Hallo,
dann stell ich mich hier mal kurz vor:
Ich bin 36 Jahre alt und voll berufstätig(also kein absoluter Dauerzocker). Poker spiele ich schon seit einigen Jahren im Bereich SnG, hatte jetzt allerdings eine längere Auszeit von etwa einem Jahr genommen. Da bei meinen Lieblingsseiten der Traffic in meinen Limits bei SnG ziemlich mau ist will ich mich jetzt umorientieren. Im Cashgame geht meine Erfahrung näherungsweise gegen Null.
So, kommen wir mal zur ersten Hausaufgabe. Da der aktuelle Kurs ja bereits läuft werd ich wohl recht fix hintereinander die Lektionen durchgehen:
Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?
In der Hauptsache ist Poker für mich ein netter Zeitvertreib. Da ich nicht ganz so viel Zeit habe ist der finanzielle Aspekt an der Sache nicht direkt vordergründig, aber auf nachhaltigen Verlust hat wohl keiner Lust. Die Zielsetzung ist bei mir in die Midstakes zu gelangen und diese solide spielen zu können ohne dafür alle Nase lang eincashen zu müssen.
Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?
Meine Hauptschwäche ist, daß ich gerne mal einen oder mehrere Tische aufmache auch wenn nicht meine volle Aufmerksamkeit beim Spiel ist. Z.B. wenn bei meiner Lieblingsserie der Plot gerade nur vor sich hinplätschert etc. Da ich viel zum Zeitvertreib spiele habe ich mich in der Vergangenheit auch immer wieder in Turniere verirrt, obwohl meine Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigt war(Übermüdung, Alkoholeinfluss, emotionale Situationen, ...). In letzteren Situationen habe ich es allerdings immer hinbekommen nur kleinste Limits oder Freerolls zu spielen, wodurch sich die Verluste in Grenzen hielten(gerade durch die freerolls ist dabei oft genug sogar was rausgekommen, daß es wohl etwa break even war).
Bezüglich NL BSS dürfte mein größtes leak sein, daß ich den Mittelweg zwischen dem extrem tighten Spiel aus den Anfangsphasen der SnG bis zu den oftmals loosen Spielweisen in den Push or Fold Phasen noch nicht gefunden habe. Daher kommt auch die Entscheidung diesen Anfängerkurs komplett zu absolvieren, auch wenn einige Grundlagen sicher bereits vorhanden sind.
Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?
TAG bedeutet, daß der Spieler eine gute Handauswahl trifft und nur mit starken Händen spielt. Wenn er sich zum Spiel entscheidet übernimmt er in der Regel die Initiative, um den Gegenüber zu Entscheidungen zu zwingen. Somit können einige Faktoren des Spieles wie z.B. die entstehende Potsize kontrolliert werden und man treibt den Gegner dazu Fehler zu begehen.
Nachtrag zu Frage 2:
Von diesem Kurs erhoffe ich mir vornehmlich, daß ich meine Grundlagen festigen und auf das NL Holdem umzusetzen lerne. Mir geht es bei diesem Kurs mehr um die Abstellung spielerischer Mängel und spieltheoretischem Informationsgewinn, als um die Abstellung der anderen Leaks. Ich möchte im Grunde Freizeitspieler bleiben und werde dann spielen, wenn ich Lust darauf habe. Auch in der Zukunft kann dies der Fall sein, wenn man vorher ein paar Biere getrunken hat oder noch eine Aufregung von einem stressigen Tag fühlt. In der Vergangenheit habe ich zu diesem Zweck eine getrennte kleinere Bankroll bei einem zweiten Pokerraum geführt und das wird auch zukünftig der Weg bleiben.