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basemachine89
Beigetreten: 24.04.2009
Poker Player

Original von Ravious
Bald ist es ja endlich rum mit meinem Drecksjob. Mache ich drei ††† in den Kalender. Dann kann ich mich endlich komplett meiner erfolgreichen Zukunft widmen.

Habe ein negativ ausgelegtes Arbeitszeugnis bekommen, was halt komplett lächerlich ist. Wurde halt nur das letzte Viertel Jahr mit einbezogen und die 2,5 Jahre davor sind wie vergessen.

Und jetzt wird noch Arbeitsleistung von mir eingefordert, warum denn? Welchen Mehrwert hat das denn für mich?

Naja, werde für die letzten 10 Tage nochmal ein bisschen guten Willen zeigen.

Und man sieht sich ja immer zwei mal im Leben. Darauf freue ich mich schon, nur dann ist das Verhältnis ein anderes wie "Chefin" und "Angestellter".

Ich werde ein gutes und interessantes Leben führen, welches mir Spaß macht, so wie ich es mir ausgesucht habe.

Ich werde gutes Geld mit einem Job verdienen der mir Spaß macht, werde viel Reisen und im Ausland leben und viele coole Menschen kennen lernen und in andere Kulturen eintauchen.

Und meine dann ehemaligen Arbeitskolleginnen und Kollegen sitzen in Ihrem kleinen Büro, umgeben von Aktenstapeln und ständig ausgesetzt vor unzufriedenen Bürgern.

Aber ich habe gelernt mich darüber nicht mehr wirklich aufzuregen. Diese Menschen sind schon gestraft genug mit Ihrem langweiligen, vergänglichen Leben umgeben von Arbeit, Fernsehen und schlechten Nachrichten.

Da melde ich mich als stiller Mitleser zum ersten Mal zu Wort. Gebe dir da uneingeschränkt Recht.
Ich bin in einer ähnlichen Situation wie du. Mache einen Job, der sicher ist, jedoch null Spaß macht und es letztendlich nur darum geht jeden Tag 8h abzusitzen um dann in den Feierabend zu gehen. Viele versuchen dann durch reisen einen Ausgleich zum Job zu kriegen ohne zu merken, dass sie den größten Teil ihrer Lebenszeit damit zu verbringen abzuwarten, dass die Zeit vorbei geht.

Es ist halt nur die Frage, wo ist die Alternative? Es kann jedenfalls keine Alternative sein, bis 67 sich durchzuschleppen und dann rückblickend zu merken, dass man nie das Leben geführt hat, was man eigentlich führen sollte.

Da ist es toll wenn man wie du Poker for living spielen kannst.

Es ist auf jedenfall die richtige Entscheidung von dir und beneide dich darum, dass du die Eier hast es durchzuziehen.

Habe leider nicht die Möglichkeit Poker für living zu spielen, dann würde ich sofort meine Kündigung einreichen, sondern muss mir noch was aufbauen um selbstständig arbeiten zu können und meinem jetzigen Leben den Mittelfinger zeigen zu können.

Bist auf jedenfall in dieser Hinsicht ein Vorbild, danke hierfür!!


basemachine89
Beigetreten: 24.04.2009
Poker Player
basemachine89
Beigetreten: 24.04.2009
Poker Player

.

Naja natürlich kann man schon trotz des Jobs ein erfülltes Leben haben stimme ich dir vollkommen zu. Habe auch Hobbys, die mir viel Spaß machen aber letztendlich kommt es nicht drauf an, ob ich eine glückliche Beziehung habe oder alleine durch Leben gehe oder ob ich viele Hobbys ausübe, der Job zieht einen/mich runter.
Es bleibt nur mal so, dass man einen großteil des Tages mit Arbeit verbringt und da finde ich das Argument "Job nur zur Sicherung des Lebensunterhaltes" ein bisschen dünn. Rechnen wir mal 8h arbeit (manchmal mehr manchmal weniger), plus die Zeit die man zur Arbeit braucht, dann noch Schlaf (7-8h). Das heißt, wenn ich vorsichtig schätze, verbringe ich mindestens die 1/2 der Zeit (Schlaf abgezogen) mit einer Tätigkeit die mich nicht ausfüllt im Gegenteil die mich runterzieht.
Wenn das 1-2h am Tag wären würde ich auch wie du sagen, da beißt man in den sauren Apfel und zieht das durch.
Nur Urlaube und Wochenende richtig zufrieden zu sein bzw. glücklicher als normale Arbeitstage das kann es ja auch nicht sein.

Meinte auch nicht, dass es super toll ist so viel zu reisen. Sehe nur in meinem Bekanntenkreis, dass viele mit ihrem Job unzufrieden sind und versuchen das mit Reisen, anderen Hobbys auszugleichen. Finde ich ja auch gut, dass die das machen nur finde ich es schade, dass sowas überhaupt nötig ist.


Santalino2
Beigetreten: 08.06.2007
BlackMember

Original von Ravious
...
Habe ein negativ ausgelegtes Arbeitszeugnis bekommen, was halt komplett lächerlich ist. Wurde halt nur das letzte Viertel Jahr mit einbezogen und die 2,5 Jahre davor sind wie vergessen.

Und jetzt wird noch Arbeitsleistung von mir eingefordert, warum denn? Welchen Mehrwert hat das denn für mich?
...

Hier hast du leicht falsche Vorstellungen. Du wirst dafür bezahlt und hast deine Leistung bis zum Ende zu bringen! Du kannst froh sein dass du anscheinend noch relativ lockeren Chef (halt Frau die eher nicht so hart durchgreifen) hast und es Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst war. Bei einem anderen Job/Chef hättest du wahrscheinlich schon viel früher eine erste Abmahnung wegen Arbeitsverweigerung erhalten und ohne Verhaltensänderung wärste dann schnell gefeuert worden. Und beim Zeugnis ist vollkommen normal, dass sowas dann negative Auswirkungen hat (weil der Normalfall ist wie gesagt anders).

Zum Studium: Du wirst später z. T. alle möglichen total bescheuerten Fächer haben (die sich z. T. aus irgendwelchen historischen Gründen im Studium gehalten haben...) und wo dir klar ist dass du diesen Quatsch später im Beruf überhaupt nicht brauchen wirst, die dich total ankotzen und langweilen werden. Nur die Professoren die sowas unterrichten sehen das z . T. anders und außerdem fühlen sie sich besser wenn ihr Fach als wichtig für Studienerfolg angesehen wird (und Vorlesungen usw. immer schön voll sind und sie sich vor großem Publikum präsentieren können...) und um das zu erreichen hauen sie dann z. T. Prüfungen durch wo mal 60+% durchfallen.

Oder anders gesagt, in Fächern/Bereichen die dir Spaß machen motiviert zu sein und dann gute Leistungen erzielen schafft jeder Idiot und ist nix besonderes. Der Unterschied von Spitzenkräften zum gewöhnlichen Durchschnitt ist, dass sie auch für langweiligsten Quatsch Interesse entwickeln, sich begeistern und mit vollem Elan dabei sein können. Nur deine im Job gezeigte Leistung scheint ja nicht mal Durchschnitt sondern eher totaler Unterdurchschnitt zu sein und da hat deine Chefin recht, mit so einer Einstellung wirste auch später keine Blumentöpfe gewinnen. Aber nix für ungut, ist nicht wirklich böse gemeint, nimm es einfach als Motivation mit um mir und der bösen Chefin zu zeigen das wir falsch liegen^^.


JustStopMe
Beigetreten: 14.10.2010
Oldschool Grinder

bester post der letzten seiten.


zygna
Beigetreten: 31.08.2010
PokerStrategist

@ Santalino2 in deinem Post steckt soviel Wahrheit


Ravious Themenstarter
Ravious
Beigetreten: 09.05.2011
Poker Player

@Santalino2: Ich nehme dir das bestimmt nicht böse. Beim Studium weißt du halt für was du die eher "unnützen/langweiligen" Fächer machst. Ich meine, dafür gibt es ja das Ziel, das Studium gut zu beenden, um dann in einem passenden Job zu arbeiten.

Für meinen Job hier finde ich keine Motivation. Und nicht das da ein falscher Eindruck entsteht, aber es war früher mal genau andersrum.

Als ich damals hier angefangen habe, gab es noch keinen Außendienst. Den habe halt komplett ich aufgebaut. Die Innenstadt sieht halt heut zutage nur so aus, weil "Ich" das damals alles abgearbeitet habe. Ich habe der Stadt etliche tausend € an Mehreinnahmen in den letzten Jahren gebracht indem ich unzählige Geschäfte gefunden habe, welche für die Sondernutzung nicht zahlen. Müssten so um die 150 Geschäfte gewesen sein. Also die Hälfte von allem was wir heute registriert haben.

Ich war und bin immer sehr freundlichen mit allen Kunden umgegangen und habe im Außendienst für fast alles eine Lösung gefunden.

Nur gibt es halt Ausnahmen, die sich einfach an keine Auflagen halten wollen. Wenn so was ist, spreche ich mit den Geschäftsführern und suche eine Lösung und wenn es die nicht gibt, wird eine Anzeige geschrieben und ein Verwarngeld/Bußgeld wird fällig.

Bloß wenn man immer wieder zu manchen hingeht, die immer alles falsch machen und die immer nur 50€ Bußgeld bekommen und sich in 3 Jahren nichts geändert hat, verfliegt diese Motivation in manchen Fällen irgendwann.

Genauso im Innendienst. Habe immer versucht meine Leistung zu erbringen, auch als es mir gesundheitlich sehr schlecht ging und trotz der daher eingehenden 100% Schwerbehinderung. Ich war in den letzten 3 Jahren fast keinen Tag krank und habe auch die Arbeit angetreten wenn es mir schlecht ging.

Und trotzdem wird sich über jeden kleinen Fehler aufgeregt, als würde die Welt untergehen und man wird ständig von seiner Vorgesetzten schlecht geredet und bekommt gesagt, wie wenig man sich angeblich anstrengt.

Von mir wurden Arbeitsleistungen verlangt, welche Sachbearbeitertätigkeiten sind. Sprich Entgeldgruppe 8. Ich habe allerdings nur Entgeldgruppe 5, was einen erheblichen Unterschied ausmacht. Entgeldgruppe 5 sieht zusätzlich nur Zuarbeitet und Unterstützen von Tätigkeiten sowie kleinere selbstständige Tätigkeiten aus. EG 5 ist die Bezahlung für Vorzimmerarbeit.

In den letzten Jahren habe ich die Plakatierungen komplett selbstständig gemacht sowie alles was dazugehört. Bei Sondernutzungen (Infostände, Promotionaktionen, Verteilaktionen) habe ich auch bis auf ganz wenige Ausnahmen alles selber gemacht. Mir die Anträge gesucht, bearbeitet, mit den Antragstellern bei Ungereimtheiten besprochen, beraten, Fachämter informiert, Genehmigungen geschrieben.

Oder z.B. der letzte Betriebsausflug. Eigentlich waren wir ein Team von 5 Mitarbeitern, die den organisieren sollten. Da aber keiner wirklich was gemacht hat, habe ich den kompletten Betriebsausflug selber geplant und mir nur kurze Rückmeldungen geholt ob meine Pläne so umsetzbar wären. War ein sehr erfolgreicher Betriebsausflug und es waren so viele mit wie schon seit Jahren nicht mehr.

Und es gab noch einige unschöne Vorfälle, die mich sehr geärgert haben und die auch letztendlich zu dem aktuellen Verhältnis zwischen meiner Vorgesetzten und mir geführt haben.

Wenn man seine Arbeit ordentlich und motiviert macht und dann eine Stelle ausgeschrieben wird, welche Tätigkeiten man sowieso schon gemacht hat und man sich darauf bewirbt. Bekommt dann gesagt, man traut einem die Stelle nicht zu „Schwerbehinderung – Belastbarkeit“, da die Stelle die „Einweisung“ von psychisch Kranken vorsieht. Man sich deswegen nicht bewirbt, weil man schon im Vorfeld von der Vorgesetzten gesagt bekommt, dass man sowieso nicht genommen werden würde. Dafür dann aber eine gerade ausgelernte Auszubildende die Stelle bekommt, da die damals auch gute Arbeit gezeigt hat und einfach ein Liebling von meiner Vorgesetzten ist und diese dann zu allem Überfluss in den letzten 2 Jahren auch nicht nur einmal zu einer Einweisung gegangen ist, welches der Grund war, das man mir die Stelle nicht zugetraut hat, macht einen das einfach nur wütend.

Und egal was man hier macht, es wird einem ständig alles genau anders ausgelegt.

Bsp.: Es gibt Flächenmarkierungen für die Außengastronomie. Im Januar habe ich zu der Sacharbeiterin gesagt, dass die farblichen Punkte bald verblassen und ob ich diese nicht lieber nachzeichnen soll. Wurde mir gesagt, dass machen wir nicht mehr oder vielleicht später. Zwei Monate später kommt die selber Sacharbeiterin zu mir und beschwert sich, dass man die Punkte nicht mehr richtig sieht und ich diese nachzeichnen soll. Toll nun sind die meisten komplett verblasst und man müsste alles neu ausmessen.

Oder wenn man mehr macht als man soll heißt es gleich, dass das nicht geht, da ich nicht der Sachbearbeiter bin und ich nur auf Weisung arbeiten soll. Wenn ich aber was nicht mache, was mir nicht gesagt wurde, heißt es, dass man die Arbeit nicht sucht oder sich nicht anstrengt.

Oder man bekommt Aufträge auf den Tisch, welche man schon vor ein bis zwei Monaten abgearbeitet hat und die Sachbearbeiterin beschwert sich, warum da nichts gemacht wurde. Dann bin ich draußen und überprüfe das und stelle fest, dass ich genau das gleiche bereits gemacht habe und das Ergebnis der Sachbearbeiterin schon vorgelegt habe.

Genauso das Arbeitsklima. Es wird morgens beim Frühstückstisch nur gelästert. Momentan über mich, was ich so gehört habe. Z.B. wurde jahrelang über meine Kollegin gelästert, mit der ich zusammen im Büro sitze. Die reißt sich seit Jahren den Arsch auf und versucht die Mehrarbeit irgendwie zu meistern. Und wenn man dann morgens am Frühstückstisch sitzt, wird genau über diese Kollegin von der anderen Sachbearbertin und der Vorgesetzen gelästert, dass die Ihre Arbeit nicht wirklich packt und dann noch eine Gehaltserhöhung verlangt. Und im Umkehrschluss sagt die Vorgesetzte der Kollegin ständig wie toll sie alles macht und wir gut sie die Arbeit bewältigt und wie zufrieden sie mit ihr ist.

So ich hoffe, dass man mich nun ein wenig mehr verstehen kann. Irgendwann resigniert man einfach wenn einem das Leben nur schwer gemacht wird. Damals vor ein bis zwei Jahren dachte ich noch, dass ich länger hierbleibe, aber im Laufe der Zeit mit dieser Vorgesetzen verliert man mehr und mehr den Spaß an der Arbeit und alles wird nur noch zur Quall. Ich kann verstehen, warum es so viele Menschen mit Burnout gibt. Alleine bei uns in der Verwaltung sind über 35% von ~1k Angestellten im letzten Jahr länger als 6 Wochen krank gewesen und dabei erhöht sich die Rate der psychisch Kranken/Burnout immer mehr.


Andy78ma
Beigetreten: 28.06.2008
PokerStrategist

@ Santalio #

und ravious - sei gewarnt - es wird möglicherweise auch der Tag kommen an dem Poker für dich nur Arbeit ist und du dich zum Grinden zwingen musst. Zumindest wird es sicher auch Tage geben an denen du mal absolut keine Lust hast.

Ich für meinen Teil freue mich momentan eher auf die Tage wo ich meinen Kumpel bei seinem Online Shop unter die Arme greifen kann und wir gemeinsam etwas aufbauen - was zugleich auch eines unser Hobbys ist.

Reisen ist super - aber wie Senderson schon sagt. Man kann auch ein erfülltes Leben haben ohne ständig auf Weltreise zu sein.


Ravious Themenstarter
Ravious
Beigetreten: 09.05.2011
Poker Player

@Santalino2: Du hast mit deinem ersten Teil des Postes natürlich zu 100% Recht wenn man die letzten drei Monate bedenkt. Aber ein Arbeitszeugnis bezieht halt nicht nur drei Monate mit en, sondern die komplette Arbeitszeit.

Es wäre sehr schlimm, wenn jemand 20 Jahre in einer Abteilung wäre, immer gute Arbeit macht, es dann einen Chefwechsel gibt, der einen an allen Ecken und Enden abwertet und man deswegen kündigt oder die Abteilung verlässt und in der Zeit bis dahin sich das Arbeitsniveau verschlechtert. Wenn man dann ein Arbeitszeugnis bekommt, welches nur die letzten 2-3 Monate wiederspiegelt und die 20 Jahre, wo man gut und motiviert gearbeitet hat, einfach so unter den Tisch fallen.

Glaube dann würde irgendwas falsch laufen.


Ravious Themenstarter
Ravious
Beigetreten: 09.05.2011
Poker Player

Ich gebe euch auch Recht, was das Reisen bzw. die Gestaltung der Zeit abseits der Arbeit angeht.

Ich habe Reisen genannt, weil es auf mich zutrifft.

Es ging mir vielmehr um die ganzen Menschen, die Ihre Arbeit nicht mögen und aus dem beruflichen Frust heraus ihr Privatleben vernachlässigen, sprich sich einfach komplett runterzeihen lassen.

Ob der eine nun reist oder Sport macht oder mit seiner Familie was unternimmt oder sich für andere Hobbys interessiert ist ja eher nebensächlich. Ich finde nur, man sollte das Leben wenigstens ein bisschen genießen können und das tun, was man gerne macht.

Kenne halt einfach so viele, welche Ihre Arbeit nicht mögen, aber aus der Bequemlichkeit heraus nichts ändern möchten. Und wenn sie heimkommen gibt es nur TV und PC, danach schlafen und das gleiche wieder. Am Wochenende sind sie meistens mental so down, dass sie auch da zu nichts Lust haben und sich quasi daheim vorm TV/PC verkriechen. Für was macht das dann Sinn, die Sicherheit einen gehassten Jobs in Kauf zu nehmen, wenn einen dieser sogar in der Freizeit so runterzieht, dass man von dem erarbeiteten Geld nichts unternimmt. Für was geht man dann arbeiten? Die gehasste Arbeit ist doch dann nur ein Alibi um sich nicht einzugestehen, dass man zu viel Angst vor Veränderungen hat und man trotz der misslichen Lage nicht bereit ist Risiken in Kauf zu nehmen und sich z.B. wo anders zu bewerben, nochmal Schule machen oder ähnliches.


zygna
Beigetreten: 31.08.2010
PokerStrategist

Original von Ravious
@Santalino2: Du hast mit deinem ersten Teil des Postes natürlich zu 100% Recht wenn man die letzten drei Monate bedenkt. Aber ein Arbeitszeugnis bezieht halt nicht nur drei Monate mit en, sondern die komplette Arbeitszeit.

Es wäre sehr schlimm, wenn jemand 20 Jahre in einer Abteilung wäre, immer gute Arbeit macht, es dann einen Chefwechsel gibt, der einen an allen Ecken und Enden abwertet und man deswegen kündigt oder die Abteilung verlässt und in der Zeit bis dahin sich das Arbeitsniveau verschlechtert. Wenn man dann ein Arbeitszeugnis bekommt, welches nur die letzten 2-3 Monate wiederspiegelt und die 20 Jahre, wo man gut und motiviert gearbeitet hat, einfach so unter den Tisch fallen.

Glaube dann würde irgendwas falsch laufen.

Aus diesem Grund soll man auch immer ein Arbeitszeugnis anfordern wenn der Vorgesetzte versetzt bzw. ersetzt wird.


Ravious Themenstarter
Ravious
Beigetreten: 09.05.2011
Poker Player

Und wegen der Bezahlung ist das auch so eine Sache. Meine komplette Ausbildung und der Großteil meines momentanen Gehaltes zahlt nicht mal mein Arbeitgeber, sondern läuft über Förderungen für Schwerbehinderte. Ich musste mich damals bei den Gesprächen mit meinem Arbeitgeber und der zuständigen Förderstelle sogar noch extra schlecht darstellen, damit mein Arbeitgeber noch weniger von meinem Gehalt zahlen muss. Es wurden außerdem Möbel angeschafft, für die ich auch lügen musste, da die Möbel nicht mal für mich sind, sondern für die anderen Mitarbeiter der Abteilung. Ein Auto wurde auch komplett finanziert, da ich aussagen musste, dass ich ein Dienstfahrzeug benötige für Außendienstfahrten. Eine Außendienstfahrt kommt vielleicht einmal im Monat vor.

Ist halt witzig. Ich sollte lügen um noch mehr Förderleistungen zu bekommen. Meine Stelle und meine Person sind auf Tätigkeiten ausgelegt, welche auf diese Minderleistung passen. Und man erwartet von mir genau das gleiche Arbeitspensum wie von einem gesunden Menschen? Wenn ich gesund wäre bräuchte ich keine Leistungen für Schwerbehinderte und könnte wirklich mit 100% arbeiten. Wäre mir persönlich viel lieber.


Paddysrest
Beigetreten: 21.09.2009
Elite Grinder

Ein weiterer Punkt, den man dabei halt schnell vergisst, ist auch der sich langsam einschleichende Alltag beim Poker. Anfangs fängt man an, spielt bissl und findet es cool. Man hat Erfolg, bekommt Akzeptanz, die Motivation steigt...
Iwann fragt man sich, warum man eigentlich "das alte Leben" noch so weiter macht, im Poker life ist doch alles gut und easy. Auf der Arbeit ist man immer weniger motiviert, man wird nachlässig und kommt oft in Probleme die man aber auch nicht selber einsehen will.

[Nicht falsch verstehen, ich kenne die Situation nicht wie es jetzt genau zu deinem Verhältnis auf Arbeit gekommen ist. Aber kein Chef stellt ohne Grund ein schlechtes Zeugnis aus und bei eig. jedem werden Sachen aus der Vergangenheit nicht einfach vergessen]

Man quittet Arbeit, spielt nur noch Poker. Nach ein paar Wochen / Monaten ist Poker dann aber nicht mehr das "coole Hobby" sondern halt die Arbeit und man hat iwie kein Hobby mehr -> Poker wird zur Arbeit und kotzt einen iwann an. Problem ist, dass man keinen Chef mehr hat und viele nachlässig werden und dann nicht mehr viel arbeiten oder nicht mehr konzentriert genug sind. Soziale Sachen nehmen ja so und so ab... (Diesen Verlauf hab ich schon oft gehört von Kollegen und ich bin ja jetzt auch schon 5 Jahre dabei).

Danach wird der Berufseinstieg auch nicht wieder einfach wenn man wieder zurück will: Keine Angabe was man in der Zeit gemacht hat, in der Firma wieder unten anfangen bzw. bei ganz jungen Leuten überhaupt erstmal studieren oder Ausbildung machen.

Hoffe nur, dass das alle bei dir nicht zutrifft und du nicht nach 1,2,3 + Jahren dann wieder zurück willst. Beim Pokermarkt ist auch nicht klar was in den nächsten Jahren passieren wird. Langfristig ist Poker only nicht erstrebenswert finde ich.

Heutzutage würde ich nur noch zu Poker for a living spielen wenn ich ca. 100k Rücklagen schon habe, mehrere Jahre erfolgreich bin und auch auf dem Weg zum sicko wäre. Alles andere ist sehr risikoreich momentan finde ich. Zumal die Games immer tougher werden.

Ich schreibe das, weil ich bei deinem Modell (so sehr ich das jedem gönne damit glücklich zu werden) skeptisch bin. Du schreibst das es stockt auf den 180s (die eh capped sind vom Gewinn), auf Arbeit Stress hast mit der Chefin und dann reisen willst. Kommt für mich ein bissl rüber wie "neues Leben, raus hier, eigener Chef sein" und es allen zeigen. Ansatz ist generell gut aber ist eben auch sehr riskant! :)


MuehliJr
Beigetreten: 22.05.2008
PokerStrategist

# paddy true


Ravious Themenstarter
Ravious
Beigetreten: 09.05.2011
Poker Player

Erst mal danke für die letzten Posts. Bestärkt mich darin meinen Blog noch lange weiterzuführen. Man bekommt von so vielen Menschen einen so lesenswerten input bzw.Rückmeldungen.

Finde ich echt top von euch!


Ravious Themenstarter
Ravious
Beigetreten: 09.05.2011
Poker Player

@Paddysrest: Nochmal Danke für den Post von dir.

Ich hoffe dass sich Poker bei mir nie als Arbeit einstellt und versuche es immer als Spiel zu sehen wo man versucht in seiner Variante der Beste zu werden. Ich versuche Poker also nicht direkt von dem Geld abhängig zu machen sondern vielmehr von der sportlichen bzw. Leistungskomponente aus zu betrachten.

Sozial gebe ich dir erst mal Recht. Aber meine Freunde wissen Bescheid das ich nun mal abends Arbeiten muss und wir verlegen unsere Aktivitäten vors Abendessen oder aufs Wochenende oder ich nehme mir mal einen Tag frei von der Arbeit. Bisher hat das ganz gut geklappt und ich denke, dass sich das auch so fortführen lässt.

Außerdem habe ich ja noch meinen Sport. Dienstags mit Arbeitskollegen Fußball und an-sonsten bouldern/klettern unter der Woche nachmittags oder am Wochenende mit Freunden/Bekannten.

Kann mir das aber wie du sagst gut vorstellen, dass man, wenn man nicht aufpasst einiges vernachlässigt.

Da ich dieses Jahr noch mein Fachabitur nachholen werde und dann studieren will, muss ich mir erst mal keine Gedanken zu einem baldigen Berufseinstieg machen. Stelle es mir aber generell schwierig vor, wenn man selbstständig war wieder in ein normales Arbeits-verhältnis überzugehen. Kann ich mir zu dem jetzigen Zeitpunkt auch nicht für mich vor-stellen.

Da ich schon seit zwei Jahren quasi Vollzeit neben der Arbeit pokere und es mir nach wie vor sehr viel Spaß macht bzw. es mir eigentlich im Laufe der Zeit anfängt immer mehr Spaß zu machen, denke ich dass ich mir Poker auf längere Zeit schon vorstellen kann.

Gebe dir aber auch hier Recht, was Poker langfristig angeht. Es ist zu riskant, da man nicht weiß was in ein paar Jahren alles passiert. Und man vielleicht irgendwann die Lust daran verliert. Deswegen sollte man sich nebenbei was aufbauen, in meinem Falle Fachabitur + Studium und noch ein paar Ideen für die Zukunft.

Mit deinen Einstiegsvorstellungen für das Vorhaben Pokerpro stimme ich mehr oder weniger auch überein. Wenn man wirklich nur pokern will und nichts nebenbei macht, gebe ich dir vollkommen Recht. Man sollte dann schon in der Lage sein, innerhalb von weniger Jahren so viel Geld zu verdienen wie im kompletten Berufsleben. Und ohne dem angemessene Rücklagen, Bankroll und ausreichen hohen Limits die man schlägt macht das sehr wenig Sinn.

Ich denke, wenn man allerdings Poker als Lebensunterhalt zur Überbrückung ansieht um etwas anders zu machen ist es ok mit kleineren Rücklagen zu starten und man muss auch nur in der Lage sein so viel Geld zu verdienen, dass es für den Zeitraum reicht in dem man sich auf etwas anders vorbereitet.

Bsp. bei mir: Rücklagen für erst mal zwei Jahre + ausreichen Bankroll für die gespielten Limits + guter Winningplayer über sehr große Sample auf eben genannten Limits + Stei-gerungspotenzial und daher eingehende Limitaufstiege + Rücklagen für Sonderleistungen

Mein Ziel ist es innerhalb der nächsten zwei Jahre so viele Winnings zu machen, dass es für den kompletten Zeitraum des Studiums inkl. Master ausreicht sowie weitere Rücklagen für Notfälle zu bilden.

Alles was ich darüber verdiene steht mir für zukünftige Pläne bereit oder dient mal für einen Urlaub.

Ich will versuchen die einhergehenden finanziellen Risiken in kürzester Zeit so zu mini-mieren, dass ich mir für den Zeitraum des Studiums und eine Zeit danach keine Geldsorgen machen muss.

Dein letzter Absatz stimmt genau so wie du ihn geschrieben hast. Nur werde ich zu den capped 180ern versuchen andere Einkommensquellen aufzubauen.


Ravious Themenstarter
Ravious
Beigetreten: 09.05.2011
Poker Player

Steven Bradbury – Das schönste Olympia-Märchen aller Zeiten

Lesezeit: ca. 6 Minuten

Der Eisschnelllauf ist eine Sportart, welche auf dem Eis und mit Schlittschuhen ausgetragen wird. Der Wettbewerb wird dadurch entschieden, welcher Sportler in den Distanzen die schnellste Zeit erringen kann. Aus diesem Eisschnelllauf bildete sich eine eigene Disziplin heraus, der Shorttrack (Kurzbahn). Der Shorttrack wird auf einer kürzeren Eisbahn ausgetragen, im Gegensatz zum Eisschnelllauf zählt hier nicht die Zeit, sondern nur die Platzierung des Läufers. Die Rennen sind aus diesem Grund sehr spektakulär, durch die engen Kurvenradien sind besonders eislauftechnische Fähigkeiten des Athleten gefragt. Bereits als Jugendlicher zählte der Australier Steven Bradbury zu den talentiertesten Läufern im Shorttrack in seinem Heimatland.
Steven Bradbury verfolgte ein großes Ziel, er wollte sich den Traum von einer olympischen Medaille als Einzelläufer unbedingt erfüllen. Während er beim Teambewerb schon einige bedeutende Erfolge feiern konnte, blieb ihm dies im Einzelwettkampf jedoch verwehrt. Bei seinem ersten Antreten bei Olympia 1992 in Albertville (Frankreich) im Alter von 18 Jahren war er nur als Reserveläufer dabei. Zwei Jahre später 1994 in Lillehammer (Norwegen) zählte er schon zum Favoritenkreis, er schied aber bereits früh aus. Nach diesen erfolglosen Spielen wollte Steven Bradbury alles dafür tun, um irgendwann eine olympische Medaille erobern zu können. Jeden Tag trainierte er wie ein Besessener und feilte an seinem Lauf, um seine Technik zu verbessern. Er war in bester körperlicher Verfassung, als ein folgenschwerer Unfall passierte.
Bei einem Rennen kam es zu einer Kollision, er stürzte dabei und wurde durch die scharfe Kufe seines Gegners am Oberschenkel aufgeschlitzt. Das Blut floss sofort in Strömen, der schwerverletzte Steven Bradbury versuchte nur noch, gegen die Bewusstlosigkeit anzukämpfen, da er Angst hatte, vielleicht nie wieder aufzuwachen. In einer Notoperation retteten die Ärzte das Leben des Sportlers, welcher bereits vier Liter Blut verloren hatte. Sein Oberschenkelmuskel war aber komplett zerstört und jegliche Muskelstränge abgerissen. Die Wunde wurde mit über 100 Stichen mühsam wieder zusammengenäht.
Steven Bradbury: „Zum Glück war die medizinische Versorgung perfekt. Sonst hätte ich nicht überlebt“
Steven Bradbury musste eine aufwendige Rehabilitation über sich ergehen lassen. Mehrere Wochen konnte er seinen Fuß überhaupt nicht belasten, sein guter körperlicher Zustand war wie weggeblasen. Mit eiserner Disziplin kämpfte er sich jedoch wieder zurück und baute sich Muskel für Muskel durch hartes Training wieder auf. Mit einer unfassbaren Kraftanstrengung schaffte es Steven Bradbury nach über 18 Monaten Leidenszeit, wieder fast zu alter Stärke zurückzufinden und bei den Olympischen Spielen 1998 in Nagano (Japan) teilzunehmen. Hier blieb er jedoch wieder ohne Spitzenplatz, da er mit seinen Konkurrenten in körperlicher Hinsicht aufgrund seiner Verletzung noch nicht mithalten konnte. Kurze Zeit später folgte aber der nächste schwere Schicksalsschlag für Steven Bradbury.
Nach einem Zusammenstoß mit einem anderen Läufer kam Steven Bradbury zu Sturz und er krachte mit voller Wucht mit dem Kopf voran in die Bande. Er brach sich dabei den 4. und 5. Halswirbel und kam nur mit viel Glück am Rollstuhl vorbei. Zur Stabilisierung seines Rückens wurden ihm Stifte, Schrauben und Platten eingesetzt und die Ärzte gaben ihm sofort den Rat, seine Sportkarriere für immer zu beenden. Aber Steven Bradbury hatte eine große Willensstärke und ließ sich auch von dieser schweren Verletzung nicht unterkriegen. Mit einem außergewöhnlichen Kampfgeist konnte er seinen Körper abermals in Form zu bringen. Er vollbrachte ein echtes Wunder, denn er schaffte es wieder, sich 2002 für die Olympischen Winterspiele in Salt Lake City (USA) zu qualifizieren. Es war seine vielleicht letzte Chance auf eine olympische Medaille.
Als Außenseiter war Steven Bradbury seinen Konkurrenten jedoch klar unterlegen. Bei seinem Viertelfinallauf war er als Dritter eigentlich schon ausgeschieden, kam jedoch weiter, weil der Läufer vor ihm disqualifiziert wurde. Im Halbfinale lag er bereits an letzter Stelle, als vor ihm Athleten stürzten und er als Zweiter mit viel Mühe ins große Finale einziehen konnte. Im Finale wurden Steven Bradbury überhaupt keine Medaillenchancen eingeräumt, und die Experten schienen Recht zu behalten. Alle vier Konkurrenten lagen bereits weit vor Steven Bradbury, welcher weit abgeschlagen an letzter Stelle lag. Die allerletzte Runde war bereits angebrochen und Steven Bradbury gab sein Bestes, aber seine Rivalen waren einfach zu stark und bereits weit voraus. Für kurze Augenblicke dachte er noch an seine schweren Verletzungen, welche ihm höchstwahrscheinlich eine olympische Medaille in seinem Leben gekostet hatten.
In der letzten Kurve vor dem Ziel passiert jedoch das Unvorstellbare. Ein Läufer aus der Spit-zengruppe kam ins Stolpern und riss alle Fahrer einschließlich des Führenden zu Boden. Vier Läufer lagen nun auf dem Eis, jetzt war nur mehr ein Läufer auf den Beinen. Steven Bradbury brauste von hinten heran, überholte die Gestürzten und fuhr als Erster über die Ziellinie. Die Sensation war perfekt, er hatte sich soeben seinen großen Traum erfüllt und tatsächlich die olympische Goldmedaille errungen. Er ging damit in die Geschichte ein als überraschendster Olympiasieger aller Zeiten und erlangte weltweite Berühmtheit.
Es gab jedoch auch einige kritische Stimmen zu seiner mit Glück gewonnenen Goldmedaille. Aber Steven Bradbury hatte sie sich wahrhaftig verdient, denn lange Zeit hatte ihm das Schicksal übel mitgespielt. Er gab trotz seiner schweren Verletzungen nie auf, und obwohl andere Läufer mehr Talent hatten als er, verlor er nie seine positive Einstellung. Steven Bradbury wurde durch sein großes Kämpferherz in Australien zum Nationalhelden und löste einen wahren Boom im Wintersport aus. Er wurde zum Vorbild für viele Sportler, immer an sich zu glauben, auch wenn die Situation noch so aussichtslos erschien.
Bis heute gibt es in Australien die Redewendung „doing a Bradbury“ („einen Bradbury machen“). Dies soll bedeuten, niemals aufzugeben, und sich als Außenseiter gegen vermeintlich Stärkere durchzusetzen.
Steven Bradbury: „Ich war mir nicht sicher, ob ich Gold überhaupt verdiene. Nach einigen Minuten war mir klar, ich verdiene sie. Nicht für die 90 Sekunden des Finales. Aber für die 12 Jahre auf dem Weg zu diesem Tag“


Santalino2
Beigetreten: 08.06.2007
BlackMember

Zum Zeugnis: 20 Jahre wo arbeiten ist halt schon was anderes als nur 2,75 Jahre und ist normal das unschönes Ende (bei gleichem Chef) dort dann stärker einfließt (und bei langjähriger Tätigkeit und Chef-Wechsel ists in größeren Firmen oft Standard dass der Chef auf seine Mitarbeiter zugeht und von sich aus ein Zwischenzeugnis anbietet...). Wenn ich mich aber noch recht erinnere hattest du auch schon früher (also lange vor den letzten Monaten) paar Posts verfasst in der Art schon-wieder-x.tes-Feedbackgespräch-mit-Chefin-gehabt und mag auch sein, dass für dich damals noch alles ok war, aber zumindest sie hat da offensichtich deine Leistung schon früher z. T. anders als du eingschätzt und das dann jetzt entsprechend im Zeugnis einfließen lassen.

Ansonsten fand ich aber jetzt deine letzten Posts (besonders auch den längeren) recht gut (waren halt Infos die wir vorher nicht hatten) und kann deine Sichtweise jetzt auch gut nachvollziehen. Außerdem halt Chefin und wohl auch relativ viele Frauen im Arbeitsumfeld, also da könnte ich mir dann auch gut vorstellen dass da manchmal evtl. emotionalere Gesichtspunkte wichtiger sind als rein fachliche. Ok, sind evtl. jetzt auch nur böse Vorurteile, aber bei männlichen Chefs habe ich eher den Hart-aber-Gerecht-Eindruck, während ich mir bei Frauen schon vorstellen kann dass es evtl. wichtiger ist auf sie besonders charamant/sympathisch zu wirken und wenn du diese Skills nicht hast, dann haste einfach verloren, lol.

@Paddysrest
Guter Post


enjoy2playAK
Beigetreten: 11.08.2010
PokerStrategist

weibliche chefinnen :f_mad: muss sowas sein, reicht ja wohl schon, wenn man dann eine Chefin zu Hause hat :f_drink:

hab nicht alles gelesen, weil einfach zu faul für solche wall of texts, aber hab ich das richtig verstanden, dass dich nicht wirlich stört, dass die Arbeit AUCH aus Dingen besteht, die nicht so interessant ist, sondern, dass es dich vorallem frustriert immer Anweisungen zu bekommen, kaum Aufstiegsmöglichkeiten zu haben usw? Dann sehe ich da jetzt eig kein Problem, wenn das Studium aus Sachen besteht, die dich auch nicht so interessieren... Lass dich nicht unterkriegen, go for it!


Ravious Themenstarter
Ravious
Beigetreten: 09.05.2011
Poker Player

@enjoy: Ja es geht nicht darum dass die Arbeit uninteressant ist. Es gibt wenig Anreize die Arbeit zu erledigen, da kaum Aufstiegsmöglichkeiten, Arbeit nicht wertgeschätzt wird und man ständig widersprüchliche Anweisungen bekommt und wie man es macht ist es falsch.

Sehe auch kein Problem im Studium. Ich denke, wenn man weiß für was man etwas tut, lässt sich alles gut machen und aushalten. Wenn es allerdings diesen Punkt "man weiß für welches höhere Ziel man etwas tut" nicht vorhanden ist, ist es schwierig sich zu motivieren.

Aktuell wieder motivierter denn je, auch wenn die letzten Tage und Wochen auf den 180s eher von vielen badbeats und setups im lategame überschattet wurden.

Ein Problem im öffentlichen Dienst ist es auch, dass man kaum/keinen Leistungsdruck hat, bzw. sich selber nicht mal wirklich unter Druck setzen kann, da es kaum/keine Ziele gibt um irgendwo drauf hinzuarbeiten.


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