Also dass du einen TOP 5 Blog hier auf ps.com hast und das seit den Anfängen der Seite, denke ich brauche ich nicht zu erwähnen, absoluter 10/10 Content und mir wäre am liebsten du würdest das ganze Jahr bloggen
Ich pack auch den Autisten Talk vorsichtshalber ma in nen Spoiler, da das ja eh niemanden juckt und lol GTO
Spoiler
wrt A2s 4bP, Solver callt Straights am Turn pure. Allerdings muss man da schon einiges vorher locken Preflop und Flop (bspw. nimmt der HJ in den Sims fast nur große Sizings am Flop und A2s spielt kaum bis nie 3b/c pre). Aber jo, Solver bettet Flop dann Range und continued recht viel am Turn für 2e bzw hat auch einige all ins weil double FD dies das. Aber: Solver jammt am River auch so Sachen wie AJs, AQo etc auf viele Karten rein, soll heißen der findet da natürlich genug Bluffs weil's den Computer nicht juckt ob es nun um 1000 oder 5 Mio geht^^ In der Realität sind aber alle moneyscared Nits Du schreibst auch Villain ist sehr tight. Ich nehme zudem mal an, dass auf 5/T Live der Pool generell immer noch nicht genug 4b spielt, vor allem bei 200bb Stacks (hier mag man mich gerne korrigieren, wird sicher einige Pros geben die hier gute Frequenzen spielen aber denke Pool hat zu wenig 4b). Das, in Verbindung mit seiner double Barrel (denke sowas wie Ax checken die oft da und peelen dann lieber/hoffen auf Free Card) lässt mich annehmen dass Villain hier viel zu value heavy ist und seine "Bluffs" alle viel zu Equity-driven sind, sprich der barrelt da FDs und das sind halt dann seine "Bluffs" die er aber meistens aufgibt wenn River brickt. Gegen nen Jam von dir könnte er bzw wird er imo auch genug davon offcallen, zumal wir keinerlei FDs blocken. Long Story Short -> schieb rein die Marie gegen random Live Spieler und call nur gegen GTO Bot
Ich stimme mal für all in mit A2s :). glgl weiterhin und vielleicht kannst du ja deine Frau überzeugen dass du noch ein paar Wochen in LV bleiben musst weil du uns nicht enttäuschen willst
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Danke für die ganzen Berichte, da wird die FOMO direkt ein bißchen kleiner.
JJ finde ich auch zu dünn und gegen das Raise würde ich immer folden, welche Hand bettet am Turn 4way OOP und packt dann noch c/r-Bluff aus gegen deine starke Line?
78dd würde ich am Turn aufgeben.
78hh würde ich am River klein betten und vs Shove callen vs Reg.
Ein sehr tighter Japaner openraist $30 im HJ, ich 3bette dahinter A♦: 2♦: auf $120 und er 4bettet auf $350. Easy fold – ja, ABER. Aber er ist $2.300 deep mit mir und so wie er bisher gespielt habe, werde ich klare Entscheidungen in Position treffen dürfen. Sollte ich ein Ass treffen, muss ich den Pot nicht eskalieren lassen. Sollte ich keines treffen und Villain auf die Bremse treten, finde ich das Gaspedal. So weit der Plan, als wir zum Flop gehen.
Flop $715: 4♥: 4♣: 5♣:
Cbet $160, easy call mit Gutshot ins Glück.
Turn $1.035: 3♥:
Na, wer sagt’s denn? Der Japaner setzt sogar weiter, diesmal $550. Nun die Frage: Raise ich all-in oder calle ich trotz der beiden Flushdraws nur? Ich denke, seine Range mit 4bet, cbet, bet turn ist sehr top-heavy und ich möchte ungerne auf ein Club oder Heart am River einen Herofold von ihm bekommen. Ich entscheide mich also zum Shove für $1.800 total. Was sagt ihr? Eher Callen und any River callen bzw. selbst all-in gehen?
No Brainer-All In am Turn. Gibt halt paar Action Killing Cards die wir einfach nicht sehen wollen. Er 4 Bettet?! Er hat halt All-Day long KK+ und das ist doch genau die Situation die wir haben wollen...
J♣: J♠:
Spoiler
Zwanzig Minuten später openraise ich J♣: J♠: in erster Position auf $30 und wir sehen zu viert den Flop.
Flop $120: 9♥: 8♣: 4♠:
Die Blinds checken und ich checke ebenso zum Button, an dem ein aktiver Spot sitzt. Er checkt behind.
Turn $120: 3♦:
Der Smallblind leadet nun $40 und ich raise auf $150. Nur er callt.
River $420: Q♣:
Er checkt und ich suche dünn Value. Vielleicht herocallt er mit einer 9X, wenn er mir keine starke Hand gibt. Ich setze noch einmal $350 und fange mir nun sein Checkraise all-in für $1.290. Mist!
Ich falte das einfach... Vielleicht weird gespielt JTo? 88,99? May 89o? Ich seh einfach keine Hand hier dein Raise am Turn callen die am River beschließt auf x/r umzuschalten? Schon gar nicht wenn du schreibst er spielt vorsichtig.
A♦: K♥:
Spoiler
In der nächsten Hand straddelt ein neuer starker Reg, UTG minraist ein anderer Reg, daneben callt der aktive Spot die $40, bevor ich im SB A♦: K♥: finde und auf $240 squeeze. Nur der ältere Fisch mit den langen Haaren lässt nicht locker.
Flop $550: 4♥: 6♥: 8♥:
Ich weiß nicht warum, aber aus irgendeinem Grund entscheide ich mich zum Check, obwohl ich auch dieses ekelige Board eigentlich mit meiner ganzen Range im 3bet Pot cbetten möchte. Er checkt behind und schaut sich noch einmal seine Karten an, was ein typischer Tell von schwachen Spielern ist, die überprüfen wollen, ob sie ein Herz in der Hand haben. Hätten sie zwei Herzen, also einen Flush gefloppt, hätten sie es wahrscheinlich gewusst. Suited-Hände lassen sich leichter merken als offsuit.
Turn $550: 9♦:
Es wird nicht besser und ich checke wieder. Nun setzt er sofort $500. Ich traue dem Braten nicht ganz und bin bereit auf jedes Herz und jeden Treffer am River weiter zu zahlen.
River $1.550: Q♣:
No luck this time. Ich checke und er geht erwartungsgemäß all-in.
Die Potsizebet am Turn versteh ich nicht so ganz... Eventuel knallt er sein A♥: hier durch und du bist tatsächlich gut? Aber machen das der Spot wirklich? Du schlägst halt echt nicht viele Hände aus seiner l/c range... Außer paar Offsuite Ax...
Ich denke ich hätte es gefoldet.
7♦: 8♦:
Spoiler
$170 gegen das BU-Open vom sehr tighten Japaner. Er callt.
Flop $350: K♠: 9♠: 4♥:
Ich cbette $90, er zahlt.
Turn $530: J♣:
Gebe ich hier schon auf? Ich bekomme zwar einen Gutshot dazu, aber wenn der trifft, ist jede Qx eine höhere Straße. Trotzdem denke ich, dass ich gegen ihn hier viel Foldequity erzeugen kann und barrel für $340. Er zahlt weiter.
River $1.210: A♠:
Tja, jetzt hänge ich hier mit 8-hoch auf einem Board, dass meine Range sehr gut trifft. Ich kann hier as played AA,KK,JJ,AK,QTs,KJs,99 und ein paar vereinzelte Flushes wie eben 78ss halten. Villain hat noch $820, also zwei Drittel Pot left. Shove oder Aufgabe?
Geb ich auf...
7♥: 8♥:
Spoiler
Ich openraise am BU und im BB 3bettet ein neuer „Top-Reg“ – jemand, den ich hier seit Jahren kenne, der sich auch gestern im Aria direkt mit $5.000 maximum einkauft und einen sehr guten Eindruck macht. Muss ich trotzdem defenden für seine $2.500 effektiv.
Flop $305: 6♣: 9♦: T♣:
Sag ich doch, muss ich defenden. Er checkt und ich setze $100. Er calllt.
Turn $505: K♣:
Er checkt wieder und ich muss auch weitersetzen, da ich kein weiteres Kreuz sehen will. Drei sind schon eines zu viel. Ich setze $350 und er callt.
River $1.205: 5♠:
Blank. Er checkt und hat noch $1.800 dahinter. Was ist meine Line?
Bin selber jedes Jahr in Vegas und obwohl ich erst seit 3 Wochen zurück bin, habe ich schon wieder Vegas FOMO durch diesen Blog hier
A2s:
Happy jam, finde aber gegen aggressive Spieler call am turn besser. Ist er standard reg und nicht super spewy, dann jamme ich turn bevor er am River auf ne scare Card noch sein QQ+ folden will.
JJ:
Bin weak und checke river in der Praxis bestimmt back. Finde aber gegen aggresisve regs bet/call sexy mit blockern. Sehe mich den river nicht bet/folden und denke er kann da genug 56s, T7s, A5s etc turn b/c mit dem Ziel gute River Karten zu c/jammen. Er kann ja auch eine schwache made hand in einen Bluff turnen. Also für mich klarer river b/call wenn ich bette (vs gute Gegner), vs Hobbyspieler easy b/fold,
AK hand bin ich lost und folde wohl river. Andererseits wird er viel von seinen Händen die semi gut hitten auch river backchecken (zB 9Ts). Finde aber auch legit über fold Turn nachzudenken, da ich unsere implieds nicht so immens sehe und alle guten Karten für uns (K/A/herz) auch beim gegner eher als scare card sehe die er nicht per se bluffen würde bzw viel value behindcheckt. Aber wäre interessant wie viel Geld noch in der hand behind ist
78hh groß bet/fold macht keinen Sinn weil wir dann Odds von >4:1 bekommen. D.h. laut MDF müssen wir allein deswegen schon mal ~80% unserer Range callen um nicht komplett exploitable zu sein und mit 78hh sind wir eher Top 10% Range und nicht Botton 80%...
Danke für eure Rückmeldungen. Diese gehen ja erfreulicherweise auch ein Stück weit auseinander. Erfreulicherweise dahingehend, dass ich mich meiner Unsicherheit nicht schämen muss. Hier die Auflösung zu den Händen:
A♦: 2♦:
Spoiler
Ein sehr tighter Japaner openraist $30 im HJ, ich 3bette dahinter A♦: 2♦: auf $120 und er 4bettet auf $350. Easy fold – ja, ABER. Aber er ist $2.300 deep mit mir und so wie er bisher gespielt habe, werde ich klare Entscheidungen in Position treffen dürfen. Sollte ich ein Ass treffen, muss ich den Pot nicht eskalieren lassen. Sollte ich keines treffen und Villain auf die Bremse treten, finde ich das Gaspedal. So weit der Plan, als wir zum Flop gehen.
Flop $715: 4♥: 4♣: 5♣:
Cbet $160, easy call mit Gutshot ins Glück.
Turn $1.035: 3♥:
Na, wer sagt’s denn? Der Japaner setzt sogar weiter, diesmal $550. Nun die Frage: Raise ich all-in oder calle ich trotz der beiden Flushdraws nur? Ich denke, seine Range mit 4bet, cbet, bet turn ist sehr top-heavy und ich möchte ungerne auf ein Club oder Heart am River einen Herofold von ihm bekommen. Ich entscheide mich also zum Shove für $1.800 total. Was sagt ihr? Eher Callen und any River callen bzw. selbst all-in gehen?
Ich entscheide mich zum All-in Jam aus den mehrheitlich genannten Gründen, dass er wohl ziemlich top-heavy ist und ich keine Herofolds auf Scarecards sehen möchte. Er tank/foldet
J♣: J♠:
Spoiler
Zwanzig Minuten später openraise ich J♣: J♠: in erster Position auf $30 und wir sehen zu viert den Flop.
Flop $120: 9♥: 8♣: 4♠:
Die Blinds checken und ich checke ebenso zum Button, an dem ein aktiver Spot sitzt. Er checkt behind.
Turn $120: 3♦:
Der Smallblind leadet nun $40 und ich raise auf $150. Nur er callt.
River $420: Q♣:
Er checkt und ich suche dünn Value. Vielleicht herocallt er mit einer 9X, wenn er mir keine starke Hand gibt. Ich setze noch einmal $350 und fange mir nun sein Checkraise all-in für $1.290. Mist!
GTO schreit Call, mein Bauch schreit Fold. Ich folge meinem Bauch und folde und zeige ihm dabei meine JJ, da er wie erwähnt responsiv war. Er zeigt auch was, aber nur eine Karte: 9♦:
A♦: K♥:
Spoiler
In der nächsten Hand straddelt ein neuer starker Reg, UTG minraist ein anderer Reg, daneben callt der aktive Spot die $40, bevor ich im SB A♦: K♥: finde und auf $240 squeeze. Nur der ältere Fisch mit den langen Haaren lässt nicht locker.
Flop $550: 4♥: 6♥: 8♥:
Ich weiß nicht warum, aber aus irgendeinem Grund entscheide ich mich zum Check, obwohl ich auch dieses ekelige Board eigentlich mit meiner ganzen Range im 3bet Pot cbetten möchte. Er checkt behind und schaut sich noch einmal seine Karten an, was ein typischer Tell von schwachen Spielern ist, die überprüfen wollen, ob sie ein Herz in der Hand haben. Hätten sie zwei Herzen, also einen Flush gefloppt, hätten sie es wahrscheinlich gewusst. Suited-Hände lassen sich leichter merken als offsuit.
Turn $550: 9♦:
Es wird nicht besser und ich checke wieder. Nun setzt er sofort $500. Ich traue dem Braten nicht ganz und bin bereit auf jedes Herz und jeden Treffer am River weiter zu zahlen.
River $1.550: Q♣:
No luck this time. Ich checke und er geht erwartungsgemäß all-in.
Ich folde ziemlich zügig. In der Hand ärgert mich am meisten, dass ich nicht meinen Standard-Weg mit Cbet Flop im 3b Pot gegangen bin.
7♦: 8♦:
Spoiler
$170 gegen das BU-Open vom sehr tighten Japaner. Er callt.
Flop $350: K♠: 9♠: 4♥:
Ich cbette $90, er zahlt.
Turn $530: J♣:
Gebe ich hier schon auf? Ich bekomme zwar einen Gutshot dazu, aber wenn der trifft, ist jede Qx eine höhere Straße. Trotzdem denke ich, dass ich gegen ihn hier viel Foldequity erzeugen kann und barrel für $340. Er zahlt weiter.
River $1.210: A♠:
Tja, jetzt hänge ich hier mit 8-hoch auf einem Board, dass meine Range sehr gut trifft. Ich kann hier as played AA,KK,JJ,AK,QTs,KJs,99 und ein paar vereinzelte Flushes wie eben 78ss halten. Villain hat noch $820, also zwei Drittel Pot left. Shove oder Aufgabe?
I DIDN'T FLY ALL THE WAY TO VEGAS TO GIVE UP 8high IN A 4DIGIT POT! Ich jamme, er callt nach kurzem Überlegen A♣: 4♣: - da finde ich sowohl Turn als auch River fragwürdig seinerseits. Und vor dem Hintergrund frag ich mich umso mehr, was er in der A2-Hand noch bet/folden konnte am Turn. Nacktes AK?
7♥: 8♥:
Spoiler
Ich openraise am BU und im BB 3bettet ein neuer „Top-Reg“ – jemand, den ich hier seit Jahren kenne, der sich auch gestern im Aria direkt mit $5.000 maximum einkauft und einen sehr guten Eindruck macht. Muss ich trotzdem defenden für seine $2.500 effektiv.
Flop $305: 6♣: 9♦: T♣:
Sag ich doch, muss ich defenden. Er checkt und ich setze $100. Er calllt.
Turn $505: K♣:
Er checkt wieder und ich muss auch weitersetzen, da ich kein weiteres Kreuz sehen will. Drei sind schon eines zu viel. Ich setze $350 und er callt.
River $1.205: 5♠:
Blank. Er checkt und hat noch $1.800 dahinter. Was ist meine Line?
I chicken out. Mir fiel keine coole Größe zum valuebetten ein und da ich keine weitere $1.800 investieren will, checke ich behind und gewinne gegen A♣: K♠: - wäre wohl spannend geworden, wenn ich klein gesetzt hätte.
Unterm Strich nahmen die Hände also eher kein gutes Ende. Am Ende musste ich gut $800 Minus verbuchen.
Leider gibt es nicht viel zu berichten über meine Session am letzten Pokertag in Vegas. Wie gewollt, habe ich mich lange im Bellagio eingeschlossen. Zehneinhalb Stunden saß ich an verschiedenen $5/$10-Tischen und wenn ich ehrlich bin, habe ich mich in keiner Minute davon richtig wohlgefühlt.
Dabei hatte ich wieder einen angenehmen Vormittag mit reichlich Sonne am Pool. Als die Sonne sich ihren Weg über das 32-stöckige Hotelgebäude bahnt, wird es schlagartig sehr heiß auf meiner Liege, während ich noch dabei bin, die letzten Zeilen des letzten Blogs zu tippen. Mein Laptop findet das gar nicht toll und schaltet sich auf einmal aus - Hitze overload. Mit banger Miene schließe ich den Laptop, erfrische mich noch einmal im Pool und atme tief auf, als ich später auf dem Hotelzimmer feststelle, dass kein Text verloren gegangen ist bei dem Absturz.
Um 13:15 Uhr starte ich dann am Must Move im Bellagio und der lässt sich die meiste Zeit ganz okay spielen. Ich spiele aber die meiste Zeit nicht ganz okay. Irgendwie ähnelt der Beginn heute der gestrigen Session sehr: Wenn ich mal Valuehände habe, wähle ich immer die Line, die zum direkten Fold des Gegners führt. Wenn ich mal bluffe, kann ich mir eines Calls gewiss sein. Trotzdem vertraue ich weiter meinem Gameplan und dem Wissen über Tendenzen, die man ausnutzen kann. Das führt dann eben dazu, dass hier und da mal ein Rebuy fällig wird. Nach vier Stunden und drei Rebuys wechsel ich quasi pari den Tisch, da unser Main Game mittlerweile ziemlich schlecht ist. Der neue Tisch ist der Anfang vom Untergang.
Ich gewinne keine Hand mehr und stelle mit jedem Orbit fest, dass die Zusammensetzung des Tisches auch nicht das ist, was ich mir rein optisch erhofft hatte. Es kommt aber noch schlimmer, da die freiwerdenden Plätze nach und nach von zwei Spaniern und einem Brasilianer eingenommen werden, die auf meiner Sympathie-Skala einen Kickstart von Null bis minus 69.420 hinlegen. Ich hätte lieber Alice Weidel und Putin händchenhaltend an unseren Tisch spazieren sehen, als diesen Typen dabei zuzusehen und -hören, wie sie die Ober-Show hinlegen, Straddles verpflichten (fine by me, aber der letzte verbliebene Spot macht das nicht lange mit), ständig spanisch in einer Lautstärke sprechen, dass selbst Heidi vom Oktoberfest-Slot nebenan ins Schweigen verfällt, und natürlich jede Hand spielen. Jede Hand tanken. Jede Hand overbetten. Jede Hand gewinnen.
Der Wasserkocher in mir brodelt schon gewaltig, als ich A♥: K♥: im SB erblicke, am BU ein Reg mit nur $1.000 Stack openraist, ich 3bette und er shippt all-in. Ich calle und lehne sein Angebot, zweimal zu runnen, danken ab. Das Board läuft Ten-high aus und er zeigt 9♦: 9♥: - $3.000 Minus. Und es wird nicht besser, da ich 1) definitiv nicht mehr A-Game spiele und 2) diese Regs unfassbar nervig sind und jede Hand scoopen. Wir sind der einzige Tisch mit Dauer-Straddle und mein Approach gegen die Regs ist klar: Mit Showdown-Value auf dem Call-Button drücken als ob es ein Slots-Turnier wäre. Deswegen bleibe ich angefressen an diesem Tisch sitzen. Keine gute Idee – Pot für Pot geht dahin und ich bin bei mittlerweile acht Rebuys und $4.000 Minus angekommen. Dass ich zudem schon seit über zehn Stunde spiele und allein aufgrund dieser Tatsache nicht mehr mein A-Game zeigen werde, ist mir bewusst. Trotzdem finde ich den Absprung nicht. Letzte Chance auf Redemption: Q♦: J♥: in mittlerer Position, Raise $50, im BB defendet der spanische Reg, der in der Zwischenzeit das $2.500 Maximum Buy-in auf über $11.000 gepumpt hat und ein Geschenk nach dem nächsten einsammeln durfte.
Flop $115: Q♥: 8♦: 7♦:
Er checkt, ich cbette $30, er callt.
Turn $175: 9♦:
Klar, die Chance zu leaden lässt sich Spaniens Superstar nicht nehmen und donkt $60. Ich calle mit dem Plan, any River zu callen, auch wenn er $11.000 setzt (die ich nicht vor mir stehen habe) oder um irgendwelche Organe wetten will.
River $295: A♥:
Keine gute Karte für meine Hand und er fängt natürlich sofort an in seinem Chipstapel zu kramen als wäre er zum ersten Mal bei Nanunana zum 1€-Schnäppchentag. Am Ende kommen $380 oder mehr oder weniger dabei herum. Mir auch egal. In der Sekunde, in der er die Chips über die Mitte hievt, habe ich längst meinen Chipstapel zum Callen nachgelegt. Insta-Call neu definiert quasi. Er guckt etwas irritiert, dass das so schnell ging, zögert kurz, und dreht dann 5♥: 5♦: um. Mit Blick auf mein 2nd Pair entfährt ihm ein leises „nice hand“ und gefühlt zum ersten Mal seit Stunden ist es still am Tisch – nur Heidi singt fröhlich ihr Prosit-Lied nebenan. Das Prosit nehme ich mit und entscheide mich kurz später, dass das dann auch das Ende sein soll. Kein großes Comeback, aber immerhin etwas Schadensbegrenzung. So endet wohl gegen 23:30 Uhr mein diesjähriges Vegas-Abenteuer mit einer bitteren Note und $2.700 Minus.
Ist es wirklich schon wieder 12 Tage her, dass ich in einem der abertausenden komfortablen Boxspring-Betten der Stadt liegen und das größte Mainevent aller Zeiten spielen durfte? Die Zeit vergeht schnell, geprägt vom Kampf gegen den Jetlag, dem Finden einer passenden Routine, dem Thrill am Pokertisch und den Aktivitäten, die das Ganze am Ende doch zu einer Art Urlaub werden lassen. Zwar konnte ich meine erfolgreiche Teilnahme im Vorjahresturnier dieses Mal nicht wiederholen, aber dafür hat es nicht viel Zeit gekostet und ich konnte entsprechend früh in die Cashgames springen, also das Poker spielen, das ich seit Jahren kennen- und lieben gelernt habe.
Als ich an diesem frühen Morgen aufwache, packe ich ein wenig wehmütig meinen Koffer und versuche, möglichst viele Reste aus dem Kühlschrank in mich zu stopfen. Eine Galone Hafermilch, etwa 400g Haferflocken, etwas Käse und drei Joghurts haben es in den letzten Tagen nicht in mich geschafft – trotzdem bin ich mit dem Einkauf zu Beginn insgesamt sehr zufrieden. Als das Zimmer soweit aufgeräumt ist, stelle ich mit Blick auf die Uhr nicht ganz überraschend fest, dass ich noch ein paar Stunden Zeit habe, bevor ich zum Flughafen muss. Nicht ganz überraschend, da ich gestern Abend irgendwann dann doch den Absprung geschafft habe, auch vor dem Hintergrund, dass ich mit etwas Schlaf in den Knochen heute doch auch noch eine kleine Session einlegen könnte. Clever!
Um kurz vor 9 Uhr komme ich im Bellagio an und stelle den Post mit den Ergebnissen der vorvorletzten Session fertig und beginne, meinen Frust vom Vorabend in diese Tasten zu kloppen. Schon wird mein Name aufgerufen für den Must Move-Tisch. Dass ich wahrscheinlich nicht mehr in das Main Game kommen werde bei den knapp zwei verbleibenden Stunden, nehme ich wohlwollend wahr, denn der Must Move Tisch ist mit mindestens drei Spots bestückt. Der Rest vom Fest ist Kategorie „sehr sehr tight“-Reg, also darf ich zum krönenden Abschluss noch einen angenehmen Tisch vorfinden.
Angenehm ergaunere ich mir wieder einige kleine Pötte, aber das Bild der Vortage bleibt bestehen: Habe ich wirklich mal Value, folden alle zügig. Ich bin schon im letzten Orbit, zehn Minuten vor Klingeln des Weckers, als mich die Obernit des Bellagios blufft. Er completet meinen Straddle, ich raise 9♦: 3♦: und er callt. Auf Q♠: T♥: 3♣: callt er meine Cbet in Höhe von $40.
Turn $220: Q♠: T♥: 3♣: T♦:
Nun donkt er $100 und ich calle.
River $420: 7♥:
$370 sollen es noch einmal sein. Nicht mit mir, auch wenn seine Line wenig Sinn ergibt. Ich folde und er zeigt stolz A♠: 2♠:.
Somit bin ich wieder even auf diese Session. Ich bin in früher Position, mein Wecker klingelt, der neue Dealer rückt auch schon an und ich schaue betrübt unter meine letzte Hand: A♥: K♥: - oh da geht ja noch einmal was. Open $30, am Button 3bettet ein gelangweilter Spot, der random blufft auf $90 und zu allem Überfluss callt im SB auch noch ein tighter Fit-or-Fold-Opi. Easy 4bet auf $330, nur der Spot callt.
Flop $750: J♠: 2♣: 2♦:
Ich cbette klein für $140 und er callt.
Turn $1.030: 5♥:
Ich dürfte genug Showdown-Value haben und checke. Er checkt behind und ich denke, dass ich oft vorne sein sollte.
River $1.030: 6♣:
Ich checke und nehme gerne den Showdown, aber den bekomme ich in meiner letzten Hand in Vegas 2024 nicht. Stattdessen sollen es satte $900 sein. Das repräsentiert JJ und QQ only, denke ich. Trotzdem haben wir hier ein Problem. Das Problem heißt Massendatenanalyse und ist das Rückgrat meiner Entscheidungsfindung in diesem Sommer. Was wissen wir über Spots? Sie overbluffen auf Checks. Gut. Was noch? Sie betten eher kleines Sizing. Schlecht. Große Sizings sind eher stark und wenn sie bluffen, dann sind sie häufig random und turnen kleine Paare in einen Bluff. Deswegen gilt: Call alle Bluffcatcher die Bottom-Pair schlagen auf Bets kleiner 80% Pot. Seine Bet ist größer als 80% und meine Hand schlechter als das Threshold zum Callen. Also sollte ich folden. Mach ich aber nicht. Irgendwie bin ich hier seit Tagen emotional in einem Schwebezustand, der sich gegen Ende immer mehr Richtung negativen Gedanken bewegt.
Ja, ich habe einen absolut tollen Start hingelegt. Abgesehen vom Aus im Mainevent bin ich danach wie eine Rakete durch die Cashgames geflogen, habe eine Winning-Session nach der nächsten verbucht und mich in meinem Spiel pudelwohl gefühlt. Da habe ich schon erkannt und hier im Blog erwähnt, dass das nicht ewig so gehen wird und auch mal schlechte Sessions kommen können. Ich habe erkannt, dass meine Winnings eine Art „Lohnvorauszahlung“ sind und ich am Ende auf lange Sicht an einen fairen Wert gelangen werde. Trotzdem tut es jetzt weh, diese Vorauszahlung abgeben zu müssen. Irgendwie will ich es nicht. Ich will, dass Vegas positiv endet. Ich will diese Hand gewinnen. Ich will so vieles, aber ich kann es nicht erzwingen. Entgegen meinem großen Vorsatz, möglichst emotional ausgeglichene Entscheidungen zu treffen, präsent zu sein und die Konsequenzen guten Gewissens zu tragen, schiebe ich in meiner letzten Hand neun schwarze Chips über die Linie aus rein emotionalem Interesse. Andere würden es mit „Tilt“ übersetzen.
An der Kasse erhalte ich Dollarscheine im Austausch zu den Bellagio-Pokerchips. Ich nehme den Batzen an Hundertern an und spüre richtig, wie dieser leicht und dünn ist. Deutlich leichter und dünner, als vor Tagen noch. Anstatt wenigstens noch eine halbwegs versöhnliche Session breakeven abzuschließen, erhalte ich weniger als $1.300 für mein intitales Buy-in von $2.700 zurück. Resignierend stecke ich die Scheine ein und dampfe Richtung Paris ab, um fix zu duschen und dann zum Airport zu fahren. Schon wenige Meter hinter dem Pokerraum erkenne ich, dass mein Call nicht korrekt war. Mit any Pair darf ich das wohl callen, aber nicht Ace-high. Die Strafe folgte auf dem Fuß, als der Spot vorhin announcierte: „I have a six“ und 6♠: 8♠: umdrehte. Total sinnfrei da $900 zu setzen. War wohl ein Bluff. Aber da hat er den „Falschen“ erwischt, der das nur mit einem „That’s good“ kommentieren kann. Ohje. Somit halbieren sich meine Cashgame-Winnings aus der ersten Woche zum Ende hin. Eine genaue Auflistung und Zusammenfassung folgt im nächsten Post. Das Boarding ruft.
Oh Boy, lese da oft mich selbst raus, vor allem beim Part mit den Spaniern.
Objektiv betrachtet hören die sich ziemlich gut an, Straddles - jede Hand - machen ultra viel Action (55er Hand beweist das), das will man doch am Tisch haben.
Die mögen unsympathisch sein, aber Hauptgrund warum du genervt von denen warst, war deren Upswing.
Man kann schlecht runnen und dennoch nicht tilten, wenn aber die anderen Regs ein Geschenk nach dem anderen bekommen und man selbst im tiefen Loch sitzt fängts an tilty zu werden.
Wenn das dann noch Regs sind, die vermeintlich weniger gut spielen als man selbst oder man nicht sympathisch findet ist der Tilt wohl vorprogrammiert.
Habe das bei mir schon länger erkannt, konnte es jedoch nie abstellen. Ich such dann nach etwas was ich an dieser Person schätze, um es ihr "gönnen" zu können. Hilft halt nur bedingt, wenn ich mir denke, dass ich es mehr "verdient" hätte. Naja, da muss man wohl einfach durch.
Sollte ja dennoch gut was übrig sein bezüglich CG, wünsch dir einen guten Flug heim nach Germania, hier wirst momentan sogar mit ähnlich tollem Wetter begrüßt
I do not feel obliged to believe, that the same God who has endowed us with sense, reason, and intellect has intended us to forgo their use.
Als bisher stiller Mitleser wollte ich mich ganz herzlich für die Reise auf die du uns mitgenommen hast bedanken!
Beim lesen habe ich den Eindruck, dass du es immer wieder schaffst Situationen/Momente sehr bewusst wahrzunehmen, aufzusaugen und einzuordnen. Wie ich finde eine ganz wunderbere, inspirierende Art durch die Welt zu gehen
Wünsche einen guten Flug und viel Spaß bei den nächsten kleinen und großen Abenteuern
DonMB
"Fühle mich wie ein geiler Hengst als ich den Turn Push calle. Glaube aber im nachhinein dass das nicht unbedingt klug war."
Vegas WSOP 2024 - Conclusion
64 Stunden Spielzeit, knapp $110 pro Stunde und in Summe knapp $7.000 Profit - das wars, bis zum nächsten Mal. Moment, die Zahlen kommen wir erstaunlich bekannt vor. 2023 konnte ich neben meinem viertägigen Mainevent Run ebenfalls elf Tage dem Cashgame widmen. Vergangenes Jahr startete ich ebenso wie dieses Jahr wie eine SpaceX-Rakete im Vergleich zum Fiat Puncto, der just in diesem Moment vor mir die Landstraße entlang der atlantischen Küste der Bretagne brettert. Doch auch letztes Jahr gab es gegen Ende einen Wendepunkt, der einen unfassbaren Lauf letztlich zum fassbaren Lauf machte: $110 pro Stunde fassbar, um genau zu sein. Das sollte unterm Strich ein sehr solider Wert für die $5/$10 Regs der Stadt sein, doch zum zweiten Mal in Folge schreibe ich diese abschließenden Zeilen und denke mir: "Da war mehr drin". Dieses Mal vermag ich es auch besser in Worte zu fassen.
Kurz vor Beginn der Ferien traf ich mich mit einigen ehemaligen Kolleginnen zum Essen. Auf meine Ferienpläne angesprochen, konnte ich niemanden überraschen, als Vegas genannt wurde. Eine Kollegin fragte jedoch: "Was hast du dir dieses Mal als Gewinn vorgenommen?" Dort, in dieser mittelmäßigen Pizzeria in Essen-Kray, gelang es mir, meinen Approach auf den Punkt zu bringen: "Ich habe keine monetären Ziele, da diese immer von externen Faktoren abhängen. Ich kann nur als Ziel haben, möglichst jeden Tag so präsent wie möglich zu sein, um die besten Entscheidungen zu treffen, die mir möglich sind." Was eine langweilige Boomer-Antwort - die Fragezeichen im Gesicht der Kollegin sprachen Bände. Aber eine so gute Antwort, wie mir das Ende dieses Trips wieder gezeigt hat.
Als ich in den ersten Tagen die Brücke vom Horseshoe zum Bellagio überquert oder die wunderschöne Lobby des Encore in mich aufgesogen habe, sprießte die sogenannte Präsenz nur so aus mir. Ich war hier. In diesem Moment. Und ich liebte es, feierte es, genoss es und nutzte es, um in jeder Pokerhand unterbewusst all das abzurufen, was ich über Poker weiß. In den Blogs nach den Sessions schien es immer so zu laufen, dass mir eine große Hand nach der nächsten zuflog, und das will ich im Nachhinein gar nicht groß abstreiten. Aber was ist mit all den Setups, die ich vermeiden konnte? Was ist mit all den Bluffs, die ich ausließ? Wo sind die Setups preflop, die gegen mich liefen? Keine Rede davon im Blog, weil solche Situationen aus gutem Grund nicht eintrafen. Natürlich hätte ich auch in vollster Präsenz $2.500 preflop mit KK in AA jagen können, aber dazu kam es glücklicherweise nicht. Was ist mit JJ gegen eine supertighte Asiatin? Da fand ich den Fold am Flop, als sie groß setzte - Situation erkannt. Ebenso habe ich trotz ordentlicher Red-Line (Gewinne ohne Showdown) nicht jeden Bluff durchgezogen, weil die Situation es irgendwie nicht hergab - sei es aus pokertheoretischen Gründen oder Eingebung. Jedenfalls gab es auch in den ersten Tagen Hände, die schnell teuer hätten werden können, aber mir gelang der Bilderbuchstart, weil ich hellwach war und diese von Steffen Sontheimer definierten "Nettowinnings" eingefahren habe wie ein Uber-Driver in der Nachtschicht. Ich habe also Dollar gewonnen, die Villains bei verkehrter Kartenverteilung nicht gewonnen hätten.
Apropos Villains. Häufig wurde ich gefragt, wie ich die Games so einschätze zur WSOP. Ja, wie schätze ich sie nur ein? Ehrlich gesagt: nicht so gut. Dieses Mal ist mir kein einziger Wal in Erinnerung, also niemand, der oder die längere Zeit am Tisch sitzt und ein Buyin nach dem nächsten verteilt. Solche Gegner gab es immer wieder mal in Vegas. Ebenso gab es immer hoffnungslose Anfänger, die so offensichtlich spielen, dass selbst Kartenleserinnen auf der Cranger Kirmes gegen sie richtig liegen würden. Dieses Jahr? Nichts davon. Stattdessen Regs. Viele Regs. Amerikanische Regs. Japanische Regs gab es auch weiterhin zuhauf und natürlich die von den Amerikanern so geschassten Euro-Regs, zu denen ich auch gehöre. Richtig schwache Spieler:innen, die einfach zu viel bezahlen, mussten lange gesucht werden. An $5/$10 wusste sich jeder irgendwie zu wehren - einige durch schlechte Bluffs mit schlechtem Sizing in schlechten Spots, aber immerhin wehrten sie sich und konnten nicht mit einfachem ABC-Poker überfahren werden. Warum tut man sich das dann? Auf der Habenseite stehen Partien auf höheren Stakes rund um die Uhr, also irgendwo ist auch nach wie vor immer ein $5/$10 Tisch, der gut profitabel sein sollte, weil Regs weaker sind oder die Fische noch häufiger Fehler machen als andere. Zudem ist die WSOP auch die Zeit des Zusammenkommens: Wieder freute es mich sehr, so viele bekannte Gesichter in der Stadt zu kennen und auch gerne etwas mit ihnen abseits der Pokerräume zu unternehmen. Das wird in random Oster- oder Herbstferien definitiv weniger der Fall sein. Nach zwei WSOP in Folge würde ich zur Abwechslung aber auch gerne mal wieder eine der großen Conventions der Stadt besuchen, also mal gegen Rodeo-Cowboys im März pokern oder die Hacker-Convention nutzen, um all die reichen Crypto-Boys beim Poker abzuziehen. Mal schauen, was und wann die Stadt in Zukunft für mich bereithält. Die nächste WSOP wird jedenfalls definitiv ohne mich auskommen müssen, da zu dem Zeitpunkt noch das Schuljahr in NRW laufen wird.
Zurück zur schlechteren Performance am Ende des Trips. Woran das lag, kann ich nicht genau sagen, aber ich spürte weniger Präsenz in den letzten Tagen verglichen zum Start. Ob es daran lag, nun ein Hotelzimmer alleine zu bewohnen und so noch mehr vor mich hinleben zu können? Vielleicht. Vielleicht war ich auch geblendet vom Traumstart und hatte nur noch mehr Winnings im Kopf, also genau das, was ich in der Pizzeria in Kray noch vermeiden wollte. Jason Su sagt mir dazu: "Vegas and WSOP has a way of slowly chipping away at the levels of acceptance people have. When you arrive it’s easy to accept all the feelings, then by the end it needs to be a clear top priority otherwise things like this will always happen. "
Dies musste ich am eigenen Geldbeutel spüren. Zwar genoss ich die Tage in Vegas noch sehr, vor allem die Aktivitäten abseits des Strips wie das Paddel, das gute Essen und die Gesellschaft, aber das reichte leider nicht mehr, um Top-Performance am Tisch abzurufen. Trotzdem sind $7.000 Gewinn in elf Tagen eine tolle Errungenschaft, auf die ich einmal mehr sehr stolz sein kann. Nach Abzug des Mainevent-Stakings und unter Einbezug des Ultimate Holdem-Gambling-Jackpots konnte ich einmal mehr meine Vegas-Reise finanzieren und mit leichtem Profit heimkehren. Kein Quantensprung, aber definitiv eine abermalige Bestätigung, dass Vegas zu mir gehört wie der VfL aus Bochum oder schlechte Wortwitze in diesem Blog. Vor dem Hintergrund muss ich euch also leider enttäuschen: Ihr werdet solche Postings irgendwann in Zukunft wieder erdulden müssen.
Well done. Beim nächsten mal bitte $20 mehr Profit machen
Original von SvenBe
Ich bin mir sicher das jedem von euch ne coole Diamond-Party lieber wäre als 5 Artikel von Barry Carter, Paxis als Coach und ein weekly raffle bei denen wieder ein Russe gewinnt.
Original von Heinz021
Oh Boy, lese da oft mich selbst raus, vor allem beim Part mit den Spaniern.
Objektiv betrachtet hören die sich ziemlich gut an, Straddles - jede Hand - machen ultra viel Action (55er Hand beweist das), das will man doch am Tisch haben.
Die mögen unsympathisch sein, aber Hauptgrund warum du genervt von denen warst, war deren Upswing.
Man kann schlecht runnen und dennoch nicht tilten, wenn aber die anderen Regs ein Geschenk nach dem anderen bekommen und man selbst im tiefen Loch sitzt fängts an tilty zu werden.
Wenn das dann noch Regs sind, die vermeintlich weniger gut spielen als man selbst oder man nicht sympathisch findet ist der Tilt wohl vorprogrammiert.
Habe das bei mir schon länger erkannt, konnte es jedoch nie abstellen. Ich such dann nach etwas was ich an dieser Person schätze, um es ihr "gönnen" zu können. Hilft halt nur bedingt, wenn ich mir denke, dass ich es mehr "verdient" hätte. Naja, da muss man wohl einfach durch.
Sollte ja dennoch gut was übrig sein bezüglich CG, wünsch dir einen guten Flug heim nach Germania, hier wirst momentan sogar mit ähnlich tollem Wetter begrüßt
Sehr spannend, denn ich gehe in solchen Fällen ähnlich vor wie du. Manchmal find ich Gründe, anderen etwas zu gönnen bzw. sie zu schätzen. Häufig brauche ich es nicht mehr, da ich viel weniger Gegner fokussiert bin, sondern mehr auf mich achte. In der genannten Session half beides nicht und ich hoffte, dass die Geier beim Chipstapeln oder Overbetten einen elendigen Fingerbruch erlitten
Original von worldethos
Als bisher stiller Mitleser wollte ich mich ganz herzlich für die Reise auf die du uns mitgenommen hast bedanken!
Beim lesen habe ich den Eindruck, dass du es immer wieder schaffst Situationen/Momente sehr bewusst wahrzunehmen, aufzusaugen und einzuordnen. Wie ich finde eine ganz wunderbere, inspirierende Art durch die Welt zu gehen
Wünsche einen guten Flug und viel Spaß bei den nächsten kleinen und großen Abenteuern
Much love dir und allen anderen für eure Kommentare, Daumen oder das stille Mitlesen.