Bald endet ein weiteres Pokerjahr, einmal werde ich voraussichtlich noch die Karten in die Hand nehmen. Zeit für ein kleines Fazit:
Seit Mai 2013 bin ich aufgrund meines Berufs nicht mehr als durchschnittlich dreimal pro Monat im Casino gewesen. Im Sommer hatte ich dafür mal wieder die Ehre, Las Vegas zu besuchen.
Auf den Tannenbaum blickend, das Ende des Jahres in Sicht, halte ich fest, dass ich 2013 weder in den deutschen Casinos noch in Las Vegas sehr zufrieden mit meinem Spiel war. Mein Statistik-Wahn trackt zu jeder Session auf einer fünfstufigen Skala, ob ich mein A-Game oder mein Aids-Game gebracht habe.
Die gute News: Ich habe keine Session als Alptraum tituliert, das bedeutet, dass ich in keiner Session zu einem mit Chips bewaffneten Rambo-Kopftuch tragenden Schimpansen mutiert bin. Auf der anderen Seite habe ich jedoch nur in jeder vierten Session mein bestes Spiel gezeigt. Diesbezüglich war ich letztes Jahr mit 35% A-Game deutlich besser unterwegs. Das spiegelt sich auch in meiner Win/Loss Ratio wieder: In diesem Jahr waren nur 57% Winning-Sessions, obwohl ich mir vorgenommen hatte, die 60% endlich zu knacken.

Dennoch habe ich für Poker als absolute Nebenbeschäftigung wieder einen ordentlichen Schnitt erspielt: Mein Stundenlohn liegt etwa gleich im Vergleich zu 2012, mein Average Win pro Session ist auf einen neuen Bestwert gestiegen.
Doch obwohl ich ergebnisorientiert einen kleinen Fortschritt gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen habe, bin ich wie gesagt nicht gänzlich zufrieden. Und was macht ein kleiner Konti, der im Falle eines nicht gänzlich zufrieden Jahres doch noch den Rambo-Schimpansen in sich entdeckt?
Richtig: Für die Osterferien 2014 brauche ich eine neue ESTA-Genehmigung. In diesem Sinne: Seid nett zu eurem aggressiven Affen, sonst trefft ihr meinen eventuell in seinem Lieblings-Gehege mit den vielen bunten Lichtern und dem trockenen Wüstenstaub!
Habt schöne Weihnachtstage und kommt gut ins neue Jahr!