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[NL] no retreat, no surrender! CG + MTTs mit TickTack24

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IronPumper
Beigetreten: 04.01.2008
BlackMember

Hier in Sihanoukville ist Live Poker meh - war ein paar mal, aber Problem ist, dass es nur NL200 gibt mit einem Handcount von vieleicht 30-35 hands/h und es saulangweilig ist -> da lohnt sich es nicht wirklich, auch wenn die wr 100 PTBB ist^^ und ich verbring lieber meine Freizeit in Clubs, Beach etc..

in PhnomPenh soll es aber paar sicke Runden geben, in denen es dann auch mal 100k Pötte geben soll und sich die kambodschanische Oberschicht amüsiert - vor allem aber atm im PLO...


Antwort
Zitat
TickTack24
Beigetreten: 14.02.2007
Oldschool Grinder

Jungs, der tragische Tod von Johannes Strassmann ging mir recht an die Nieren und hat mich nachdenklich gemacht. Ich hatte die letzten Tage deshalb keine Motivation irgendetwas zu posten...

Ich habe dennoch weiter an meinem Mindset gearbeitet und heute eine schöne Session hingelegt. Der Monat bleibt ein Minusgeschäft, aber es ist sehr wenig, wenn man in Betracht zieht, dass ich auch auf NL 200 unterwegs war anfangs.

Ein heißer Insider noch an alle Micro- und Lowstakes-Freunde. Demnächst wird mein erstes Coaching starten. Wann genau und worum es geht, werde ich hier verlinken, sobald es soweit ist!

@Iron: bei privaten Runden um so viel Geld wäre ich eh immer vorsichtig...

Bis die Tage.

Euer Tick.


Antwort
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TickTack24
Beigetreten: 14.02.2007
Oldschool Grinder

Hallo liebe Blogleser.

Heute möchte ich euch einen Denkanstoß gebe, der seit langem schon in meinem Kopf wie eine Fliege um einen Haufen Kacke kreist. Nicht, dass mein Hirn aus Scheiße besteht würde... ihr wisst schon... :f_o:
Im Idealfall ensteht daraus ein Diskurs, aus dem einige noch etwas mitnehmen können, aber das liegt natürlich an euch.

Ich möchte jetzt endlich mal meine Gedanken in die Tatstatur hauen und ich bin gespannt, was ihr dazu denkt.

Folgende Frage als Einstieg: Kann eine über das Basisspiel hinausgehende Pokerstrategie das zuvor erworbene solide Basiswissen gefährden und dich sukzessive zu einem schlechteren Pokerspieler machen?

Offensichtlich beleuchte ich hier meine eigene Situation und diese hat Pokerhistorisch natürlich besondere Facetten. Jeder hat andere Erfahrungen gemacht und andersartig sein Wissen aufgebaut mit anderen Schwerpunkten. Dennoch ist es möglich, dass ihr auf selbige These / Eingangsfrage bereits gestoßen seid.

Ich möchte kurz einen Abriss meiner Geschichte geben, um einen besseren Einblick zu gewähren:

- 3/4 Jahr vor Anmeldung bei ps.de Homegamerunden mit 3 Talern Einsatz, erste Erfahrungen gesammelt.
- gleich zu Beginn tighten Style gewählt, ohne Ahnung von irgendwas.
- 2007 bei ps.de begonnen, 50$ Kapital, NL 2 Stars und Party
- Job / Ausbildung IMMER vorgezogen (in Prüfungszeiträumen kaum / nie gespielt)
- wenig gelesen, viel Autodidaktik
- viel U2U - erste feste Gruppe ab NL 25 gehabt, die aber kein Jahr gehalten hat
- ein paar Lernvideos mitgenommen
- bis NL 50 keinen großen Downswing erfahren
- sehr tight / nitty Style, 20 / 17 ca. über lange Zeit.
- bis NL 100 jedes Limit dann gut geschlagen (NL 50 / 100 war so 2008 und 2009 rum)
- durch den Beginn eines festen Jobs und einer neuen Wohnung viel ausgecasht und über 1 Jahr auf Nl 5 / 10 / 25 gespielt.
- heute neben dem festen Beruf nicht mehr das gleiche Zeitvolumen verfügbar, wie noch vor einigen Jahren

Nach 2009 kam die Zeit neuer Strategien, die bei mir mehr zu Tilt geführt hatten, als alles andere. Ich habe definitiv einige strategische Ansätze damals überinterpretiert und dadurch komplett überspielt in vielen Spots.
Das Gefühl, zu jeder Zeit besser bluffen zu wollen, als andere und damit auch automatisch das Gefühl, zu oft geblufft zu werden, schlich sich ein und infizierte meinen Kopf, wie ein Virus. Ich hatte mich mehr und mehr auf fortgeschrittene Strategien fokussiert und die Basics waren immer weiter in den tiefen meines Gedächtnisses verschwunden.

Heute habe ich durch Postings in der Strategiesektion, durch die Art und Weise, wie unsere Member der Micro- und Lowstakes ihre Lines rechtfertigen und Argumentieren oft das Gefühl, dass derselbe Virus sich bei Ihnen ausgebreitet hat.

In diesem zeitlichen Fenster, von dem ich rede (2009 - 2014) haben sich die Playerpools und die Standardmoves natürlich drastisch geändert. Aber was sich kaum verändert hat, ist, wie Neulinge an den Tischen spielen, auch wenn es die loose-passiven Callingstations nicht mehr in der Fülle gibt, wie damals.

Ich bin der Meinung, dass ohne ein immer wiederholtes und als komplette Spielbasis verstandenes fundamentales Grundwissen über die verschiedenen Gegnertypen und die damit verbundene eigene optimale Spielweise sich alle weiterführenden Strategien wie Gift auf das eigene Spiel und damit auch auf das eigene Mindset auswirken können.
Sicherlich gibt es talente, die den kognitiven Brückenschlag vollziehen und ihr Basisspiel nicht vernachlässigen, aber das sind meiner Meinung nach nur wenige. Andere halten sich selbst in ihrer Entwicklung durch das Lernen falschen Contents auf und einige sind dann sogar rückschrittig.

Zu diesem zentralen Aspekt hätte ich gerne weitere / andere Meinungen.
Seht ihr das auch so? Seid ihr vielleicht völlig gegenteiliger Meinung? Schließlich kann ich meine These auf keinerlei empirische Untersuchung stützen. Es ist alles ein subjektiver Eindruck.

Ich freue mich auf deinen Beitrag!

Le Tick


Antwort
Zitat
Martschl
Beigetreten: 16.04.2009
Oldschool Grinder

Hab den Text nicht gelesen um mich nicht beeinflussen zu lassen.

Antwort: Definitiv. Advanced Content wird häufig missverstanden, und die Basisgeldquellen werden übersehen. Folgen sind endloses leveling und Fehlinterpretation bzw. Hineinterpretationen von Dingen in irgendwelche Situationen, die völlig absurd sind, nur weil man neuen Content falsch über das schon erlernte deckelt.


Antwort
Zitat
WerPix
Beigetreten: 24.08.2009
Elite Grinder

Ich denke, eine der wichtigsten Eigenschaften eines Pokerspielers (der etwas höhere Ambitonen als Micros hat) ist die Fähigkeit zur Selbstreflexion über das eigene Spiel. Man muss einfach selbst einigermaßen objektiv seine Spielzüge betrachten können und zu einem Ergebnis kommen, ob dieser Gedankengang und das Ergebnis dessen gut war/den höchsten EV hatte. Wenn das gegeben ist, sollte die Entwicklung von Adaptionen auf das Limit und bestimmte Gegner und Spielertypen eigentlich von alleine kommen und zusammen mit Tiltresistenz, Disziplin etc. eigentlich die Grundlage für eine erfolgreiche Pokerkarriere sein.
Es muss aber eben auch gesagt sein, dass die Hürde für diese Fähigkeit mMn sehr hoch liegt und natürlich mit einer Menge "technischer Skills", d.h. Kenntnis mathematischer und spieltheoretischer Konzepte einhergeht, die halbwegs sitzen müssen, um sinnvoll reflektieren zu können (wie oft hört man Fische ihre Spielzüge auf völlig falschen Annahmen und Grundlagen ihre Spielzüge rechtfertigen --> mangelnder Skill).

Um zur ursprünglichen Frage zu kommen: Imo ist auch diese Fähigkeit zur Selbstreflexion das, was benötigt wird, um weiterführende Konzepte (gerade jene, die eben über die "Basisstrategie" hinausgehen und dieser zum Teil widersprechen) gewinnbringend in das eigene Spiel zu integrieren und daraus einen Nutzen zu ziehen. Das einfache Anwenden von irgendwelchen weiterführenden Strategien und Ansätzen (die man z.B. in irgendeinem Coaching oder Video aufgeschnappt hat) ist fast immer mit keiner Verbesserung oder sogar einer Verschlechterung verbunden; erst wenn jene neuen Konzepte reflektiert und sinnvoll in den Kontext des bisherigen Spiels eingebracht werden, kann von Fortschritt geredet werden.

P.S. Diese "Selbstreflexionsschwelle" ist mMn auch der Grund, warum es so viele Spieler (hier im Forum vorzüglich zu beobachten) etwa bis NL10 oder 25 schaffen und sich dann die Zähne ausbeißen. Mit der unreflektierten Basisstrategie, die diszipliniert umgesetzt wird, ist es definitiv möglich die Micros zu schlagen (vor einigen Jahren auch noch deutlich höhere Stakes), aber irgendwann reicht es eben einfach nicht mehr aus.


Antwort
Zitat
TickTack24
Beigetreten: 14.02.2007
Oldschool Grinder

Schöner Beitrag, WerPix.


Antwort
Zitat

Hi Tick,

mal eine Frage zu eurem Ausflug in die Therme nach Erding.
Habe vor meiner Freundin und mir zu ihrem Geburtstag einen Aufenthalt dort zu schenken. Ein paar Fragen dazu die du mir hoffentlich beantworten kannst ;)

Ihr wart 2 Nächte dort? Habt in einem Hotel in der Umgebung übernachtet? Wieviel €/Nacht sollte ich für ein solides Hotel veranschlagen?

Wenn ich "Saunaparadies"-Gutscheine kaufen möchte, sind dann alle Leistungen inklusive? Weißt du das zufällig? Finde die Homepage irgendwie ziemlich unübersichtlich mit den 1000 Möglichkeiten und x unterschiedlichen Gutscheinen...

Danke schonmal!


Antwort
Zitat
SonMokuh Themenstarter
SonMokuh
Beigetreten: 21.04.2010
Oldschool Grinder

Yeah WELTMEISTER!! =) =) =)

Hab mir gestern nach dem Tor um 12 Uhr oder so doch noch ne Halbe aufgemacht und mir dann bis 2 Uhr nachts die Party angeschaut. Was für ein krönender Abschluss für ne geile WM!!

Pünktlich zur WM geht an den Fachhochschulen natürlich auch immer die Prüfungszeit los, d.h. die letzten vier Wochen waren für mich mit lernen und fußballschauen verstopft. Am Freitag hab ich die letzte Prüfung, danach geht der Grind wieder los.

(Fast) pünktlich dazu startet heute das erste Coaching zum Thema Blitz BRM, für alle die es nochmal wagen wollen!

Um 19:30 Uhr geht's los!!


Antwort
Zitat
crushiii
Beigetreten: 13.04.2007
Oldschool Grinder

Alter ey

Ich konnte schon die letzten Coachings nich ansehen und nu sind se endlich früher, aber ich hab Frühschicht und muss um 20 Uhr inne Heia -.-

Was stimmt hier denn nicht?

Wenn die Prüfungen vorbei sind, kannst dich mal melden wegen skypen und so ;)


Antwort
Zitat
TickTack24
Beigetreten: 14.02.2007
Oldschool Grinder

Original von Mofatoy
Hi Tick,

mal eine Frage zu eurem Ausflug in die Therme nach Erding.
Habe vor meiner Freundin und mir zu ihrem Geburtstag einen Aufenthalt dort zu schenken. Ein paar Fragen dazu die du mir hoffentlich beantworten kannst ;)

Ihr wart 2 Nächte dort? Habt in einem Hotel in der Umgebung übernachtet? Wieviel €/Nacht sollte ich für ein solides Hotel veranschlagen?

Wenn ich "Saunaparadies"-Gutscheine kaufen möchte, sind dann alle Leistungen inklusive? Weißt du das zufällig? Finde die Homepage irgendwie ziemlich unübersichtlich mit den 1000 Möglichkeiten und x unterschiedlichen Gutscheinen...

Danke schonmal!

Über die Gutscheine kann ich dir leider nichts sagen.

Wir hatten allerdings einen Hotelgutschein und in der Nähe der Therme gibt es genug mittelkassige Hotels (um Erding herum und auch in Erding), die meiner Meinung nach für einen guten Preis eine gute Leistung liefern. Frag am besten nach, ob die auch Vergünstigungen für die Therme an der Rezeption anbieten. Bei uns immerhin 2x 5€. Besser als nix.

Ich würde deiner Freudin (wenn nicht schon geschehen) lieber einen selbstgebastelten Gutschein schenken und den Rest dann vor Ort klären, wenn du mit ihr hingehst. Dann kannst immernoch alles an der Kasse klären und sogar immernoch in der Therme spontan entscheiden, ob du mit ihr nun in die Saunalandschaft willst und buchst das dann mit dem Chip am Arm einfach dazu, wenn du durch die Schranke läufst.

Gruß,

Tick


Antwort
Zitat
TickTack24
Beigetreten: 14.02.2007
Oldschool Grinder

Original von WerPix
Ich denke, eine der wichtigsten Eigenschaften eines Pokerspielers (der etwas höhere Ambitonen als Micros hat) ist die Fähigkeit zur Selbstreflexion über das eigene Spiel. Man muss einfach selbst einigermaßen objektiv seine Spielzüge betrachten können und zu einem Ergebnis kommen, ob dieser Gedankengang und das Ergebnis dessen gut war/den höchsten EV hatte. Wenn das gegeben ist, sollte die Entwicklung von Adaptionen auf das Limit und bestimmte Gegner und Spielertypen eigentlich von alleine kommen und zusammen mit Tiltresistenz, Disziplin etc. eigentlich die Grundlage für eine erfolgreiche Pokerkarriere sein.
Es muss aber eben auch gesagt sein, dass die Hürde für diese Fähigkeit mMn sehr hoch liegt und natürlich mit einer Menge "technischer Skills", d.h. Kenntnis mathematischer und spieltheoretischer Konzepte einhergeht, die halbwegs sitzen müssen, um sinnvoll reflektieren zu können (wie oft hört man Fische ihre Spielzüge auf völlig falschen Annahmen und Grundlagen ihre Spielzüge rechtfertigen --> mangelnder Skill).

Um zur ursprünglichen Frage zu kommen: Imo ist auch diese Fähigkeit zur Selbstreflexion das, was benötigt wird, um weiterführende Konzepte (gerade jene, die eben über die "Basisstrategie" hinausgehen und dieser zum Teil widersprechen) gewinnbringend in das eigene Spiel zu integrieren und daraus einen Nutzen zu ziehen. Das einfache Anwenden von irgendwelchen weiterführenden Strategien und Ansätzen (die man z.B. in irgendeinem Coaching oder Video aufgeschnappt hat) ist fast immer mit keiner Verbesserung oder sogar einer Verschlechterung verbunden; erst wenn jene neuen Konzepte reflektiert und sinnvoll in den Kontext des bisherigen Spiels eingebracht werden, kann von Fortschritt geredet werden.

P.S. Diese "Selbstreflexionsschwelle" ist mMn auch der Grund, warum es so viele Spieler (hier im Forum vorzüglich zu beobachten) etwa bis NL10 oder 25 schaffen und sich dann die Zähne ausbeißen. Mit der unreflektierten Basisstrategie, die diszipliniert umgesetzt wird, ist es definitiv möglich die Micros zu schlagen (vor einigen Jahren auch noch deutlich höhere Stakes), aber irgendwann reicht es eben einfach nicht mehr aus.

Ich habe aus diesen Gedanken heraus auch ein wenig Mentalgame in meine erste Coachingreihe mit eingebaut. Wer den Thread schon entdeckt hat, dem muss ich an dieser Stelle allerdings gleich sagen, dass ich die Coachings leider alle um eine Woche nach hinten verschieben muss!
Hier der Threadlink und die Erklärung dazu. Coachingthread TickTack24


Antwort
Zitat

Original von TickTack24

Original von Mofatoy
Hi Tick,

mal eine Frage zu eurem Ausflug in die Therme nach Erding.
Habe vor meiner Freundin und mir zu ihrem Geburtstag einen Aufenthalt dort zu schenken. Ein paar Fragen dazu die du mir hoffentlich beantworten kannst ;)

Ihr wart 2 Nächte dort? Habt in einem Hotel in der Umgebung übernachtet? Wieviel €/Nacht sollte ich für ein solides Hotel veranschlagen?

Wenn ich "Saunaparadies"-Gutscheine kaufen möchte, sind dann alle Leistungen inklusive? Weißt du das zufällig? Finde die Homepage irgendwie ziemlich unübersichtlich mit den 1000 Möglichkeiten und x unterschiedlichen Gutscheinen...

Danke schonmal!

Über die Gutscheine kann ich dir leider nichts sagen.

Wir hatten allerdings einen Hotelgutschein und in der Nähe der Therme gibt es genug mittelkassige Hotels (um Erding herum und auch in Erding), die meiner Meinung nach für einen guten Preis eine gute Leistung liefern. Frag am besten nach, ob die auch Vergünstigungen für die Therme an der Rezeption anbieten. Bei uns immerhin 2x 5€. Besser als nix.

Ich würde deiner Freudin (wenn nicht schon geschehen) lieber einen selbstgebastelten Gutschein schenken und den Rest dann vor Ort klären, wenn du mit ihr hingehst. Dann kannst immernoch alles an der Kasse klären und sogar immernoch in der Therme spontan entscheiden, ob du mit ihr nun in die Saunalandschaft willst und buchst das dann mit dem Chip am Arm einfach dazu, wenn du durch die Schranke läufst.

Gruß,

Tick

Jep, da sie zu ihrem Geburtstag nicht hier sein wird schenke ich ihr einen Hinweis auf den Ausflug.

Gutscheine selber werde ich nicht kaufen =)

Danke für die Tipps!!


Antwort
Zitat
TickTack24
Beigetreten: 14.02.2007
Oldschool Grinder

Hola.

Bevor hier gar nix mehr zu sehen ist für diesen Monat, lieber noch ein paar Eindrücke von NL 200:

Hand converted by PokerTracker 4

UTG: 43.18 BB (VPIP: 41.18, PFR: 17.65, 3Bet Preflop: 0.00, Hands: 18)
CO: 136.23 BB (VPIP: 48.15, PFR: 29.63, 3Bet Preflop: 8.33, Hands: 28)
BTN: 289.93 BB (VPIP: 39.62, PFR: 26.42, 3Bet Preflop: 25.00, Hands: 55)
Hero (SB): 142.55 BB
BB: 50 BB (VPIP: 35.53, PFR: 29.39, 3Bet Preflop: 17.65, Hands: 235)

Hero posts SB 0.5 BB, BB posts BB 1 BB

Pre Flop: (pot: 1.5 BB) Hero has A♥ Q♥

UTG raises to 2.5 BB, fold, BTN calls 2.5 BB, Hero raises to 10 BB, fold, fold, BTN calls 7.5 BB

Flop: (23.5 BB, 2 players) 8♦ 2♥ Q♦
Hero bets 15 BB, BTN calls 15 BB

Turn: (53.5 BB, 2 players) 5♣
Hero bets 35 BB, BTN raises to 70 BB, Hero raises to 117.55 BB and is all-in, BTN calls 47.55 BB

River: (288.6 BB, 2 players) T♣

Hero shows A♥ Q♥ (One Pair, Queens) (Pre 70%, Flop 93%, Turn 95%)
BTN shows A♣ 8♣ (One Pair, Eights) (Pre 30%, Flop 7%, Turn 5%)
Hero wins 287.6 BB

Hand converted by PokerTracker 4

BB: 169.05 BB (VPIP: 36.73, PFR: 36.73, 3Bet Preflop: 25.00, Hands: 52)
UTG: 50 BB (VPIP: 35.14, PFR: 24.32, 3Bet Preflop: 12.04, Hands: 269)
CO: 109.65 BB (VPIP: 33.33, PFR: 33.33, 3Bet Preflop: 33.33, Hands: 8)
BTN: 209.58 BB (VPIP: 35.48, PFR: 25.81, 3Bet Preflop: 15.38, Hands: 35)
Hero (SB): 112.33 BB

Hero posts SB 0.5 BB, BB posts BB 1 BB

Pre Flop: (pot: 1.5 BB) Hero has K♦ J♣

fold, fold, BTN raises to 2.5 BB, Hero raises to 8 BB, fold, BTN calls 5.5 BB

Flop: (17 BB, 2 players) Q♦ 9♠ K♣
Hero checks, BTN bets 11.08 BB, Hero calls 11.08 BB

Turn: (39.15 BB, 2 players) 8♠
Hero checks, BTN bets 23.95 BB, Hero calls 23.95 BB

River: (87.05 BB, 2 players) T♣
Hero checks, BTN bets 166.55 BB and is all-in, Hero calls 69.3 BB and is all-in

BTN shows T♥ 6♥ (One Pair, Tens) (Pre 37%, Flop 14%, Turn 16%)
Hero shows K♦ J♣ (Straight, King High) (Pre 63%, Flop 86%, Turn 84%)
Hero wins 224.65 BB


Antwort
Zitat
TickTack24
Beigetreten: 14.02.2007
Oldschool Grinder

Frage an die Turnierkundigen unter euch.

No Limit Holdem Tournament
8 Players
Hand Conversion Powered by weaktight.com
$100+$9

Stacks:
UTG Tiagokostabr (164k) 27bb
UTG+1 jinhuadfh (31k) 5bb
MP1 Timmmy182 (91k) 15bb
MP2 I'm CrAAdle. (79k) 13bb
CO bizerris (62k) 10bb
BTN Sofadings (62k) 10bb
SB Skrigepas (182k) 30bb
BB dartspro1984 (258k) 43bb

Blinds: 3k/6k Ante 750

Pre-Flop: (15k, 8 players) Sofadings is BTN 7♥ Q♦
5 folds, Sofadings ??

Easy open shove? Gegner eher tight. Nicht lange am Tisch. Keine Reads.


Antwort
Zitat
WerPix
Beigetreten: 24.08.2009
Elite Grinder

Sollte eher easy fold sein, ist auf jeden Fall kein Nashpush (Nash sagt QTo+), weiß nicht wieviel man da looser werden sollte, wenn die Gegner auf den ersten Blick tight erscheinen.


Antwort
Zitat
TickTack24
Beigetreten: 14.02.2007
Oldschool Grinder

Danke, WerPix!

Hab selbst die Tabelle wieder gefunden. M = 4.1 --> BTN Q9o+.

Ich kann mir jetzt natürlich einreden, dass es ein riesen Fehler war und ich evtl es sehr weit gebracht hätte, wenn ich hier Q7o nochmal gemucked hätte, aber diese brain fucks sind scheiße fürs Gehirn.

War ja meine Entscheidung, zu stealen, so what...


Antwort
Zitat
psyonic
Beigetreten: 06.03.2005
Oldschool Grinder
Spoiler

Hallo liebe Blogleser.

Heute möchte ich euch einen Denkanstoß gebe, der seit langem schon in meinem Kopf wie eine Fliege um einen Haufen Kacke kreist. Nicht, dass mein Hirn aus Scheiße besteht würde... ihr wisst schon... fish o
Im Idealfall ensteht daraus ein Diskurs, aus dem einige noch etwas mitnehmen können, aber das liegt natürlich an euch.

Ich möchte jetzt endlich mal meine Gedanken in die Tatstatur hauen und ich bin gespannt, was ihr dazu denkt.

Folgende Frage als Einstieg: Kann eine über das Basisspiel hinausgehende Pokerstrategie das zuvor erworbene solide Basiswissen gefährden und dich sukzessive zu einem schlechteren Pokerspieler machen?

Offensichtlich beleuchte ich hier meine eigene Situation und diese hat Pokerhistorisch natürlich besondere Facetten. Jeder hat andere Erfahrungen gemacht und andersartig sein Wissen aufgebaut mit anderen Schwerpunkten. Dennoch ist es möglich, dass ihr auf selbige These / Eingangsfrage bereits gestoßen seid.

Ich möchte kurz einen Abriss meiner Geschichte geben, um einen besseren Einblick zu gewähren:

- 3/4 Jahr vor Anmeldung bei ps.de Homegamerunden mit 3 Talern Einsatz, erste Erfahrungen gesammelt.
- gleich zu Beginn tighten Style gewählt, ohne Ahnung von irgendwas.
- 2007 bei ps.de begonnen, 50$ Kapital, NL 2 Stars und Party
- Job / Ausbildung IMMER vorgezogen (in Prüfungszeiträumen kaum / nie gespielt)
- wenig gelesen, viel Autodidaktik
- viel U2U - erste feste Gruppe ab NL 25 gehabt, die aber kein Jahr gehalten hat
- ein paar Lernvideos mitgenommen
- bis NL 50 keinen großen Downswing erfahren
- sehr tight / nitty Style, 20 / 17 ca. über lange Zeit.
- bis NL 100 jedes Limit dann gut geschlagen (NL 50 / 100 war so 2008 und 2009 rum)
- durch den Beginn eines festen Jobs und einer neuen Wohnung viel ausgecasht und über 1 Jahr auf Nl 5 / 10 / 25 gespielt.
- heute neben dem festen Beruf nicht mehr das gleiche Zeitvolumen verfügbar, wie noch vor einigen Jahren

Nach 2009 kam die Zeit neuer Strategien, die bei mir mehr zu Tilt geführt hatten, als alles andere. Ich habe definitiv einige strategische Ansätze damals überinterpretiert und dadurch komplett überspielt in vielen Spots.
Das Gefühl, zu jeder Zeit besser bluffen zu wollen, als andere und damit auch automatisch das Gefühl, zu oft geblufft zu werden, schlich sich ein und infizierte meinen Kopf, wie ein Virus. Ich hatte mich mehr und mehr auf fortgeschrittene Strategien fokussiert und die Basics waren immer weiter in den tiefen meines Gedächtnisses verschwunden.

Heute habe ich durch Postings in der Strategiesektion, durch die Art und Weise, wie unsere Member der Micro- und Lowstakes ihre Lines rechtfertigen und Argumentieren oft das Gefühl, dass derselbe Virus sich bei Ihnen ausgebreitet hat.

In diesem zeitlichen Fenster, von dem ich rede (2009 - 2014) haben sich die Playerpools und die Standardmoves natürlich drastisch geändert. Aber was sich kaum verändert hat, ist, wie Neulinge an den Tischen spielen, auch wenn es die loose-passiven Callingstations nicht mehr in der Fülle gibt, wie damals.

Ich bin der Meinung, dass ohne ein immer wiederholtes und als komplette Spielbasis verstandenes fundamentales Grundwissen über die verschiedenen Gegnertypen und die damit verbundene eigene optimale Spielweise sich alle weiterführenden Strategien wie Gift auf das eigene Spiel und damit auch auf das eigene Mindset auswirken können.
Sicherlich gibt es talente, die den kognitiven Brückenschlag vollziehen und ihr Basisspiel nicht vernachlässigen, aber das sind meiner Meinung nach nur wenige. Andere halten sich selbst in ihrer Entwicklung durch das Lernen falschen Contents auf und einige sind dann sogar rückschrittig.

Zu diesem zentralen Aspekt hätte ich gerne weitere / andere Meinungen.
Seht ihr das auch so? Seid ihr vielleicht völlig gegenteiliger Meinung? Schließlich kann ich meine These auf keinerlei empirische Untersuchung stützen. Es ist alles ein subjektiver Eindruck.

Ich freue mich auf deinen Beitrag!

Le Tick

Hi Tick,

für mich einer der besten Posts die ich in gut 9 Jahren in diesem Forum gelesen habe!

Ich kann deine Gedanken zu 100% nachvollziehen und würde Sie auch bestätigen.
Meiner Meinung nach läuft PS.de sogar Gefahr durch den vielen Advanced Content und die für mich nicht mehr ersichtliche Klarheit der Lernsteps die Neuen- & Microspieler zu überfluten.
Was heute an Content für Leute mit Goldstatus (der ja ab NL5 schon gut erreichbar ist) verfügbar gemacht wird, ist mMn eher schädlich.
Natürlich ist die Pokertheorie heute Lichtjahre weiter wie zu meiner Anfangszeit und der Druck den Mitgliedern tolle Konzepte zu vermitteln um die Seite weiter profitabel zu halten ist wahrscheinlich da, aber das langsame lernen und echte verstehen von Konzepten kommt dabei oftmals zu kurz.

Ich schüttel immer wieder den Kopf wenn ich lese wie Leute auf NL5 von Barrelingfrequencies sprechen, sich Gedanken über Ihre Bluff 4 Bet-Range machen und Ihr Spiel in Handbewertungen mit Aussagen wie: "Naja, ich habe den Flop gebetet da er ja 100% auf Cbets foldet, somit ist es Autoprofit" Was dabei vergessen wird ist das er nur 2 Hände zur angesprochenen Situation im HUD hatte ;)

Mit meinem Gebrabbel möchte ich eigentlich nur ausdrücken das die Spieler heute vielleicht einfach zu schnell sind und die Bereitschaft fehlt sich über eine echte Samplesize langsam dafür aber sicher und nachhaltig weiterzuentwickeln. Alle 1000 Hände wird irgendwas am Spiel verändert, wenn man nicht erfolgreich ist oder einen Upswing hatte, wird sofort das nächste fortgeschrittenen Konzept ins Spiel eingebaut und so beginnt die Teufelsspirale.

Daher erweitere ich deine Aussage einfach mal um den Punkt, die fortgeschrittenen Konzepte machen dich nicht undbedingt schlechter, aber die meisten Spieler verwechseln das "Kennen" dieser Konzepte mit dem "Verstehen und anwenden können".


Antwort
Zitat
TickTack24
Beigetreten: 14.02.2007
Oldschool Grinder

Original von psyonic
Hi Tick,

für mich einer der besten Posts die ich in gut 9 Jahren in diesem Forum gelesen habe!

Ich kann deine Gedanken zu 100% nachvollziehen und würde Sie auch bestätigen.
Meiner Meinung nach läuft PS.de sogar Gefahr durch den vielen Advanced Content und die für mich nicht mehr ersichtliche Klarheit der Lernsteps die Neuen- & Microspieler zu überfluten.
Was heute an Content für Leute mit Goldstatus (der ja ab NL5 schon gut erreichbar ist) verfügbar gemacht wird, ist mMn eher schädlich.
Natürlich ist die Pokertheorie heute Lichtjahre weiter wie zu meiner Anfangszeit und der Druck den Mitgliedern tolle Konzepte zu vermitteln um die Seite weiter profitabel zu halten ist wahrscheinlich da, aber das langsame lernen und echte verstehen von Konzepten kommt dabei oftmals zu kurz.

Ich schüttel immer wieder den Kopf wenn ich lese wie Leute auf NL5 von Barrelingfrequencies sprechen, sich Gedanken über Ihre Bluff 4 Bet-Range machen und Ihr Spiel in Handbewertungen mit Aussagen wie: "Naja, ich habe den Flop gebetet da er ja 100% auf Cbets foldet, somit ist es Autoprofit" Was dabei vergessen wird ist das er nur 2 Hände zur angesprochenen Situation im HUD hatte ;)

Mit meinem Gebrabbel möchte ich eigentlich nur ausdrücken das die Spieler heute vielleicht einfach zu schnell sind und die Bereitschaft fehlt sich über eine echte Samplesize langsam dafür aber sicher und nachhaltig weiterzuentwickeln. Alle 1000 Hände wird irgendwas am Spiel verändert, wenn man nicht erfolgreich ist oder einen Upswing hatte, wird sofort das nächste fortgeschrittenen Konzept ins Spiel eingebaut und so beginnt die Teufelsspirale.

Daher erweitere ich deine Aussage einfach mal um den Punkt, die fortgeschrittenen Konzepte machen dich nicht undbedingt schlechter, aber die meisten Spieler verwechseln das "Kennen" dieser Konzepte mit dem "Verstehen und anwenden können".

Sehr cool, wenn ich dich begeistern konnte. Und ein noch besseres Gefühl, zu sehen, dass ich bei anscheinend kritischen Mitlesern wie dir einen bleibenden Eindruck mit dem Posting hinterlassen habe. =)

Deiner Erweiterung kann ich nur zustimmen. Bei mir hat es sich damals darin geäußert, dass ich neu "entdeckte" Ideen für mein Postflopspiele viel zu frequent ausprobiert habe und damit völlig überspielt habe.
Dabei war das vermeintliche "kennen" dieser Konzepte wohl der Grund des Übels.
Ich denke aber auch, dass man nicht immer alle mathematischen Hintergründe exakt kennen MUSS, um eine bestimmte Line erfolgreich spielen zu können, sofern man mindestens gute gegnerbezogene Begründungen für die Wahl dieser Line hat.
__________________________________________

Für die durstigen Blogleser, die auf Pokernews warten geb ich euch mal ein kleines Update hintendran:

Ich bin gerade noch im Urlaub und deswegen kaum online gewesen.
Wie in jedem Urlaub hatte ich geplant, einen Casinobesuch hinzulegen, der aber dann aufgrund der Idee eines bisher im RL unbekannten Channelkumpels von mir revidiert wurde.
Neue Idee: 2 Tage bei ihm einschließen und online MTTs grinden.
"[x] I´M SO WHAT FROM IN!" dachte ich mir und los gings.

Zu ihm: sehr gastfreundlicher und sympathischer Russe, lebt mit Freundin einen Steinwurf von meinem Urlaubsort entfernt, ehemals SNG / MTT only Grinder mit sehr beachtlichten Winnings.

Schedule war zwischen FTP und Stars aufgeteilt und umfasste häufig Rush-Turniere und viele Big´s bei Stars. Swap 50 / 50, wobei wir natürlich fast ausschließlich den gleichen Schedule hatten.
Lief eigentlich richtig dick für uns und immer, wenn es in die Abendstunden ging, kamen wir nicht umhin, neben dem Grind Jacky-Cola einzuflößen, um den Mausfinger noch etwas entspannter klicken zu lassen ;)
Am ersten Abend stellten wir zwar dadurch auch gleich (obv ist obv) Performance-Leaks fest, aber zu zweit kann man unheimlich gut auf sich aufpassen und so besiegelten wir immer gemeinsam etwas schwierigere Postflopentscheidungen.

Für mich war es ein Segen, denn ich konnte noch so einiges von ihm mitnehmen an MTT-Strategy und habe in diesem Bereich wieder richtig Blut geleckt.

Letztenendes waren es 2 erfolgreiche Tage für uns, wobei uns 2 Big Cashes nur knapp durch die Lappen gingen. Hätte durchaus ein sehnsüchtiges 7k Up für beide sein können, aber wenigstens am Ende light up und so... :megusta:

Fazit: nächstes Mal ist schon gebucht, zu zweit grindet es sich um 500% besser!

Schönes Wochenende,

le Tick


Antwort
Zitat
eroticjesus
Beigetreten: 25.05.2009
Elite Grinder

Original von psyonic

Spoiler

Hallo liebe Blogleser.

Heute möchte ich euch einen Denkanstoß gebe, der seit langem schon in meinem Kopf wie eine Fliege um einen Haufen Kacke kreist. Nicht, dass mein Hirn aus Scheiße besteht würde... ihr wisst schon... fish o
Im Idealfall ensteht daraus ein Diskurs, aus dem einige noch etwas mitnehmen können, aber das liegt natürlich an euch.

Ich möchte jetzt endlich mal meine Gedanken in die Tatstatur hauen und ich bin gespannt, was ihr dazu denkt.

Folgende Frage als Einstieg: Kann eine über das Basisspiel hinausgehende Pokerstrategie das zuvor erworbene solide Basiswissen gefährden und dich sukzessive zu einem schlechteren Pokerspieler machen?

Offensichtlich beleuchte ich hier meine eigene Situation und diese hat Pokerhistorisch natürlich besondere Facetten. Jeder hat andere Erfahrungen gemacht und andersartig sein Wissen aufgebaut mit anderen Schwerpunkten. Dennoch ist es möglich, dass ihr auf selbige These / Eingangsfrage bereits gestoßen seid.

Ich möchte kurz einen Abriss meiner Geschichte geben, um einen besseren Einblick zu gewähren:

- 3/4 Jahr vor Anmeldung bei ps.de Homegamerunden mit 3 Talern Einsatz, erste Erfahrungen gesammelt.
- gleich zu Beginn tighten Style gewählt, ohne Ahnung von irgendwas.
- 2007 bei ps.de begonnen, 50$ Kapital, NL 2 Stars und Party
- Job / Ausbildung IMMER vorgezogen (in Prüfungszeiträumen kaum / nie gespielt)
- wenig gelesen, viel Autodidaktik
- viel U2U - erste feste Gruppe ab NL 25 gehabt, die aber kein Jahr gehalten hat
- ein paar Lernvideos mitgenommen
- bis NL 50 keinen großen Downswing erfahren
- sehr tight / nitty Style, 20 / 17 ca. über lange Zeit.
- bis NL 100 jedes Limit dann gut geschlagen (NL 50 / 100 war so 2008 und 2009 rum)
- durch den Beginn eines festen Jobs und einer neuen Wohnung viel ausgecasht und über 1 Jahr auf Nl 5 / 10 / 25 gespielt.
- heute neben dem festen Beruf nicht mehr das gleiche Zeitvolumen verfügbar, wie noch vor einigen Jahren

Nach 2009 kam die Zeit neuer Strategien, die bei mir mehr zu Tilt geführt hatten, als alles andere. Ich habe definitiv einige strategische Ansätze damals überinterpretiert und dadurch komplett überspielt in vielen Spots.
Das Gefühl, zu jeder Zeit besser bluffen zu wollen, als andere und damit auch automatisch das Gefühl, zu oft geblufft zu werden, schlich sich ein und infizierte meinen Kopf, wie ein Virus. Ich hatte mich mehr und mehr auf fortgeschrittene Strategien fokussiert und die Basics waren immer weiter in den tiefen meines Gedächtnisses verschwunden.

Heute habe ich durch Postings in der Strategiesektion, durch die Art und Weise, wie unsere Member der Micro- und Lowstakes ihre Lines rechtfertigen und Argumentieren oft das Gefühl, dass derselbe Virus sich bei Ihnen ausgebreitet hat.

In diesem zeitlichen Fenster, von dem ich rede (2009 - 2014) haben sich die Playerpools und die Standardmoves natürlich drastisch geändert. Aber was sich kaum verändert hat, ist, wie Neulinge an den Tischen spielen, auch wenn es die loose-passiven Callingstations nicht mehr in der Fülle gibt, wie damals.

Ich bin der Meinung, dass ohne ein immer wiederholtes und als komplette Spielbasis verstandenes fundamentales Grundwissen über die verschiedenen Gegnertypen und die damit verbundene eigene optimale Spielweise sich alle weiterführenden Strategien wie Gift auf das eigene Spiel und damit auch auf das eigene Mindset auswirken können.
Sicherlich gibt es talente, die den kognitiven Brückenschlag vollziehen und ihr Basisspiel nicht vernachlässigen, aber das sind meiner Meinung nach nur wenige. Andere halten sich selbst in ihrer Entwicklung durch das Lernen falschen Contents auf und einige sind dann sogar rückschrittig.

Zu diesem zentralen Aspekt hätte ich gerne weitere / andere Meinungen.
Seht ihr das auch so? Seid ihr vielleicht völlig gegenteiliger Meinung? Schließlich kann ich meine These auf keinerlei empirische Untersuchung stützen. Es ist alles ein subjektiver Eindruck.

Ich freue mich auf deinen Beitrag!

Le Tick

Hi Tick,

für mich einer der besten Posts die ich in gut 9 Jahren in diesem Forum gelesen habe!

Ich kann deine Gedanken zu 100% nachvollziehen und würde Sie auch bestätigen.
Meiner Meinung nach läuft PS.de sogar Gefahr durch den vielen Advanced Content und die für mich nicht mehr ersichtliche Klarheit der Lernsteps die Neuen- & Microspieler zu überfluten.
Was heute an Content für Leute mit Goldstatus (der ja ab NL5 schon gut erreichbar ist) verfügbar gemacht wird, ist mMn eher schädlich.
Natürlich ist die Pokertheorie heute Lichtjahre weiter wie zu meiner Anfangszeit und der Druck den Mitgliedern tolle Konzepte zu vermitteln um die Seite weiter profitabel zu halten ist wahrscheinlich da, aber das langsame lernen und echte verstehen von Konzepten kommt dabei oftmals zu kurz.

Ich schüttel immer wieder den Kopf wenn ich lese wie Leute auf NL5 von Barrelingfrequencies sprechen, sich Gedanken über Ihre Bluff 4 Bet-Range machen und Ihr Spiel in Handbewertungen mit Aussagen wie: "Naja, ich habe den Flop gebetet da er ja 100% auf Cbets foldet, somit ist es Autoprofit" Was dabei vergessen wird ist das er nur 2 Hände zur angesprochenen Situation im HUD hatte ;)

Mit meinem Gebrabbel möchte ich eigentlich nur ausdrücken das die Spieler heute vielleicht einfach zu schnell sind und die Bereitschaft fehlt sich über eine echte Samplesize langsam dafür aber sicher und nachhaltig weiterzuentwickeln. Alle 1000 Hände wird irgendwas am Spiel verändert, wenn man nicht erfolgreich ist oder einen Upswing hatte, wird sofort das nächste fortgeschrittenen Konzept ins Spiel eingebaut und so beginnt die Teufelsspirale.

Daher erweitere ich deine Aussage einfach mal um den Punkt, die fortgeschrittenen Konzepte machen dich nicht undbedingt schlechter, aber die meisten Spieler verwechseln das "Kennen" dieser Konzepte mit dem "Verstehen und anwenden können".

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Das hat imo alles was mit dem vernachlässigten Mental Game zu tun (hiermit meine ich jetzt nicht Mindset, sondern richtig Lernen, was imo auch in die Mental-Game-Sparte gehört). In meinen Coachings baue ich das selbst immer so auf, dass ich die schlimmsten Leaks raussuche, dem Schüler diese anhand seiner Hände aufzeige (Daten aus der DB lügen halt nicht), zeige was man anders machen sollte, dann lasse ich den Schüler 10k Hände+ spielen und er soll sich explizit auf diese (ich versuche nie mehr als zwei zu machen) konzentrieren und halt anders, aber mit höherem EV, als sonst zu spielen und halt darauf achten. Mein Ziel dabei ist, dass der Schüler diese Leaks nicht mehr im Game hat, nachdem er von mir gecoacht wurde und das Ganze für den Rest seiner Poker-Karriere. Ein zweiwöchiger Skill-Boost bleibt dabei in aller Regel aus und ich bekomme keine lol-Sample Crushergraphen in meinen Coaching-Thread gepostet, dafür hat der Schüler seine Coachings anhand der großen Leaks schnell wieder raus und verliert durch diese Leaks nie wieder Geld, im Ideal-Fall, was longterm natürlich mehr Wert ist, als ein Upswing. Ein 2h-Coaching bei lnernet würde mir ggf. einen enormen Skillboost geben, weil er sehr begabt ist viele komplexe Konzepte sehr einfach und eindringlich in wenig Zeit zu beschreiben und rüber zu bringen, dass man sich das auch merkt. Aber weil es so viel ist, bleiben womöglich 10% auf Dauer von hängen, wenn man es nicht nach und nach immer wieder aufarbeitet. Obv kann ich jemandem wie lnternet contentmäßig und skillmäßig nicht das Wasser reichen , aber ein reines Theorie-Coaching, oder "ich schau mal über deine DB und über dein Game und wir reden drüber" kann man nur mit viel Nacharbeit so effektiv nutzen, dass es nachhaltig ist. Okay, sind jetzt mutmaßungen, hatte noch nie Coaching bei lnternet (ich weiß aber von zwei buddies, dass sie das Geld mehr als Wert sind, aber nicht direkt longterm ausgelegt sind, was den Lernprozess angeht, da versuche ich die Brücke zu schlagen und ich glaube das machen auch ein paar andere Coaches, kann mich noch so an Intensivebetreuungen erinnern, aber das ist ja auch eher Sache, was der Schüler daraus macht, als Coach kann ich nur als Mentor wärend der Zeit dienen, wenn es darum geht, Konzepte zu verinnerlichen), galt ja nur als Beispiel.

Aus solchen Gründen finde ich immer dieses "thoughts?"-Post lustig, wenn dann bspw. aaaRt einen komplexen Post über seine Gedanken verfasst, dann hat der Leser da nichts von, der das Konzept dahinter nicht anwenden kann. Man sollte sich also das Konzept nehmen, eigene derartige Hände reviewen und das in den Sessions dann üben und sich darauf konzentrieren.

Die Frage sollte also nicht lauten, leidet mein Basic-Game unter advanced-konzepten? sondern eher, ist mein Basis-Game, auf das ich immer zurück greife, wenns hart wird, überhaupt gut? Vorteile hat hier nur derjenige, der sofort strategisch an die Sache herangeht, also so ziemlich ~0,1% aller Spieler, denn der setzt sich erstmal hin und liest über Strategien und spielt Playmoney, bevor es ans richtige Geld geht.

Deshalb muss ich auch psyonic rautieren, weil es einfach so ist, dass man Konzepte nicht festigen kann (nach adult learning modell), wenn man sein Hirn einfach ständig mit neuem Content überflutet (ein Grund warum ich Raskolnikov-Vids gut finde).

So gut wie niemand hat auch ein solides Grundgame, bei den meisten befindet sich das solide Grundgame irgendwo zwischen bewusster und unbewusster Kompetenz, weshalb viele auch einfach nicht +EV 5h+ am Tag grinden können, weil sie viel zu viel überlegen müssen (mich leider eingeschlossen).

Man kann sein Grundgame, also das Skelett des eigenen Games auch einfach herausfinden, in dem man alle seine Sessions aufnimmt und nur die absoluten Tilt-Sessions reviewt, denn das ist das was unbewusst Kompetent läuft, jede Entscheidung die im Tilt getroffen wird, läuft unbewusst ab und da liegt der Kern des eigenen Spiels. Da kann leider keiner widersprechen, alles andere stimmt einfach nicht^^ Bsp: vor drei Jahren war mein absolutes Tiltgame so aufgestellt, dass ich nahezu alles auf 3bets defendet habe und dann postflop rumgemoved habe, inzwischen ist mein defend-game gegen 3bets so stark gefestigt, dass ich im absoluten Mongotilt ganz selten mal eine grenzwertige Hand weiter spiele und diese kann ich dann meistens sogar noch rechtfertigen, aufgrund Villain seiner Tendenzen. Das Problem hab ich irgendwann erkannt, mich drum gekümmert und immer wieder zu meinem Thema gemacht und dann gefixt. Das sind leider Prozesse die ziemlich lange dauern, bis das alles unbewusst abläuft, ich sitze bspw. schon ewig daran mein Call-Verhalten am River zu fixen, was zu loose ist, im A-Game klappt das super, im Autopilot slightly, am untersten Ende des C-Games klappt das noch überhaupt nicht (es wird höchstens mal aus Frust viel zu weak gefoldet), ich kann also einfach noch nicht unbewusst kompetent einen guten River-Fold auspacken, sondern nur im A-Game.

Also diese ganze Advanced-Theorie ist Fluch und Segen zugleich, das habe ich auch erkannt und fange gerade an sehr autodidaktisch an die Sache heran zu gehen und mehr im U2U zu arbeiten, als Vids zu schauen. Bei Vids suche ich mir nur noch so tools, wie bspw. die Tackleberry-Sachen, also Videos die Hilfe zur Selbsthilfe liefern, mir aber nichts vorgekautes liefern, was ich ohnehin nach ein paar Tagen wieder vergessen habe. Fluch also, dass man einer Flut unterliegt, die man ingame nicht unterbringen kann und sich dadurch verloren fühlt. Segen, weil es den anderen auch so geht und viele die Konzepte overly anwenden und weil man über so gut wie jedes Konzept die vollen Informationen irgendwo finden kann, sei es in Vids, von Coaches, Büchern etc.

Egal, auf jeden Fall ein geiles Thema und imo kann man nur zu den besten aufschließen, wenn man genau das kapiert hat, dass man irgendwo tief in die Materie eintauchen muss, dass aber dann auch alles festigen muss und zwar Stück für Stück und nicht auf einmal. Das ist ziemlich schwer, ich überlege schon seit etwa 1,5 Jahren, wie ich meine Lernmethoden verbessere und die Dinge schneller unbewusst kompetent ablaufen lassen kann.


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Kooort
Beigetreten: 15.08.2006
BlackMember

Mal wieder ein seht guter Post von Dir :f_thumbsup: :f_thumbsup: :f_thumbsup:


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