Gleich noch die Hausaufgaben für diese Woche hinterher.
Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?
Tscha. Als man mich das erste Mal gefragt hat ob ich in einer Homegamerunde mitspielen würde war mein Beweggrund noch "Scheint Spaß zu machen. Warum eigentlich nicht?". Diese mit Herz und ohne Hirn Einstellung hat sich sehr lange gehalten und war auch schon Grund genug, damit ich mich mit an den Table gesetzt und mir mein Geld hab abnehmen lassen. Seitdem ich aber hier auf dieser Seite gelandet bin und überhaupt begriffen habe wie vielschichtig dieses "Spiel" eigentlich ist und ich meine ersten Erfahrungen im NL (weniger erfolgreich) und im FL (schon nen Stück weit erfolgreicher) gesammelt habe habe ich den Ehrgeiz entwickelt ein "guter" Pokerspieler zu werden, um zu schauen wie weit ich es bringen kann. Auch das man damit Geld verdienen kann hat selbstverständlich einen gewissen Reiz. Sonst könnte ich auch lernen mit nem Jojo umzugehen oder Gitarre zu spielen. Allerdings noch keinen großen, da sich die Gewinne ja noch im Cent Bereich bewegen. Also ist es noch nicht an der Zeit meinen Job zu kündigen um dann vom Pokern zu leben :). Aber irgendwann...eines Tages...wenn ich mal groß bin.
Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?
Wenn ich meine Stärken hätte aufzählen sollen wäre das ein sehr kurzer Absatz geworden
Also habt ihr euch diese Wall of Text selber zuzuschreiben.
Wo soll ich da anfangen? Zum einen gebe ich denke ich zu schnell auf. Gerade bei NL nachdem ich meinen Stack verloren hatte meistens Feierabend, da ich nicht nochmehr Geld verlieren wollte. Das bringt mich gleich zu Punkt 2. Ich bin Moneyscared ohne Ende. Ich weiß nich obs an meiner Erziehung liegt oder ich einfach nur knickrig bin aber ich habe sehr viel Respekt davor mein Geld aufs Spiel zu setzen. (Darum auch der Wechsel zu FL) Das legt sich aber schnell, sobald ich mal ein wenig Geld gewonnen habe. Denn dann spiele ich ja vermeintlich nicht mehr mit meinem Geld sondern mit dem meines Gegners. (im tiefsten inneren weiß ich selbstverständlich, dass es doch mein Geld ist aber es passiert mir trotzdem immer wieder). Und damit gehe ich dann um wie ein Mann mit seinem Sperma. Sprich ich versuche es möglichst überall und möglichst schnell zu verteilen. Gerade wenn mir langweilig wird (und das passiert mir häufiger als mir lieb ist, da ich nur maximal 2 Tische gleichzeitig spiele, da ich hektische Situationen vermeiden will und streng nach SHC ne ganze Menge Hände in den Quark drücken muss) erwische ich mich immer mal wieder, wie ich irgendwelche Hände limpe nur um auch mal ein bisschen Action zu bekommen. Geht natürlich meistens in die Hose. Dann gibt es da noch das leidige Thema der Selbstüberschätzung. Ich traue meinen Gegnern und ihren Händen zuwenig zu und meinem eigenen Blatt zuviel. Bringt mich öfter in selbstverursachte mentale Katastrophen. Als kleines Beispiel nenne ich einfach mal nen Ass aufm River (und wieder ein Wortspiel :P) wenn ich selber nur QQ habe calle ich ohne zu zögern den raise meines Gegners weil er gefühlte 2 Milliarden Hände vorher auch mit J high jede Bet runtergecallt hat die ich ihm vor die Füße geschmissen habe und nur meine Bets abstauben will und eh nix hat. Es ist zwar richtig zu callen aber trotzdem ärgerlich wenns daneben geht. Wo wir wieder am Anfang wären. Ein echter Teufelskreis. Aber ich bin ja hier um genau diese Fehler beheben zu können. Und sie zu erkennen is ja schonmal ein erster Schritt.
Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?
Ist eigentlich selbsterklärend. Man spielt nur Hände die auch eine hohe Wahrscheinlichkeit besitzen zu gewinnen und diese dann zu diversen Zwecken mit raise und reraise aggresiv. Das raisen hat dabei mehrere Gründe. Zum einen natürlich die Gewinnmaximierung aber auch um Stärke zu signalisieren um schwächere Hände die einen nach hinten hinaus schlagen könnten abzuschrecken. Gibt noch weitere Gründe aber Liverix erklärt die in seinem Video Fullring Essentials Teil 1 wesentlich besser als ich es könnte.