Tag allerseits und frohe "Rest-Ostern",
ich bin der Michel, 22 Jahre alt und komme entsprechend meines Nicks aus der Lüneburger Heide. Wie man an meinem Anmeldedatum und der Beitragsanzahl erkennen kann, bin ich kein absoluter Neuling hier im Forum, sondern schon seit 2 Jahren hier angemeldet (Link zum damaligen Vorstellungsthread).
Eigentlich war es zu dem Zeitpunkt schon mein Plan, endlich vernünftiges Poker zu lernen/zu spielen, alerdings forderte mich mein aufgenommenes Maschinenbau-Trimesterstudium dann doch etwas sehr viel mehr als erhofft und so entschied ich mich, das Ganze zugunsten des Studiums doch erstmal wieder auf Eis zu legen.
Nun jedenfalls hat sich die Situation verändert und ich starte abermals einen neuen Anlauf mit der Teilnahme an diesem Kurs.
Da die erste Hausaufgabe ja noch keinerlei Wissen aus Coachings oder Artikeln erfordert, hau ich die schon mal direkt raus, wenngleich das zugehörige Coaching ja erst übermorgen stattfindet.
Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?
In erster Linie bisher immer als Zeitvertreib und weil es mir schlichtweg einfach Spaß macht. Wie oben bereits erwähnt, hat mich vor 2 Jahren dann das erste Mal der Ehrgeiz gepackt, das Ganze ein bisschen ernsthafter zu betreiben. Einerseits wohl sicherlich, weil ich das Meiste, was ich angehe, immer mit vollem Einsatz betreibe und andererseits wohl auch, weil man mir einen leichten Hang zum Perfektionismus nachsagt (Stichwort "Ganz oder gar nicht"). Ich bin also ein ehrgeiziger Typ, der nicht sonderlich gerne verliert, wenn er es durch bessere Leistung hätte verhindern können. Abschließend wäre es wohl auch gelogen, die Vorstellung, sich vielleicht irgendwann mal jeden Monat ein paar Taler durch Onlinepoker hinzuverdienen zu können, würde mich nicht reizen.
Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?
Vermutlich der in Frage 1 bereits angesprochene Ehrgeiz und alles, was damit zusammenhängt. So ist mein Umgang mit Bad Beats oder allgemein verlorenen Händen (gerade auch in Bezug auf Tilt-Verhalten) wohl - vorsichtig formuliert - "verbesserbar".
Oftmals bin ich von einer disziplinierten Spielweise abgewichen mit dem Hintergedanken, vermeintlichen Fischen das Geld aus der Tasche zu ziehen, bevor es andere am Tisch tun. Resultat war nicht selten, dass ich mir eher selbst das Geld damit aus der Tasche gezogen habe. Insofern ist wohl "Ungeduld" auch eine Eigenschaft, die ich hin und wieder aufweise.
Darüber hinaus neige ich manchmal dazu, mich zu übernehmen. So habe ich mir beispielsweise bei meinem ersten Versuch hier auf ps.com, zu viele Artikel und Videos auf einmal vorgenommen und so letztlich viel zu viel Theorie auf einmal in meinen Kopf gehackt, ohne mir ausreichend Zeit einzuräumen, das ganze vernünftig zu verarbeiten und praktisch zu verfestigen.
Damit einhergehend spielte ich teilweise 2-4 Tische nebeneinander, anstatt lieber an einem Tisch ein bewusstes, gutes Spiel durchzuziehen und die gelernten Inhalte in Ruhe anzuwenden (In erster Linie gar nicht wegen des Gewinns an sich, sondern einfach aufgrund des Ehrgeizes, das Limit so vermeintlich schneller schlagen zu können).
Frage 3: Was heißt es, tight-agressive zu spielen?
Tight zu spielen bedeutet nur wenige, gute Starthände zu spielen und bei schlechten Starthänden konsequent vor dem Flop zu passen.
Eine agressive Spielweise ist geprägt von häufigem Setzen und Erhöhen, wohingegen eher selten gecheckt oder nur gecallt wird.
Ein tight-agressiver Spieler spielt somit nur wirklich gute Starthände und kommt daher selten in eine Situation, in der mit einer schlechten oder mittelprächtigen Hand gegen ein starkes Blatt des Gegners antreten muss.
Durch das agressive Setzen/Erhöhen dieser Hände verhindert man einerseits, dem Gegner günstig oder gar kostenlos sein Blatt mit der nächsten Karte doch noch zu verbessern. Durch eine angemessene Bet bekommt man so etwaige Draws aus dem Spiel, die sich bis zum Showdown noch zur besten Hand verbessern könnten.
Auf der anderen Seite bekommt man durch das konsequente Setzen im Falle, dass ein Gegner mitgeht, Geld in den Pot, in dem man aufgrund der guten Starthände oftmals vorne liegen wird.
Zuguterletzt wird man ggf. hin und wieder durch die agressive Spielweise sogar bessere Hände aus dem Pot vertreiben können.
Das war's erstmal von mir. Schönen Restfeiertag noch!