 241bb mit K9o in die Mitte zu schieben. Man kann dir nicht nachsagen, dass du keine Eier hast.

schöner read.


eroticjesus Themenstarter
eroticjesus
Beigetreten: 25.05.2009

Jo, is 888


DerberAlter
Beigetreten: 17.02.2012

danke für die ausführliche antwort, ich werd mir das jetzt paarmal durchlesen

edit - mir fehlen ein paar Begriffe:

Overplayer: sagt mir noch nichts, denke mal jemand, der seine Karten überspielt, also sie zu stark einschätzt

Phil Galfond: ich bin erst ein paar Monate dabei, daher kenn ich nicht alle Eigenarten der Szene-Größen, aber ich schließe aus dem Text, dass er entweder gern IP callt oder 3bettet. Aufklärung?


eroticjesus Themenstarter
eroticjesus
Beigetreten: 25.05.2009

Overplayer ist jemand der seine Hände überspielt, ja.

Phil Galfond gehört zu den besten NL-Cashgamespielern der Welt.

Hier noch eine andere Sicht, von einem ziemlich guten Spieler, der meinen Post gelesen hat:

[16:36:37] 1mprox: erstmal drölf seiten text über den maniacfish schreiben
[16:37:12] Philipp: hehe, wollte es nur dem NL10er erklären (bitte nicht abwertend auffassen), mache gern sowas, wie findst den Text?
[16:37:20] Philipp: werd aber erstmal grinden.
[16:38:00] 1mprox: kA ist halt too much
[16:38:15] Philipp: hehe jo mag sein^^
[16:38:15] 1mprox: ihr redet quasi über spieltheorie gegen einen spieler der euch in jedem 2. postflop spot mit atc auszahlt
[16:38:37] 1mprox: ich würde preflop 100% meiner range aus jeder position entweder limp/callen oder openraisen
[16:39:26] Philipp: auch ein Weg
[16:39:40] Philipp: ans limp callen hab ich gar nicht gedacht^^
[16:40:07] 1mprox: deswegen auch der kommentar von dem anderen typen
[16:40:12] 1mprox: von wegen k9 zu loose lol
[16:40:18] 1mprox: k5 ist da noch easy aus utg openraise
[16:40:24] 1mprox: und ab k4 kann man gut limpen
[16:40:58] Philipp: kk, werds mir mal merken
[16:41:11] Philipp: darf ich dich ggf. quoten im Thread?
[16:41:28] 1mprox: ja

Session 3:

261 Hände

lief extrem kacke, wenn man result orientiert denkt, ziemlich kacke gerunnt. Zwei Stacks verblufft, dafür Villain auf die richtige Range gesetzt, naja, wer nicht folden kann..., ist aber genotet, Flips verloren, Suckouts (random Fisch kram, AA < 66, AA < KK, mimimi), das ging mir dann doch zu sehr ins Hate-Zentrum in meinem Hirn, weshalb ich erstmal Pause mache. In einer halben Stunde schau ich mal aufs Befinden und lege ggf. noch eine Session nach.

Grad nochmal auf den einen Bluff geschaut, der war doch eher kacke, muss mir folgendes merken: "DIE REGS HABEN MICH WOHL AUF IMMER UND EWIG ALS TOTALER LAG MARKIERT; ALSO WERD ICH OVERALL DÜNNER VALUEBETTEN UND WENIGER BLUFFEN; NL200 IST EIN LIMIT WO LEVEL1 DENKEN REICHT; ALLES ANDERE IST SPEW!!!"

Das werd ich mir vor jeder Session nochmal durchlesen, echt grausam, was man manchmal so sieht


DerberAlter
Beigetreten: 17.02.2012

Original von eroticjesus

Original von DerberAlter
meine frage wäre, ob du gegen diesen gegner bewusst deine range erweitert hast, da er für dich "gläsern" war (nuts = slow, air = aggressiv) oder ob du es generell als +ev siehst, gegen maniacs ebenfalls sehr aggressiv zu spielen und dafür postflop ganz anders spielt

Ja, ich erweiter hier bewusst meine Range, meine Range ist sowieso immer Spot/Dynamic-basierend und somit selbst dynamisch (K9o ist ein klarer openfold aus UTG, in diesem Spot an diesem Tisch ist es aber ein glasklarer Openraise, ich bin mir noch nicht sicher, aber ich wage zu behaupten, dass er selbst +EV ist, wenn Phil Galfond am Button sitzt)

also hier nochmal die frage, ob du aus prinzip gegen jeden maniac prinzipell deine range stark erweiterst oder erstmal nur moderat bis du ihn einschätzen kannst?


eroticjesus Themenstarter
eroticjesus
Beigetreten: 25.05.2009

Ich selbst mache das nicht aus Prinzip, sondern, weil ich verstanden habe, wie ich Maniacs exploite. Ich mache das halt per default, wenn du das meinst. Ja das mache ich, vor allem, weil ich dann schneller an Infos komme und mich sowieso schneller in +EV Spots begebe, auch wenn diese marginal sind.

Allerdings würde ich an deiner Stelle trotzdem erstmal den tighten Weg gehen und hier und da mal probieren und schauen, wie es für dich funktioniert. Wenn dir das Geld eh nicht so wichtig ist, dann kannst du auch sofort beim nächsten Maniac versuchen zu gamblen, aber dann markier dir alle Hände und gehe sie für dich durch, am besten im HBF/Blog. Aber bitte danach nicht kommen "eroticjesus, du Arsch, bin wegen dir 5 Stacks gedropped!", wie gesagt, der "gambling-weg" ist eher was für erfahrene Spieler, denen Verluste dabei auch nicht jucken.


Nice Blog so far!

Kurze Frage: Welche Einstellung bei HM2 benutzt um session reviews zu machen ohne das du siehst wieviel du up oder down bist? Hab länger nicht mehr gezockt und will gerne Hände anschauen, aber halt ohne dann zu wissen wie die Session bzw. es prinzipiell aktuell läuft.
Vielen Dank im voraus


eroticjesus Themenstarter
eroticjesus
Beigetreten: 25.05.2009

Kann man alles einstellen, das blöde ist, dass man es doch sieht, wie ich vorhin gesehen habe, muss mich wohl doch damit arrangieren, dass ich weiß wie die Sessions laufen. Man kann bspw. bei 888 einstellen, dass man die Bankroll nicht sieht, aber wenn man sich an einen Tisch setzt, erscheint sie doch :rolleyes:

Also ist es auch wayne, ob ich nun auf den Graphen schaue oder halt nicht. Ich überlege mir, wie ich das ganze ggf. für mich vereinbaren kann. Werde den Graphen zwar ausser Acht lassen, mehr oder weniger, aber innerhalb der Session werden Entscheidungen zählen und die Ziele, sprich auf den Graphen schauen kommt nicht in Frage, mit den Results werde ich so oder so konfrontiert innerhalb der Session (es ist schwer weg zu schauen, wenn man sich an einen neuen Tisch einkauft, zufällig erhasche ich halt immer mal einen Blick und kann dann alles zusammenrechnen.

Session 4:

habe ich etwas überzogen, 108 Minuten 848 Hände, war halt gut fishy, nur bin ich wieder ziemlich dumm gerunnt. Will jetzt auch nicht um den heißen Brei rum schreiben, A-Game war das nicht, was ich da abgeliefert habe, aber getiltet auch nicht. Nebenbei noch gechattet _mad:

3,5k Hände hab ich gespielt Graph ist reverse Heglaf, mit Peak 2,3k und nun BE. Kann man halt nichs machen, aber sind ja noch 6,5k Hände und bis Blogstart war ich overall auch gut up den Januar.

Ziele für morgen:

2k Hände, 1h Theorie.

Ziele heute erreicht? Ja zu 100%

Bis dann erstmal


Coach
DrObst
Beigetreten: 18.04.2007

nice dass du auch wieder bloggst, gl an den tischen =)


eroticjesus Themenstarter
eroticjesus
Beigetreten: 25.05.2009

Danke DrObst.

So, ich habe mir noch mal Mental Game of Poker vorgenommen und geschaut, wie man am besten Evaluiert:

(Wenn ichs so richtig verstanden habe, das Englisch in dem Buch ist ziemlich schwer für mich zu verstehen teilweise):

- Genau auf schwere Entscheidungen schauen und wie ich die gespielt habe

- schätzen wie viel Varianz das Ergebnis der Session beeinflusst hat (das sollte ja mit HM gut möglich sein)

- schauen, ob die qualitativen Ziele, die vor der Session gesetzt wurden, erreicht wurden. Wenn nicht, warum? (dort steht "If you fell short, why?", das heißt doch "wenn du das Ziel verfehlt hast, warum?" aus dem Zusammenhang?) ---> Das ist ein interessanter Punkt. Ersteinmal muss man sich gute Ziele vor der Session setzen und wenn man bspw. das Ziel verpasst hat, durchgängig A-Game zu spielen und es verfehlt, ist es schwer, aber sehr wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein, sehr interessant und ich versuche das mal bestmöglich umzusetzen.

- Schauen, wie man beim improven seiner Skills vorankommt (Strategie und Mental Game), und ob man dabei Fortschritte sieht (hier gehe ich Strategietechnisch nach der DB-Analyse genauer drauf ein, im Mental Game-Bereich ist es ersteinmal wichtig die Wurzel allen übels zu finden, sprich ich muss unbedingt dieses Buch bis zum Ende nochmal durcharbeiten)

Für die, die es interessiert:

Seine Sessions zu evaluieren bringen laut Tendler und da bin ich inzwischen auch der Überzeugung von (nur mache ichs ggf. noch nicht richtig), folgende Vorteile:

- Man macht seinen Kopf erstmal von Poker frei um damit nicht weiter im Alltag konfrontiert zu werden (das ist bei einigen positiv, bei den meisten aber negativ imo, wenn Poker den Alltag zu sehr beeinflusst, auch wenn man Pro ist und vor allem dann, das ist aber meine Meinung, Tendler schreibt dazu nichts)

- Man resetet sozusagen um einen freien Kopf für die nächste Session zu haben.

Also werde ich, nachdem ichs Buch durchhab, nochmal richtig versuchen zu evaluieren. Und meine Ziele für Sessions werden ersteinmal einfacher gestaltet, vor allem in Sachen Mental Game. Die Evaluation wird sich also eher auf schwere Entscheidungen beziehen, den Einfluss der Varianz auf die Session werde ich mir auch mal mehr bewusst machen und bewusst auf Setups und Suckouts schauen, damit sichs ins Hirn einbrennt, dass sowas zwar von den %-en her die Ausnahem sind, aber dennoch völligst normal in diesem Game und deshalb keinerlei Einfluss auf die Qualität meines Spiels haben (ausser die Hands sind trotzdem Misplayed, passiert mir seltener, kann aber dennoch vorkommen).

So nun aber erstmal ran an die Tische. Mein Sessionwarmup wird ein Galfond-Vid sein. Die erste Session am Tag spiele ich ohnehin sehr konzentriert und meist ist sie auch am besten (auch wenn die Tische um die Zeit trockener sind, habe ich hier die meisten Winnings). Die nächsten Sessions, wenn die Ressourcen schon etwas verbraucht sind, bereite ich damit vor, dass ich 5 Minuten lang tief ein und ausatme und mich dabei nur aufs Atmen konzentriere (in den Bauch), das wirkt Wunder, wie ich herausgefunden habe, es war mir nur zu langweilig iwann und dann hab ich damit aufgehört, werde das aber konsequent machen vor den Nachmittags/Abendsessions :)


eroticjesus Themenstarter
eroticjesus
Beigetreten: 25.05.2009

Traffic _mad:

Naja, Pokerscout sagt, dass um die Uhrzeit eh meist nichts los ist, werde bis zwölf warten/Theorie machen und meine erste Session spielen, wenn es in Sydney 22:00 Uhr ist. Ab Mittags bekomm ich immer die Tische voll, auf warten habe ich nicht so viel Lust (Bumhuntig mit Warten erst ab NL1k :coolface: )

Also ran an "Mental Game of Poker"


Kingsurprise
Beigetreten: 26.04.2008
Gwenifer
Beigetreten: 21.01.2007

"to fall short" heißt tatsächlich "etwas nicht erreichen oder etwas (die Erwartung) nicht erfüllen"


DerberAlter
Beigetreten: 17.02.2012

Original von eroticjesus
Die nächsten Sessions, wenn die Ressourcen schon etwas verbraucht sind, bereite ich damit vor, dass ich 5 Minuten lang tief ein und ausatme und mich dabei nur aufs Atmen konzentriere (in den Bauch), das wirkt Wunder, wie ich herausgefunden habe, es war mir nur zu langweilig iwann und dann hab ich damit aufgehört, werde das aber konsequent machen vor den Nachmittags/Abendsessions :)

ein nl2k hu winningplayer erzählte mir, dass er vor jeder session meditiert, und das das wunder wirkt


Kingsurprise
Beigetreten: 26.04.2008

kann ein nl100/200 spieler durchaus bestätigen! Ist echt super für die Konzentration, mittlerweile meditiere ich jeden Tag auch wenn ich nicht poker. Hab dafür mir das Buch Meditation für Dummies gekauft, ließt sich ganz gut=)


Original von DerberAlter

Original von eroticjesus
Die nächsten Sessions, wenn die Ressourcen schon etwas verbraucht sind, bereite ich damit vor, dass ich 5 Minuten lang tief ein und ausatme und mich dabei nur aufs Atmen konzentriere (in den Bauch), das wirkt Wunder, wie ich herausgefunden habe, es war mir nur zu langweilig iwann und dann hab ich damit aufgehört, werde das aber konsequent machen vor den Nachmittags/Abendsessions :)

ein nl2k hu winningplayer erzählte mir, dass er vor jeder session meditiert, und das das wunder wirkt

autogenes training= nuts

schreib später dazu nochmal bisschen mehr...


jigger1977
Beigetreten: 21.09.2009

geiler Blog! Danke für all deine Gedanken.

Zur Motivationsgeschichte und Zielsetzung. Motivation hat immer mit den richtigen Zielen zu tun. Wenn deine Ziele es sich, 100k zu machen, dann wärs interessant zu wissen, warum du 100k machen willst. Und was das dann für dich bedeutet. Um ein Ziel stärker zu machen, visualisiere die Person, die dieses Ziel erreicht hat. Wie fühlt sich diese Person? Was tut diese Person? Würdest du gern diese Person sein?

Imo ist es viel hilfreicher, keine $ Ziele vor Augen zu haben, sondern eben den Schritt dahinter zu machen. Was genau willst du denn erreichen? Ist es Anerkennung, die durch den Erfolg kommt? Oder das Gefühl etwas erreicht zu haben? Hinterfrag dich mal ein bisschen selbst. Und versuch dahinter zu kommen, was die eigentliche Motivation ist, dieses Ziel zu erreichen.

Wenn du es dann schaffst, einen Idealzustand zu visualisieren, und dabei ein starkes innerliches Gefühl bekommst. Dann hast du ein gutes, für dich richtiges Ziel. Und Rückschläge werden dich nicht aus der Bahn werfen, denn du weißt innerlich schon wie es sich anfühlt dieses Ziel erreicht zu haben, und kannst jederzeit (auch vor der Session, oder zu Beginn deines Tages) auf dieses Gefühl zurückgreifen.

LG...


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