Hallo!
Ich brauchte jetzt endlich mal wieder einen Wake-up-Call vom Reallife. Das hat nämlich, seit letzte Woche wieder Uni ist, erbarmungslos zugeschlagen. Leider habe ich einige Kurse in meinem Studiengang nicht bekommen und habe zwangsweise massenhaft Zeit.
Aber ich fange schon wieder an in meiner freien Zeit nur rumzugammeln oder die Zeit durch sinnlose Aktivitäten zu vergeuden - nur damit ich quasi die Zeit rumkriege - wie letztes Jahr. Ich muss mich jetzt endlich mal am Riemen reißen, wenn ich noch was erreichen will in meinem Leben und auf den Arsch setzen. Bis jetzt bin ich noch durch alles durchgekommen, weil ich irgendwie immer die richtigen Leute gefunden habe und sich alles gefügt hat. Das kann auf Dauer nicht gut gehen.
Dazu kommt, dass ich mich nicht genug an "schwierige" oder "unangenehme" Situationen traue und durchboxe, was eindeutig ein Mindset-Problem ist und das Reallife genauso wie das Pokern betrifft. So bekomme ich nie, was ich will und muss gegenüber Anderen immer zurückstecken. Ich benutze die kleinsten Dinge als Ausreden für alles mögliche, sei es die Wahl eines Kurses oder die Arbeitssuche. Irgendwie bin ich viel zu nett in vielen Situationen.
Außerdem denke ich, dass andere mich auch nach den Tatsachen bewerten, die ich selbst an mir auszusetzen habe - was natürlich niemals stimmt, aber nicht aus meinem Kopf raus geht. Das verhindert natürlich viel soziale Aktivität.
Kurz und bündig muss ich endlich mal was aus meinem Leben machen und nicht die Lebenszeit sinnlos abgammeln.
Das hier wird jetzt kein Ausstieg, sondern soll viel mehr eine Symbiose von Poker und Reallife werden, denn ich habe gemerkt, dass sich Motivation und Arbeitseifer im Poker auf das Reallife überträgt und umgekehrt. Es ist bei mir überall nämlich das gleiche. Ich tue mich mit allen Anfängen extrem schwer, aber wenn ich einmal die einleitenden Schritt getan habe und drin bin, dann bin ich wie ein Arbeitstier und nichts kann mich stoppen. Ich kann große Motivation an den Tag legen, wenn ich nur immer den einen kleinen Schritt am Anfang gehe. Dazu muss aber wohl jetzt erstmal eine sinnvolle Planung her, denn so wie jetzt von einer Sache in die nächste stolpern ist wenig sinnvoll. Ich brauche Übersicht über meine Ressourcen/Zeit damit ich sehe, was möglich ist. Das hilft auch bei Terminplanungen weiter.
Demzufolge ist die erste Aufgabe einen Überblick über meine Pflichtveranstaltungen und Aufgaben über das Semester zu bekommen und mir vor Augen führen, wieviel freie Zeit ich eigentlich zur Verfügung habe, die ich produktiv nutzen könnte.
Dazu werde ich Schnitzelfisch's Produktivitäts-Guide durcharbeiten - diesmal richtig und ihn zuerst aufs Reallife anwenden.
Damit das klar ist. Ich will es trotzdem bis Jahresende auf NL100 schaffen und ich habe das auch drauf, wenn ich mich dransetze.
Auch wenn ich jetzt vllt schlafen gehen sollte, weil ich morgen um 7.00 raus muss, werde ich jetzt sofort anfangen mir eine grobe Übersicht zu schaffen, an der ich morgen weiterarbeiten kann.
Over and Out!